Kundenrezension

32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr gute Verarbeitung und Funktion aber Klang leider unharmonisch basslastig abgestimmt, 7. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jabra Revo Wireless Bluetooth On-Ear-Kopfhörer (Stereo-Headset, Bluetooth 3.0, NFC, Freisprechfunktion) schwarz (Personal Computers)
Ich besitze die Jabra Revo nun bald einen Monat und habe gemischte Erfahrungen mit den Kopfhörern gemacht.

Ich habe neben den Jabra Revos noch einige andere Kopfhörer verschiedener Bauart. Wohl passend für meinen Erfahrungsbericht vergleiche ich die Revos zu einem alten Sennheiser HD490 (offen, On-Ear, bestimmt >10 Jahre alt - untere Mittelklasse/gute Einsteiger) und den Klipsch X10 (High-End bei In-Ear).
Ich höre sehr gerne Pop, Rock und etwas elektronische Musik.

Die einfachen Sachen zu erst:

+ Verarbeitung ist spitze, keine Beanstandungen hier, alles solide und sauber verarbeitet
+ Funktion ist einwandfrei. Bluetooth klappt ohne Probleme und NFC ist eine super Idee. Die Touchgesten klappen "ok", vielleicht muss ich noch bisschen mehr üben. Was einen sehr guten Eindruck macht, ist dass man das Bedienkonzept durchdacht hat. Wenn man Bluetooth an hat und USB anschließt kann man dennoch Bluetooth weiter nutzen. Auch sind gleichzeitige Kopplungen mit mehreren Geräten möglich.
+ Tragekomfort ist gut, nicht so angenehm wir meine Sennheiser, aber dafür ausreichend straff für "draußen", während meine Sennheiser wohl verrutschen würden beim gehen. Weiche Ohrpolster und Kopfband ebenfalls gut gepolstert.
+ Klappfunktion macht den Kopfhörer sehr kompakt für den Transport. Wirkt auch solide und langlebig.

o Die App ist nett, aber der Dolby Sound erzeugt einen sehr künstlichen Klang. Geschmackssache ob man das mag. Es ist besser eine EQ-App zu nutzen wenn man den Klang anpassen will. Man kann also ruhig seine Lieblings-Musikapp nutzen.
o Lieferumfang ist für den Preis noch in Ordnung, alle wichtigen Kabel dabei inkl. Tasche. Aber ich hätte doch eine hochwertigere Aufbewahrungsmöglichkeit für den Preis erwartet. Bei meinen Klipsch waren ein kleines Hardcase und ein großes Hardcase dabei, wo man noch allen Kram reintun konnte. Es fehlt ein Adapter auf 6,35mm Klinke, das wäre auch schön gewesen für nen Centartikel. Klar ist Wireless das besondere an den Kopfhörern, aber warum sollte man einen so teuren Kopfhörer auch nicht an der Stereoanlage benutzen wollen.
o Die Kopfhörer vermindern die Umgebungsgeräusche nur mäßig, bestimmte Frequenzen kommen fast 1 zu 1 durch während andere besser isoliert werden, ist etwas komisch aber stört nicht weiter.

- keine richtig negativen Punkte. Doch ein nicht austauschbarer Akku bei einem so schönen Produkt ist sehr schade. Wenigstens kann man auch mit normalem Kabel die Kopfhörer weiter nutzen wenn der Akku mal fertig sein sollte.

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Der Klang.
Wie bereits geschrieben vergleiche ich den Jabra Revo mit einem Sennheiser HD490 und den Klipsch X10.
Der Sennheiser galt damals als bass lastig und Bass betonend. Auch die Klipsch sind sehr warm und betonen auch Tiefen und Mitten.
Da ich diesen Klang mag, habe ich mir keine Gedanken gemacht, dass der Jabra Revo als basslastig beschrieben wird, doch ich wurde dennoch überrascht vom Klang der Revos.

Der Kopfhörer ist nicht nur basslastig, nein er betont und verstärkt diesen sehr stark als würde man an seiner Stereoanlage den Bassregler hochdrehen und dann nochmal eine halbe Umdrehung machen können. Wenn ich zum Vergleich meine anderen Kopfhörer aufsetze hat man bei denen das Gefühl als wären diese neutral im Bass. Von daher es ist keine Untertreibung dass bei den Revos wirklich viel Bass rauskommt.
Der Bass ist nur halbwegs präzise, er verdrängt immerhin nicht den "Kickbass" Bereich, für den Preis allerdings würde man sich dennoch wünschen, dass er etwas trockener aufspielt, er ist schon bei einigen meiner Liedern etwas matschig. Mitten sind gut abgestimmt, Stimmen klingen lebendig, doch bei den Höhen vermisse ich etwas Klarheit. Die Kopfhörer haben durchaus Höhen, doch fehlt als Ausgleich zu dem extremen Bass auch eine leichte Anhebung der Höhen für ein harmonisches Gesamtbild.

Das alles gilt für den Klang über Bluetooth und über Kabel, wobei ich den Klang über Bluetooth etwas schlechter/dumpfer empfinde als über Kabel.

Mit einem EQ kann man dieses Problem durchaus korrigieren und den Klang seinem eigenem Geschmack anpassen. Dennoch schade, dass man sich entschieden hat den Kopfhörer so unharmonisch abzustimmen, obwohl er definitiv zu mehr in der Lage ist.

Inzwischen finde ich das sehr warme Klangbild der Revos ganz angenehm, doch nutze ich wenn möglich einen EQ um die Höhen etwas zu verstärken. Das basslastige Klangbild ist ganz angenehm um relaxt Musik zu hören, aber ist nichts wenn man "aufmerksam" Musik hört. Da fehlt es einfach an oben genannten Punkten.

Ich hab das Gefühl, dass seit einigen Jahren die Kopfhörer allgemein immer bassiger werden, insbesondere wenn sie "Lifestyle" und cool sein sollen (z.B. Dr. Dre Beats Solo). Was schon damals als basslastig galt ist heute kein Maßstab mehr. Viele Leute die noch nie wirklich gute Kopfhörer hatten oder Leute die nicht wirklich sich mit Lautsprechern und Kopfhörern beschäftigt haben, lassen sich leider oft zu der Schlussfolgerung verführen - Viel Bass --> gute Qualität/Klang. Absolut verständlich, so habe ich damals auch meine erste Kompakt-Stereoanlage ausgesucht ("Boah die hat aber einen kräftigen Klang"), können die meisten am einfachsten raushören.

Entsprechend scheinen immer mehr Produzenten alles bassiger abzustimmen, was ich nicht gut finde. Klare Höhen, ohne zu scharf zu sein, gehören aber genauso zu einem dynamischen und harmonischen Klang finde ich. Und das ist was bei den Revos etwas auf der Strecke bleibt, neben einem Bass der eine noch bessere Präzision vermissen läßt. Wenn schon viel Bass, dann bitte schön knackig.
Die Revos klingen jetzt nicht schlecht, Gott bewahre, aber ich finde für den Preis performen sie insgesamt nur unterdurchschnittlich.

Meine Hoffnung ist es, dass sich die Kopfhörer noch "einfahren" müssen um mehr an Höhen zu gewinnen. Mein Sennheiser und auch Audio-Technica mussten auch bestimmt mal mindestens 100-200 Stunden laufen, damit sich der Klang komplett entwickelt. Sollte es sich was verändern werde ich es hier schreiben. Werde ja weiterhin mit meinen anderen Kopfhörern einen Vergleich haben um zu sehen ob sich am Klang was verändert.
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.09.2014 09:43:13 GMT+02:00
C. Nickel meint:
Hallo,

können Sie Alternativen empfehlen??

MfG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.09.2014 10:13:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.09.2014 10:15:46 GMT+02:00
Doris Schmidt meint:
Andere Bluetoothkopfhörer besitze ich nicht. Auch bin ich davon abgekommen Bluetooth zu benutzen, ein simples Kabel an das Handy oder eine andere Klangquelle ist viel bequemer als alle Paar Tage einen leeren Akku zu haben und noch ein weiteres Gerät regelmäßig aufladen zu müssen.

Wenn sie Kopfhörer ohne Bluetooth haben wollen, die günstig sind und viel Bass bringen, dann schauen sie sich die Audio Technica ATH-M50 an. Die kosten so 90-110 EUR im Angebot und sind klanglich so ziemlich das universellste und beste in dem Preisbereich. Die sind extrem beliebt, da sie teurere Kopfhörer klanglich schlagen und der Klang sehr vielen Leuten gefällt. Sie finden extrem viele Tests zu diesem Modell wenn sie bisschen googeln. Leider sind sie aber auch recht groß.
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