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Kundenrezension

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The music we grew up with, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Bridge The Gap (Audio CD)
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Michael Schenker, das sensible ehemalige 'Wunderkind' an der Front der Magier der Rockgitarre, hat eine sehr wechselvolle Karriere hinter sich gebracht. Bereits mit vierzehn Jahren stieg er 1969 bei der Hannoveraner Band Scorpions um seinen älteren Bruder Rudolf und den Ausnahmesänger Klaus Meine ein. Mit Achtzehn wurde er 1973 von der englischen Band UFO abgeworben und sorgte federführend mit dafür, dass aus der schwerfälligen Spaceboogie-Kapelle ein gleißendes Hardrock-Flaggschiff wurde. Gemobbt und verzweifelt verließ er UFO 1979, um kurzfristig erneut die Scorpions zu verstärken und dann seine eigene Band zu gründen. Viele Jahre später kehrte er noch einmal zu UFO zurück, bevor er sich 2004 endgültig (?) von seiner Hassliebe verabschiedete. Den ganz großen Durchbruch zur Weltkarriere hat er indes nie geschafft.

Geläutert und inzwischen fast 58 Jahre alt, reist er nunmehr seit ein paar Jahren mit seiner aktuellen Formation Temple of Rock durch die Welt. Nach wie vor hat er ganze Heerscharen von Bewunderern, zu denen auch ich gehöre. Niemals werde ich jenen Abend im November 2000 vergessen, als UFO in der Hamburger Fabrik ein fabelhaftes Konzert ablieferten. Hinterher erschien nur ein einziger der Musiker, um Autogramme zu geben und sich mit den Fans zu unterhalten: Michael Schenker. Er unterschrieb auf meinem Konzertplakat und schüttelte mir die Hand. Wow!!

Temple of Rock besteht neben Schenker interessanter Weise aus zwei ehemaligen Scorpions-Mitgliedern, nämlich dem Schlagzeuger Herman ('Ze German') Rarebell (64) und dem Bassisten Francis Buchholz (59), mit denen er 1979 auf dem Album LOVEDRIVE zuletzt zusammen spielte, sowie Sänger Doogie White (53) und dem US-amerikanischen Gitarristen und Keyboarder Wayne Findlay (Alter unbekannt). Das Album BRIDGE THE GAP wurde in den Kidroom Studios in Münster / Westfalen aufgenommen und von Michael Schenker sowie seinem ehemaligen Sänger und Studiobesitzer Michael Voss kraftvoll, aber konservativ produziert. Es enthält dreizehn Songs, deren längster nicht mehr als gut viereinhalb Minuten dauert. Man beschränkt sich hier also auf das Wesentliche, nämlich kurze, knackige und sehr eingängige Nummern mit starken Refrains.

Musikalisch bewegt sich BRIDGE THE GAP irgendwo im Spannungsfeld zwischen klassischem Metal und - überdeutlich - Ritchie Blackmore's Rainbow. Doogie White war bekanntlich Leadsänger der leider recht erfolglosen letzten Inkarnation von Rainbow Mitte der neunziger Jahre, und auch wenn er dem legendären Ronnie James Dio stimmlich nicht das Wasser reichen kann, so bietet er doch ein mehr als akzeptables Surrogat. Die allerbesten Songs dieser Scheibe erinnern dann auch an Rainbow-Alben wie RISING (1976) und LONG LIVE ROCK 'N' ROLL (1978). Titel wie "Horizons", "Lord of the Lost and Lonely" (wäre Ende der 70er oder Anfang der 80er ein Top-Ten-Hit in England geworden), "To Live for the King", "Temple of the Holy", "Bridges We Have Burned" und "Black Moon Rising" sorgen bei Nostalgikern für feuchte Augen und ebensolche Höschen.

Natürlich hat diese Scheibe auch ihre Schwächen. So sind Schenkers (zum Glück recht kurze) Soli nicht alle sonderlich inspiriert, und an die große Zeit bei UFO, als er mit Phil Mogg seinen kongenialen Kreativpartner hatte, erinnert hier absolut gar nichts. Außerdem fehlt mir die sanfte und lyrische Seite des Michael Schenker, wenn man einmal von einigen wunderbaren Passagen in "Bridges We Have Burned" absieht. Gleichwohl ist BRIDGE THE GAP ein starkes Album geworden, dem ich seit Tagen mit großem Vergnügen lausche.

'Coz it's the music that we live for, the music we love / The music we grew up with on Top of the Pops / The music that we live for, the music we love / Let's sing together, we can work it out' ("Rock'n'Roll Symphony").
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.12.2013 14:26:21 GMT+01:00
Daufratshofer meint:
Hallo Herr Schwoch,

eine insgesamt sehr gute Rezession. Habe sie mit Vergnügen gelesen. Nur mit der Aussage das sich die neue Schenker CD im Spannungsfeld zwischen Iron Maiden (???) und Rainbow bewegt, bin ich nicht ganz Ihrer Meinung. Mit Iron Maiden hat die neue Scheibe wirklich nichts zu tun, aber dafür um so mehr mit Rainbow. Nichts für ungut - es grüßt Doc.Daufi

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.12.2013 00:55:02 GMT+01:00
H.Schwoch meint:
Danke für die netten Worte. Aber woran erinnern Sie denn die schnelleren Stücke auf diesem Album, wenn's schon nicht Iron Maiden sein darf?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2014 17:35:03 GMT+01:00
Ja so unterschiedlich sind die Geister. Ich finde bis auf den gesang hat es sehr wenig mit Rainbow zu tun. Dafür sind sie zu schnell. allerdings mit Iron Maiden (mehrere Gitarren) hat es auch wenig gemein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2014 00:01:47 GMT+01:00
H.Schwoch meint:
Also, wer die Ähnlichkeit mit Rainbow (Dio-Ära) nicht erkennt, der muss schon ziemlich ... sorry: taub sein. ;-)
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