Kundenrezension

4 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Albträume, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Best of Non Stop Dancing (Audio CD)
Es war DAS Backgroundgeräusch von Millionen deutschen Kindheiten in den späten sechziger Jahren und in den Siebzigern. Ständig dudelten irgendwo James-Last-Platten, und zwar vor allen Dingen bei Familienfeiern. So auch bei uns zu Hause. Meine Schwester und ich wurden irgendwann ins Bett geschickt, während gleich nebenan im Wohnzimmer NON STOP DANCING 9, 10, 11 oder 12 in beeindruckender Lautstärke lief. Das war den Erwachsenen damals völlig egal.

Schlager, Popsongs, Rockhits, alles kam in den Sound-Drehwolf und wurde von Arrangeur James (eigentlich Hans) Last und seinen gut bezahlten Profimusikern so massenkompatibel weichgespült, bis selbst der letzte Heino-Fan sich dadurch nicht beleidigt fühlte. Manchmal habe ich eine Art von Flashback, wenn ich diese furchtbaren Easy-Listening-Klangtapeten voller falscher Party-Fröhlichkeit heute irgendwo wiederhöre - und dann sind all die seinerzeit davon erzeugten Albträume auf einmal wieder da. ;-)
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Von 2 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.08.2014 14:30:35 GMT+02:00
Tja, so schlimm war das auch nicht. Bin in der Sowjetunion aufgewachsen.. Anfang der 70er Jahre war genau so wie eben beschrieben. Es kamen Gäste, die Erwachsenen haben sich amüsiert unf gefreut, die Musik von James Last hat dazu beigetragen, echt. Es gab nicht so viel gute westliche Musik in der damaligen Sowjetunion, und wenn schon, dann eher als eine Ausnahme. Diese Plattenserie genannt bei uns einfach Melodien und Rhythmen 1, 2, 3 fand ich einfach toll (später).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.08.2014 00:35:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.08.2014 00:39:07 GMT+02:00
H.Schwoch meint:
Ein schöner, sehr interessanter Kommentar, danke dafür! :-)

Veröffentlicht am 11.06.2015 00:19:24 GMT+02:00
Oh ja... wer erinnert sich nicht. Ültje Nüßchen auf den Tisch, Asti Spumante und Nachbarn, Oma/Opa, Onkel/Tante eingeladen. Und dann die volle Dröhnung... für mich als Kind (Jg. 1969) in den späten Siebzigern die Hölle, aber erstaunlicherweise sehe ich das heute (altersmilde?) viel entspannter. Natürlich ist die Musik Müll, aber sie hat über fünf Jahrzehnte hinweg Menschen auf der ganzen Welt Freude gebracht, teils hinter dem eisernen Vorhang... habe mir eben tatsächlich die DVD des Konzertes in Ost-Berlin 1987 bestellt. Wer über einen so langen Zeitraum beständig Erfolg hat, kann nicht alles falsch machen und auch nicht ganz schlecht sein. Jedenfalls hatte er ein Händchen für Arrengements und vor allem die Auswahl guter Musiker. Die Leute in seiner Band beherrschten ihre Instrumente, das muß man wirklich sagen. Mich stört auch, dass (ich komme eher aus der Singer/Songwriter-Ecke) andere die musikalischen Ideen hatten, aber Last das Geld damit verdiente, indem er alles in seinen berüchtigten Happy Sound verwurstete. Trotzdem... eine Ikone, der ich hiermit, aus aktuellem Anlaß, meinen Respekt zolle.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.06.2015 00:41:36 GMT+02:00
H.Schwoch meint:
Andreas, danke für deinen sehr differenzierten Kommentar anlässlich des Todes von James 'Hansi' Last. Zitat: "Mich stört auch, dass (...) andere die musikalischen Ideen hatten, aber Last das Geld damit verdiente, indem er alles in seinen berüchtigten Happy Sound verwurstete". Ein sehr wahrer Satz, aber das haben auch andere gemacht. Hansi konnte letztlich nix dafür, dass gerade er damit den größtmöglichen Erfolg feiern durfte. Als Person mochte ich ihn sowieso. Er war, ja: irgendwie ziemlich cool. ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.06.2015 01:00:34 GMT+02:00
Hallo, danke für die Antwort. Ja, das haben auch andere gemacht, aber nur sehr wenige so skrupellos wie Hansi Last. Ich meine, die Rolling Stones haben mit Muddy Waters Covers angefangen... aber sie haben sich weiterentwickelt. Während Last sich stets nur bei anderen bedient hat. Selbst wenn es urheberrechtlich formal korrekt sein sollte (habe jedenfalls nie etwas über copyright-Klagen gegen ihn gehört), bleibt da mehr als ein fader Beigeschmack. Aber wie gesagt, man muss es differenziert sehen... diese Classics up to date Reihe zum Beispiel... ich denke, viele Menschen die sich sonst nie eine Klassik-CD gekauft hätten, haben so Zugang zu klassischer Musik gefunden. Schwierig... mich wundert selbst, wie sehr mich Lasts Tod irgendwie mitnimmt... (erst Winnetou und jetzt Er)... sagen wir einfach: Rest in Peace und non stop dancing... :-) Alles Gute, Andreas G.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.06.2015 15:09:14 GMT+02:00
H.Schwoch meint:
Dadurch, dass Last Titel von anderen gecovert hat, haben die jeweiligen Komponisten ja auch mitkassiert. Und er hat natürlich auch eine ganze Reihe eigener Stücke komponiert, von denen einige sogar sehr erfolgreich wurden ("Einsamer Hirte", "Biscaya").

James Last war der Held meiner Elterngeneration und Winnetou einer meiner Helden als Junge. So geht halt alles vorbei. LG, H.
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