Kundenrezension

44 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll bebildertes Gewaltepos, 3. Juni 2007
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Rezension bezieht sich auf: Apocalypto (OmU) (DVD)
Mel Gibsons "Apocalypto" siedelt sich im niedergehenden Mayareich des frühen 16. Jahrhunderts an, kurz vor Ankunft der Konquistadoren unter Hernán Cortéz an der Küste von Yucatán. Zentrale Gestalt des Films ist dabei der Maya-Jäger "Jaguar Paw", die "Pranke des Jaguars" (Rudy Youngblood), der gleich zu Beginn des Films samt seiner Freunde von verfeindeten Stammeskriegern gefangen genommen und verschleppt wird.

Was die historische Genauigkeit anbetrifft, so sollte man sicherlich hier und da ein Auge zudrücken; allerdings sind die Vorwürfe gewisser Rezensenten und Filmkritiker, der Film würde das nur allzu gern kolportierte Klischee von der Blutrünstigkeit amerikanischer Ureinwohner bedienen, schlichtweg falsch. Es bestehen unzweifelhafte Überlieferungen, nach denen - vor allem - die stark hierarchisch geprägte Aztekengesellschaft eine Kultur der Erbringung von Menschenopfern pflegte, die als ein unverzichtbarer, ritueller Bestandteil ihrer Religion angesehen wurde. Insofern dürfte die Filmszene, in der ein Tempelpriester mit einem Feuersteinmesser das Herz eines zum Menschenopfer auserkorenen Sklaven herausschneidet, recht nah an den geschichtlichen Tatsachen liegen.

Was am Film aber am meisten beeindruckt, sind seine Bildgewalt und die absolut mitreißende Handlung, die sich ab der zweiten Hälfte auf Jaguar Paw's atemberaubende Dschungelflucht vor seinen Verfolgern konzentriert. Man fühlt sich vom ersten Augenblick an hineinversetzt in eine andersartige, exotische und geheimnisvolle Welt der Vergangenheit; diesbezüglich versteht Mel Gibson sein Handwerk - welches ihm aufgrund seines latenten Antisemitismus (seit "Die Passion Christi") immer wieder streitig gemacht wurde - ohne Frage wie kein zweiter. "Apocalypto" fesselt über die gesamte Spieldauer hinweg, und das, obwohl der Film aus Gründen der Authentizität vollständig untertitelt wurde (es wird Mayathan, auch yukatekisches Maya genannt, gesprochen).

Hervorzuheben sind ebenso die darstellerischen Leistungen, allen voran die von Rudy Youngblood und natürlich Raoul Trujillo, dem vielleicht beängstigendsten Bösewicht der Filmgeschichte - einfach dämonisch, dieser Kerl!

Im Ganzen also ein zwar brachialer, aber doch auch ungemein spannender, intensiv gespielter und eindrucksvoll bebilderter Abenteuerfilm - uneingeschränkt weiterzuempfehlen.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.12.2007 16:30:30 GMT+01:00
im niedergehenden Mayareich des frühen 16. Jahrhunderts

die maja sind im 8 jhd untergegangen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2008 19:43:50 GMT+01:00
Griesmayer meint:
Stimmt nicht. Stämme überdauerten bis zum 18.Jahrhundert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.02.2008 07:15:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.02.2008 07:23:44 GMT+01:00
guitaroxx meint:
Für den Untergang der Maya als Hochkultur datiert man in wissenschaftl. Kreisen/Instituten allgemein das 9.neunte, bzw. 10.zehnte Jahrhundert n. Chr.
Die Ursache dafür waren wahrscheinlich periodisch auftretende Dürrezeiten, aufgrund eines Klimawandels im Norden Europas, der sich
in Form einer Verschiebung, bis Südamerika stark auswirkte.
Da diesen Dürrezeiten eine Bevölkerungsexplosion vorausging, die dem ,bis dahin landwirtschaftl. genutzten Boden erheblichen Schaden zufügte, wurde logischerweise Nahrung knapp.

Veröffentlicht am 25.02.2008 18:11:29 GMT+01:00
Ist halt eine Frage, wie man die Präferenzen setzt; die Klassik dauerte von 250 - 900 n.Chr. und endete mit dem Untergang der Maya-Reiche im Kernland, dem Petén. Danach erblühten die Reiche im Norden, im heutigen Yucatán, auch wohl unter Einflussnahme der aztekischsprechenden Tolteken aus dem Hochland Mexikos. Die Spanier haben dann 1697 mit Tayasal und Queixil die letzten autochthonen Städte zerstört...was aber nicht bedeutet, dass die Maya als solche ausgestorben sind - noch heute gibt es über 6 Millionen Maya, die sich ihreres kulturellen Erbes nach und nach wieder bewußt werden - und nicht wenige davon halten "Apocalypto" für einen denunzierendes Machwerk, nur 'mal nebenbei erwähnt.
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