Kundenrezension

31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die fesselndste Story mit dem schnellsten Einstieg von Hamilton bislang, 10. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Träumende Leere (Das dunkle Universum, Band 1) (Broschiert)
Wenn man Peter Hamiltons literarische Qualitäten in der Entwicklung vom Armageddon Zyklus über die Commonwealth - Bücher bis zur heutigen Void-Triologie betrachtet, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, das der britische Autor hier sein bisheriges Meisterstück abgeliefert hat.

Das hat 3 einfache Gründe:
1. Die Handlung ist mit die Spannendste, die Hamilton bisher abgeliefert hat, und steht nach dem etwas bodenständigeren Commonwealth-Zyklus der Kreativität des Armageddon-Zyklus' in nichts nach.
2. Die Haupthandlung beginnt nun gefühlt deutlich "früher", das tut den Charakteren und dem Detailgrad des beschriebenen Universums allerdings keinen Abbruch. Für Hamiltons Verhältnisse heisst "früh" zwar immernoch, das die ersten, wirklich spannungsgeladenen Szenen so auf Seite 100 beginnen (Meine Seitenangaben richten sich *noch* nach der englischen Ausgabe, also bitte bei 10 Seiten plus oder Minus ein Auge zudrücken). Wer sich aber durch die 3-bis-5-Hundert Seiten "Prolog" im Armageddon-Zyklus gelesen hat, findert hier nach einer etwas irritierenden, aber doch neugierig machenden Einleitung einen geradezu direkt wirkenden Einstieg in die spannungsgeladenen Haupthandlungen vor.

3. Es gibt diesmal keine "Filler"-Geschichten. Diese Aussage bezieht sich übrigens auf beide bisher erschienenen Teile der englischen Triologie.
Um das kurz zu erläutern, in bisherigen Hamilton-Büchern gab es immer wieder Handlungsstränge, die über ganze Kapitel hinweg deutlich ermüdender bzw. weniger interessant zu lesen waren als andere.
Beispiele gefällig? Im Commonwealth fallen mir hier spontan einige Teile von Ossis Reise ein, beim Armageddon-Zyklus z.B. die ewigen Erzählungen über den Sumpfmarsch des "Soldatentrupps", der erst zum Schluss mal kurz wirklich interessant wurde. Die Passagen waren an sich nie schlecht, aber der Spannungskontrast zum parallelen "Haupt"-Handlungsstrang war in diesen Fällen einfach zu groß.
Träumende Leere bietet dagegen quasi *keine* Füllmittel und keine großen Spannungskontraste, jeder Handlungsbogen fesselt größtenteils ähnlich stark, durchgehend und könnte problemlos für sich alleine stehen.

Fazit: Hamilton hat hier nicht nur seine gewohnten Tugenden der epischen Geschichte, dem seines gleichen suchenden Immersionsgrad, den durchweg interessanten technologischen Ideen und den Charakteren, mit denen man nur Mitfiebern kann, beibehalten. Er hat auch frühere "Fehler" korrigiert und das bisher "polierteste" Werk abgeliefert, und - meiner Meinung nach zumindest - damit seinen bisher spannendsten Triologiebeginn geschaffen.

Und da Hamilton im Gegensatz zu Autoren wie Eschbach auch Enden schreiben kann, bin ich für den 3. Teil der Triologie ebenfalls frohen Mutes.

Einziger Wehrmutstropfen ist die schon bei anderen Rezensenten erwähnte Trennung in zwei Teile in der deutschen Übersetzung - wer sich die Geschichte lieber gleich "in einem Guss" zu Gemüte führen möchte, sollte sich mit dem Kauf dieses Buches noch bis mitte Juli gedulden und dann die "Schwarze Welt" gleich mitbestellen.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.12.2014 14:45:29 GMT+01:00
rAist meint:
Ich fand an der Commonwealth Saga gerade Ossis Reisen sehr unterhaltsam. So unterschiedlich können Geschmäcker sein ;)

Ich hätte mir gewünscht ein wenig mehr über Paula Majo (so geschrieben? Habe die Hörbücher gehört) zu erfahren. Gerade denke ich drüber nach ob ich mir diese neue Saga ebenfalls als Hörbuch holen soll (Ich bin Vielfahrer, ich schaffe 2 Hörbücher im Monat).

Dank dieser Rezension werde ich wohl zuschlagen, sobald mein aktuelles Hörbuch (Der Marsianer) durch ist.
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