Kundenrezension

124 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Qualitätssprung für den Hobbyfotografen, 10. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Digitale Fotografie: Grundlagen und Fotopraxis (Broschiert)
Als Hobbyfotografin bin ich schon seit vielen Jahren mit einer kleinen kompakten Kamera unterwegs. Seit Beginn des digitalen Zeitalters in der Fotografie habe ich zahllose Bilder gemacht und viele missratene Aufnahmen weggeworfen. Mit der Erfahrung und mit zunehmend schöneren Bild-Erfolgen wuchs mein Spaß an der Fotografie.

Nun bin ich in gewisser Weise an meine Grenzen gelangt. Ein Qualitätssprung in den Fotos ist im Moment wohl in zwei Richtungen möglich: Entweder der Umstieg in die Spiegelreflexklasse und/oder die Erweiterung des fotografischen Hintergrundwissens. Bisher hatte ich Berührungsängste zu den theoretischen Themen, die das ganze technische Gedöns (Belichtung? Brennweite? Blende? ISO?) betreffen und für den Benutzer einer Kompaktkamera stellen sich viele Fragen einfach auch nicht, weil man ohnehin nur begrenzte Möglichkeiten hat, Objektiv, Brennweite und Belichtungszeit zu beeinflussen.

Ich habe immer wieder Bücher über Fotografie im Laden oder in der Bücherei durchgeblättert, doch oft waren das gewichtige Wälzer mit allumfassendem Anspruch und das fand ich meistens eher entmutigend. Das Thema Fotografie und ihre Hintergründe war dann für mich als bestenfalls ambitionierte Hobbyfotografin einfach nicht die Top-Priorität, um mich wirklich gleich in einen Kurs oder in aufwendige Fachliteratur reinzuknien.

Ich brauche also einen kompakten,einfachen Ratgeber, der nicht langatmig drum herumredet und für mich als Augentierchen die Informationen auch nicht in seitenlangem Text versteckt - aber das tun eigentlich die wenigsten Bücher über Fotografie ;-) Hier kommt dieses Buch ins Spiel. Kann ein relativ kleinformatiges und preiswertes Buch soviel leisten und meine offenen Fragen umfassend beantworten?

Das Buch ist thematisch in drei Bereiche gegliedert, den Anfang machen die fotografischen Grundlagen und in den ersten Kapiteln gibt es kurz und knackig alles technische Grundwissen: "Worauf es ankommt - Kamera und Objektive - Richtig belichten - Richtig scharf stellen - Motive sehen - Bilder gestalten" - so lauten die ersten Überschriften.

Ein Fotograf hat Einfluss auf mehrere Parameter, wer bisher von den technischen Hintergründen der Bildentstehung noch keine oder wenig Ahnung hat, bekommt hier in einer Art Schnellkurs die wesentlichen Dinge erklärt: Blende, Belichtungszeit, Einstellungsmöglichkeiten an der Kamera, Belichtungskorrektur, usw... Ausgerüstet mit diesem Basiswissen kann dann begonnen werden, mit den Motiven zu spielen und verschiedene Effekte auszuprobieren. Eine große Hilfe sind dabei die vielen vergleichenden Fotos, die die ganze Bandbreite zwischen einem geknipstem und meist unbefriedigend missglücktem Anfängerbild und einer geglückten und anspruchsvoll umgesetzten Bildidee illustrieren. Oft liegen dazwischen nur einige wenige kleine Schritte, um eine neue Perspektive oder einen anderen Bildausschnitt zu probieren oder das grundsätzliche Wissen um die eine oder andere Gestaltungsregel. Die Beispielfotos haben alle technischen Daten in einem begleitenden Beschriftungsbalken, so dass mit dem neu erworbenen technischen Grundwissen eine Einschätzung der Wirkung vorgenommen werden kann: "Aha - das war also Blende 8 und 1/10 s Belichtungszeit. Interessant. So geht also der verwischte Effekt im Bild..."

Der zweite Bereich beleuchtet die verschiedenen Themenbereiche, die einem so am fotografischen Herzen liegen: "Portraits - Kinder - Tiere -Nahaufnahmen - Landschaften - Urlaub - in der Stadt - Panorama und HDR" sind hier die einzelnen Kapitel.

Meine Schwerpunkte lagen bisher auf der Landschafts-, Stadt- und Reisefotografie und gelegentlich auch Makroaufnahmen. An Portraits, gute Kinderbilder oder Tieraufnahmen habe ich mich nicht so recht herangetraut und dies ist für mich der eigentliche Pluspunkt an diesem Buch: Durch die kompakten Themenkapitel kann ich mir schnell die wesentlichen Kniffe und Informationen aneignen, um die Frustschwelle zu senken und den experimentellen Ausschuss zu minimieren. Auch hier helfen die unzähligen vergleichenden Fotos, eine fotografische Situation zu beurteilen und zu sehen, wie es gehen könnte.

Für den Bereich Landschaft kann ich beispielsweise nachlesen, warum mir die meisten Bilder bereits gelingen und was ich über die Jahre durch zahllose Bilder und Experimente herausgefunden habe. In - für mich - neuen Themengebieten kann ich jetzt die wichtigsten Fehler und Tricks vorab lesen und damit schon mal die gröbsten Fehler vermeiden. Damit rücken Experimente mit Tier- oder Portraitfotografie in greifbare Nähe. Meine Hoffnung: Was vorher nur durch viele misslungene Bilder (oder in Kursen) zu lernen war, kann nun durch schnell verfügbares Basiswissen gezielter probiert und erfolgreicher gestaltet werden.

Jedes Kapitel wird noch durch eine Überblickseite "Schnelle erste Hilfe" abgerundet - mit der Zusammenfassung der vorher erörterten Tricks und Regeln und einer Beschreibung, was man tun kann, wenn eine knifflige Situation auftaucht, z.B.: Was kann man tun, wenn man bei schlechtem Wetter Landschaften fotografieren will, weil man eben gerade jetzt diesen Urlaub mit dem Gruselwetter hat? Oder besonders witzig: Auf der Städtetour lästige Touristen aus dem Bild entfernen ;-)

Im dritten Teil folgen noch einige Kapitel, die sich der Verwertung des fotografischen Schatzes widmen: "Bilder bearbeiten (ein Schnelleinstieg in Photoshop Elements) - Bilder drucken - Ein Fotobuch herausbringen - Foto-Webseite gestalten" (inklusive einiger wichtigen Hinweise zum Fotorecht!) sind hier die Überschriften.

Insgesamt gilt: In jedem der Bereiche wird man bereits über mehr oder weniger großes Wissen verfügen, wenn man sich schon mal mit digitaler Fotografie befasst hat, jedoch ist es ein Vergnügen, mal eben nochmal des Kapitel durchzulesen und das Gefühl zu haben, gut vorbereitet in ein Projekt oder Thema zu starten.
Der einzige Wermutstropfen, den ich persönlich an dem Buch finden konnte, ist, dass meine Post-it-Lesezeichen nicht völlig rückstandslos von dem hochwertigen glänzenden Papier abgegangen sind ;-)

Mein Fazit:

Jacqueline Esen schafft es mit ihrem handlichen, kompakten, und gefühlt absolut vollständigem Buch einem ambitionierten Laien das allernötigste Grundwissen vergnüglich, einleuchtend und praxisnah zu vermitteln. Fotografie wird im Kopf des Fotografen gemacht und das allerwichtigste ist die Idee und das Sehen des Motivs. Wer darüber hinaus gerne experimentiert oder eigene Grenzen überschreiten will, der erfährt das nötige "Gewußt-wie" und erhält durch die Kapitel mit den fotografischen Themen auch mal die Anregung, das eigene Terrain in neue Richtungen zu verlassen. Die Kapitel sind kurz und knackig, enthalten das Wesentliche und der ambitionierte Hobbyfotograf wird sich ohne großen Aufwand eine ganze Menge an wertvollen Informationen herausholen und seine Wissenslücken schließen können.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.03.2012 19:01:33 GMT+02:00
Sebastian meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2012 21:13:26 GMT+02:00
MDK meint:
Finde ich überhaupt nicht.
Mir hat die Rezension sehr geholfen und das Buch plastisch vermittelt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 10:15:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.07.2012 10:16:06 GMT+02:00
JSW meint:
@ Sebastian

Auch ich finde das nicht und sage Ihnen auch gerne warum.

Ich finde, dass jede Rezension in Amazon subjektiv sein darf und es letztlich ja auch ist. Objektivität in Käuferrezensionen ist aus meiner Sicht Quatsch - dafür gibt es Profis:
1. Die Käufer haben ganz individuelle Ansprüche an ein Produkt, die sie erfüllt sehen möchten
- deshalb schreiben selbst Profi-Tester (Chip, CT, Stiftung Warentest) mit wieviel Prozent sie welches Produktmerkmal gewertet haben. Ist das nun objektiver?
2. Frau Schramm macht das nicht in Prozent, sondern sie sagt uns etwas prosaischer (aber nicht weniger aussagekräftig) warum ihr was wichtig ist. Das kostet ein wenig mehr Zeit? Ist - aus meiner INDIVIDUELLEN Sicht - aber genauso aussagekräftig: für Männer vielleicht etwas weniger?- Für Frauen vielleicht etwas mehr?-
3 Seis drum, diese Dame hat - aus meiner INDIVIDUELLEN Sicht - eine zeitaufwändige, gute und subjektive Rezension geschrieben, die sehr viele schlägt, die ich hier schon lesen konnte. Genau deshalb werde ich mir jetzt dieses Produkt kaufen.
4. Obwohl Mann, habe ich rein biographisch nämlich exakt Frau Schramms Sorgen....

Danke für diese Rezension, Frau Schramm!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 21:38:51 GMT+02:00
Vielen herzlichen Dank für Ihre flammende Verteidigungsrede! Ich habe mich sehr darüber gefreut und wünsche Ihnen mit dem Buch genauso viel Vergnügen, wie ich es hatte/ noch habe.
:-D

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 21:39:16 GMT+02:00
Dankesehr! :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 21:40:39 GMT+02:00
Naja, das ist eben Geschmackssache - es hat jeder seinen eigenen Schreibstil.
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