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Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irgendwann muss Schluss sein, 15. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Finer Moments (Audio CD)
Bereits Zappa selbst hat es mit dem Veröffentlichen seines Schaffens manchmal übertrieben. Nicht alles Kreative muss auf ein Album. Aber der Zappa Family Trust treibt das Spiel auf die Spitze. Nachdem mit "Hammersmith Odeon", "Buffalo" und "Philly '76" drei komplette (!!) und bärenstarke Konzerte in klasse Sound-Qualität auf CD erschienen waren, hat mich "Finer Moments" mehr als jede halbherzige Zappa-Compilation zuvor verärgert.

An der Aufmachung liegt es nicht. Finer Moments kommt wirklich schick daher. Tolles Sleeve und alles, aber die Stücke wirken wie von der Resterampe. Das Material stammt aus den Jahren 1968 bis 1972 und klingt streckenweise sehr nach "Uncle Meat". Die Songauswahl allerdings wirkt wie absichtlich am Qualitätsmaterial jener Zeit vorbei: Einem "Intro" in mieser Soundqualität folgt ein gutes, aber irgendwie (so oder so ähnlich) schonmal dagewesenes Gitarrensolo namens "Sleazette". Dem folgt eine Mozart-Sonate untermalt von Mothers-Alberei auf der Bühne. Mag live klasse gewesen sein, aber nicht auf CD. Dann wiederum viel Perkussives, erneut Mothers Späße, dann wieder ein Solo u.s.w. "Squeeze It" ist meines Wissens bereits auf der Mystery Disc erschienen.

Mit "Pumped & Waxed" findet sich noch eine frühe Synthie-Improvisation. Immerhin etwas anderes. Richtig gut gefällt mir neben Sleazette eigentlich nur "Uncle Rhebus" und "The Subcutaneous Peril", das mich angenehm an die jazzigen Scheiben wie "Waka-Jawaka" erinnert. Und das ist für den über 80 Minuten langen Tonträger (mit über 15 EURO) doch etwas wenig. Ironischerweise haben die drei Songs bereits Albumlänge.

Das meiste ist live, doch verbindet die Nummern nichts. Schon an den YCDTOSA-Veröffentlichungen hat mich gestört, dass durch das Zusammenwürfeln und Dubbing von Konzertausschnitten kein richtiges Live-Gefühl zustande kommt, ganz anders etwa auf "Zappa In New York" von 1977. Auf Finer Moments bleibt davon umso weniger.

Nach über 20 posthumen Veröffentlichungen sollte der Zappa Trust Fund mal einen Gang zurückschalten. Nicht alles muss auf CD. Meine beiden Punkte sind auch irgendwie Trotz.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.05.2013 11:55:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.05.2013 11:57:57 GMT+02:00
Ich stimme Deiner Rezension zu. Am meisten störten mich die akustisch sinnlosen Albereien, die das Mozart-Stück begleiten und die Tatsache dass ich "Uncle Rhebus" seit undenklichen Zeiten kenne, es ist zu weiten Teilen "King Kong" Live Boston 1968. Meines Wissens boot - gibt der Fundus des Genies nichts anderes mehr her? Oh Dweezil und Familie lasst es endlich gut sein.

Meine Doppel LP besitzt übrigens zwei identische Informationsblätter für die Seiten C und D und dafür keines für die Seiten A und B. Schwamm über die vollkommen inhaltsleeren Schwafeltexte auf der Innenseite des FOC.

Man könnte das Album in die Tonne treten, wäre da nicht die etwas versöhlich stimmende Seite D, "The Soubcutaneous Peril" ist wirklich allerfeinster Zappa der Waka Jawaka Art, wie Du auch angemerkt hast.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2013 14:51:12 GMT+02:00
Aber hast Du eine Idee, wo all die guten Bewertungen für das Album herkommen? Selbst Hardcore Fans können das doch nicht mehr unterstützen wollen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2014 22:38:31 GMT+01:00
Artifex meint:
@Schuster

Ist doch völlig wurscht, wo die guten Bewertungen herkommen - vermutlich sind das die üblichen Spinner, die alles von ihrem Idol schlucken, egal, ob es Frank Zappa oder Lady Gaga heißt...

@Martin

Sehe ich genauso, ich hatte diese CD und habe sie hauptsächlich wegen der Kindereien, welche die Mozart - Sonate begleiten, wieder verkauft; sie sind erstens für den Hörer sinnlos, zweitens vermutlich auch an sich (es gibt leider auch von Zappa echt kindisches Zeug) und drittens gibt es auch für einen Zappa Grenzen und die sollten vor Mozart Halt machen; da hätte er sich jemanden geeigneteres zum Veralbern aussuchen könne, aber Mozart oder Bach bieten da nun mal keine Angriffsflächen, das ist wirklich pubertär.

Veröffentlicht am 11.01.2014 21:13:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.01.2014 21:18:10 GMT+01:00
Hier sind mal wieder Leute unterwegs die von Musik mal Null Ahnung haben. 2 Sterne zu vergeben ist lächerlich. Mindestens 3 sind angemessen, ob der Tatsache für die genannten avantgardistischen Einlagen (muß man nicht mögen). Ansonsten musikalisch klare 5 Sterne. Macht insgesamt 3-4 Sterne. Ich finde die Scheibe total abgefahren und musikalisch erste Sahne. Was will man eigentlich mehr. Super Produktion, sehr gutes Cover und gute Pressqualität sowie guter bis sehr guter Klang (Vinyl). :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 23:02:32 GMT+01:00
Artifex meint:
@Normilein

Uijuijui, hier spricht ein Musikkenner reinsten Wassers:

"total abgefahren; erste Sahne; was will man mehr; super Produktion; gutes Cover (!!!); sehr guter Klang (was meinst du wie super das klingt, wenn ich meine Klospülung betätige...)"

Aber mal im Ernst, nur allerdünnste Klischees, kein einziges Argument; ich wette, daß du nicht mal weißt wie sich ein Dur- oder Molldreiklang zusammensetzt oder weißt was II-V-I bedeutet, geschweige die Sonatenhauptsatzform erklären könntest; wahrscheinlich würdest du sogar einen Walzer mit einem 6/8 - Takt verwechseln oder beides nicht einmal erkennen.

Typen wie du finden wahrscheinlich gerade die obskuren Zappa-Sachen "super", weil sie die in ihrer Verworrenheit für besonders "prog" und "avantgardistisch" halten.
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