Kundenrezension

30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen im Mainstream angelangt und klanglich grausam, 27. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Driving Towards the Daylight (Ltd.ed.) (Audio CD)
Es verwundert mich immer wieder, wie viele überaus positive bis geradezug überschwenliche Bewertungen den letzten Veröffentlichungen von J. B. zuteil werden.
Sicher agiert Bonamassa musikalisch auf hohem Niveau, seine Qualitäten als Gitarrist wird niemand in Frage stellen wollen. Mit "Driving Towards The Daylight" legt er es nun aber wirklich darauf an, hitparadentauglich eine möglichst breite Masse zu erreichen. Leider ist die breite Masse nicht immer ein adäquater Maßstab für künstlerische Qualität. Es klingt doch vielfach flach und rundgelutscht, einige Titel könnten so auch von Bon Jovi auf den Markt geworfen worden sein. "A place in my heart" klingt so schnulzig wie Peter Alexander mit Bluesbackground.
Aber das ist gar nicht mal der Hauptkritikpunkt an der CD, musikalische Geschmäcker sind eben verschieden.

Was viel mehr verwundert: Fällt denn niemanden die unfassbar schlechte Klangqualität der Aufnahme auf??? Clipping-Effekte (also Übersteuerungen, die sich durch kratzähnliche Geräusche im Hintergrund bemerkbar machen) in einigen Songs, besonders auffällig bei "Who's been talking", ebenso übersteuert der Gesang bei "Too Much Ain't Enough" völlig. Das Album ist - wie leider alle JB-Veröffentlichungen der letzten Jahre - mal wieder nur auf Laustärke produziert. Kevin Shirley hat im negativsten Sinne als Musikzerstörer ganze Arbeit geleistet.
Bei "Dust Bowl" dachte ich anfangs noch, einfach eine schlechte Pressung erwischt zu haben, mittlerweile ist mir klar geworden, dass offenbar ein System dahinter steckt. "Black Rock" ist klanglich ebenfalls äußerst indiskutabel. Musik ohne Dynamik und Brillanz scheint eine breite Akzeptanz zu finden, warum auch immmer. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das menschliche Ohr offenbar auch.

Ich werde mir künftig abgewöhnen, diese schlecht produzierten CDs zu kaufen, obwohl ich JB im Grunde für einen fantastischen Musiker halte (daher wohl auch die zwei Sterne). Man darf gespannt sein, wann (oder ob überhaupt) in der Musikindustrie ein Umdenken in qulitativer Hinsicht stattfindet. Schade...
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.07.2012 21:57:43 GMT+02:00
mulehead-olli meint:
Moin, moin,

doch, es gibt noch vereinzelte menschliche Exemplare, denen der heutige Akustikmüll auffällt und gewaltig auf den Senkel geht. Ich darf mich mal an dieser Stelle selbst zitieren:

"Leider kann auch bei der CD-Ausgabe mitnichten von einer guten Klangqualität die Rede sein. Ein Dynamic Range-Wert von 5 spricht Bände, hier hat der Kompressor ganze Arbeit geleistet. Das Ding hat null Headroom und als Gesamtkonsequenz keine Luft zum Atmen. Diese Dynamikkomprimierung lässt die CD-Ausgabe, auf einer "altertümlichen" Stereoanlage von gewisser Qualität gehört, zu einer Tortur werden."

Und Du schreibst selbst ganz richtig: "Musik ohne Dynamik und Brillanz scheint eine breite Akzeptanz zu finden ...". Und stellst dann die berechtigte Frage: "... warum auch immer".

Auch hier von mir ein Selbstzitat: "Der Mainstream hat aber eine qualitative Abhöre, die dringend auf Dynamikkompression angewiesen ist, weil sonst nur ganz laue Luft aus den Ohrstöpseln säuselt."

Wenn ich mir anschaue, wie heute gefühlt 95% aller Musikkonsumenten ihre Musik wiedergeben, dann ist dieser extreme "Loudness-War" die logische Konsequenz. Mit dem Ergebnis, dass Musikkonserven wohl noch nie so miserabel klangen wie heute!

Rock on,
Olli

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2013 10:58:53 GMT+01:00
Leicar7 meint:
Leute, ich muss euch ja so recht geben. Als Musik- und Hifi Fan ist diese Entwicklung mehr als traurig. Nur darf es nicht zur Konsequenz führen, dass gute Musik nicht mehr gehört wird. Micht treibt diese Entwicklung glücklichereweise wieder zum guten alten Vinylplayer!

Veröffentlicht am 13.01.2014 18:19:27 GMT+01:00
helterskelter meint:
Also doch miese Aufnahmequalität! Und ich dachte schon, mein Kopfhörer sei kaputt!
Klingt in den Höhen alles so ranzig und verschmiert...Fällt einem gerade bei den Streichern sehr unangenehm auf!

Veröffentlicht am 20.03.2014 20:40:47 GMT+01:00
Gebe den Rezidenten auch recht. Bitte Martin Birch klonen. Der hat bei Whitesnake, Purple usw. immer das beste rausgeholt. Kevin Shirley ist ungeeignet für so ziemlich jede Band soweit ich das beurteilen kann - ich habe zumindest immer was auszusetzen wenn dieser Typ an den Reglern hockt - vielleicht ist er recht billig, der "Musikzerstörer",haha. Verstehe nur nicht warum dann z.B. eine Megaband wie Iron Maiden so einen deplazierten "Produzenten" weiterhin solange die Stange hält - am Geld kanns ja bei denen nich liegen. Aber vielleicht kann mir das jemand hier erklären...

Veröffentlicht am 14.04.2014 12:43:35 GMT+02:00
Tobi H meint:
Ich muss auch auf ganzer Linie zustimmen.

Mit meinen 25 Jahren bin ich vielleicht noch nicht der erfahrenste Hörer und wurde reingeboren in den "Loudness War" (bitte mal bei Wikipedia drüber lesen) als 1988er, aber die schlechte Aufnahmequalität war ganz schön erschreckend.

Wenn ich ehrlich bin, ist mir diese Übersteuerung (durch Verzerrung/Clipping) bisher nie aufgefallen bei anderen CDs. Nur bei dieser traf mich der Schock und ich danke dir für die Erklärung! Ich hatte ja keine Ahnung...

Echt erschreckend. Hoffentlich passiert da bald was...
Sodass mal Grenzen gesetzt werden wie bei der LP/Schallplatte von Natur aus welche sind...
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