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Kundenrezension

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Meisterwerk, 28. November 2005
Von 
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Rezension bezieht sich auf: No More Tears (Audio CD)
1991 soll ein großes Jahr werden für John Michael „Ozzy“ Osbourne. Seine mittlerweile sechste Studio-LP „No more tears“ erscheint, wird zum absoluten Verkaufsschlager und unterstreicht den Kultstatus des Engländers eindrucksvoll. 11 herausragende Songs zieren dieses Meisterwerk, an 5 von ihnen schreibt auch Motörhead – Frontmann Lemmy Kilmister mit. Nicht nur er drückt diesem Album seinen Stempel auf, auch die Ozzy – Band ist wieder einmal hervorragend. Die Gitarre bedient zum zweiten Mal der überaus talentierte Zakk Wylde, am Bass findet sich wieder einmal Bob Daisley und das Schlagzeug bearbeitet der grandiose Randy Castillo. Aber auch die Keyboard-Parts von John Sinclair sind eine Erwähnung wert.
„No more tears“ vereint alle bisher typischen Ozzy-Elemente: Es finden sich kraftvolle Power-Balladen, tonnenschwere Kopfnicker und eingängige Rock-Songs vom Feinsten. Den Anfang dieses Bombast-Werkes macht „Mr. Tinkertrain“, ein echter Kracher, der alles in Grund und Boden rockt. Cooles Intro!
„I don’t want to change the world“ hat ein eingängiges Metal-Riff, ist noch heute einer der Live-Klassiker aus dem Osbourne- Repertoire und glänzt durch sein Südstaaten- flair im ruhigeren Zwischenpart, was auf Zakk Wylde’s Neigung für diese Richtung zu Begründen ist.
„Mama, I’m coming home“ ist der vielleicht bekannteste Song des Albums. Eine wunderschöne Ballade und ein Ohrwurm, der einen nicht mehr loslässt. Eines der vielen Highlights eines tollen Albums!
„Desire“ besticht durch ein böses Monster-Riff und den kraftvollen Refrain. Doch das ist noch lange nichts, blickt man auf den überragenden Titelsong. „No more tears“ beginnt mit einem Killer-Bassriff von Mike Inez, dem Musikalischen Leiter der Aufnahmen. Kurz vor Ende der Aufnahmen wartete er mit diesem Riff auf und Ozzy wollte es unbedingt einbauen. Heraus kam ein grandioser Song. Zunächst das gefährliche Bass-Thema, dann ein erhabener Keyboard-Klangteppich und schließlich ein böses Gitarren-Riff, das Gänsehaut erzeugt. Einer der Ozzy-Klassiker überhaupt!
Etwas unterschätzt ist meiner Meinung nach „S.I.N.“. Ein schnelles, hartes Riff gepaart mit einem unheimlich melodiösen Refrain machen dieses Lied aus. „Hellraiser“ (guter Midtempo- Song, welcher später von Motörhead für die „March or die“ Platte gecovert wurde) und „Time after time“ (romantische Ballade) halten solide das Niveau. Mit „Zombie Stomp“ und „A.V.H.“ rockt sich der Madman durch zwei teilweise recht experimentelle Stücke, die aber auch die gewohnte härte und Eingängigkeit besitzen.
Das Wahnsinns-Album wird geschlossen von der schönen Power-Ballade „Road to Nowhere“, einem der vielen weiteren Klassiker.
Auf der Neuen Version von 2002 finden sich außerdem zwei Bonustracks. Zum einen die B-Seite der „Mama, I’m coming home“ Single, der Titel „Don’t blame me“, der sicherlich nicht stark genug für’s Album gewesen wäre, obwohl er ein solider Rocker ist. Und schließlich endet die Neuauflage von „No more tears“ mit dem ausgeflippten „Buffy“ Soundtrack „Party with the animals“, auf dem der Ozz noch einmal richtig schön rockt.
„No more tears“ ist ein genialer Geniestreich. Ozzy’s eindrucksvolles Songwirting und sein ausgezeichneter Gesang, sowie Zakk Wylde’s überragenden Fähigkeiten, die ihn zu einem der Besten Gitarristen unserer Zeit machen. zeichnen dieses Bombast-Werk der Extraklasse aus. Hinzu kommt ein fetter Sound und fertig ist der Hörgenuss erster Güte. Zusammen mit Metallica’s „Metallica“ sicherlich das Metal- Album des Jahres 1991 und ein echter Meilenstein, der Ozzy auf dem Zenit seines Schaffens zeigt.
Zusammen mit dem Debut "Blizzard of Ozz", "Ozzmosis" und "Down to earth" die beste Ozzy-Platte. Auch wenn sie die vielleicht am Wenigsten düstere des Prince of Darkness ist. Trotzdem überzeugt sie als starkes Metal-Album, das in keiner Sammlung fehlen sollte!
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