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148 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von
Rezension bezieht sich auf: Recht und Gerechtigkeit: Ein Märchen aus der Provinz (Gebundene Ausgabe)
Es mag ja sein, dass Jörg Kachelmann mit seinem Buch auch Geld verdienen wollte, sich nach Öffentlichkeit sehnt, wie er sie ja früher als Fernsehmoderator hatte. Aber kann man es ihm wirklich verdenken? Sein Fall ist doch ein exemplarisches Beispiel dafür, dass die Existenz eines Mannes, den ein Vergewaltigungsvorwurf trifft, allein schon durch nicht bewiesene Bezichtigungen vernichtet bzw. zumindest gefährdet werden kann.Und dass die Vorwürfe gegen ihn am Ende haltlos waren, zeigt er nochmal in seinem Buch. Man kann sie aber auch genauso gut in neutralen Berichten über den damaligen Prozess nachlesen. Und die Fakten sind u.a.: - Es hat sich niemals eine DNA- oder sonstige Spur von ihm am vermeintlichen Tatmesser gefunden - Die Vergewaltigungsverletzungen, die sein vermeintliches Opfer vorwies, waren nach der Ansicht der Mehrzahl der rechtsmedizinischen Sachverständigen Selbstschädigungen - Seine Ex-Freundin machte mehrere falsche Aussagen, die sie am Ende korrigieren musste Fazit: Das Buch stösst vielleicht in Deutschland eine notwendige Debatte an. Denn niemand kann bestreiten, dass es neben Vegewaltigungsopfern auch Opfer von falschen Beschuldigungen gibt. Und jeder kann heute durch die Anzeige seines Nachbarn, seines Ehepartners, seiner Kollegen in den Hexenkessel der Strafjustiz gelangen. Aber nicht jeder hat so viel Geld wie damals Kachelmann, um gute Anwälte und Sachverständige auf eigene Rechnung zu bezahlen, die dann unhaltbare Anschuldigungen abwehren können. Deshalb ist es gut, dass durch das Buch diese Problematik zur Diskussion gestellt wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
Von 2 Kunden verfolgt
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
12.10.2012 15:53:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2012 07:45:42 GMT+02:00
Niemand Namenlos meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]
Veröffentlicht am
14.10.2012 09:18:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2012 07:46:10 GMT+02:00
Niemand Namenlos meint:
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: Strafrecht - Zivilrecht - Familienrecht - Sozialrecht - Forensische Psychiatrie
Herr Müller von allen Rezensionen ist Ihre sicherlich die sachlich neutralste. Der Wunsch allerdings, dass sich etwas am System ändert dieser Wunsch ist leider und bleibt ein frommer. Viel zu borniert, überheblich, arrogant und von oben herrab hat hier eine eingeschworene Gemeinschaft einen Prozess geführt bei dem ich mich immer mehr fragen muss, ob es im 21 Jahrhundert noch möglich ist den Heinrich Kramerschen Hexenhammer ( Malleus Mallificarum ) mit dem Deutschen Strafgesetzbuch verwechseln zu können. Mir scheint immer offensichtlicher, dass an diesem Fertigmachprozess eine gesamte Peripherie an Neidern, Eifersüchtlern aber zum Teil eben auch unglaublich mächtigen gehörtnen Ehemännern hinter den Kulissen eine Veranstaltung abgezogen haben, die sowas von illegal weil klandestin ( geheim ) war, dass wir hier klar feststellen müssen dass diese illuminierten Kreise mitnichten harmlose Trachtenvereine sind sondern gefährliche Auswüchse von etwas mit dem man nicht spielt. Sie aber spielen mit dieser Macht und bedenken nicht welchen Preis sie schon alsbald dafür zahlen werden.
Veröffentlicht am
20.10.2012 10:02:50 GMT+02:00
Wuchtbrumme meint:
Ich finde die angestoßene Debatte nicht besonders wichtig, da die Zahlen klar belegen, dass die Zahl der falsch Beschuldigten nicht einmal einen Bruchteil der Zahl der Vergewaltigungen ausmacht. Als Frau Opfer männlicher Gewalt zu werden, ist leider trauriger Alltag und man geht davon aus, dass nur 5% der vergewaltigten Frauen ihre Peiniger überhaupt anzeigen.
Die Hexenjagd, die Herr Kachelmann und der Heyne-Verlag durch die wiederholte Namensnennung und Diffamierung des evtl. Opfers ausgelöst haben, wird im Gegenteil noch dafür sorgen, dass noch mehr Frauen von einer Anzeige absehen, denn wer kann schon sicher sein, dass die Beweise reichen um den Täter zu überführen. Das Gericht hat Herrn Kachelmann nicht wegen erwiesener Unschuld freigesprochen, sondern wegen nicht ausreichender Beweise. Evtl. wäre es interessant zu lesen, wie es einem zu Unrecht Beschuldigten in Deutschland ergeht, aber die ständige Namensnennung und Diffamierung des evtl. Opfers als Kriminelle oder Falschaussagerin, löst in mir tiefe Zweifel aus, was der eigentliche Zweck des Buches ist. Eine wichtige Debatte auslösen? Oder Rache an einer Ex. Mir erscheint es ein Rache-Buch zu sein, also nur ein Teil einer Schlammschlacht, bei der ich nicht beurteilen kann oder will, wer wie viel Recht hat. Mich widert die durch das Buch entstandene Hexenjagd in den Medien und dem Internet an. Als Opfer einer Vergewaltigung, das lehrt das Buch, muss ich befürchten, dass ich öffentlich verhöhnt, verspottet und beschimpft werde, wenn ich nicht hinreichend Beweise für meine Vergewaltigung nachweisen kann. Also besser keine Anzeige erstatten? Diese Botschaft/Debatte kann nicht richtig sein. Herr Kachelmann hätte ein interessantes Buch schreiben können - leider war ihm seine persönliche Rache wichtiger.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
20.10.2012 16:39:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.10.2012 16:43:03 GMT+02:00
Edith Juratschski meint:
@Wuchtbrumme
Sie schreiben "Als Opfer einer Vergewaltigung, das lehrt das Buch, muss ich befürchten, dass ich öffentlich verhöhnt, verspottet und beschimpft werde, wenn ich nicht hinreichend Beweise für meine Vergewaltigung nachweisen kann. Also besser keine Anzeige erstatten?" Da ist man fassungslos. In diesem konkreten Fall gab es kein "Opfer einer Vergewaltigung", das öffentlich verhöhnt, verspottet und beschimpft wird. Aber es gibt einen Freispruch für einen Mensch, der von einer Frau der Vergewaltigung bezichtigt wurde, während die Justiz dann erkennen mußte, dass die fragliche Frau ein Lügengebilde gesponnen hatte. Eine Lügnerin ist. Zum zweiten Teil des Zitats fällt mir tatsächlich nicht sehr viel ein. Da empören Sie sich doch tatsächlich, dass für "Ihre" Vergewaltigung auch noch Beweise erbracht werden müssen ... Es ist sehr sehr gut und wichtig, dass Kachelmann seine Erfahrungen thematisiert. Vielleicht wird es dann auch Personen wie Ihnen klar, dass Männer sich auch gegen Falschbeschuldigungen wehren können (vorausgesetzt, sie haben genug Geld, so wie Kachelmann das Glück hatte, über dieses zu verfügen, und seine Rechte mit einem sehr guten Anwalt durchsetzen konnte). Sonst säße er unter auch Ihrem lautstarken Beifall noch jetzt im Knast. Gut, dass diese Diskussion stattfindet, so entlarvt sich die pseudo-feministische Pogromstimmung in diesem Lande, die Sie beispielhaft zum Ausdruck bringen, selbst und reißt sich den Heiligenschein vom haßerfüllten Köpfchen. Und die ganze Fratze zeigt sich in ihrer Häßlichkeit ...
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
20.10.2012 17:21:32 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 19.12.2012 19:50:05 GMT+01:00]
Veröffentlicht am
29.10.2012 05:49:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.10.2012 01:23:12 GMT+01:00
Niemand Namenlos meint:
eine 89 Rezension wurde geschrieben.
Danke und eine 90 te Rezension
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
05.12.2012 20:56:50 GMT+01:00
Bernhard Wunsch meint:
In der Konsequenz bedeutet Ihr Kommentar, dass niemand, der zu Unrecht eingesperrt wurde, dies unter Nennung von Namen und Fakten beanstanden darf, da es umgekehrt viele Opfer gäbe (was übrigens zu belegen wäre), die keine Anzeige erstatten oder bei denen die Tat nicht nachweisbar ist. Meinen Sie das wirklich?
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