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Kundenrezension

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hype über Hochgenuss, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Twilight: Volume 1 (Taschenbuch)
Wenn Bücher auf dem Weg zum Hype einen bestimmten Punkt überschritten haben, ist es, als würde man in Gegenwart von Zeugen Jehovas die Bibel kritisieren. So auch die Twilight Saga - vermutlich die größte Massenhysterie seit Harry Potter.
Die Grundidee ist gar nicht mal schlecht: Anne Rice gekreuzt mit "Beverly Hills 90210". Was die Autorin daraus macht genügt leider nur Lesern, denen Herzschmerz über literarisches Niveau geht, denn die Schwächen sind unübersehbar.
Der Leser begleitet Bella, die, mit klischeehaft pubertären Nöten beladen, in den Wohnort ihres Vaters zieht, beim Einfinden in das neue Umfeld. Wie dutzende von Teenie-Fernsehserien zirkelt ihr Alltag um das amerikanische Mikrouniversum "Highschool".
Spätestens, wenn sie dem in jeder Hinsicht perfekten Vampir Edward begegnet und man die große emotionale Explosion erwartet, entsteht das größte und erstaunlichste literarische Vakuum seit langem. Auf ca. 200 Seiten, in öden Dialogen und klischeehaften Beschreibungen, erötern die beiden ihren Konflikt (ihre große Liebe contra die Bedrohung, die von seinem Blutdurst ausgeht) ohne dass die Handlung sich von der Stelle bewegt. Dabei gehen der Autorin, offenbar nicht im Besitz eines Thesaurus, nach kurzem die Worte aus, und sie wiederholt in endlosen Warteschleifen die selben Beschreibungen und Satzfragmente wieder und wieder (in der Übersetzung wie im Original gleichermaßen). Geradezu grotesk, aber der typischen amrikanischen Prüderie entsprechend, ist bei all dem Verlangen die Vermeidung jeglicher erotischer Energie. Hier bleibt es bei aufeinandergedrückten Lippen und Kitschroman-Liebesschwüren.
Als wüßte sie von dieser dramaturgischen Schwäche, führt die Autorin im letzten Drittel einen aufgesetzt wirkenden Actionteil ein, der weder im Ton noch im Tempo zum betuhlichen Rhythmus der vorigen Kapitel passt und im atemlosen Finale einer zweitklassigen Krimiserie mündet.

Es bleibt eine hochgejubelte und wie Kaugummi auf vier Bände gestreckte Geschichte, in der die Autorin daran scheitert, vielschichtige Charaktere und einen durchgängigen Spannungsbogen zu entwickeln. Die holperige und klischeehafte Sprache verstärkt den Eindruck, das hier eine charmante Grundidee in der Umsetzung ruiniert wurde.

Ob die oft gehörte Theorie stimmt, dass man zwei X-Chromosomen haben muss um dies als gutes Buch zu schätzen bleibt hier unerörtert.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.10.2009 15:37:50 GMT+01:00
lili werner meint:
Stimme vollständig mit der Rezension überein. Bin aber der Meinung, dass das hier weniger mit dem Geschlecht als einfach mit dem Literarischen Anspruch zusammenhängt den ein Mensch besitzt. Erleichternderweise stellt sich in den Rezensionen hier heraus, dass es auch Menschen mit "zwei X-Chromosomen" gibt dehnen das Buch platt und Langweilig erscheint. (Was nützt Edward eigentlich sein gutes Aussehen wenn er einen dermaßen nervtötenden Charakter hat? Das ist sehr oberflächlich, finde ich. Aber Twilight-Fans finden ihn scheinbar sympatisch. Anderer Hype's wie Harry Potter und Herr der Ringe sind da gegen sehr phantasievoll, spannend und anspruchsvoll - unvergleichlich!)

Veröffentlicht am 30.10.2009 12:55:21 GMT+01:00
Bea meint:
Danke für die klasse Rezension, habe mich beim Lesen gut amüsiert :-) Stimme dir in allen Punkten zu, Andreas! Ich bin immer noch etwas überrascht und geschockt, denn die Twilight-Serie wurde mir von sehr vielen Leuten..mmh..eigentlich nur Frauen, wo ich grad drüber nachdenke, empfohlen. Darunter war auch eine englische Literaturlehrerin. Jetzt, wo ich den ersten Teil zur Hälfte durch habe, komme ich mir wie ein Außenseiter vor. Wie können alle DAS Buch nur so toll finden? Null Tiefgang, ähnliches Niveau wie Sonntagnachmittagfilme in der sechsten Wiederholung. Da tut es echt gut, festzustellen, dass man nicht komisch ist, wenn man das Buch nicht zur neuen Bibel erklärt, sondern lediglich einen vernünftigen literarischen Anspruch hat.

Ich freue mich ja, wenn Kinder wieder lesen, und von mir aus auch gerne Twilight, ich bin aber nach wie vor überrascht, wie ein solcher Drei-Groschen-Roman wie Twilight erwachsene Menschen mit 'literarischen Vorkenntnissen' so begeistern kann. Deine Formulierung 'literarisches Vakuum' fasst meine Meinung von Twilight ziemlich gut zusammen... Ich werde mich nun auch noch durch den Rest der Serie lesen, denn ich habe mir die Buchbox schenken lassen. Zumindest kann ich danach dann fundiert begründen, warum ich Edward Cullen nicht zu meinem neuen Gott erkläre..JEDER andere Blutsauger, der mir bisher in der Literatur begegnet ist, hatte mehr Charisma als der blutleere, aber so schöööne Edward. Dann doch lieber ein Lestat. Und selbst Rüdiger, der kleine Vampir war spannender.

Veröffentlicht am 31.07.2011 04:15:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.07.2011 04:23:44 GMT+02:00
Elfe meint:
Habe zuerst die Filme gesehen. Bildästhetik und Ausdruck der Darsteller überzeugten mich. Die Filme motivierten mich zum Lesen der Bücher und ich bin entsetzt über eine derartige Akkumulation von Platitüden. Nach einigen Seiten ereilt mich die Langeweile, ich blättere einfach weiter und weiter und weiter . . . Langsam werde ich wütend. Habe angefangen, in den Büchern Sätze wegzustreichen, z.B. "(...) nachdem ich alle Lasagne-Reste entfernt hatte (...)" Hä? Soviel zum Zähneputzen. Ich finde es einfach peinlich, dass so wenig Substanz so hoch geschätzt sein soll. Ist das wirklich wahr, dass die Leute die Bücher lieben? Ich kann das nicht glauben. Die Analogie zur Bibelkritik triffts wahrscheinlich. Ich glaube außerdem, dass hier Profis aus der mangelhaften Substanz gute Drehbücher verfasst haben, kann mir ansonsten die Substanz der Filme nicht erklären. Gott, ist die Menschheit peinlich. Naja, den Hype habe ich ja sowieso verpasst, ist ja schon 2011, oder hält das noch an?

Veröffentlicht am 15.09.2011 10:02:54 GMT+02:00
Bluejay meint:
Zwei X-Chromosomen helfen sicher, aber mir haben auch die nicht gereicht. ;) Danke für die klasse Rezension!
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Rezensentin / Rezensent


Ort: Hamburg, Hamburg Deutschland

Top-Rezensenten Rang: 10.140