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Kundenrezension

12 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwach, schwach, schwach!, 7. Oktober 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Ein Deutsches Requiem (Audio CD)
Bitte nicht vom Namen Karajan blenden lassen: Diese Aufnahme gehört zu den schwächsten des Brahms-Requiems überhaupt:

Karajans Tempi sind extrem langsam, er zerdehnt das Werk bis zur Unkenntlichkeit. Wie bei ihm in späten Jahren üblich, ist das Orchester im Verhältnis zu Chor und Solisten zu laut, spielt auch dynamisch nicht flexibel genug. Karajan betont einen vollen, dunklen, weichen Orchesterklang und geht dafür über rhythmische Feinheiten völlig hinweg: Der zweite Satz etwa müsste federnd, geheimnis- und unheilvoll klingen, wird aber zu einem schwerfälligen Gestampfe. Der Orchesterpart verkommt zu einem undefinierten Klangbrei.

Dazu komm der mangelhafte Chor: Der Wiener Singverein - ein Laienchor, den Karajan aus unerfindlichen Gründen in all seinen Aufnahmen geistlicher Musik einsetzte - singt unsauber, unflexibel, unpräzise, unelegant, unverständlich. Da gehen sämtliche musikalischen Feinheiten verloren, man hat manchmal das Gefühl, es werde vom Blatt gesungen. Besonders schlimm ist der völlig missglückte (unsaubere und ungenaue) Sopraneinsatz des "Selig sind die Toten."

Das alles verstärkt einen Eindruck, der eigentlich bei diesem Stück niemals aufkommen dürfte, wenn es gut musiziert wird: Langeweile!

Selbst die berühmten Solisten können die Aufnahme nicht retten:

Die sonst so wunderbare Gundula Janowitz hat mit der Arie "Ihr habt nun Traurigkeit" Probleme: Das Stück liegt sehr hoch, und muss durchgehend piano und legato gesungen werden. Hier geht es der Sängerin mit ihrer damals schon dramatischen Stimme wie vielen Kolleginnen: Sie klingt eng und angestrengt statt leicht und engelsgleich.

Einzig Eberhard Waechter erreicht normales Niveau, singt die Bariton-Partie natürlich und kraftvoll. Das allein kann die Aufnahme aber nicht retten.

Und so sollte, wer eine wirklich inspirierte, wenn auch nicht sehr fromme Karajan-Aufnahme des Deutschen Requiems sucht, zu der Einspielung von 1948 greifen - trotz der natürlich gewöhnungsbedürftigen Klangtechnik. Insgesamt kann ich die Berliner Aufnahme unter Rudolf Kempe mit Elisabeth Grümmer und Dietrich Fischer-Dieskau nur wärmstens empfehlen.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.06.2011 00:42:32 GMT+02:00
"Der Wiener Singverein - ein Laienchor, den Karajan aus unerfindlichen Gründen in all seinen Aufnahmen geistlicher Musik einsetzte"

Die Gründe sind bekannt. Nach dem Krieg hat der Singverein Karajan mit offenen Armen aufgenommen, als er noch bei anderen Musik-Institutionen verpönt war. Das hat Karajans Treue zum Musikverein begründet.

Veröffentlicht am 08.11.2012 06:05:31 GMT+01:00
Diese Interpretation hat so viele Preise bekommen und das war kein Zufall!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.11.2012 23:08:52 GMT+01:00
vully meint:
Nö, das war Marketing einerseits und eine Modeerscheinung andererseits - zeitweise musste man auf eine Platte nur den Namen Karajan draufschreiben, um die Preise sicher zu haben.

Wie gesagt, ich empfehle allen Karajan-Fans die wirklich spannende EMI-Aufnahme von 1948 - mit demselben Chor in besserer Form.
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