Kundenrezension

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut ausgestattet, gute Bildqualität, nur wenige Schwächen (Firmware-Update empfohlen), 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Thomson 39FU6663 99 cm (39 Zoll) 3D-LED-Backlight-Fernseher EEK A (Full-HD, 200Hz CMI, DVB-C/-T, SMART TV, Share & See, WiFi Ready, 4x HDMI, CI+, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
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Der Thomson 39FU6663 ist ein sehr gut ausgestatteter Fernseher der unteren Mittelklasse. Einem guten Fernsehbetrieb, einer durchaus brauchbaren 3D-Wiedergabe und ordentlich funktionierenden Online-Funktionen stehen eigentlich nur Defizite in der Wertigkeit der Verarbeitung sowie (in geringem Maße) bei der Bedienung entgegen. Um Spaß an diesem Fernseher zu haben, muss man allerdings zunächst die neueste Firmware aufspielen.

Auftritt, Inbetriebnahme und Bedienung

Im unspektakulären, stabilen Karton findet man außer dem Gerät selbst nebst Fernbedienung und der üblichen Garantiekarte Anleitungen für Aufbau und Firmware-Update (dazu später mehr) sowie eine kurze, vielsprachige Bedienungsanleitung. Ansonsten liegen zwei 3D-Shutterbrillen bei, ein USB-WLAN-Dongle sowie Adapterkabel für die früher verbreiteten, inzwischen eigentlich veralteten analogen Anschlüsse (eine Scart- sowie diverse Chinch-Buchsen für Komponenten-Video, FBAS-Video und Stereo-Audio).

Die Verarbeitung von Gerät und Standfuß ist gut. Der Fernseher selbst hat ein schlichtes, unauffälliges Design, sieht aber aus der Nähe betrachtet eher plastikmäßig und nicht sehr hochwertig aus. Der stabile Standfuß mit Glasboden und durchsichtiger Kunststoffhalterung für den Bildschirm ist schnell festgeschraubt (einen großen Kreuzschlitz-Dreher sollte man parat haben). Die Befestigungsschrauben dreht man dabei direkt in das Acrylglas der Halterung. Dieses ist im unteren Bereich innen geschwärzt, um unschönen Einblick auf die Schrauben zu vermeiden. Mit dem schweren Standfuß steht der Fernseher sehr stabil, lässt sich aber weder drehen noch neigen.

Die Fernbedienung wirkt robust, liegt gut in der Hand und hat ein übersichtliches Layout.

Unverständlich finde ich, dass Thomson alle HDMI- und USB-Anschlüsse auf die linke Außenseite des Gehäuses gelegt hat. Eine unauffällige Kabelführung ist damit schwierig - man benötigt nach hinten abgewinkelte Stecker.

Die Ersteinrichtung ist mit Hilfe der übersichtlichen und weitgehend selbsterklärenden Menüführung schnell erledigt. Ein paar Kleinigkeiten sind dabei etwas gewöhnungsbedürftig. Mir ist beispielsweise immer wieder der Fehler passiert, mit der Zurück-Taste der Fernbedienung ganz aus dem Menü herauszuspringen - eine Ebene höher gelangt man mit der Menü-Taste...

Die Menüs reagieren etwas verzögert auf Eingaben, und man muss die Tasten auf der Fernbedienung fest drücken, damit keine Eingaben verschluckt werden. Daran gewöhnt man sich aber rasch, ein Problem ist das nicht.

Der Sendersuchlauf hinterlässt eine nur auf den vorderen Programmplätzen grob vorsortierte Liste, die man umständlich mit Markieren und Tauschen fertig sortieren muss. Akzeptabel ist das eigentlich nur, wenn man per DVB-T oder analogem Kabelanschluss fernsieht, so dass die zu sortierende Liste nicht allzu lang ist. Warum nicht nur Thomson, sondern auch viele andere Hersteller hier keine besseren Sortierfunktionen anbieten, bleibt ein Rätsel.

Die Netzwerkanbindung per WLAN ist mit Hilfe eines mitgelieferten Funk-Dongles gelöst, den man in den unteren der beiden USB-Anschlüsse stecken muss. Ebenfalls mitgeliefert wird eine kleine, starre USB-Verlängerung, die man so zurechtbiegen kann, dass der Dongle hinter dem Fernseher verschwindet. Die eigentliche Einbindung ins heimische LAN ist problemlos.

Sicherheitshalber habe ich ein Update der Firmware auf die aktuelle auf der Thomson-Webseite angebotene Version vorgenommen. Das Einspielen über USB war problemlos, danach war allerdings eine komplette Neueinrichtung erforderlich. Wie sich zeigte, bringt das Update eine ganze Reihe deutlicher Verbesserungen: besser organisierte Menüs, zusätzliche Möglichkeiten zur Bildkonfiguration und eine insgesamt verbesserte Qualität bei der Fernseh-Wiedergabe. Die Online-Funktionen wurden ebenfalls aufgebohrt, etliche neue Apps sind nun vorinstalliert.

Bildqualität und Funktion

Der Bildschirm des 39FU6663 gehört nicht zur praxisfremden Fraktion der Hochglänzenden, die in heller Umgebung praktisch unbrauchbar werden. Dennoch reflektiert er deutlich das Umgebungslicht - bei dunklem Hintergrund oder in ausgeschaltetem Zustand sieht man sozusagen ein weichgezeichnetes, abgeschwächtes Spiegelbild der Umgebung. In der Praxis stören die Reflexionen allerdings nur, wenn sich Lichtquellen in der Nähe des Betrachtungswinkels befinden. Die Aufstellung gegenüber einem Fenster sollte man vermeiden, wenn auch tagsüber geschaut werden soll.

Die mit dem Display mögliche Bildqualität ist sehr gut. Es bietet eine natürliche Farbwiedergabe, ordentliche Kontraste und ein sehr sattes Schwarz. Die Ausleuchtung ist ausreichend gleichmäßig - ein komplett weißes Bild erscheint zwar leicht wolkig, im normalen Videobetrieb sind diese Unregelmäßigkeiten aber unauffällig. Mein Exemplar hat übrigens in der Bildmitte des Panels einen winzigen Defekt (kleiner als ein Subpixel). Man sieht ihn aber nur bei sehr dunklem Bildinhalt und nur aus kurzer Distanz als winzige weiße Stelle.

Die Bildaufbereitung sorgt in der Voreinstellung für sehr flüssige Abläufe. Da das vor allem bei Kinofilmen den Sehgewohnheiten widerspricht (die Filme sehen aus wie billige Videoproduktionen) kann das störend wirken. Die Bewegungsglättung ist aber in der Stärke reduzier- und auch abschaltbar.

Mit den passenden Einstellungen (die natürlich Geschmackssache sind) erzeugt der 39FU6663 ein sehr gutes Fernsehbild, auch bei Signalen in geringer Auflösung (DVB-T). Es gibt keinerlei Probleme mit der automatischen Formaterkennung und -umschaltung.

Sehr gut finde ich, dass sich im Menü eine Option zum Abschalten des Overscans findet. Dieses unsägliche Relikt aus analogen TV-Zeiten ist auch heute leider noch bei vielen TVs nicht abschaltbar.

Die Tonqualität ist für einen LCD-Fernseher absolut in Ordnung, wenn man den Bässen mit dem integrierten Equalizer etwas auf die Sprünge hilft.

Für den Betrieb am PC per HDMI bietet der Thomson alle wichtigen Wiederholraten an, inklusive 24 Hz. Bei abgeschaltetem Overscan erhält man eine pixelgenaue Wiedergabe. Am PC abgespielte HD-Videos sehen auf dem Gerät sehr gut aus.

Zu beachten ist, dass man den HDMI-Modus manuell auf "Grafik" stellen muss, da es sonst eine starke Verzögerung bei der Umsetzung der externen Signale gibt. Am PC fällt dies deutlich auf, da sich der Mauszeiger verzögert bewegt. Mit Einstellung "Grafik" ist die Darstellung verzögerungsfrei und auch schärfer, da keine Bildaufbereitung mehr erfolgt (Schärfung, Erhöhung der Farbsättigung, Bewegungsglättung).

Steckt man ein USB-Speichergerät an einen der Anschlüsse, startet automatisch die Auswahl für die Medienwiedergabe. Der 39FU6663 liest nicht nur FAT32-, sondern auch NTFS-formatierte Medien und kann (für einen Fernseher) mit relativ vielen Formaten umgehen. Erfolgreich getestet habe ich die Containerformate M(2)TS, MOV, MP4, MKV, AVI und MP(E)G mit Audiospuren in AC3, AAC und MP3. Probleme gibt es bei Dateien mit mehr als 2 GB Größe (trotz NTFS), mit PCM-Audiospuren oder komplexem Aufbau mit mehreren Audio- oder Video-Spuren. Reine PCM-Audiodateien (WAV) spielt das Gerät aber ebenso klaglos ab wie MP3.

Die vom Gerät angebotenen Internetfunktionen ermöglichen einen bequemen Zugang zu weiteren, online angebotenen Medien, etwa aus der Mediathek der ARD. Meiner Meinung nach schaffen es heutige Geräte aber mangels passender Bedienkonzepte ohnehin noch nicht, in puncto Internet eine ernsthafte Alternative zu PC oder Tablet zu bieten. Daher sollte man diesen Aspekt nicht überbewerten. Der eingebaute Opera-Browser funktioniert zwar ordentlich, die Bedienung ist aber mit der Fernbedienung sehr umständlich.

Der Stromverbrauch im Betrieb liegt (abhängig von Energiespar-Einstellungen und dargestellten Inhalten) zwischen 35 und 70 Watt, typischerweise bei etwa 50 Watt. In ausgeschaltetem Zustand liegt er unter der Messgrenze meines einfachen Messegerätes.

Wiedergabe in 3D

Die Inbetriebnahme der 3D-Brillen ist problemlos. Sie können über die beiliegenden Micro-USB-Kabel aufgeladen werden (und übrigens auch mit den Ladegeräten vieler aktueller Smartphones). Über einen Taster an den Brillen kann man diese einschalten oder die 3D-Synchronisation umkehren. Das ist insgesamt vorbildlich gelöst. Die Brillen tragen sich angenehm und habe große Panels, die den Blickbereich nicht unnötig einschränken.

Der 3D-Eindruck (hier: von 3D-Blu-ray) ist gut, Helligkeit, Farben und Kontraste sind im 3D-Betrieb absolut in Ordnung. An Beeinträchtigungen sind ein leichtes Ghosting (Doppelkonturen) sowie gelegentlich ein leichtes Flimmern wahrnehmbar. Ob das den Sehspaß reduziert oder gar zunichte macht, hängt natürlich sehr von der persönlichen Empfindlichkeit ab. Insgesamt würde ich die Qualität der 3D-Wiedergabe jedenfalls als brauchbar bezeichnen.

(Auf die Möglichkeit der Umwandlung von 2D-Inhalten in 3D gehe ich hier nicht ein, da derartige Verfahren auf heutigem Stand der Technik generell keine brauchbaren Ergebnisse liefern.)

Fazit

Wenn man einen günstigen, gut ausgestatteten Fernseher mit ordentlicher Bildqualität sucht, macht man mit dem Thomson 39FU6663 keinen Fehler. Alle Funktionen sind zumindest mit der neuen Firmware ordentlich und brauchbar umgesetzt.

Unzufrieden sein könnten Perfektionisten mit Details wie der nicht ganz perfekten 3D-Wiedergabe oder dem etwas billig wirkenden Gehäuse.

Mit dem Blick auf die Ausstattung und das Preisschild relativieren sich aber die (kleinen) Kritikpunkte. Insgesamt gebe ich daher eine Kaufempfehlung und vier Sterne ****.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.07.2012 12:28:50 GMT+02:00
F. Ewers meint:
Wie sieht es mit DTS und DD Tonspuren aus ? Werden die über Toslink ausgegeben bzw. vom Player abgespielt ? Macht der TV laute Geräusche ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2012 22:25:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.07.2012 22:28:42 GMT+02:00
A. Leclerc meint:
Hallo,
habe es gerade ausprobiert: Der integrierte Medienplayer spielt offenbar keinen DTS-Ton ab, DD (=AC3) ist dagegen kein Problem. Für die Ausgabe über den optischen Digitalausgang gibt es zwar im Menü eine Option "SPDIF Typ", die man auf "Dolby D" oder "PCM" stellen kann. Die Tonübertragung an meine Soundbar (per Toslink/SPDIF oder HDMI/ARC) klappt aber nur per PCM (zwei Kanäle). Als Heimkino-Zuspieler eignet sich der integrierte Player also nur eingeschränkt. Zu Ihrer zweiten Frage: Mein Exemplar produziert absolut keinerlei Störgeräusche wie Brummen, Zirpen oder Pfeifen, auch nicht in geringer Lautstärke.
Viele Grüße
alec

Veröffentlicht am 22.07.2013 23:00:27 GMT+02:00
PK meint:
Ich bekomme warum auch immer kein Firmwareupdate hin. Weder per USB Stick mit heruntergeladener Firmware (nach Anleitung gemacht, blinkt und danach blinkt nix mehr, Bildschirm bleibt dunkel und genervt nach 20 min zieh ich den Stecker) oder direkt über den Fernseher in der Softwareupdateoption ( hier meckert er entweder Laufwerk nicht bereit oder Login nicht möglich). Kann mir wer helfen? :/

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2013 19:09:45 GMT+02:00
A. Leclerc meint:
Hallo PK,
bei mir war das Update über USB problemlos, über WLAN wollte es auch nicht klappen. Das ist allerdings schon eine Weile her. Die auf der Thomson-Webseite angebotene Firmware wurde offenbar erst vor wenigen Tagen aktualisiert. Vielleicht liegt es an der neuen Version. Selbst habe ich sie noch nicht ausprobiert. Ich würde es zur Sicherheit noch einmal mit einem anderen USB-Stick versuchen (falls nicht schon geschehen) und ansonsten den Support des Herstellers kontaktieren. Vielleicht rückt dieser auch ältere Versionen heraus (habe ich auf der Webseite nicht gesehen).
Viele Grüße
alec
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