Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es kaum!, 3. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Raven That Refused to Sing (Limited Edition) (Audio CD)
Steven Wilson hat sich unglaublich weiterentwickelt, und so ungern ich das auch sage, seine Solowerke stehen mittlerweile qualitativ weit über seinen Outputs mit Porcupine Tree. "The Raven That Refused To Sing" ist nach dem experimentellen "Insurgentes" und dem expressiven wie verträumten "Grace For Drowning" sein drittes Soloalbum. Wilson hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf mit neuen (5.1-) Abmischungen klassischer Prog-Alben verschafft, und so erscheint seine Herangehensweise an sein neues Album geradezu logisch: Mit einer Band aus Weltklassemusikern [Nick Beggs (bass), Guthrie Govan (git), Adam Holzman (keys), Marco Minnemann (drums), Theo Travis (winds)] hat er die sechs Titel innerhalb einer knappen Woche live eingespielt, der legendäre Alan Parsons saß an den Reglern.

Das Ergebnis ist die logische Weiterentwicklung der ersten beiden Soloalben, geschrieben vom sich immer weiter steigernden Steven Wilson, vorgetragen von einer großartigen Band. Der Mix ist wie bei Wilson üblich sehr ästhetisch, Mastering hat er zugunsten größerer Dynamik einfach mal sein lassen – warum auch nicht? Das komplette Album ist sound- wie songwritingmäßig aus einem Guss – in dieser Kohärenz dürfte eine seiner großen Stärken liegen. "The Raven That Refused To Sing" ist ein Konzeptalbum: Jeder der sechs Songs greift eine "Ghost Story" auf.

1. Luminol war schon auf der "Get All You Deserve" DVD von 2012 zu hören und ist ein großartiger Opener, der Stevens Berührung mit King Crimson nicht verleugnen kann. In zwölf Minuten ist Zeit für einen energetischen Uptempo-Teil mit fetzigem Bassriff, clusterartigen A-Capella-Gesang, einen lyrisch-balladesken Part, Mellotron-Breitwände (übrigens vom originalen King Crimson-Mellotron das u.A. auf "In The Court Of The Crimson King" zu hören ist), und wieder eine Reprise des Uptempos.

2. Drive Home klingt, vor allem im Refrain, als hätte Steven Wilson es für Blackfield geschrieben. Eine schöne langsame Nummer, wunderbares Intro, schwebendes Tenorsaxophon, aber insgesamt im Vergleich zu den anderen Nummern etwas seicht.

3. The Holy Drinker vereint dann wieder alle guten Tugenden Wilsonscher Musik: Ein etwas zurückhaltender Zehnminüter, der aber auch schonmal zeigt, wo der Hammer hängt. Einheitlicher und zusammenhängender als Luminol, mit großartigen Motiven und einer großartig rockenden Klimax.

4. The Pin Drop ist dann schon gleich der nächste Höhepunkt – und definitiv zu laut um die Stecknadel fallen zu hören. Das kürzeste Stück des Albums schiebt im Mid-Tempo-Bereich kräftig nach vorne und konzentriert auf engerem Raum genauso viele gute Einfälle und Melodien wie seine Albumnachbarn.

5. The Watchmaker ist mir nach den bisherigen ca. 8 Durchläufen noch am wenigsten im Ohr geblieben, was aber kein Argument gegen seine Qualität sein soll. Der Elfminüter reiht sich problemlos ins Album ein und weiß auf ganzer Linie zu überzeugen.

6. The Raven That Refused To Sing ist eine sehr stimmungsvolle Ballade. Bereits vor ein paar Wochen war das großartige Video im Internet zu sehen. Der Titeltrack weist weniger monumentale Einprägsamkeit wie die Balladen des Vorgängeralbums auf, bringt aber stattdessen wunderschöne Melodien und einen groß angelegten Spannungsbogen mit sich.

Die beiliegende DVD beinhaltet einen 5.1-Mix des Albums (den ich bisher noch nicht gehört habe), Bildergalerien mit Artworks von Hajo Müller (zum Teil sehr schön) und Fotos aus dem Studio von Lasse Hoile (in gewohnter Ästhetik). Außerdem gibt es eine Studio-Documentary, ebenfalls von Lasse, die definitiv nett anzusehen ist, das sollte für die meisten Fans schon als Kaufgrund der Limited Edition gegenüber der Standardversion genügen...

Fazit: Ein weiterer Meilenstein in Steven Wilsons Werk. Neben "The Raven That Refused To Sing" kann so manche ältere Wilson-Platte schonmal alt aussehen – wer waren nochmal Porcupine Tree?
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Rezensentin / Rezensent

David Ehl
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