Kundenrezension

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche Umsetzung zum 2. Mal vermurkst?, 6. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 02: Das Erbe von Winterfell (Taschenbuch)
Ich muß mich da schon wundern, wenn ich so die anderen Rezensionen lese. Ich kenne ja die erste Übersetzung selber nicht, wahrscheinlich sind mir die Bücher auch nie aufgefallen, weil diese "Groschenroman"-Covers so scheußlich waren. Umso verwunderlicher, daß die zweite Umsetzung für den deutschsprachigen Markt wieder danebengegangen ist. Zwar sind diesmal die Covers wirklich toll gestaltet (mir gefallen die Wappen mit den Sprüchen der einzelnen Häuser sehr, sehr gut) und das zweite Buch fühlt sich auch nicht mehr so unangenehm an wie das erste, aber dafür hat man die Übersetzung verhaut. Ich habe schon in der Schule gelernt, daß Eigennamen nicht übersetzt werden. Und bei der Charaktervielfalt in dieser Saga darf man sich dann auch nicht wundern, wenn neben komisch klingender Namen auch echte Fehler passieren, so heißt z.B. der in Buch 1 kurz erwähnte ManCe Rayder in Buch 2 nun plötzlich ManKe Rayder oder aus Jon Schnee wird in Buch 1 mal Jon Snow.
Echt schade, daß tut aber meiner Lesefreude keinen Abbruch, ärgerlicher finde ich da schon, daß zwischen den Erscheinungsdaten zweier Bücher (die ja im Englischen eines sind) mehrere Monate liegen (zumindest laut Planung), was mach' ich denn in der Zwischenzeit?Ich kann den dritten Teil jedenfalls kaum mehr erwarten, vielleicht steig' ich sogar noch um auf die alte Übersetzung, da gibt's dann aber den fünften Teil (bzw. den neunten und zehnten) nicht und englisch, naja, das wär schon hart...

Bis jetzt hat mich "Das Lied von Eis und Feuer" in den Bann gezogen wie kaum eine andere Fantasy-Saga, ja sogar wie kaum ein anderes Buch je zuvor. Obwohl für mich interessante Fantasy-Elemente wie andere Rassen, Magie oder große Schlachten wenig bis gar nicht vorhanden sind. Die tollen Charaktere (Tyrion Lennister ist einfach ein Geniestreich!) wecken ständig Emotionen in mir und lassen mich die Story hautnah miterleben. Ich will schon kaum mehr was anderes lesen, will nur mehr wissen, wie dieses Meisterwerk weitergeht!

Amazon, bitte, gebt mir einen sechsten Stern, nie hätte ich ihn mehr gebraucht!
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Von 2 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.09.2011 14:24:51 GMT+02:00
Beteigeuze meint:
In der 1. Übersetzung wurden die Eigennamen weitgehend in Englisch belassen, manche aber auch eingedeutscht (wie z.B. Winterfell). Ich konnte ganz gut damit leben, aber das gab wohl viel Anlass zu Kritik, weshalb man jetzt eine Neuübersetzung vornahm. D.h. für mich als Leser der Erstübersetzung, dass ich mich beim Herauskommen eines neuen Bandes gehörig umstellen werde müssen, wenn es um die Namen geht. Wenn ich hier schon lese, dass Jon Snow mit Jon Schnee übersetzt wird (und dann wohl nur teilweise) graust es mich schon. Mag das ja vorher mit dem Mischverhältnis Deutsch/Englisch schon nicht optimal gewesen sein, aber das hört sich auch nicht wirklich gut an.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012 01:45:29 GMT+01:00
Es gibt kein allgemein gültiges Gesetz, nach dem man Eigennamen nicht übersetzen dürfte. Es ist nicht die Aufgabe des Übersetzers den ganzen Wälzer automatisch, ohne Schöngeist und Gefühl zu übersetzen, sondern für seine Sprache eine ganz eigene, stimmige Fassung zu schaffen.

Im günstigsten Fall hat der Übersetzer sogar die Möglichkeit, Rücksprache mit dem Autor zu halten. Ich glaube bei "Herr der Ringe" war das sogar der Fall.

Es gilt stets abzuwägen, wie sich die jeweilige Übersetzung in das Gesamtwerk einfügt, so ähnelt unser Gefühl beim Lesen des Namens "Jon Schnee" eher dem Gefühl eines englischen Muttersprachlers beim Lesen von "Jon Snow" ... läsen wir diesen Namen nun aber so in der deutschen Fassung, wäre "Snow" für uns kaum mehr sein als ein "cooler" fremdklingender Name.
"Schnee" hingegen klingt ungewöhnlich, lässt uns innehalten und über die Gründe für diese Namenswahl nachdenken.

Allerdings ist es absolut richtig, dass so etwas kontinuierlich und einheitlich durchgeführt werden muss.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 08:28:02 GMT+01:00
Ben M meint:
Sehe es genau wie mein Vorredner.

Ich kenne das englische Original nicht und war vorher auch noch nicht mit der Saga vertraut, weshalb mich die eingedeutschten Namen auch nicht stören (aber klar, sie müssen konsequent durchgezogen werden). Ich finde es sogar gut, weil es den "englischen" Charakter aus den Figuren zieht, denn immerhin spielt es ja in einem Phantasieland und nicht in Großbritannien - und die Figuren samt Namen sind so nahbarer.

Und bislang hat sich ja auch noch niemand beklagt, dass aus "Shire" das "Auenland" wurde, oder? :)

Aber klar, wenn jemand das Original gut kennt, ist eine Neuübersetzung sicher gewöhnungsbedürftig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 22:17:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.02.2012 22:19:13 GMT+01:00
Beteigeuze meint:
Die Vergleiche zu Herr der Ringe passen eben nur einfach hier nicht. Es gibt mindestens zwei gute Gründe, warum sie das nicht tun:

1. Bei "Der Herr der Ringe" gab es von Anfang an nur die eine Übersetzung sämtlicher Namen und Eigennamen. Man musste sich also nicht von Band 1 zu Band 2 als Leser der ersten Stunde plötzlich umstellen. Es ist ja schön, wenn die Leser, die jetzt erst dazukommen, kein Problem darin sehen, aber als Leser seit 1997 sehe ich da schon eines. Das ist so, wie wenn ich Band 1 des Herrn der Ringe (um beim Beispiel zu bleiben) lese und es da noch "Auenland", "Bilbo Beutlin" etc. heißt, aber plötzlich im Band 2 mit "Shire", "Bilbo Baggins" etc. um sich geworfen wird. Würde der Verlag für die Langzeitleser noch die alte Variante zum Weiterlesen anbieten, wäre es mir völlig egal, aber das wird er nicht tun.

2. In "Der Herr der Ringe" wurden die Übersetzungen der Namen extrem gut gelöst. Das hatte zum einen damit zu tun, dass Tolkien selbst daran mitgearbeitet hat, zum anderen, dass er schließlich Sprachwissenschaftler und dadurch in der Lage war, den Ton einer Sprache gut zu treffen. Hier allerdings wurde extrem schlampig und unprofessionell gearbeitet. Allein schon Kingsport mit Königsmund zu übersetzen anstatt mit Königshafen, ist sehr seltsam. Das zieht sich dann so durch alle Bereiche. Das heißt, in der 2. Übersetzung hat man mehr oder minder gleich schlampig wie in der 1. gearbeitet, was die ganze Sache fragwürdig macht.

Der Verlag hätte also entweder von Anfang dies von Leuten machen lassen sollen, die was davon verstehen, oder es einfach so weiterlaufen lassen. Und wenn es gar nicht anders geht, eben beide Varianten anbieten. Ich fühle mich jedenfalls veräppelt, wenn ich die eine Hälfte der Geschichte nun mit dieser Art Übersetzung, die andere Hälfte mit der anderen Übersetzung habe und lesen muss. Klar, am besten gleich nochmal alle Bücher neu kaufen, so stellt sich das der Verlag wohl vor.

Noch ein paar Punkte:

Ich kannte z.B. gar nicht die Originalversion, wodurch ich erst beim Anschauen der Fernsehserie im O-Ton mitbekam, dass Winterfell auch im Original Winterfell heißt :-) Den englischen Charakter zieht es mitnichten aus dem Buch, denn alles ist in sich sehr inkonsequent. Da heißt nun einer zwar Jon (sehr deutsch), aber dann doch Schnee. Die Lannisters müssen nun Lennisters geschrieben werden (was verkraftbar ist, aber irgendwie lächerlich wirkt) und viele ähnliche Stilblüten werden dem Leser dargeboten, die alles, nur nicht einen eindeutig deutschsprachigen Charakter ins Werk bringen.

Ich verstehe, dass Neuleser damit kaum ein Problem haben, denn sie lernen die Sache schließlich so kennen, aber diese Neuleser dürfen ruhig den Altlesern ihr Gefühl dazu belassen, dies eben sehr schlecht gelöst zu empfinden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 07:06:45 GMT+01:00
Ben M meint:
"... aber diese Neuleser dürfen ruhig den Altlesern ihr Gefühl dazu belassen, dies eben sehr schlecht gelöst zu empfinden."

Absolut! Kann ich auch nachvollziehen - wie gesagt, kann es aber eben nur als Neuleser beurteilen. Vom rein übersetzerischen Standpunkt finde ich die Namen aber gelungen - wie schon gesagt wurde, "Schnee" hat doch einen etwas anderen Touch als hätten sie's einfach auf Englisch gelassen. Und selbst Namen wie "Lannister" einzudeutschen finde ich da gut, wobei ich sagen muss, dass da auf jeden Fall eine Inkonsequenz zu sehen ist, denn dann hätte man z. B. aus "Catelyn" auch eher "Kaitlin" oder so machen müssen, aber das war dem Übersetzer dann vielleicht doch zu heikel.

Für die Schlampigkeit der Nachfolgebände gibt's natürlich keine Entschuldigung - das ist vor allem angesichts der Preise (und dass man als deutscher Leser ohnehin doppelt so viel zahlen muss, weil alle Romane geteilt werden) dreist. Ich werde also vermutlich eh auf Englisch umsteigen, aber da Fantasy nicht so mein Genre ist und gerade am Anfang die schiere Anzahl der Namen und Figuren überwältigend war, ist es mir auf Deutsch einfach leichter gefallen.

Veröffentlicht am 14.03.2012 13:11:14 GMT+01:00
Steinwolf meint:
Kurioses Detail noch am Rande: Beim Hörbuch zur Serie (das ich mir gerade anhöre) sind die Eigennamen wieder nur zum Teil eingedeutscht worden: Dort heißt es dann Jon Snow, Castle Black, King's Landing, Red Keep, Shaggy Dog, usw.
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