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Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Italo-Western Serie von KOCH Media, 30. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Italowestern - Enzyklopädie No. 2 [4 DVDs] (DVD)
KOCH Media startete unter dem Titel "Italowestern-Enzyklopädie" eine neue Italo-Western Serie, von der nun die zweite Box vorliegt. Enthalten sind in dieser Box wieder vier Filme:

BLEIGERICHT ***
In Wells City werden bei Überfällen große Mengen Geld gestohlen. Die Honoratioren der Stadt engagieren auf Anraten von Richter Kincaid den Lebemann und Pistolero Slim Corbett (Dean Reed). Dessen enormes Honorar wird von Don Luis (Peter Martell), der beim Überfall das meiste Geld verloren hatte, bezahlt. Corbett beginnt zu recherchieren und bald gibt es jede Menge Verdächtige, zu denen neben dem Sheriff (Piero Lulli) auch Honoratioren der Stadt gehören, und die Luft wird recht bald bleihaltig.

Italo-Western aus dem Jahr 1969 unter der Regie von Paolo Bianchini (Django, ich will ihn tot; Django spricht kein Vaterunser). Der Film war offenbar früher deutschsprachig stark gekürzt, denn es gibt einige längere Passagen die nur in italienischem Originalton sind, allerdings deutsch untertitelt. Der Film ist ein wenig wie eine Detektivgeschichte aufgebaut in der sich weniger ernsthafte Szenen mit sehr gewalttätigen abwechseln. Der Amerikaner Dean Reed, der zu jener Zeit auch als Sänger bekannt war und später lange Jahre seinen Lebensmittelpunkt in der DDR hatte, singt auch das Titellied.

DER MANN AUS VIRGINIA ****
Der Südstaatler Random (Giuliano Gemma) zieht sich nach Ende des Bürgerkriegs auf die elterliche Ranch eines getöteten Kameraden zurück und verliebt sich dort in dessen Schwester Helen. Der skrupellose Kopfgeldjäger Whittaker (Raimund Harmsdorf) wiederum jagt mit seinen Leuten steckbrieflich gesuchte Südstaatler, um sie gegen Kopfgeld an den Norden auszuliefern. Der Einfachheit halber werden die Gesuchten bei Auffinden gleich erschossen, egal wie gering das Kopfgeld ist. Als Whitthaker bei seinen Auftraggebern in Ungnade fällt und selbst verhaftet werden soll nimmt er nach einer Schießerei zufällig Helen als Geisel.

Italo-Western aus dem Jahr 1977 unter der Regie von Michele Lupo. Düster-melancholischer Spätwestern der die gedrückte Stimmung nach Ende des Bürgerkriegs gut einfängt und dem man ein ansprechendes Budget anmerkt. Giuliano Gemma ist reifer geworden und spielt seine Rolle deutlich ernster als in seinen früheren Western. Raimund Harmstorf und seine Bande erinnern ein wenig an die geldgierigen Kopfgeldjäger aus Leichen pflastern seinen Weg. William Berger ist in einer kleinen aber ansprechenden Rolle zu sehen. Gianni Ferrios Musik gibt dem Film eine melancholische Grundstimmung.

DIE SICH IN FETZEN SCHIESSEN ****
Der Bandit zieht sich mit seiner Beute, seiner Geliebten und einem weiteren Mann in eine Geisterstadt zurück um etwas Gras über die jüngsten Taten wachsen zu lassen. Ein weiteres Bandenmitglied haben sie auf ihrem Weg, scheinbar sterbend, zurückgelassen. In der Stadt lebt auch eine mysteriöse ältere Frau die bald beginnt dem Trio Streiche zu spielen. Wenig später erreichen noch zwei Fremde die Stadt, ein Mann und eine Frau, die ebenfalls hier Zuflucht suchen.

Italo-Western aus dem Jahr 1967 unter der Regie von Tanio Boccia. Was sich in der Inhaltsangabe recht nichtssagend liest ist zwar kein Meisterwerk des Genres, entpuppt sich aber als durchaus atmosphärischer Film. Es ist ein wortkarger, stellenweise sogar ein wenig bizarrer Italo-Western der einige exzessive Gewaltszenen beinhaltet. Eine Besonderheit ist, dass das gleiche Drehbuch später auch für den 1970 gedrehten Italo-Western Matalo (Willkommen in der Hölle) verwendet wurde. Welcher von beiden der bessere ist, darüber scheiden sich die Geister.

VIER TEUFELSKERLE ***
Mexikanische Banditen massakrieren eine Abteilung US Soldaten, erbeuten dabei Munition, Waffen und nehmen die Tochter des Arztes des nahegelegenen Forts als Geisel. Die US Armee beauftragt drei ihrer besten Offiziere (u.a. Stephen Boyd) die Sache aufzuklären. Unterstützung erhalten sie vom Kopfgeldjäger Korano (Gianni Garko), der so genannt wird weil er laufend aus dem Koran zitiert. Im Hintergrund zieht ein größenwahnsinniger ehemaliger österreichischer Monarchie-Offizier die Fäden, der mit Hilfe der Banditen eine große Armee aufstellen und ganz Mexiko zu Ehren Kaiser Maximilians von Mexiko zurückerobern möchte.

Italo-Western aus dem Jahr 1973 unter der Regie von Giuseppe Rosati. Der Film beginnt recht ansprechend mit einem gut und dynamisch fotografierten Überfall mexikanischer Banditen auf einen Transport der US Armee. Letztlich hinterlässt der Film trotz guter und interessanter Ansätze einen recht uneinheitlichen Gesamteindruck. Gianni Garko ist in einer ungewöhnlichen Rolle als muslimischer, den Koran zitierenden, Kopfgeldjäger zu sehen. Das ist zwar ungewöhnlich, nutzt aber keineswegs das in der Rolle steckende Potential. Auch fehlt es den Gaunern etwas an Charisma, und im Finale treten sie dann überhaupt recht unspektakulär ab. Interessant, aber eher als Karikatur angelegt, ist noch die Figur des im Wilden Westen gestrandeten österreichischen Offiziers der den Zeiten Kaiser Maximilians nachtrauert, Napoleon als großes Vorbild hat, und in der deutschen Synchronisation österreichischen Monarchiedialekt spricht. Die gewohnt gute Musik von Nico Fidenco rettet den Film auch nicht.

Detaillierte Informationen zu den in der Box angebotenen Filmen erhält man auch auf spaghetti-western.net!

Hoch anzurechnen ist KOCH Media, dass es im Bereich Italo-Western - einem Genre das nicht gerade mit hohen Absatzzahlen gesegnet ist - mit der Italowestern-Enzyklopädie eine neue Serie anbietet. Dass dies in einer Box-Ausgabe mit jeweils vier DVD erfolgt, ist wahrscheinlich wirtschaftlich begründet. Optimal finde ich es nicht, dass ich eine Box mit vier Filmen kaufen muss, von denen mich eventuell nicht alle interessieren. Denn auch als Fan dieses Genres kaufe ich mir nicht jeden Film. Fairerweise muss man sagen, dass sich KOCH Media bemüht auch einen Gegenwert zu bieten: Ton und Bildqualität sind, wie von KOCH Media gewohnt, gut bis sehr gut. Drei Filme liegen erstmalig deutschsprachig und ungekürzt als DVD vor und ein Film (Mann aus Virginia) in qualitativ verbesserter Neuauflage. Jede DVD beinhaltet zudem diverse Extras, wie unterschiedliche Sprachversionen (deutsch, englisch, italienisch), Featurettes, Trailer, Bildgalerien. Ein Begleitheft oder ausführlichere schriftliche Informationen zu den einzelnen Filmen, wie oftmals von KOCH Media praktiziert, findet man in dieser Box hingegen nicht.

Resümee: KOCH Media startete unter dem Titel "Italowestern-Enzyklopädie" eine neue Italo-Western Serie und bietet dafür eine Box mit vier Filmen an. Die Filme selbst sind von unterschiedlicher Qualität, die man als Genre-Fan im Gesamtpaket erwerben "muss". Es ist aber hoch anzurechnen dass gleich drei deutschsprachige DVD Erstveröffentlichungen dabei sind und der andere Film digital überarbeitet angebotenen wird. Eher eine Box für Genre-Fans als für jemand der sich nur ab und zu einen Italo-Western ansieht.
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