Kundenrezension

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wieder ein richtig starkes Album!!!, 6. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Strings to a Web (Ltd. Metallic Digi Pak) (Audio CD)
Ich habe es inzwischen etwa 30 mal gehört und es wird einfach nicht langweilig - kein Füller auf dem Album, super Sound und natürlich spitzen Leistungen der 3(!) genialen Musiker!
Das Album startet mit The Edge Of Darkness - ein virtuoses Gitarrenintro leitet über in ein Full Speed Riff erster Klasse! Im Refrain geht dann das Tempo ein wenig runter; das Solo von Victor Smolski ist gewohnt genial und auf technisch höchstem Niveau. Im Text geht es um die Risiken der Atomwaffenpolitik diverser diktatorischer Staaten.
Mit dem nächsten Song Hunter & Prey gibt es gleich mal das erste Highlight des Albums - nach einem etwas längeren Intro folgt eine wunderbare Strophe, danach ein absolut genialer für RAGE typischer Ohrwurm-Refrain. Das Solo zählt zu den besten, die ich je gehört hab und bestätigt schon jetzt Victor Smolski's Aussage, er habe die besten Solos seiner Karriere auf diesem Album gespielt. Im Text geht es um die Missstände zwischen den Geschlechtern, bedingt durch archaisches Denken und patriarchalische Macho Gesellschaftsstrukturen.
Mit Into The Light folgt ein Song, der an sich typisch für RAGE ist, allerdings gefiel mir anfangs der Refrain überhaupt nicht, was sich inzwischen allerdings geändert hat, nachdem ich ihn tagelang nicht mehr aus dem Kopf bekam. :-) Im Text geht es um das Erlangen von innerem Frieden...
The Beggar's Last Dime fängt mit einem tollen Intro an, welches eine wunderbare Strophe einleitet. Kurz vor dem Refrain bedienen sich RAGE einer kleinen Anleihe aus dem Song Human Metal vom Album Soundchaser, was super zu dem Song passt. Mit dem Solo kommt wohl das beste dieses Albums nach dem Instrumental Strings To A Web. Es ist einfach nur wunderschön und zeigt abermals, was für ein professioneller Gitarrist Victor Smolski ist - die Stelle, an der der Refrain von der Gitarre gespielt wird, ist schon fast schöner als der gesungene Refrain. Der Text beschreibt, zum Teil sehr ironisch, was wir alle grad in Form der Bankenkrise erleben konnten / können: wie sich die Reichen und Mächtigen mal wieder an den kleinen Leuten bereichern.
Nun folgt das Hauptwerk des Albums - Empty Hollow. Dieser Song ist aufgrund seiner Länge von 17 min. in 5 Teile unterteilt, welche allerdings alle zusammen als ein großer Song gesehen werden müssen - es handelt sich hierbei nicht um ein Werk wie die Suite Lingua Mortis, bei der es 3 Songs gab, die mit mehreren Instrumentals verbunden war! Der erste Teil von Empty Hollow ist wohl eins der schönsten Lieder von RAGE und überzeugt u.a. mit dem wunderbaren Gesang Peavy Wagners. Nach einem orchestralen Intro folgt ein geniales Metal-Riff. Danach wird es mit der Strophe erstmal ruhiger, es wird allerdings bis hin zum Refrain immer größer aufgebaut, was meiner Meinung nach genial komponiert ist. Der Refrain geht mir heute noch nicht aus dem Kopf, weil er so schön ist. Als nächstes geht es fliessend in Strings To A Web über, was das 3 minütiges Gitarrensolo des Songs darstellt und Victor Smolski at his best zeigt!!! Auch hier ist der Aufbau wunderbar und der Song wird bis zum Ende hin immer besser. Danach folgt der kurze ruhige Teil Fatal Grace, der zur Erholung des vorherigen dient. Mit Connected wird der Übergang zur Reprise hergestellt - ein sehr schönes ruhiges Stück. Abermals überzeugt hier der Aufbau, besonders die Überleitung durch den Gitarrenpart. Die Reprise bringt die letze Strophe des Songs und schließt grandios dieses Meisterwerk, welches definitiv zu den besten 3 RAGE Songs überhaupt zählt. In den Texten geht es um innere, tiefe Einsamkeit einen Menschen, der sich selbst verloren hat und für sich keinen Platz mehr auf dieser Welt sieht. Doch durch die Musik erschließt sich ihm schließlich ein Weg zurück zu den Anderen...
Und weiter gehts mit einem weiteren Highlight - Saviour Of The Dead rockt ohne Ende mit einem der tollsten Bangerriffs überhaupt. Die Strophe wirkt anfangs etwas wirr, da viele Rhythmuswechsel auftreten. Nach ein paar mal hören legt sich dieses Gefühl allerdings und man singt nur noch mit. Der Refrain gehört wieder zu einem der besten, den es je von RAGE zu hören gab. Im Solopart wird dann nochmal richtig aufgedreht und Victor Smolski weis erneut mit diversen Gitarreneffekten und virtuosen Einlagen zu überzeugen. Im Text geht es um den tragischen Tod der Anneliese Michel aus Klingenberg. Der Fall ging in den 70er Jahren durch die Presse und war Vorlage für diverse Kinofilme. Das Mädchen aus erzkatholischer Familie war Opfer eines von der Kirche initiierten Exorzismus.
Nun folgt der Song Hellgirl, welcher der erst im letzten Jahr geborenen Tochter des Schlagzeugers André Hilgers gewidmet ist. Der Song überzeugt durchgehend, sowohl Strophe als auch Solo. Nur der Refrain hat bei mir ewig gebraucht, bis ich ihn mochte, da er (eben dem Anlass entsprechend) seeehr fröhlich ausgefallen ist. Inzwischen gefällt mir der Song allerings sehr gut. André Hilgers beweist übrigens auf dem ganzen Album, wie gut er in diese Band passt und weis seinen Vorgänger Mike Terrana würdig zu ersetzen.
Purified ist der wohl härteste Song auf dem Album und leider der einzige, der von Sänger/Bassist Peavy Wagner geschrieben worden ist. Es ist schade, dass dieser schon auf dem letzten Album kompositorisch eher wenig beigetragen hat, schließlich haben seine Songs jahrelang die Band an die Spitze des deutschen Metals gebracht, bis er erst 1999 mit Victor Smolski einen würdigen Kollegen gefunden hat. Der Song ist meiner Meinung nach zwar sehr gut, jedoch der "schwächste" Song dieses Albums(wobei ich auch annehm, dass es sich hierbei um ein älteres Demo handelt, das hier "recycelt" wurde). Der Text handelt von kaltem Entzug.
Mit Through Ages folgt eine wunderschöne Ballade, deren einziger Nachteil die Tatsache ist, das sie nur 2 Minuten lang ist. Wirklich schade! Der Text ist eine Art Rückbesinnung.
Mit Tomorrow Never Comes folgt ein richtiger Rausschmeisser, der nochmal richtig aufdreht und beweist, was RAGE alles drauf haben. Besonders das Solo ist extremst virtuos und mit vielen Effekten bereichert. Textlich geht es hier um den Missbrauch der eigenen körperlichen Ressourcen. Man schiebt die Erkenntnis um die Konsequenzen vor sich her bis es zu spät ist.

Zusammenfassned kann man sagen, dass RAGE mit ihrem inzwischen 20.(!) Album Strings To A Web ein weiteres Highlight ihrer Diskographie veröffentlicht haben, welches meiner Meinung nach besser als Welcome To The Other Side, der Vorgänger Carved In Stone und sogar Soundchaser ist. RAGE Fans werden es sowieso blind kaufen, aber auch allgemein kann ich das Album nur empfehlen! Anspieltipps meinerseits sind Hunter & Prey, Empty Hollow, Strings To A Web und Saviour Of The Dead.

Das schicke Digipack beinhaltet ausserdem noch eine Bonus-DVD, welche den Wacken Auftritt 2009 sowie 4 weitere Live-Clips beinhaltet. Die Wacken Show, bei der anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Band auch Gastsänger eingeladen wurden, zeigt abermals, welch geniale Liveband RAGE sind! Die Setlist ist wie folgt:

01. Carved In Stone
02. Higher Than The Sky
03. Set This World On Fire (featuring Hansi Kürsch)
04. All I Want (featuring Hansi Kürsch)
05. Invisible Horizons (featuring Hansi Kürsch)
06. Lord Of The Flies (featuring Jen Majura)
07. From The Cradle To The Grave (featuring Jen Majura)
08. Prayers Of Steel (featuring Schmier)
09. Suicide (featuring Schmier)
10. Down (featuring Schmier)
11. Soundchaser
Die zusätzlichen Clips sind:
12. Set This World On Fire (Live at the 'Masters of Rock 2009')
13. All I Want (Live at the 'Masters of Rock 2009')
14. Carved In Stone (Live in Sofia 2009)
15. Never Give Up (Rage Race Special)

Wer das Album kauft, sollte unbedingt das Digipack nehmen, da somit für nur wenig Geld mehr noch eine klasse Live-DVD dabei ist!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.08.2010 13:23:52 GMT+02:00
Child in time meint:
Ja, starkes Album (wie immer von Peavy und co.).
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