Kundenrezension

8 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Heeps endloser Abstieg, 30. Mai 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Innocent Victim (Audio CD)
Irgendwann hat jede Band ein kreatives Tief. Kein Problem, es kracht mal ordentlich, dazu kleine personelle Umbesetzungen, man rappelt sich wieder zusammen und meist läuft die Kiste dann auch wieder. Ganz anders ist es, wenn sich eine Band totgelaufen hat. Spätestens dann aber sollte man die Dose zu machen und sich komplett neu orientieren.
Bei Uriah Heep funktionierte das, aus welchen Gründen auch immer, nicht. Und so begann ein beinahe endloser Niedergang, der aber immer wieder eine kleine Fan-Gemeinde um sich scharen konnte. So ein Fan-Häufchen findet sich in jeder Generation von Heranwachsenden. Damit macht man ein wenig Cash und verlässt sich darauf, dass sich die neu gefundenen Fans auch über die alten Scheiben hermachen.
Heep hatten ihren Zenith eindeutig zwischen 1971 und 1974 erreicht. "Wonderworld" war noch halbwegs passabel, aber danach vermochte es die Band nur noch mit einzelnen Titeln (z.B. Firefly - wobei diese ganze Scheibe durchaus sehr gut war) an die alten Zeiten anzuknüpfen.

Leute, ihr könnt mir glauben, ich habe Uriah Heep geliebt. Damals wie heute. Aber nach "Wonderworld" (die war schon etwas fad, immerhin aber noch mit Sangesgott D. Byron) zieht sich im nachhinein so eine Art Schlussstrich. Was Heep auf "Innocent Victim" boten war/ist zum Teil fast zweitklassig. Das Galt/gilt sowohl für Musik wie auch den teils bemühten Gesang. Der absolute Negativpunkt: "Free Me". Abgenudelter kann "Lady In Black" niemals sein. Ein Pop-Söngchen jenseits von Gut und Böse. Doch es wäre unrecht "Innocent Victim" nur an "Free Me" festzumachen. Immerhin ist da bspw. "Illusion", das so ein klein wenig an die Hochzeit der Band erinnert. Auch das harte "Free 'n' Easy" würzt die Scheibe durchaus mit etwas Chili... ;-)
Dann wird es aber auch schon schwer, weitere Nummern hervorzuheben. "Choices" ist nicht übel. Auch "The Dance" hat noch so ein kleines bisschen von den "alten" Heep. Das war's dann auch schon. Klappe zu!

Für meine Generation, die sich (nicht nur) Heep-Platten vom schmalen Taschen- bzw. Lehrgeld absparte, war "Innocent Victim" eine ziemliche Nullnummer. Sicherlich gibt es viele geben, die mit der Scheibe "groß" wurden und deshalb eine ganz andere Sichtweise darauf haben. Ist gewiss auch ok so. Wer bei Heep allerdings "quer einsteigt", sei ein bisschen vorgewarnt: Nicht überall wo Uriah draufsteht ist Heep drinne. Ich würde in dem Fall vielmehr auf "Salisbury" (sehr gut), "Look At Yourself" (sehr gut bis genial), "Demons & Wizards" (genial), "The Magician's Birthday" (knapp genial) oder "Sweet Freedom" (genial) zurückgreifen. Auch die überragendee Live-Aufnahme von 1973 ist überaus empfehlenswert.

(So: Zuletzt nun doch auch als CD gekauft. An der Bewertung ändert sich jedoch nur wenig. Der Sound der Reamster ist brillant; "Free Me" macht er aber auch nicht besser...)
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.02.2009 23:44:10 GMT+01:00
Axel K. meint:
Also die Girlieband Wonderwall mag ja ganz gute Musik machen aber mit Uriah Heep kann man das ja nicht vergleichen. Solltest Du die Wonderworld CD von Heep meinen dann wäre das ok. Ich bin nicht mit Deiner Kritik einverstanden aber das muß ich ja auch nicht. Natürlich verstehe ich wenn Fans der goldenen Heep Besetzung ( Hensley, Byron, Thain, Box & Kerslake ) nachweinen, aber die Zeit steht nun mal nicht still. Wenn man offen für eine Weiterentwicklung ist findet man auf Innocent Victim wie auch schon wie auf Firefly klasse Rock und schöne Melodien. Natürlich hat John Lawton eine andere Stimme als David Byron, aber erstens kann er dafür ja nicht und zweitens macht er seine Sache doch sehr gut. Wenn man die Qualität der Lieder bemängelt so ist doch dafür immer noch massgeblich der gleiche Ken Hensley verantwortlich wie auf den Alben bis Wonderworld. Auch andere Bands ( ZB. Deep Purple ) haben sich im laufe der Zeit weiterentwickelt oder mussten Umbesetzungen in Kauf nehem. Ich denke das ist bei so einer langen Bandgeschichte fast unausweichlich. Also ich bewerte die Innocent Victim so wie sie ist. Als super Rockalbum. Abwechslungsreich, rockig, melodisch und mit klasse Musikern. Ich kann es immer wieder höhren. Für mich beginnt die Krise von Heep erst nach diesem Album und die dauerte sehr lange bis zu Sea of Light bzw. Sonic Origami. Da gab es peinliche Songs & Platten und Sänger die es nicht draufhatten. Aber das soll doch jeder für sich beurteilen, möglicherweise gibt es gerade dafür auch Fans, und warum auch nicht. Ich finde es alles in allen Super das Mick Box Heep am Leben gehalten hat, sonst hätten wir hier nichts zum diskutieren. Wäre doch Schade. Long live Heep !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.04.2009 14:44:50 GMT+02:00
-?-

Veröffentlicht am 16.05.2009 17:25:49 GMT+02:00
Child in time meint:
Auch wenn "Innocent Victim" nicht typisch Heep ist, ist es einfach insgesamt gute Musik (`Free me` mag ich auch nicht). Aber es gibt noch genug gute Stücke auf der Platte.

Veröffentlicht am 04.07.2009 02:47:55 GMT+02:00
grisu-zu meint:
Alles ganz easy, Leute; nun verkrampft euch mal nicht.
Kann nicht jeder denselben Geschmack haben.
Ich find das Album eben nur suboptimal und akzeptiere voll und ganz eure Meinung dazu.
Macht's doch umgekehrt einfach auch so.
Wonderwall war übrigens ein "Freud'scher".
Hatte beim Schreiben des Reviews gerade die große Süße auf'm Schoß...
;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.12.2011 19:26:50 GMT+01:00
Robert Graf meint:
Kenn das Album noch nicht. Aber grade FREE ME ist doch einfach ein geiler Song. WAS HABEN EIGENTLICH ALLE IMMER GEGEN POP ? ? ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.01.2012 23:38:18 GMT+01:00
Flowerking meint:
gebe Dir in so fern recht, dass ich "Free me" auch nicht sooo schlecht finde. Im Vergleich zu den früheren Alben ist Dieses allerdings tatsächlich nicht essenziell. Axel hat schon recht, als Heepfan der ersten Stunde kann man damit nicht mehr zufrieden sein. Die Qualität hat spätestens nach "Return to Fantasy" stark nachgelassen. Was dann kam, hatte mit dem vorherigen Stil kaum noch Gemeinsamkeiten. Hör Dir den Auftaktsong "Keep on riding" an. Das hört sich an wie bei den Les Humphrey Singers, bei denen John Lawton ja vorher Leadsänger war.

Veröffentlicht am 27.08.2012 13:29:51 GMT+02:00
guitaroxx meint:
''SALISBURY'', Nicht 'Salesbury' !
bin ein Fan der Band...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2012 14:45:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.09.2012 10:49:35 GMT+02:00
grisu-zu meint:
Schön.
Ich auch!
Aber muss jetzt jeder Schreibfehler kommentiert werden?!
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4.2 von 5 Sternen (16 Kundenrezensionen)
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