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Kundenrezension

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schon der Titel hätte mich abschrecken sollen, 19. Juni 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner (Bella und Edward) (Gebundene Ausgabe)
Als Anfang April die Erscheinung dieses Buches angekündigt wurde, habe ich es zunächst für einen klassischen Aprilscherz gehalten. Natürlich war es keiner und ich war nach dem Lesen der Inhaltsangabe und der damit verbundenen Offenbarung, dass es kein Aufleben von Bella und Edward in Band fünf geben wird, eigentlich guter Dinge. Mein zweiter Gedanke galt dann allerdings dem Titel und da muss man den Verlag allen ernstes mal fragen, wie lange sie das Bis(s)-Konzept noch melken wollen; selten einen so dämlichen Titel gehört, aber das wurde ja konsequent so durchgezogen und ich schätze mal, sollte sich Stephenie Meyer in Zukunft noch mal selbst motivieren wollen und einen weiteren Schinken dieser Saga auf dem Markt schmeißen, um sich den einen oder anderen Obolus zu verdienen, dann wird auch der Carlsen-Verlag wieder eifrig Überstunden schieben, um einen weiteren Geniestreich im Bis(s)-style zu entwerfen, der grammatikalisch genauso richtig wie sinnfrei ist. Aber nun zum Buch selbst.

Bree Tanner, ein neugeborener Vampir, erlebt ihren zweiten Sommer. Bekannt geworden aus dem dritten Band der Belward-Saga, werden wir als Leser nun Zeuge ihrer letzten Tage als Vampir. Zusammen mit einer Truppe aus etwa 20 anderen Neugeborenen lebt sie in den Kellern von Häusern, deren ehemalige Besitzer mal eben eliminiert wurden. Tagsüber mit ihren aggressiven Leidensgenossen zusammengepfercht, kann sie des Nachts ihrem ständig brennenden Durst nach Blut nachgeben. Sie freundet sich mit dem jungen Diego an, der als Einziger von allen nett zu ihr ist. Aber die Beziehung währt nicht von langer Dauer, denn als die Beide eine überraschende Entdeckung machen, verschwindet Diego plötzlich. Währenddessen bereitet Riley, die rechte Hand von Victoria, die Gruppe auf einen Kampf gegen die "Gelbäugigen" vor, die ihnen angeblich das Gebiet rund um Seattle streitig machen wollen. Bree ist hin und her gerissen zwischen ihrem Gehorsam, den Wunsch, ihren neuen Freund wieder zu sehen und der Frage, ob ihr ganzes Dasein nicht eine einzige große Lüge ist.

Ich nehme ja in der Regel kein Blatt vor den Mund und sage ganz offen, dass dieses Buch im Preis-Leistungs-Verhältnis eine einzige Abzocke ist. Die 200 Seiten kommen nur zusammen, weil die Schriftgröße riesig ist und die Ränder unglaublich verschwenderisch breit ausfallen. Aber selbst ich bin bereit, viel Geld für wenige Seiten zu bezahlen, wenn der Inhalt gelungen ist. Da das meiner Meinung nach nicht der Fall ist, wären höchstens sechs Euro gerechtfertigt gewesen. Oder man hätte es gleich ganz sein gelassen, denn wie viele andere hier auch bin ich der Meinung, dass die Autorin den Leuten nur das Geld aus den Taschen leiern wollte. Ist ihr bei mir zumindest gelungen.
Nach Beendigung von "Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl" (Unterhaltungszeit etwa 2 bis 3 Stunden) musste ich gleich noch einmal die Einleitung der Autorin lesen und habe dann herzhaft gelacht. Am Besten hat mir die Aufforderung gefallen, die Protagonistin doch bitte ins Herz zu schließen, obwohl man weiß, wie es mit ihr zu Ende geht. Ich soll also ein 15-jähriges Mädchen ins Herz schließen, dass an Naivität und fehlender Skrupellosigkeit nicht mehr zu toppen ist? Die ohne einen einzigen Gedanken zu verschwenden, jeden gnadenlos aussaugt und umbringt und hinterher ganz gekonnt die Leichen im Meer versenkt? Ich lese ja begnadet gerne Bücher über Vampire, aber selten wurden moralische Aspekte so außer Acht gelassen wie hier. Den Höhepunkt stellt übrigens der Ausflug auf den Dampfer dar. Ob mir das gefallen hat? Neeee, nicht wirklich...
Aber selbst, wenn man alles nur nüchtern betrachtet, bleibt ein bitterer Nachgeschmack zurück. Es passiert nämlich fast gar nichts. Man erfährt kaum was über die Hintergründe von Bree, sondern wird sofort mitten ins Geschehen geworfen. Zu Beginn geht es fast nur um Bree und Diego. Als Letzterer verschwindet, dreht sich fast alles nur noch um die Rivalitäten zwischen den neugeborenen Vampire und dem bevorstehenden Kampf, gelegentlich mit Gedankengängen der Protagonistin unterlegt, die sich fragt, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Dann geht es auch schon los, plötzlich sind alle tot und der Rest ist eigentlich eine aufgewärmte Wiederholung vom dritten Teil. Der Abschnitt mit den Cullens und Volturi hat das Buch insgesamt noch ein wenig gerettet. Erstmals bekam ich den Eindruck, dass Bree noch leicht menschliche Züge besitzt, aber bevor es irgendwie tiefgründiger wird, ist es auch wieder vorbei.
Leider bleibt von den restlichen Charakteren ebenfalls nicht viel übrig. Fast alle werden unsympathisch und grausam (und unheimlich... einfältig) dargestellt und man ist fast dankbar zu wissen, dass die alle als Kanonenfutter enden. Scheinbar keiner macht sich groß Gedanken über sein Dasein, das Wie und Warum und fristet die sonnigen Tage lieber abergläubisch im dunklen Kämmerchen mit lauter Musik, Videospielen und gegenseitigem Massakrieren.

Der Schreibstil war wie in den Vorgängern nicht herausragenden, aber angenehm und schnell zu lesen. Langeweile kommt schon aufgrund des Umfangs des Buches nicht auf, aber gut unterhalten gefühlt habe ich mich trotzdem nicht. Es liest sich so dahin, man ärgert sich wegen der Kohle, die man ausgeben hat und im Endeffekt macht die Lektüre nur noch optisch im Schrank was her.

Fazit:
Kann man, muss man aber schon gar nicht. Vielleicht für Hardcore-Fans der Autorin geeignet, die von dieser Vampirwelt nicht genug bekommen können und zu viel Geld haben. Ansonsten würde ich jedem Interessierten raten, es sich irgendwo aus dem Bekanntenkreis zu leihen. Mein Buch ist mittlerweile schon durch vier weitere Hände gegangen und der Eindruck war eigentlich immer gleich verhalten. Für weiteres aus dem Meyer-Universum bin ich nur noch eingeschränkt offen. Was anderes von der Autorin würde ich bestimmt noch mal lesen, aber vom Belward-Universum bin ich vom jetzigen Standpunkt aus für alle Zeit geheilt.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.06.2010 13:48:33 GMT+02:00
Nobody meint:
Die Rezi ist mal wirklich gut geworden.^^ Ich habe drei Sterne gegeben, aber ich habe ja auch kein Geld dafür bezahlt.^^
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