Kundenrezension

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man & Machine & Mogul = Mr.Carter is still the Man to look up to!, 9. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Magna Carta Holy Grail (Audio CD)
Da ist es also tatsächlich, dass 12te Album von Shawn Carter, aka Jay-Z. Genau wie beim Release von Kanye West ging das alles ganz plötzlich und ohne große Kampagne. Oder doch? Na klar, die Hater im Netz drehen durch, weil der Rap-Mogul sein Album insgesamt 1.000.000x für je 5$ ( wird gemunkelt ) an Samsung verkauft hat, damit diese das Ding „for Free“ zur Verfügung stellen können. Wo ist eigentlich das Problem? Dieser Mann aus den ärmsten Verhältnissen die das Ghetto in Brooklyn ( Marcy Houses ) bietet hat es ganz nach oben geschafft. Und wenn ich sage „ganz“, dann ist das so.

Nach zahlreichen erfolgreichen Alben, und ich pumpe sein Debüt und Klassiker „Reasonable Doubt“ heute noch so wie vor siebzehn Jahren, hat er neben der Musik noch zahlreiche andere Projekte laufen. Rocawear war der erste Streich, Restaurants folgten, Schauspieler, Head of Def Jam danach, Mitbesitzer ( kleiner Anteil ) der Brooklyn Nets, seit kurzem dann auch offizieller und lizenzierter NBA Spieler Agent, der Bursche hat einfach seinen Traum gelebt und alles das erreicht, was er sich vorgenommen hat. Nebenbei hat er übrigens noch eine hübsche Frau geheiratet, ist Familienvater und führt einfach ein glückliches Leben, so wie wir das auch alle sicher wollen, richtig? Mit 43 Jahren ist Shawn Carter ein gemachter Mann, und hat „nichts“ geschenkt bekommen, sondern hart dafür gearbeitet, eben auch unter widrigen Verhältnissen damals am Corner – Period!

Damn, und er macht noch Musik! Ja, immer noch. Sein Rücktritt vom Rücktritt war sicher ein Segen für den Ostküsten-Rap, denn dieser ist schon lange nicht mehr das, für was er einmal stand. Neben seinen Solo-Projekten hat er sich in der Vergangenheit auch Soundtracks gewidmet und mit „American Gangster“ und „The great old Gatsby“ richtig gute Filmmusik mit arrangiert! Ich würde ihn übrigens nicht mehr unbedingt als reinen Rapper bezeichnen, er ist einfach ein begnadeter Musiker mit viel Gespür für den Sound, Trends, Stimmungen und gute Produzenten. Sein neues Album „Magna Carta Holy Grail“ ist meiner Meinung nach musikalisch gesehen fast sein bestes, und damit habe selbst ich nicht mehr gerechnet. Ein Grund für dieses Album mag sein, dass er das ganze vielleicht gar nicht mehr nur des Geldes wegen macht, sondern einfach immer noch die Leidenschaft mitbringt, um Klassiker auf den Markt zu werfen!

Zum Album:
Die Deluxe Version liefert 16 Tracks, viele davon sind vom Longtime-Buddy Timbaland in die Boards gezimmert, Mr.Carter weiß was er an ihm hat! Timbo hat offensichtlich über einen längeren Zeitraum Drogenprobleme gehabt, diese freshen Beats sind definitiv die Heilung und vielleicht auch Rettung für ihn, er ist wieder zurück. Ich will nicht jeden Track einzeln beleuchten, für Produzenten/Artist Credits gibt es Wikipedia ;-) / Was mich beeindruckt ist die Tatsache dass der Mann es schafft nach so langer Zeit immer noch am Puls der Zeit zu sein und zusätzlich neue Impulse zu setzen. Nach eigener Aussage stellt er nun selbst die Regeln auf, und da hat er auch Recht, denn in den letzten Jahren machte er es stimmungstechnisch vor allem den Charts recht! Die Beats sind ( Picasso Baby ) teilweise rau und ungeschliffen, klingen zumindest so. Jay-Z klingt auf einigen Tracks etwas überheblich, aber wer will es ihm verdenken, schließlich hat er über Jahre das Game dirigiert und bestimmt!

Ähnlich wie Buddy Kanye West ist er im Moment auf einem wahren Elektronik-Trip ( Tom Ford ) und gibt einen S**** auf schmusige Hooks, wobei Justin Timberlake eigentlich fast dafür sorgt. Eine ganz große Nummer ist für mich „Oceans“ mit eben Frank Ocean, schön chillig aber trotzdem mit viel Kraft und Dynamik dank schönen Drums. F.U.T.W. schreibe ich nicht aus, wird von Amazon direkt gestrichen, aber auch dieser eher gemütliche Song hat Ausdauer und trotz minimalen Instrumenten einen kleinen Kopfnicker-Effekt, sehr schön!

„Somewhere in America“ ist vom Sound her schon fast eine „The Great Gatsby“ Nummer, vielleicht sollte der Song zuerst auf den Soundtrack, den er auch mit produziert hat. Sehr gespannt war ich auch auf „Crown“, der von der erst sechzehnjährigen Produzentin „WondaGurl“ gebaut wurde. Ebenfalls ein Elektroflash mit starken Versen von Mr.Carter. Es gibt einige Songs die sich von Aufbau und Stimmung ähneln, und das Skit „Versus“ hätte man auch streichen können. Seine Gattin Beyonce ist auf zwei Songs vertreten, wobei mir sogar beide gefallen, BBC ist wirklich „Family Style“, der Track mit NAS & PHARRELL & BEYONCE & JUSTIN wird auf der Tanzfläche durch die Decke gehen, Abriss! Während Timbo gewohnt abliefert ( Jay-Z Blue & La Familia ) ist es aber schließlichder Track „Nickles & Dimes“ , der mich richtig feiern lässt!

Fazit: Man sollte dieses Album für sich bewerten, den Status und sein Alter bedenken und sich dann fragen, ob dieses Album schlecht ist, eine Überraschung, Selbstüberschätzung oder History of Hip-Hop! Ich persönlich kann mir das Ding ohne Probleme am Stück geben und finde, dass es mindestens zu seinen Top 5 Alben gehört, sein Debüt gehört für mich nach wie vor zum besten Release, den er je gebracht hat!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.07.2013 17:51:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.07.2013 17:52:12 GMT+02:00
Das A! meint:
Hallo! Auch wenn es wie ein DejaVu klingt: Ich kommentiere dies, weil mir (wie bei Yeezus) Dein Rezensionsstil derzeit sehr gefällt. Und wieder (wie bei Yeezus), habe ich das Album nur einmal gehört und finde es schlecht. Wobei ich hier wirklich noch Hoffnung habe, daß es sich entwickeln könnte mit mehrfachem Hören. Bei Yeezus hat mehrfaches Hören bei mir aber nur bewirkt, daß ich von Mal zu Mal mehr gehofft habe, daß es schnell um ist. Sehr schade. Denn ich liebe Kanyes Musik normalerweise. Und ich liebe Hovas Musik normalerweise. Und bin eigentlich keiner, der bei einer Enttäuschung beim ersten Mal Hören ein Album abschreibt. Bin also weiter gespannt. Aber wie gesagt: Auch hier geht es mir v.a. darum, Deinen Stil zu loben. Yo!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.07.2013 22:57:08 GMT+02:00
H-DUB meint:
Danke mein(e) Liebe(r). Im Grunde geben beide aktuell einen Scheiss auf alles, was sie wohl jahrelang diktiert bekommen haben. Das Geschäft ist eine Maschine. Ich finde dieses Album besser als das von Kanye, aber wir in Deutschland haben generell das Problem, dass wir uns zu selten öffnen. Die Menschen mögen lieber Einheitsbrei und greifen zu Will.I.Am ;-)

Veröffentlicht am 10.07.2013 10:56:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.07.2013 10:56:55 GMT+02:00
Moritz Abke meint:
Sehr gute Rezension... Ich fand das Album erst komisch bzw. gewöhnungsbedürftig (weil komplett anders, als alles davor). Je öfter man sich das Album anhört desto besser wird es und man kann sich das Album von vorne bis hinten bis auf den Track mit Rick Ross komplett durchhören... Und man hört eben die typische lässige Art von Jay heraus...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2013 11:28:32 GMT+02:00
Das A! meint:
Mortiz: Bin nach wie vor gespannt wieder. Das Stück mit Ross fand ich auch unmöglich bzw. am schlechtesten. Und H-Dub: Deutschland ist wack, das ist klar. Aber damit hängt sicherlich nicht zusammen, daß mich das Album erstmal nicht angesprochen hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2013 13:10:09 GMT+02:00
H-DUB meint:
Hab ich nicht behauptet. Aber Deutschland ist geprägt von Verschlossenheit und Aufbruch und Verständnis für Neues :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2013 13:35:24 GMT+02:00
Das A! meint:
Ja, seh ich genauso.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2013 14:14:28 GMT+02:00
Moritz Abke meint:
Ich finde man kann und sollte gerne Neues in die Musik mit einfließen lassen. Aber ich finde das Kanye etwas übertreibt. So ganz viel hat das neue Album nicht mehr mit Rap zutun...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2013 14:19:50 GMT+02:00
H-DUB meint:
Kanye ist Rapper/Künstler/Darsteller. Ist egal, sehen wir es als Kunst ;-) / Hier gehts aber um Jay-Z eigentlich ..... :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2013 18:42:52 GMT+02:00
Moritz Abke meint:
ja ich weiß, aber Jay-Z und Kanye werden immer miteinander verglichen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2013 03:51:21 GMT+02:00
Flowbama meint:
Keine Ahnung wieso der Track mit Ricky Rozay so schlecht gemacht wird, ich find ihn top. Genau wie das restliche Album.
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