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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine einzige Enttäuschung..., 19. April 2012
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Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (MP3-Download)
2010: Unheilig schaffen mit ihrem Album "Große Freiheit" und der Single "Geboren um zu Leben" den kommerziellen Durchbruch und die Songs laufen im Radio auf und ab. Mit einer klugen Mischung aus düsterem Rock (Abwärts, Unter Feuer), recht gefühlvollen Balladen (Geboren um zu Leben, Unter deiner Flagge), sowie einigen etwas mehr an Pop orientierten Songs (Für Immer, Fernweh) gelang es ihnen, die Herzen der Zuhörer im Sturm zu erobern. Besagtes Album grenzte sich ein wenig von den Vorgängern ab, sowohl lyrisch als auch musikalisch, die Fanlager wurden gespalten, Unheilig galten nicht weiter als Teil der "Schwarzen Szene".

Etwa 2 Jahre später schickt die Band seinen nächsten Longplayer "Lichter der Stadt" ins Rennen. Unabhängig von den üblichen Kindereien der "alten" und "neuen" Fans wolltete ich mir ein eigenes Bild machen... ich hätte jedoch auf die "alten" Fans hören sollen.

Dem neuen Album fehlt es nahezu an Allem! Die Scheibe ist musikalisch recht langweilig und lyrisch alles andere als das, was man von Unheilig so gewöhnt war - die schöne Stimme vom Grafen ist jedoch geblieben. Schon dem Intro gelingt es nicht, die Vorfreude auf das Kommende zu wecken und bringt keine Atmosphäre rüber. Der Rest der Scheibe besteht zum Großteil aus "Balladen", die sich für meinen Geschmack leider zu sehr ähneln und "so vor sich dahinplätschern" - berührt wird man hier nicht; das können auch die Gastsänger Andreas Bourani und Xavier Naidoo nicht ändern.

Besonders enttäuscht dürften Fans des "Rock" von diesem Album sein, der hier eindeutig zu kurz kommt: Herzwerk und Eisenmann sind die einzigen Titel, die versuchen, ein bisschen Schwung in das Gebotene zu bringen, wirken aber recht hilflos und zu den übrigen Titeln ziemlich unpassend. Zudem wurde bei "Brenne auf" - welches durchaus Potenzial gehabt hätte - erfolgreich Rock verhindert. Das Outro ist, wie man es seit "Das 2. Gebot" gewöhnt ist, ein Instrumental und stellt für mich leider das stärkste Stück des Albums dar.

Es scheint fast, als würden sich Unheilig auf ihren Lorblättern vom Vorgänger-Album ausruhen. Verzweifelt versucht man an den Erfolgen von "Geboren um zu Leben", "Unter deiner Flagge" und (meinetwegen auch) "Winter" anzuknüpfen. Die Verkaufszahlen geben ihnen Recht, die Band sollte aber trotzdem gewarnt sein, dass ein weiteres "Lichter der Stadt" ihnen einen großen Knick verpassen könnte. An den Amazon-Rezensionen gemessen bin ich nicht der einzige, der hier enttäuscht wurde. 2 Sterne gibt es, weil meine Bewertung der einzelnen Lieder bei Itunes, durchschnittlich auf 2/5 Sternen gekommen ist.

P.S. Im Booklet haben sich einige Tippfehler eingeschlichen. Das ist natürlich nicht weiter tragisch, hätte man aber vermeiden können, gar müssen.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.04.2012 23:08:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.04.2012 23:11:05 GMT+02:00
Das Ganze ist mittlerweile der typische "Deutsch-Rock" für die Charts. Wobei ich feststellen muss: Wo ist da der Rock ??? Einfaches Geplätschere und mit Elektronik durchsetzte Musik ohne jegliche Spannung. Das absolut schlechteste, was ich jemals gehört habe. Oh Graus...

"Unheilig" ist "unheimlich" schlecht. War er vorher wirklich besser ??? Düsterer Rock ? Gothic ?

Ich erspare es mir, das zu ergründen.

Diese CD wird meine Musiksammlung (die Betonung liegt auf "Musik" !) nicht verunstalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.04.2012 19:30:09 GMT+02:00
Tiny meint:
Klar war Unheilig früher viel besser.
kauf Dir mal "Das 2. Gebot" oder "Zelluloid".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.01.2013 11:04:33 GMT+01:00
Flo meint:
"Gothic" trifft es vielleicht nicht ganz, aber die Schwarze Szene im Allgemeinen schon, die ist ja etwas größer ;)

Unheilig haben früher wirklich düstere Musik gemacht, nämlich auf den Alben: Phosphor, Das 2. Gebot und Zelluloid (welches mein persönlicher Favorit ist). Frohes Fest ist auch sehr düster gehalten, dabei handelt es sich aber um Neuinterpretationen von Weihnachtsliedern, ist also eine Frage des Geschmacks. Ab Moderne Zeiten löste man sich immer mehr von der "Düsternis".
Man muss aber auch sagen: Auch Moderne Zeiten, Puppenspiel und Große Freiheit haben ihre Höhepunkte, driften aber für so manchen Fan zu sehr in den Pop-Bereich ab.

"Ich will alles", "Astronaut", "Menschenherz", "An deiner Seite", "Lampenfieber", "Abwärts", "Schenk mir ein Wunder" (Große Freiheit - Bonus Track) sind definitiv Lieder, die ihre Daseinsberechtigung haben.
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