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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine handvoll okkulter Prachtexemplare und noch ein bisschen mehr!, 24. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Curse and Chapter (Audio CD)
Hallo liebe Interessierte,
vor Ihnen sehen Sie das Ergebnis der zweiten Schaffensphase von Hell, …und noch ein bisschen mehr. Wer bereits das 2011 erschienene Erstwerk der Band kennt, der wird sich, denke ich, mit der Musik auf dem zweiten Album sicherlich schnell anfreunden können. Für diejenigen, die bisher noch nicht in Kontakt mit der Band Hell gekommen sind, gebe ich den wohlgesonnenen Rat, sich etwas Zeit zu nehmen und offen für das zu sein, was sie erwartet. Hell bietet mitunter die „etwas andere“ Variante des klassischen Heavy Metals der 80er Jahre. Meiner Meinung nach ungefähr das britische Pendant zu MERCYFUL FATE / KING DIAMOND, aber auch nur wenn man unbedingt versucht solche einzigartig und beispiellosen Erscheinungen in eine Kategorie zu zwängen.

Was kann man von „Curse & Chapter“ erwarten? Unzweifelhaft ließ sich für mich recht schnell erkennen, dass es sich bei der Musik um Hell handelt. Das liegt vor allen Dingen an den theatralischen Gesängen von Sänger David Bower und der erstklassigen Produktion von Andy Sneap. Beides glänzte bereits beim ersten Album.
Ja und bei diesem Punkt sind wir gleich direkt beim richtigen Thema: Bestand das erste Album zu 100% aus wiederaufgenommenem Material der 80er Jahre, so handelt es sich nur bei 4 Stücken des Zweiten um alte Songs aus der Ära Halliday (dem ehemaligen Sänger der sich tragischerweise 1987 das Leben nahm). Auf „Curse & Chapter“ sind hauptsächlich Kev Bower und Andy Sneap für die tonale Ausgestaltung verantwortlich. Seltenst passiert es, dass sich eine Formation so früh dem Test der Zeit stellen muss, ähnlich wie auch BLACK SABBATH, die mit 13 das erste Album nach 35 in (fast) Originalbesetzung zusammentrugen. Man weiß zwar nicht, aus welcher Zeit die neuen 8 Kompositionen von „Curse & Chapter“ stammen, aber man darf glaube ich behaupten, dass sie so ziemlich das erste eigenständige Material ohne David Halliday irgendwie im Hintergrund sind.
Wenn ich das Album höre, spüre ich, dass es nicht aus dem künstlerischen Schaffen der 80er Jahre stammt. Hell bleiben Hell und doch irgendwie sind sie eine kleines bisschen anders. Nämlich genau so anders wie es auch die Besetzung ist. Andy Sneap und David Bower tragen das Vermächtnis von Dave Halliday auf ihren Schultern. Zwei Rollen in einer Person, Sänger und Gitarrist. Der Gitarrenschüler tritt für den Lehrer ein und der Bruder des Gitarristen für den Sänger. Es ist die juvenile Moderne Sneaps und vermutlich der schauspielerische Hintergrund Bowers , die diesen Unterschied ausmachen. Wer Hell kennt, merkt das, wer sie nicht kennt, der wird es irgendwann auch merken. Mit etwas Gewöhnung ganz genau dann, wenn Songs wie „Harbinger Of Death“, „Deathsquad“, „Land Of The Living Dead“ oder „Deliver Us From Evil“ spielen, die dann wiederum ein anderes Gefühl vermitteln als die restlichen Songs des Albums. Das Adjektiv „restlich“ soll an dieser Stelle aber nicht verächtlich sein, denn die neue Songs sind genauso gut wie die Alten phantastisch!

Was hat das neue Album? Mehr Bombast, mehr Synthesizer, mehr Chöre, geniale Riffs, gnadenlose Härte, eine Menge Wahnsinn, viele Ecken und Kanten und: Ihm Fehlt die Geschichte des ersten Albums. Das ist alles. Vor allen Dingen die ersten 3 und das Letzte bewirken, dass das Album wie ein Album des neuen Jahrhunderts klingt. Das ist aber nicht schlecht, keineswegs. Zumindest für jeden, der offen auf Abweichungen vom traditionellen Metal zugehen kann. Ich kanns. Und deswegen finde ich dieses Album großartig. Die neuen Kompositionen sind allesamt aller erste Sahne, auch wenn sie nicht ganz die Eigenständigkeit der Songs auf dem ersten Album erreichen können. Sie klingen eben so, als kämen sie aus einer Zeit und nicht aus dem gesammelten Quell einer Zeitspanne. Die originalen Bandmitglieder beweisen wiedermal, dass es keine Schande ist im Metal Gerne zu altern und die Neulinge beweisen ihrerseits, dass sie es verdienen an der Seite der Originale ihre Sache durchzuziehen. Für mich ein weiteres Meisterwerk. Bei mir glüht dieses Album seit gestern, wo ich es erworben habe, pausenlos und begeistert vom ersten Song bis zum Letzten. Vor allen Dingen „Darkhangel“ und „Something Wicked This Way Comes“ möchte ich hervorheben. Aber eigentlich sind sie alle überdurchschnittlich gut. Eben so gut, dass sie wieder einmal beweisen, dass die „alten Hasen“ es (um Längen) besser können, als die Jungspunde, die nur versuchen so zu sein wie ihre Elterngeneration. Ich kann dieses Album persönlich sehr empfehlen. Die Schnipsel im Amazon-Sampler dürften ihr übriges tun. Sollte spätestens unter jedem Weihnachtsbaum zu finden sein.

Punkt.
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