Kundenrezension

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Shoegaze und Coldplay..., 19. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Shelter (Audio CD)
Es ist genau das eingetreten was vorhersehbar war und was ich bereits in meiner Rezi zur letzten Platte andeutete: Die metallischen, düsteren und größtenteils auch melancholischen parts sind nahezu komplett gestorben und somit wurde der Musik genau das genommen, was sie so einzigartig und genial machte: Das phantastische Wechselbad der Gefühle das den meisten Stücken innewohnte das für mich irgendwie gar nicht mehr vorhanden ist.

Ähnlich wie z.B. Anathema entfernen sich Alcest nun zu 100% von ihren metallischen Wurzeln und machen anno 2014 stark shoegaze gespickten, atmosphärischen verträumten Gitarren-pop bei dem gelegentlich auch mal etwas härtere Gitarrenklänge ein wenig in den Vordergrund treten aber sowohl gesanglich, vom Tempo her,- einfach in allen Aspenkten - herrscht totale Eintönigkeit.
Keine schlechte Monotonie aber eben Monotonie - und das reicht schon um Langeweile entstehen zu lassen.

Musik zum entspannen, hier und da auch zum schwelgen aber der für mich persönlich die Seele fehlt die dem Wahnsinnsalbum Les voyages de l'ame innewohnte.
Brutal ausgedrückt würde ich sagen, das neue Album ist eine Weichspüler-Platte geworden auch wenn sie wirklich ein paar schöne Momente hat wie den sehr schönen Titeltrack sowie das epische "Delivrance" die es beide noch schaffen, ähnliche Gefühle und Stimmungen zu erzeugen wie die songs der letzten beiden Albem aber das ist klar zu wenig.
Ich habe ein paar mal statements wie "dürfte keinen der alten fans enttäuschen" oder so ähnlich.
Zumindest ich für mich kann sagen, daß dies nicht zutrifft. ICH bin durchaus enttäuscht, auch wenn ich ahnte, daß es in diese Richtung gehen würde. Aber manchmal würde man sich auch gerne irren...
Songs wie Opale dürften viel eher fans von Coldplay als eingefleischte Alcest-Anhänger verzücken.

Drei Sterne für wenigstens zwei songs die weiterhin den Eindruck erwecken und die Hoffnung schüren, daß der Name des Masterminds nicht nur rein zufällig anders zusammengewürfelt "Genie" ergibt.
Ich erhoffe mir, daß ich das beim nächsten Album wieder denken und sagen werde auch wenn ich es offen gestanden stark bezweifle und mich eher jetzt schon damit abfinde, daß es weiter in die seichte Richtung gehen wird.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.01.2014 18:36:29 GMT+01:00
M. Plaß meint:
Diese Rezi trift den Nagel auf den Kopf. Auch die 3 Sterne Bewertung geht in Ordnung!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2014 17:36:52 GMT+01:00
Da brauch ich ja eigentlich keine Rezi mehr schreiben!
Zu 100% unterschrieben und zu 100% schade...naja vllt. beim nächsten Album wieder.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2014 18:29:18 GMT+01:00
Electrohead meint:
Die Erfahrung bei etlichen Bands, die ähnliche Entwicklungen nahmen, zeigen eher, daß es wohl erstmal länger in diese Richtung weitergehen wird. Manchmal, vor allem dann, wenn sie merken, daß man mit dem Stilwechsel/Bruch auch nicht viel erfolgreicher ist als vorher, kehren sich diese Bands dann tatsächlich auch wieder zu ihren Wurzeln zurück (ein gutes Bsp. was mir grade spontan einfällt sind die großen Paradise Lost aber es gibt noch mehr solche Fälle...). Ich bin mir zieml. sicher, das Alcest jetzt erstmal so weitermachen. Wenn ihnen der Erfolg recht gibt, vielleicht sogar für immer. Aber in das nächste Album stecke ich definitiv keine allzu großen Erwartungen bzw. Hoffnungen. In der Tat: Schade ... ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.01.2014 20:23:43 GMT+01:00
EmpiresDawn meint:
Manchmal sind auch Künstler am Werk, die schlicht und einfach mal was Neues probieren möchten, weiles sie reizt und weil man sich als Musiker auch mal ausprobieren möchte. Das zum Thema "weil sie merken, dass man mit dem Stilwechsel auch nicht viel erfolgreicher war".

Wer selber Musik macht, weiß, dass man einfach irgendwann mal Lust verspürt zu probieren ob man nicht auch was anderes kann.

Im Metal ist das natürlich immer "Ausverkauf" und "Gier nach mehr Erfolg" 'gääähn'

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.01.2014 09:50:15 GMT+01:00
Electrohead meint:
berechtigter Einwand den ich schon 100 mal gehört habe zu diesem Eiwand gebe ich immer die gleiche Antwort: Dann sollen sie doch einfach, wie zig andere Künstler es auch tun, ein anderes Projekt starten wo sie ihre Experimente ausleben können :) Wäre eine Win-Win Situation. Damit vergraulen und Verärgern sie nicht ihre alten Fans und können sich nach Belieben austoben. Lieber warte ich als Fan dann zwei Jahre länger auf ein erguläres Studioalbum im Stile den ich erwarte als ein Produkt unter dem alten Bandnamen mit dem ich gar nichts mehr anfangen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2014 03:07:13 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.02.2014 03:17:49 GMT+01:00
Mir ist wurscht ob das hier Ausverkauf ist oder Gier nach mehr Erfolg oder vielleicht doch nur Experimentieren. Mir taugts nicht wirklich und da kann Neige noch so auf künstlerische Freiheit pochen , dieses Album ist im Vergleich zu seinen nicht weniger progressiv gedachten Vorgängern einfach nur fad. Die Metalelemente waren doch schon mal auf "Souvenirs d'un autre monde" fast weg, keine Screams usw. und trotzdem hat mir das Album wesentlich besser gefallen als "shelter". Für mich klingt das hier einfach nach (Dream)pop/Shoegaze und das können andere Bands deutlich besser.

Dabei gehts für mich weder um den Stempel "Metal oder nicht Metal" , selbst wenn er jetzt ein Reggaealbum rausbringen würde, würde ich es blöd finden wenns ein austauschbares mittelmäßiges Album wäre im Vergleich zu anderen dieses Genres. Das erste Demo war auch ein mittelmäßiges austauschbares Black Metal Album doch dann haben sie eine Ästhetik und einen Sound gefunden der absolut einzigartig und unfassbar geil war. Und den einfach wegzuwerfen statt ihn auszuweiten und zu verfeinern ist irgendwie nicht so richtig nachvollziehbar. Alcest kann eine mittelprächtige Pop-Shoegaze-Band sein oder eine unvergleichliche Blackgaze-Pionierband mit allen Freiheiten außer die Grundparameter zu löschen, naja vielleicht kommen sie da selbst noch drauf.
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