Kundenrezension

89 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein teurer Kompromiss, 16. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Apple MacBook Air 33,8 cm (13,3 Zoll) Notebook (Intel Core 2 Duo 1,6GHz, 2GB RAM, 80GB HDD, Mac OS X) (Personal Computers)
Pros:

- Tolles Design
- Extrem leicht und kompakt
- Hochwertige Verarbeitung und fantastische Haptik
- Toller Bildschirm
- Vollwertige und einfach gute Tastatur (Im Prinzip die gleiche wie im MacBook, nur mit Hintergrundbeleuchtung)
- Wirklich guter Bildschirm (Im Prinzip der gleiche wie im MacBook, den Vorteil der LED-Hintergrundbeleuchtung kann ich im Praxiseinsatz aber kaum erkennen, einzig die schnellere volle Helligkeit nach dem Einschalten ist wirklich bemerkbar)
- Umgebungslichtsensor, der Bildschirmhelligkeit und Tastaturbeleuchtung automatisch einstellt
- iSight-Kamera, integriertes Mikrofon, integriertes WLAN im 802.11n-Standard, integriertes Bluetooth
- Wird nicht mehr so warm wie das MacBook
- Extrem leise
- Mitgelieferte Micro-DVI Kabel (Sowohl VGA als auch DVI)
- Die Anschlüsse sind richtig nett in einer Klappe versteckt

Cons:

- Kleine und langsame Festplatte (4200U/Min ist definitiv nicht mehr zeitgemäß, 80GB ist die einzige Option, SSD macht kaum Sinn)
- Nicht zeitgemäße Performance (Wesentlich (!) schlechter als das kleinste MacBook mit 2GB RAM, obwohl der gleiche Grafikchip und RAM verwendet werden bremsen die Festplatte und die CPU)
- Kein internes optisches Laufwerk
- Der (Ja, es ist nur einer) interne Lautsprecher ist im Gegensatz zu den anderen Apple NoteBooks einfach nur totaler Schrott, nicht fähig zu irgendwas das über Systemsignale herausgeht
- Viel zu wenig Anschlussmöglichkeiten (EIN (!!!) USB-Anschluss, ein Audioausgang, ein Micro-DVI-Ausgang, kein Firewire (Weder 400 noch 800), kein Ethernet-Ausgang , kein Audio-Eingang)
- Teuer

Bemerkung und Fazit:

Ich besitze selber das MacBook Air nicht, hatte es aber mehrere Wochen im Einsatz, auch um es als potenziellen Ersatz für mein MacBook zu testen. Für mich als Puristen und doch designorientierten Mensch hört sich und insbesondere sieht das MacBook wirklich interessant aus.

Zum Design und der Verarbeitung etc. gibt es nicht viel zu sagen, einfach fantastisch, ein Hingucker. Für mich als sportlichen Mann in den 20'ern ist das eine Kilo Gewicht weniger eigentlich nicht viel mehr als ein nettes Gadget, im Alltag aber dennoch spürbar.

Auch wenn sich das fehlende optische Laufwerk im ersten Moment - zumindest für mich - regelrecht schockierend anhört, musste ich feststellen das man es heutzutage eigentlich kaum mehr benötigt. Nach Überlegen ist mir aufgefallen das ich in den 6 Monaten, in denen ich mittlerweile den neuen iMac besitze, ausser der Leopard-DVD keinen einzigen optischen Datenträger verwendet habe. BackUps macht man mit Time Machine, Datentransporte mit externen Festplatten und USB-Sticks, Musik hört man in der Anlage und Programme gibt es im Internet und DVDs schaut man eh nicht auf dem Computer. Sollte man doch mal ein Laufwerk benötigen, verwendet man einfach wireless das Laufwerk eines anderen Mac, was wirklich einfach und intuitiv klappt. Zudem kann man natürlich externe Laufwerke verwenden. Konsequent habe ich in der gesamten Zeit kein einziges Mal ein Laufwerk vermisst. Auch hier muss ich zugeben dass das kompromisslose Folgen des Wireless Trends von Apple definitiv konsequent und zukunftsträchtig ist.

Obwohl das MacBook Air wie gesagt absolut beeindruckend ist, habe ich mich doch gegen es und für mein MacBook entschieden. Ausschlaggebend waren folgende Gründe:

1) Der Akku
Mit dem Akku habe ich insbesondere 2 Probleme. Erstens die Laufzeit. Obwohl alles auf klein und energiesparend optimiert wurde, musste natürlich auch der Akku verkleinert werden. Im normalen Alltagseinsatz (Aktives WLAN, automatische Bildschirmhelligkeit, Bluetooth an) komme ich beim Air auf "nur" 3,5 Stunden Laufzeit, während es beim kleinsten (bzgl. Prozessor) MacBook 4-4,5 Stunden sind. Im Vergleich zur Windows-Welt ist das immer noch ordentlich, aber für ein MacBook, das konsequent auf Mobilität optimiert ist, m.E. ein wirklicher Rückschritt, besonders wenn man die anderen Produkte der Linie gewohnt ist.
Verschärft wird das Problem noch durch die Tatsache, dass der Akku intern ist. Die Mitnahme von Zweitakkus ist damit unmöglich, ein möglicher Akku-Austausch wird sehr teuer.

2) Die Anschlüsse

Ein USB-Anschluss ist ein Witz. Kein Firewire verschärft die Situation noch zusätzlich. In der heutigen Zeit, wo fast alle Peripherie-Geräte über USB laufen, ist dies eine für mich fast nicht tragbare Situation. Selbst wenn man die Maus über Bluetooth laufen lässt und Boxen über die Audio-Ausgang (Mittlerweile verbreiten sich ja auch USB-Lautsprecher), benötigt man noch Anschlüsse für BackUp-Datenträger, USB-Sticks, Drucker/Scanner usw. Ein USB-Hub geht zwar auch, ruiniert aber sowohl das Design als auch die Mobilität des Systems. Umgehen kann man das eigentlich nur über Time Capsule, eine externe Festplatte mit WiFi und damit Airport Basisstation an die man auch Drucker und andere Festplatten anschliessen kann. Also wenn man das MacBook Air auch zuHause intuitiv einsetzen will, besteht fast ein Zwang zu Time Capsule.

3) Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Für 50% mehr Geld als das MacBook bekommt man weitaus weniger Leistung, weniger Anschlüsse, weniger Festplatte und weniger Konfigurationsmöglichkeiten, aber auch ein beeindruckenderes Design/Verarbeitung wie auch weniger Gewicht/Umfang und damit (etwas) mehr Mobilität. Das Für das gebotene wäre m.E. ein Preis 100-200€ über dem des MacBook rational und wirklich wettbewerbsfähig gewesen.

Den Mehrpreis zahlt man damit im Prinzip für eine beeindruckendes Technologiedemonstration und ohne Zweifel für den Wow-Faktor, der definitiv vorhanden ist. Das Air ist damit der Inbegriff eines wirklich teuren Kompromisses, wobei man für sich selbst entscheiden muss, was einem Mobilität, Design und die Gewissheit, sich im technischen Grenzbereich zu bewegen, Wert ist.

Ich bleibe dennoch beim normalen MacBook. Reicht auch.
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.03.2009 15:58:36 GMT+02:00
Hans meint:
SSDs machen keinen Sinn? Im mobilen Bereich machen SSDs auf jeden Fall Sinn, meiner Meinung nach auch auf dem Desktop.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.04.2009 11:20:59 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 20.09.2009 18:24:17 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 06.05.2009 17:48:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.05.2009 17:54:54 GMT+02:00
Nils Pelzer meint:
Also das muss ich jetzt aber auch mal sagen SSD macht meiner Meinung nach sehr viel Sinn bei mobilen Geräten, sie sind nicht störanfällig, verbrauchen viel weniger Strom und sind noch um einiges schneller. Und ja es stimmt wirklich man kann heutzutage zu 90% auf optische Laufwerke verzichten. Ich denke in ein paar Jahren wird man sie gar nicht mehr brauchen.
Im mobilen Betrieb reicht ein USB vollkommen aus. Zu Hause kann man sich getrost eine Basistation über WLAN einrichten (Time Caspsule ist hierzu nicht nötig, die airport Basisstation tuts auch)

Veröffentlicht am 06.11.2009 09:09:10 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.01.2010 12:22:33 GMT+01:00
MacY meint:
...tja, ich nutze es tagtäglich...
Wenn ich ein Produkt kaufe, dann wegen der Eigenschaften lt. Hersteller. Es ist ein Subnotebook - keine Workstation, wie das MacBook Pro!
Was nützt mir beim vorgesehenen Verwendungszweck Bürokommunikation, Mail, Surfen ein schnellerer Prozessor und schnellere Platte?
Gerade die SSD oder langsamere Platte verbunden mit dem langsameren Prozessor spart ja auch Strom und schont den Aku.
Abgesehen davon, dass ein SuperdriveLW nicht hinein passen würde, währe der Aku ja noch schneller leer.
Das er nicht austauschbar ist, liegt an der extremen Bauweise des Air. Der Verzicht auf einen Einbaurahmen lässt einen vergleichbar größeren Aku zu und bringt damit mehr Laufzeit. Schaut man mal "unter die Haube" geht es dort verdammt eng zu. Selbst die Platine ist beidseitig belegt um Platz zu sparen. Auch der RAM lässt sich nicht erweitern. Der Rahmen dafür und ein weiterer Riegel hätte keinen Platz!
Nach reichlich einem Jahr hat mein Aku noch satte 100% Leistung und schwächelt noch nicht.
Verzichtet man auf permanente Stromfresser und reduziert je nach Bedarf die Leistung über "Energie sparen" in den Systemeinstellungen, kommt man auf analoge Aku-Laufzeiten, wie beim alten MacBook.
Die wichtigsten Schnittstellen sind für mich WiFi und hin und wieder auch USB - am häufigsten nutze ich die Kopfhörer...
TimeMachine läuft bei mir über WiFi an den Server mit angeschlossener USB-Platte.
Den Hang zum Minimalismus und kleinstmöglicher Bauweise zusammen mit einem zeitlosem Design lässt sich Apple (teuer) bezahlen. Man erhält dafür aber ein Immer-Dabei-Notebook im Format einer gefalteten Tageszeitung mit vollwertigem MacOS.
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