Kundenrezension

22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das war wohl nichts ..., 17. Mai 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Haywire (Amazon Instant Video)
Durch einen Zufall sah ich neulich den Trailer zu „Haywire“ im Internet, fand diesen ganz interessant, las daraufhin die Besetzungsliste (Michael Douglas, Antonio Banderas, Ewan McGregor, Channing Tatum und Michael Fassbender) und fragte mich auch gleich wieso dieser Film bisher nicht schon längst auf meinem Radar aufgetaucht ist. Nach gut 92 Minuten hatte ich da so einen Verdacht …

„Haywire“ gehört leider zu den Werken, bei denen die spannendsten Szenen bereits im Trailer enthalten sind und die einmal mehr beweisen, dass viele große Namen noch lange keine guten Filme ausmachen.
Absolut (positiv) bemerkenswert sind jedoch die Kampfszenen. Diese sind 1A durchchoreografiert und wirklich extrem gut umgesetzt. Auch die Kulissen sind gut gewählt. Was sehr auffällig ist, ist das nahezu komplette Fehlen eines Soundtracks. Wenn mal ein paar Töne zu hören sind, dann auch nur sehr dezent und leise im Hintergrund. Mit dem Einsatz von Musik wird hier wirklich maximal sparsam umgegangen.

Der Streifen hat schlicht und ergreifend ein Handlungsproblem. Ich würde mich schon als Fan von Agentenfilmen bezeichnen und habe deswegen auch bereits viele Werke dieser Art gesehen, aber hier bin ich selbst zum Schluss, als alle Zusammenhänge erklärt wurden (was meiner Meinung nach eine der plumpesten Erzählmethoden überhaupt ist), nicht so ganz durchgestiegen. Warum wurde Mallory Kane (Gina Carano) gleich nochmal verraten? Um den Mord an Jiang (Anthony Brandon Wong) zu vertuschen? Wo ist da denn der Sinn? Seit wann brauchen die Geheimdienste einen Sündenbock, wenn sie einen umlegen wollen? Auch wieso Kenneth (Ewan McGregor), der Drahtzieher des ganzen Schlamassels und Chef von Mallory seine beste Agentin (sein Kapital!) umbringen lassen will, um mit seiner privaten Firma weitere CIA-Aufträge zu erhalten, erschließt sich mir genauso wenig wie die Tatsache, dass ein Großteil des Films aus der Erzählperspektive der Mallory spielt, die ihre Geschichte einem völlig Fremden (Scott [Michael Angarano]) erzählt, während sie in seinem Auto vor ihren ehemaligen Teammitgliedern flüchtet.

Auch die sonstige Umsetzung ist so ziemlich in die Hose gegangen. Der Anfang ist noch sehr actionreich und macht Hunger auf mehr, aber dann driftet der Film immer wieder in Minuten lange, nahezu lautlose Passagen ab, in dem die Hauptprotagonistin durch Häuser, oder über Dächer läuft und versucht z.B. der örtlichen Polizei zu entkommen, die es zwar mit einer Hand voll Beamter schafft innerhalb von zwei Minuten ein ganzes Hotel, inklusive Nachbargebäude zu stürmen, dann aber ausgerechnet den mysteriösen Typen im grünen Kapuzenpullover nicht beim Verlassen des Gebäudes kontrolliert und ihm sogar noch die Richtung weißt.

Fazit:
„Haywire“ ist meiner Meinung nach ein eher langweiliger Agentenfilm, in dem nichts von der typischen Atmosphäre (Geheimdienste, Verschwörungen, Einsatz von moderner Abhörtechnik etc.) aufkommt. Trotz einer sportlich sehr engagierten Hauptdarstellerin geht dieses Werk im Vergleich zu anderen, deutlich am Genre typischen Stil vorbei und kommt in den anderthalb Stunden nicht aus den Hufen und das was präsentiert wird, wirkt mehr als wirr.
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.05.2014 02:55:16 GMT+02:00
Eff0ktiv meint:
Mit ein bisschen Grips kommt man während oder nach dem Film auf die Antworten der hier gestellten Fragen:

Warum wurde Mallory Kane (Gina Carano) gleich nochmal verraten?
Antwort: Die Kunden haben Kenneth' Firma hauptsächlich wegen seiner Top-Agentin Mallory Kane beauftragt. Sie aber hatte allerdings vor, die sowieso schon angeschlagene Firma zu verlassen. Hätte sie das getan, hätte sie nahezu alle Auftraggeber mitgenommen und Kenneth hätte vor dem Ruin gestanden. Die einzige Möglichkeit seine Firma zu retten war also in seinen Augen, sie "unschädlich" zu machen.

Um den Mord an Jiang (Anthony Brandon Wong) zu vertuschen? Wo ist da denn der Sinn?
Antwort: Hier war der Sinn einfach zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einerseits die Ermittlungen im Mordfall Jiang zu einem schnellen Ende zu führen und andererseits die nun ungeliebte Kane zu zerstören.

Warum erzählt sie die ganze Geschichte Scott?
Antwort: Sie beauftragt ihn ja, die ganze Geschichte den Behörden zu erzählen (deshalb ermahnt sie ihn auch wieder und wieder, sich alle Einzelheiten und Namen zu merken), um ihren Ruf wiederherzustellen und den Verdacht auf Kenneth (den wahren Übeltäter) zu lenken. Dies gelingt ja dann auch und Kenneth muss ins Ausland fliehen.

Zugegebenermaßen verlangt der Film dem Zuschauer viel Aufmerksamkeit und Konzentration ab und leider werden weite Teile der Handlung erst am Ende klar. Die entscheidenden Stellen musste ich mir mehrmals anschauen, um dahinter zu steigen. Grundsätzlich tappt aber Mallory bis kurz vor dem Ende ebenso im Dunkeln wie der Zuschauer, was es auch relativ realistisch macht. Ein paar erklärende Einschübe, in denen zumindest über den Sinn der Ereignisse hätte spekuliert werden können, hätten dem Film und dem Verständnis des Zuschauers sicher gut getan.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.05.2014 10:20:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.05.2014 12:57:37 GMT+02:00
MTB meint:
Das hat wenig mit Grips zu tun darauf zukommen, denn dies wird ja alles erklärt. Nur es ergibt keinen Sinn!

Kenneth hat doch gar keine Ahnung davon, dass Mallory Kane seine Firma verlassen will. Ihm sagt sie nur, dass sie mal etwas Urlaub brauch um ein paar private Angelegenheiten (Einzug in das neue Haus) zu klären. Das mit ihrem bevorstehendem Weggang hat Mallory bisher nur ihrem Teamkollegen Aaron (Channing Tatum) nach dem Barcelona-Auftrag anvertraut und dafür das dieser bei seinem Chef geplaudert hat gibt es im ganzen Film keine Anzeichen.

Wieso wird im Mordfall Jiang denn überhaupt ermittelt? Die hätten den "einfach" umbringen und verschwinden lassen können, fertig. Selbst wenn, der Mann wurde ohnehin entführt und als Geisel genommen, hat also anscheinend nicht nur Freunde auf dieser Welt. Sinnvoll wäre es höchstens noch gewesen, wenn Kenneth Jiang hätte umbringen lassen und dann für die Ermittlungen noch einen neuen Auftrag angenommen hätte, die ihm dann keine Ahnung wohin geführt hätten.

Das mit Scott ist auch klar, aber:
Er ist anscheinend eine völlig unbeteiligte Person, hat keine geheimdienstliche/ermittlungstechnische Ausbildung, wird von Mallory quasi entführt und steht aufgrund der Situation enorm unter Stress. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass er sich nach den Strapazen auch noch an alle Einzelheiten erinnert (vor allem an die ganze Reihe von Namen)? Noch viel wichtiger: Kenneth hat das ganze ja schon irgendwie durchdacht und ausgetüftelt. Wieso sollte man denn Scott glauben und welche Rolle spielt es überhaupt was er zu erzählen hat? Wenn alles so über die Bühne gegangen wäre wie Kenneth sich das vorgestellt hatte, dann hätte man das was Mallory Scott erzählt hat einfach als unwahr abgetan. Einen Brief an ihren Vater, oder eine eMail an eine offizielle Stelle der Geheimdienste/Ermittlungsbehörden wäre da genauso sinnvoll gewesen. Denn die arbeiten ja anscheinend nicht gegen sie, sondern wollen sogar mit ihr zusammen arbeiten.
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