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Kundenrezension

24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klangrausch weggemischt, 21. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Tristan und Isolde (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Diese Aufnahme wurde seinerzeit mit Spannung erwartet und dann bald nach ihrem Erscheinen mit Preisen ueberhaeuft, war es doch die einzige Studioaufnahme von Kollos Tristan (neben unzaehligen Bayreuth-Mitschnitten um die Aufnahmezeit herum), eine Rollenpremiere der Price, und auch Molls Marke war damals noch nicht auf Platte zu haben gewesen. Doch ich empfand diese Aufnahme wegen der ungewoehnlich schlechten Klangqualitaet als eine herbe Enttaeuschung: Der Klang ist duenn und fahl, das Orchester klingt wie ein Kammerorchester (keine Spur von Rausch und Sattheit), den Saengerstimmen fehlt Volumen und Persoenlichkeit. Dem Klangereignis ist durch die Tontechnikern alles genommen worden, was dieses Musikdrama so einzigartig und berauschend macht. Man kann in dieser Aufnahme nicht schwelgen und wird schon gar nicht so richtig mitgerissen (wie es zum Beispiel bei dem Bayreuther Boehm-mitschnitt von '65 der Fall ist, fuer mich die Referenz-Aufnahme).
Im einem Interview kurz nach dem Erscheinen dieser Aufnahme beklagte sich Kollo sehr bitter oeffentlich ueber den fahlen Klang seiner Stimme und meinte, jede einzelne seiner vielen Bayreuth-Mitschnitte stellte seinen Tristan in ein weitaus besseres Licht. Wegen einer vertraglichen Verpflichtung (die er sehr bedauerte) gibt es also eben nur diese Studioaufnahme seines Tristan, was aeusserst schade ist, wie ich finde.
Dabei spielt das Orchester wirklich beachtenswerte Feinheiten heraus und interpertiert das Geschehen und all die unausgesprochenen Gefuehle auf sehr bemerkenswerte Weise. Kleiber laesst es nicht wie im Rausch spielen, sondern ziemlich ueberlegt, kuehl kommentierend, und er legt etliche fuer mich neue Gedanken und Gefuehle offen, die in anderen Interpretationen so nicht kommen.
Kollos Tristan ist deutlich duenner als die bekannten Mitschnitte, doch die Interpretation ist sehr ueberzeugend. Letzteres gilt auch fuer die Isolde von Price und den Marke von Moll. Beide singen sehr nuanciert und gestalten ihre Rolle sehr ueberlegt. Ebenfalls die anderen Partien sind ordentlich bis gut besetzt, aber bei weitem nicht ueberragend. Man hat den Eindruck von routinierten, kenntnisreichen Kuenstlern, die ihre Partien gut kennen, aber nicht verstehen zu beruehren oder voll aus sich zu gehen. Dies scheint zum grossen Teil der Klangabmischung geschuldet zu sein, oder vielleicht auch der Routine, jedenfalls ist diese Aufnahme fuer mich kein Glanzpunkt in der Tristan-Diskographie.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.09.2015 20:07:30 GMT+02:00
Ein Rezensent meint:
Die Aufnahme leidet auch für meine Ohren sehr daran, wie sie von den Toningenieuren gestaltet wurde: Dem Orchester ist das Timbre genommen, bei dem Gesang hat man nicht mehr den Eindruck von Operngesang, sondern von Gesang speziell für das Mikrophon, welcher ansonsten nicht durchdringen würde (wobei ich nicht unterstellen möchte, dass die Musiker tatsächlich so gesungen haben).
Bei der remasterten Neuauflage der Einspielung in der Reihe "The Originals" kommt das Orchester zwar besser zu Geltung, doch klingen nun die Sängerstimmen in ihrem Forte unangenehm hart.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.10.2015 20:55:13 GMT+02:00
Ein Rezensent meint:
Inzwischen möchte ich mein Urteil etwas modifizieren: Dreht man den Lautestärkeregler ungewöhnlich weit auf, deutlich weiter, als es für die Textverständlichkeit und Präsens der Gesangstimmen nötig ist, so beginnen diese zu atmen und erhalten den Charakter von Opern- statt bloßen Mikrophongesang. Es ist dann über weite Strecken immer noch nicht laut oder zu laut. Allerdings kommt es zu vereinzelten Forteausbrüchen. Das dynamische Spektrum erweist sich dann als extrem. In der Regel lässt Kleiber das Orchester im Verhältnis zu den Sängern sehr leise spielen (und/ oder es wird von den Toningenieuren künstlich zurückgenommen), um es dann an wenigen Stellen förmlich hervorschießen zu lassen.
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