Kundenrezension

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die wiederauferstehung..., 20. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Beggars Banquet (Audio CD)
die 60er waren wohl besonders in england eine absolut magische zeit für junge musiker ihre phantasien in einen rocker-lebensstil zu verwandeln.
auf the who traf das zu, auf die kinks, auf die beatles und vor allem auf die rolling stones.
perfektionismus wurde durch eifer abgelöst, fähigkeit durch willen, besonders auf die stones trifft das zu.

ein highlight ihres schaffens markiert "beggars banquet" aus dem jahre 1968.
für die stones waren die beiden vorherigen jahre gnadenlos gewesen. mick jagger und keith richards wurden im haus von keith verhaftet und vor gericht gestellt. der übermässige drogenmissbrauch eines brian jones, den ursprünglich so hochbegabten, hoffnungsvollen musiker hatte ihn zu einem schatten seiner selbst verwandelt.
und sie verrannten sich mit der ziellosen, belanglosen "their satanic majestys request" aus dem jahre 1967, die band stand hier zweifelsohne an der kippe zum absturz.

aus diesem chaos entstand "beggars banquet". psychodelische studiotricks waren out, die stones kehrten zu ihren wurzeln im country und blues zurück, das stand ihnen verdammt gut, mit viel akustischer gitarre schuffen sie einen klassiker, mit vorgriffen auf dunklere seiten späterer songs.

da hätten wir das epische "sympathy for the devil". ein zeitloser klassiker der ein benchmark für die stones werden sollte. hier wird ein berüchtigter text zu gnadenlos treibenden sambarhythmen dargebracht. richards zeigt bemerkenswertes gitarrenspiel, jones glänzt durch abwesenheit, erinnert aber auf "no expectations" mit seiner slidegitarre wieder an alte zeiten.

oder das großartig rotzige "parachute woman", viel cooler als jagger kann man das kaum singen...
der einladende, rhytmische titel "street fighting man "ist ebenso ein highlight wie die emotionale, baladeske nummer "salt of the earth" die ich bis heute als eine der besten stones nummern betrachte...nahegehende und in den richtigen momenten einfach wunderschön...

soundmässig finde ich diese cd speziell, ganz in ordung, die grundstimmung kommt herrlich rüber, darum gehts auch (4 von 5 sternen hierfür)

Fazit: der düstere countryblues dieser scheibe wurde zum inbegriff des sounds, den die rolling stones auf den folgenden drei alben mit perfektion zelebrierten, die nächsten vier jahre, bis zu "exile on main street" im jahre 1972 sind für mich immer noch ihr goldenes zeitalter. eine scheibe die fast pflicht ist, spass macht. teils kraäftig, teils nachdenklich rührend....
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1-10 von 28 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.07.2010 13:48:04 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Strike. Man kam an ihnen einfach nicht vorbei obwohl es alle lausige Mucker waren/sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2010 15:06:46 GMT+02:00
naja, lausig tät ich jetzt nicht grad sagen, aber halt nicht unbedingt sehr talentiert...

Veröffentlicht am 20.07.2010 15:20:55 GMT+02:00
V-Lee meint:
kommt drauf an wie man talentiert definiert; handwerklich oder in punkto kreativität? was zweiteres anlangt find' ich sie sogar mehr als talentiert, weil für mich das beste songwriter-duo nach lennon/mccartney.
lustig - ich hör' grad' 'sticky fingers' und das war ja der abschluss der trilogie ihrer besten jahre (beggars banquet, let it bleed und eben fingers).
alle loben das danach kommende 'exile' so über den klee, aber in wirklichkeit war das songwriterisch schon ein bedeutender abstieg gegenüber den vorangegangenen alben, aber die produktion und vor allem die selektion der takes durch jimmy miller hat exile halt dann doch noch sehr gut gemacht. 'goats head soup' konnte dann aber überhaupt nicht mehr in dieser liga mitspielen.
und wie bob dlan mit seiner folkrock trilogie 65-66 und die beatles mit ihrem spätwerk (weisses album, abbey road, let it be) hatten auch die stones zwischen 1968 und 1970 einen unglaublichen lauf über 3 alben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2010 16:20:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.07.2010 16:20:41 GMT+02:00
so ists, gut analysiert.... das ist ja eh fast standard-wissen....

rein instrumenten-technisch waren und sind die jungs nicht talentiert, oder gesegnet oder wie du willst. songwrting? teilweise ganz große klasse!. gitrrenriffs? manche unvergesslich , episch und unvergänglich... aber wirklich gut spielen konnten die nie. und ende.

Veröffentlicht am 20.07.2010 17:21:19 GMT+02:00
Child in time meint:
Ich war nie so der Fan der Stones.
Aber die waren schon groß und wichtig.
Ich habe nur eine Do Best Of, auch hier sollte ich mal `nachrüsten`.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2010 06:50:15 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Child, ist das zufällig die "Rolled Gold"? Da ist denke ich das Wichtigste drauf.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2010 09:00:52 GMT+02:00
Child in time meint:
Das ist die "Hot Rocks 64-71".

Veröffentlicht am 21.07.2010 10:26:41 GMT+02:00
Rocker meint:
Rolled Gold ist die Mutter aller Stones Compis. Hot Rocks habe ich auch, die ist ebenfalls sehr gelungen. Bei den Stones sollte man ruhig auch auf die Songs schauen, die nicht so groß im Rampenlicht standen. Dazu gehören auf Beggars Banquet für mich z.B. Jig Saw Puzzle und Stray Cat Blues. Bei No Expectations hatte ich immer den Eindruck, dass es sich noch um ein Überbleibsel aus früheren Tagen handelte und nur mit auf das Album kam, um das Gefühl zu vermitteln, dass Brian Jones überhaupt noch dazu gehörte. In Wirklichkeit war Jones wohl schon zu krank, um noch einer Studioarbeit konzentriert nachgehen zu können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2010 10:41:39 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Der gute Brian war eigentlich immer mehr breit als krank, oder?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2010 10:53:43 GMT+02:00
Rocker meint:
Naja, er war zum Schluß schon auch sehr krank. Er litt z.B. unter starkem Asthma und nahm deshalb schon Medikamente, die für sich genommen bestimmt nicht ganz harmlos waren. Dazu kam dann noch der RocknRoll-Lifestile und das hat seine gesundheitlichen Probleme natürlich nicht verbessert.
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