2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als Überbrückung bis zu Fallout 4 ganz okay...,
4. August 2011
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: Fallout: New Vegas AT-Uncut Xbox360 (Videospiel)
Ich hab mich nun nach knapp 80 Stunden ausführlicher Spielerei in jedem Winkel der Mojave Wüste rumgetrieben und kann ein Fazit abgeben.
Zur Graphik ist schon vieles gesagt, ich fass es kurz - ja sie ist von Fallout 3, ja sie ist alt - aber schadet dem Flair nicht.
Das oftmals bemängelt wird, das man nur ein Laufbursche ist und von Ort zu Ort geschickt wird, stört mich persönlich auch nicht. Immerhin ist der Spieler offiziell ein Kurier, die werden geschickt - so who cares. Und wenn man mal kritisch an andere Spiele diesen Typus rangeht - die schicken den Spieler auch nur wegen Tüneff umher.
Die Mojave Wüste ist im Vergleich zum Capital Wasteland ein großer Unterschied. Weniger Dinge zu sehen, viel Steppe, viel freie Fläche, doch relativ wenig der eigentlichen Wüste. Es gibt etwas weniger zufällige Ereignisse als bei F3 wie Bspweise einen Kampf in der Ferne zwischen RAD Riesenskorpion und ner Todeskralle. (Auch mit der Option - Verrückte Mojave)
Es gibt aber nach wie vor sehr verrückte Elemente im Spiel, die immer wieder ein Schmunzeln hervorbringen. (Protectron als Sexbot bspweise)
Im Vergleich zu F3 sind Supermuties nur noch ne Randerscheinung. Man trifft sie nur an wenigen Orten (Black Mountain) und dann auch nur in geringer Zahl feindlich. (Jacobstown) Die Hauptfeinde sind menschlicher Natur in Form der Legion oder der Republik Neu Kaliforniens. Früher oder später muss man sich für eine der beiden dominierenden Fraktionen entscheiden und ja, man kann auch einen eigenen Weg gehen und beide aus dem Spiel nehmen. (Ja Sager) Generell würde ich sagen ist es leichter die RNK zu spielen als mit Caesar zu paktieren. Es gibt einfach mehr Ranger und RNK Stützpunkte als die Plätze der Legion.
Wie in F3 auch schon, gibt's je nach dem welcher Fraktion man folgt- Attentäter der anderen Seite, die einem, sehr selten, auflauern. Raider Überfälle gibt kaum und Unholde (stärkere Raider) treiben sich nur rund um Vegas rum. Neben der humanoiden Gegnerwelt, stehen die tierischen Feinde nun mehr im Vordergrund. Man trifft auf deutlich mehr Kreaturen der Mojave als in F3. Es gibt auch einige neue Typen.
Schön ist, das man sich abseits des Weges auf ernste Gefahren einstellen muss. Bleibt man auf der Strasse, die einmal rundum führt, trifft man bewältigbare Gegner. (meist Kleinvieh, oder Pulverbanditen) Geht man aber mal abseits in die Wildnis, kann man schon, wenn man die entsprechenden Warnzeichen (Todeskrallen Gebiet) nicht beachtet, plötzlich von Todeskrallen umzingelt sein. Auch RAD Riesenskorpione sind in 2-3 Gruppen tödlich und für ihre Größe verdammt schnell. Man sollte als Einsteiger im Spiel also auf der Strasse bleiben o. mit hohem PER Wert arbeiten und in die Ferne blicken, welcher Gegner der nächste rote Punkt nun ist. Eine sehr gefährliche neue Feindart ist der Czadore - er tritt meist in Gruppen auf, ist schnell, schwer zu treffen und schweinegiftig. Selbst eine Gruppe auf Level 30 muss gewaltig rudern um 3-4 dieser ausgewachsenen Biester fertig zu machen.
Der Kurier und die Gefährten:
Die sind zahlreich vorhanden und jeder bringt eine spezielle Fähigkeit mit sich.
Das Karma System wirkt nun weniger auf die Gefährten als die eigentliche Fraktion die man wählt (RNK o. Legion)
Die, meiner Meinung nach, besten Gefährten sind ziemlich over-powered wie zum Bsp Lily und Boone. (beide im Fernkampf) Boone rotzt die Gegner auf weite Sicht weg, bevor man sie überhaupt sieht. Er lockt aber auch gern mal Todeskrallen an, indem er anfängt vom weiten auf die zu snipern. Blöd nur das die Biester schnell und dick gepanzert sind. Lily hingegen hat mit dem Sturmgewehr ne Menge Kugeln als Streufeuer zur Hand. Boone u. Lily sind leicht zu bekommen und sind zu Anfang äußerst praktisch um den Einstieg besser zu ermöglichen.
(Später muss man sie halt auf "Passiv" setzen oder erst feuern lassen, wenn der Spieler feuert - dann kommt auch wieder mehr Arbeit auf den Spieler zu)
Man kann immer nur einen echten und einen zusätzlichen -kleinen- Gefährten mit sich führen. Man hat einmal die Wahl zwischen Roboterhund Rex und Eyebot ED-E (ich find EDE besser, er steckt später ordentlich ein) und dann die Wahl zwischen Boone, Cass, Veronica, Arcade, Lilly und Raul.
Arcade kann gut mit Energiewaffen (aber keine schweren Waffen), Veronica versteht sich auf Melee, Rose auf Pumpguns und Raul auf Revolver.
Die KI der Gefährten ist, wie auch schon bei F3 - mies. Manchmal rennen sie wild umher, bleiben an Türen hängen, Deckung kennen sie nicht. Sie stehen da und feuern was das Zeug hält, fressen Kugeln bis sie bewusstlos werden, oder der Gegner stirbt. Hier profitiert ein Spieler der auf Stealth steht. Während der Gefährte den Gegner ablenkt kann man einen kritischen Treffer nach dem anderen aus der geduckten Haltung aus landen.
Fallout New Vegas hat nicht den Charme von F3 unterhält aber dennoch. Leider laufen Missionen so ab, als wäre man nur dabei, statt mittendrin. Man hat auch nie das Gefühl ,man stellt die grundlegenden Weichen des Spiels, vielmehr fährt man mehrgleisig, aber dennoch einer steten Hauptgleis, welches in der Schlacht m Hooverdamm endet, nach.
Einige derbe Kritikpunkte gibt es meinerseits:
# die Ladezeiten verlängern sich gewaltig, hat man erstmal den Strip erreicht - ab hier lädt das Spiel bis zu 30 Sekunden --> hier hilft das Spiel zu installieren, dann geht's etwas schneller
# Pop-Ups beim Kameraschwenk, die Umgebung ploppt viel zu oft nach, welches zu derben Rucklern bis hin zu Freezes führt --> auch hier hilft es das Spiel zu installieren, wird besser dadurch
# hektisches Kampftreiben während der aufploppenden Graphik - führt zu Freezes
# Lade Freezes - manchmal erhängt sich die Konsole (installiertes Spiel mit allen aktuellen Patches) einfach nur beim Laden
# Gegner sowie Gefährten bleiben in Wänden, Felsen oder dem Boden hängen oder versinken teilweise darin
Mir ist zudem aufgefallen, wenn man sehr schnell im Storyfortschritt voran schreitet, ohne Nebenquests zu machen - das sich die Wahrscheinlichkeit der Freezes erhöht. Ich hatte einen Durchlauf indem ich für die Legion gespielt hab und war mit Level 12 an dem Punkt die Brotherhood of Steele zu zerstören - die Häufigkeit der Freezes wurde immer mehr. Ich glaub es lag auch daran das ich mir einen sehr schnellen Charakter gemacht hab - Unarmed+ Melee+ Beweglichkeit 9 - heißt halt schnelles Gehtempo - da muss die Graphik auch schneller generiert werden - das konnte sie ab dem Punkt nicht mehr. Ich kam zwar in den Bunker rein, aber das Gefecht gg die Bruderschaft war immer zu viel. Am Ende nach vieeeeelen Zwischenspeichungen, konnte ich den Spielstand nicht mal mehr laden.
FAZIT: 3 von 5 Sterne
FNV ist nicht schlecht, aber technisch nicht fertig. Es gibt so viele Bugs und Glitches - das man oft gefrustet wird.
Will man sich dennoch diese Episode der Fallout Reihe nicht entgehen lassen, es ist immerhin Fallout Kanon - sollten Sie 4 Dinge beachten:
- das Spiel langsam angehen und nicht hetzen (Nebenquests)
- das Spiel ungekürzt kaufen (PEGI o. AT Version) - die dt. Version ist ne Frechheit
- das Spiel auf der Konsole installieren, geht ganz leicht und ohne Registirerung (es benötigt zum Start und Check immer noch die Spiele DVD)
- die Konsole mal ans X Box Live Netz hängen, das Spiel wird sich selbstständig Updates (Patches) ziehen
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