Kundenrezension

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nachdem der ansich sehr geschätzte ..., 21. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Things Are What They Used to Be (Audio CD)
... Dirk Peitz es fertigebracht hat, im Kulturteil der SZ einen Fünfspalter über Zoot Woman unterzubringen, der nahezu nichts über die Musik auf deren neuer Platte zu berichten wußte, dafür umsomehr über ihren berühmten Bassisten und Superoberproduzenten Stuart Price und dessen seltsames Teilarbeitsverhältnis, schien es doch ganz ratsam, sich besagtes Album noch einmal genauer anzuhören. Die Erwartungen an diese Band, neben The Whitest Boy Alive vielleicht die zeitgemäßeste des noch jungen Jahrtausends, waren nach sechs Jahren Wartezeit und den Meriten der beiden erstklassigen Vorgänger schwindelnd hoch. Gelten sie doch nicht nur als bloße Blaupause der 80er Jahre, die einem, ob man nun will oder nicht, an jeder Ecke gnadenlos um die müden Ohren gehauen werden - Zoot Woman wird eine deutlich höhere Qualität zuerkannt, Premier League sozusagen. Der erste Eindruck von "Things Are What They Used To Be" allerdings ist dann eher ein zwiespältiger. Nicht dass man mit dem Diktat des Grooves, das Price dem Album verordnet hat, nicht leben könnte, auch mit den teils unterkühlten, wohlkalkulierten Arrangements war zu rechnen. Was allerdings erstaunt ist die relativ eindimensionale Ausrichtung der Mittel, die hier zum Erfolg führen sollen. Es stampft und pumpt was die Membranen hergeben, neben dem Titelstück fallen dem auch "Memory" und "Witness" zum Opfer - letzteres Stück könnte durchaus auch für die aktuellen Depeche Mode taugen, wobei dann wohl Dave Gahan auch die deutlich stimmgewaltigere Gesangsalternative wäre. Das und der etwas flaue Beginn des Albums lassen einen etwas ratlos zurück und so kommt es, dass die wirklichen Höhepunkte eben die sind, die schon längere Zeit im Netz kursieren: "Saturation" klingt, diese zweifelhafte Metapher muß erlaubt sein, wie heißes, pulsierendes Wachs - goldfarben natürlich, ebenso grandios kommen "We Won't Break" und "Live In My Head" daher, allesamt runde Ohrenschmeichler, zu denen sich mit Abstrichen auch noch "Lonely By Your Side" gesellen kann. Der Rest ist mir zu einfach schabloniert und dann zu schnell vergessen. Dass Price auch Hand an das neue Killers-Album gelegt hat, läßt sich an seinem eigenen Projekt leider so recht nicht erkennen - die Überraschungen, die einem da aus jedem Song entgegensprangen, fehlen hier fast gänzlich. Kein Midas Touch" also für den Klangveredler oder um im Bild zu bleiben, zu wenige "Killers", zu viele "Fillers" ...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.08.2009 17:46:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.08.2009 17:49:20 GMT+02:00
Marie Peters meint:
Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen! Ich hatte ja Angst, dass meine Erwartungen an die neue Platte zu groß sein könnten, vor allem nach den 6 Jahren Funkpause..
Aber ich bin einfach nur begeistert! Meine Erwartungen wurden glatt noch übertroffen.
Zoot Woman passen mit "Things Are What They Used To Be" vollkommen in die jetzige (Musik-)Zeit & klingen dabei noch nach Zoot Woman wie man sie kennen und lieben gelernt hat (anders als z.B. the killers)
Ich LIEBE "Lonely By Your Side" (by the way: hier als Akustikversion von Johnny: http://www.youtube.com/watch?v=sGCqd6qXqP0 *schwärm*)!!!!

Veröffentlicht am 27.08.2009 08:52:15 GMT+02:00
Marco Rentrop meint:
Ich würde mich bezüglich der "eindimensionalen Ausrichtung" des neuen Zootwoman-Longplayers anschließen. Viele Menschen neigen leider dazu, ein Produkt (auf das man sehr lange warten musste) gefühlsmäßig so aufzuladen, dass es dafür scheinbar keine Worte mehr zu geben scheint:-) Die Vielschichtigkeit und Komplexität seiner beiden Vorgänger erreicht "Things Are What They Used To Be" jedenfalls nicht. Was nicht heißt, dass ich das Album schlecht finde, im Gegenteil. Doch die grundverschiedenen, eigenständigen Klanguniversen die noch "fast" jeden älteren Zootwomansong ausmachten, gibt es auf dem Album selten. Vielleicht war es aber auch ein Fehler "We won`t break" vorab zu veröffentlichen? Die bombastische Wucht und Qualität dieser phänomenalen Nummer konnte auf auf keinen Fall gehalten noch getoppt werden. So waren die Highlights im Prinzip schon vor der Veröffentlichung verglüht. Egal. Es ist wie es ist! Natürlich ist der neue LP ein gutes Album und beinhaltet eine Reihe von guten Songs. Ob das knöchern, treibende "Lust forever", oder der Grey-Day-Klon" "Memory", das 80s Highlight "More than ever" mit seinen herrlichen angeschrägten Synthiflächen oder das wabernde, trancige "Take you higher", überall dringt unverkennbar die Handschrift von Zootwoman durch. Und das ist auch gut so. :-)

Veröffentlicht am 30.01.2013 22:09:23 GMT+01:00
Hans Oswald meint:
Und trotzallem - auch nach vielmaligem hören und ohne fan oder kenner von ZW zu sein, wurde hier ein fantastisches pop album produziert, welches andere
gerne mal gemacht hätten.
wenn ich danach bob welch mit french kiss einlege denke ich - wow - eine lange zeit ist dazwischen - aber manchmal wird alles immer wieder mal (irgendwann) gut...
so zoot !
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Ort: München

Top-Rezensenten Rang: 232