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Kundenrezension

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelungener Politthriller im Star Trek Universum, 15. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Typhon Pact 4: Zwietracht (Broschiert)
Die Romane der „Typhon Pact“-Reihe gehen in die vierte Runde. Diesmal werden Captain Picard und die Besatzung der Enterprise-E mit den Intrigen des Paktes auf einer Welt der Föderation konfrontiert.

Im vierten Band der „Typhon Pact“-Reihe steht diesmal die Besatzung der U.S.S. Enterprise-E im Mittelpunkt. Ihre Mission führt sie diesmal nach Andor, einem Gründungsmitglied der Föderation. Auch dort haben die Borg während ihres Vernichtungsfeldzugs in der „Destiny“-Trilogie gewütet. Schwerer noch als die Wunden, die die Borg geschlagen haben, wiegt ein seit langem bestehendes Fortpflanzungsproblem der Andorianer. Nun erreicht die Situation besorgniserregende Ausmaße und die Bevölkerung reagiert teilweise hysterisch. Die langjährigen Bemühungen der Föderation, die Situation zu lösen, haben nicht gefruchtet, und eine wachsende Anzahl von Andorianer macht die Föderation für ihre Misere verantwortlich. Dass die Föderation einen kontroversen Lösungsansatz unterstützt, den viele Einheimische vehement ablehnen, ist auch nicht sonderlich hilfreich. Die Enterprise-E wird auf eine diplomatische Reise gesandt, um im Rahmen eines Kongresses die Wogen zu glätten. Die radikalen Kräfte in der Bevölkerung sehen dagegen die Zeit gekommen, um ihre eigenen Pläne in Bewegung zu setzen. Picard und seine Crew sehen sich mit einer stetig eskalierenden diplomatischen Krise konfrontiert, in die womöglich auch der Typhon-Pakt verwickelt ist.

Die Handlung baut auf den Ereignissen und Hintergründen auf, die in dem Roman „Star Trek – Die Welten von Deep Space Nine 02: Andor – Paradigma“ zuerst aufgeworfen wurden. Für sich betrachtet wird dort gewissermaßen ein übergeordneter Handlungsstrang in die Wege geleitet, der sich nicht nur über mehrere Romane, sondern auch über verschiedene Buchreihen fortsetzt. Ich hoffe, dass Cross Cult auch den Roman „Star Trek: The Fall: A Ceremony of Losses“ relativ zeitnah übersetzten lässt, der die Andor-Problematik nochmals in den Fokus rückt. Da der Roman bei Pocket Books aber erst Ende Oktober 2013 auf Englisch erschienen ist, wird man sich wohl noch ein wenig gedulden oder den Roman von David Mack im Original lesen müssen.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass auch diesmal wieder mit gebührender Tiefe ein Volk des Typhon-Pakts in Szene gesetzt wird. Stattdessen bekommt der Leser die Fragilität des Kartenhauses vorgeführt, zu der die Föderation in der Zeit nach den Krisen der letzten Jahre geworden ist. Die Vision von Gene Roddenberry, von einer gemeinsamen, friedlichen Erforschung des Weltraums, die in der Originalserie Grundtenor war, hat jetzt mehr als nur ein paar hässliche Risse bekommen. Die Andorianer verhalten sich hier ziemlich menschlich. Okay, die Aliens sind auch „nur Menschen“ und Fanatiker mit hanebüchenen Weltsichten gab es auch bei „Star Trek“ schon zu Hauf. Dass der Fokus auf Andor ruht und sich die Intrigen des Paktes nur auf einige wenige manipulative Eingriffe beschränken, sorgt dafür, dass der Bezug zu dem neuen Bündnis nur mittelbar hergestellt werden kann. Wer hier ausführliche Ausflüge in die Kultur des Volkes hinter diesen Intrigen erwartet, wird enttäuscht werden. Andererseits kann ich hier die „Vanguard“-Reihe empfehlen. Dort werden die Aliens und ihre Motivationen näher beschrieben.

Die blauhäutigen Humanoiden mit den Antennen auf den Köpfen hatten dagegen bisher auf dem Fernsehschirm in der Prequel-Serie „Enterprise“ die meisten Auftritte. Die in sich gespaltene Gesellschaft wird hier noch deutlicher in Szene gesetzt. Das hat mir gefallen. Aufgelockert wurde das Ganze durch persönliche Beziehungsgeschichten. Neben Picard, dessen ungefähr einjähriger Sohn das private Leben des Captains und dessen Ansichten einschneidend verändert, haben auch die anderen führenden Besatzungsmitglieder mehr oder weniger Glück in ihren Beziehungen. Besonders gefreut hat mich ein Wiedersehen mit der Halbvulkanierin T’Ryssa Chen, deren vorlaute und schnodderige Art bereits in dem Roman „Mehr als die Summe“ auffiel. Dayton Ward wird bei aller Charakterentwicklung für meinen Geschmack manchmal etwas zu langatmig. Vielleicht ist es auch einfach zu viel, neben einem bodenständigen Politthriller auch noch mehreren Subplots zu folgen, die sich um wachsende Beziehungen an Bord der Enterprise drehen.

Fazit: Seit Nemesis haben Picard und Co. keinen leichten Stand gehabt. Nun ist die Föderation nach etlichen Krisen zu einem fragilen Kartenhaus geworden, das in sich zusammenzufallen droht. Der Typhon-Pakt spielt nur eine Nebenrolle, ist sozusagen der Katalysator für eine schon länger vor sich hin kochenden innenpolitische Krise, der die Besatzung der U.S.S. Enterprise-E ziemlich hilflos gegenübersteht. Der Roman ist im Prinzip ein Politthriller im „Star Trek“-Gewand, der durch persönliche Geschichten der Crew aufgelockert wird. Leider wies der Roman wegen der Beziehungsgeschichten ein paar Längen auf.

Diese Rezension habe ich zuerst auf Ringbote-Online veröffentlicht
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A. LOOS
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