Kundenrezension

52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast schon zu günstig. Für DLNA-Streaming mit Untertiteln (srt) nicht nur perfekt, sondern praktisch der einzig wahre BR-Player, 31. Dezember 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: LG BP420 3D-Blu-ray-Player (Smart-TV, DLNA, HDMI, Upscaler 1080p, LAN, USB) schwarz (Elektronik)
Diese Rezension vergleicht den LG BP420 mit dem Philips BDP7700. (Entsprechend ausführlich und bei beiden Artikeln zu finden).

Eigentlich sollte man dem Philips vielleicht den etwas "größeren" LG BP660 entgegensetzen, der BP420 wartet von vorneherein mit weniger Extras auf, allerdings habe ich den LG spontan vom Discounter um die Ecke für einen sehr guten Preis erstanden und das "Flaggschiff" von Philips zum Vergleich dazu bestellt. Zu dem großen Modell von LG kann ich nichts sagen, aber brauche ich nicht, das kleinere Modell nimmt es locker mit dem Philips auf. Der Preis des LG ist von zuletzt 89€ auf zurzeit 95€ gestiegen, fast schon zu Recht! Wenn man bedenkt, dass der Philips von zuletzt 135€ wieder auf aktuell ca. 153€ gestiegen ist. Absoluter Quatsch, da kein neues Firmware-Update kam, was die Probleme behebt.

Vorerst noch eine Sache. Mir war beim Blu-Ray-Player besonders wichtig, dass die Wiedergabe über das Netzwerk sehr gut funktioniert – Stichwort DLNA.
Außerdem möchte ich anmerken, dass ich Blu-Ray Anfänger bin, mich im Vorfeld viel durch Rezensionen gelesen habe und aufgrund der Tatsache, dass eigentlich bei jedem Hersteller und jedem Modell irgendwelche Unannehmlichkeiten zu finden sind, ich als Philips Sympathisant eben diese Marke bevorzugt habe und gleich mehrere Modelle in die engere Auswahl kamen (3380, 5500, 7700). Dank Amazon und der ganzen Rezensenten wurde ich aber auch auf den LG BP420 aufmerksam und als ich den im Angebot spontan mitnahm, sollte dieser sich gleich gegen einen starken Gegner, den Philips BDP7700, behaupten dürfen.
Die Philips Geräte weisen allesamt eine instabile Software auf, die das System ständig abstürzen lassen. Das wusste ich und habe es bewusst in Kauf genommen. Ich sage von vorneherein, dass ich voreingenommen an die Sache ging, ich war auf der Seite von Philips. Umso überraschender das Endergebnis: LG volle Punktzahl, Philips.. naja… nein!

Kurze Übersicht über die markanten Unterschiede auf den ersten Blick:
- Der Philips hat W-Lan integriert, der LG nicht. Eine Nachrüstung des LG soll zwar per WiFi-Dongle möglich sein, aber evtl. sollte man diesbezüglich einfach mal zum LG BP660 rüber gucken.
- Der Philips hat zwei USB-Eingänge, vorne und hinten. Der LG nur einen vorne.
- Optischen Audio-Ausgang haben beide, Digitalen Ausgang hat der LG nur zwei Koaxial Anschlüsse (Stereo), während der Philips alle hat (7.1 Sorround).
- Das Kabel des LG ist fest am Gerät verbunden, das des Philips wird am Gerät eingesteckt. Ist das wichtig? Eigentlich nicht, nur für den Philips, denn der stürzt andauernd ab. Wenn also die Steckdose schwer erreichbar ist, zieht man den Stecker am Gerät ab.
- Für die, die es genau nehmen: Der Stromverbrauch beim Philips soll im Betrieb 15 Watt sein, im Standby 0,25 Watt. Beim LG im Betrieb 12 Watt und im Standby 0,00 Watt. Der LG geht tatsächlich komplett aus, während beim Philips eine kleine rote Lampe leuchtet. Startbereit ist der LG dennoch etwas schneller.
- Ist zwar nur Geschmackssache aber was das Aussehen angeht ist der LG als einfacher Standard anzusehen, während der Philips schon eine Augenweide ist. Schönes Design, mit Touch-Tasten auf der Oberseite.

Der Test (Wer nur die entscheidenden Unterschiede lesen möchte, der möge runtercrollen und ab Punkt 9 lesen)

1 - Firmware-Update
Direkt zu Beginn habe ich bei beiden Playern ein Update per USB-Stick gemacht. Funktionierte bei beiden problemlos und sollte man wohl auch lieber machen, damit man gleich auf dem aktuellen Stand ist.

2 - Bild
Bei beiden sehr gut. Jemand der dabei stand meinte, der Philips sei besser. Ich sehe in der Qualität echt keinen Unterschied. Es ist einfach gewaltig. Als Blu-Ray Anfänger muss ich zugeben, fast schon zu gewaltig. Irgendwann ist auch mal gut mit der Detailaufnahme der Talgdrüsen im Gesicht der Schauspieler. Über eines war ich aber geschockt: So detailliert und scharf das Bild auch ist, so auffällig unscharf wird es auch bei schnellen Kamerafahrten und die Konturen verwackeln. Ist das so normal für Full-HD? Vielleicht bleib ich doch lieber bei DVD-Qualität? Vor allem habe ich mehrere Blu-Rays bei beiden Playern ausprobiert und beide machen das Bild an genau denselben Stellen auf genau dieselbe Art unscharf. Falls das mit Unschärfe und Verwackeln also nicht normal für Full HD ist, dann liegt es schon mal nicht an den Playern. (Getestet habe ich per 5-Sterne HDMI-Kabel an einem 5-Sterne TV (Samsung LED der D-Serie)). Ich tu mich da etwas schwer, eine Meinung darüber zu bilden, vertraue einfach mal allen anderen, die das Bild bei beiden Playern loben. Zum Glück benutze ich den Player aber letztlich ausschließlich an einem Beamer, wo die Unschärfe und das Verwackeln nicht auffallen. (Ein Glück, dass ich zwar zahlreiche Blu-Rays besitze, auf die extreme Schärfe aber gar nicht so scharf bin :-P)
Achja, da fällt mir ein: 3D. Tut mir echt leid, aber trotz meines 3D Fernsehers und nun des 3D Players habe ich kein Interesse an 3D und somit besitze ich auch keinen 3D Film. Leider keine Erfahrungswerte diesbezüglich =\

3 - Ton
Nichts zu sagen, nichts zu meckern, bzgl. der Qualität jedenfalls. Für Audio Liebhaber gibt es einen optischen Ausgang bei beiden. Wer per Koaxial eine Sorround Anlage anschließen möchte kann das nur beim Philips, der LG hat nur zwei Ausgänge für Stereo.

4 - Lautstärke
Endlich mal ein Punkt, bei dem es einen klaren Unterschied gibt. Der Philips ist unhörbar. Der LG summt leise mit. Zum Philips gibt es also nichts weiter zu sagen, für Überempfindliche wohl das Richtige, aber der LG ist auch nicht laut oder sowas. Solange man nicht ausschließlich Stummfilme guckt, braucht man sich meines Erachtens keine Gedanken um die Lautstärke zu machen. Sie ist absolut moderat und ab einer Distanz von 2-3 m sowieso auch gar nicht mehr wahrnehmbar. Bei mir steht der sogar direkt in meiner Nähe und stört mich nicht weiter, aber Beamer Nutzer wissen, dass es lautlose Beamer eh nicht gibt und bei leisen Filmszenen immer ein Grundsurren mitläuft. Neben dem Beamer ist der LG eben auch nicht wahrnehmbar.
Achja, die Lautstärke kommt natürlich nur vom Disc-Laufwerk und so ist bei USB- oder Netzwerkwiedergabe der LG ebenfalls lautlos.

5 - Ladezeit
Bei beiden Playern nichts zu bemängeln und beide gleich schnell. Bei BR-Discs handelt es sich um Sekunden und die paar mehr Geräusche beim Einlesen sind absolut nicht laut oder schlimm oder sonst was. (Einige übertreiben das echt maßlos oder haben einfach ein defektes Gerät erwischt).

6 - USB-Wiedergabe
Beide Player hervorragend. Festplatten und Sticks (USB 2.0/3.0, Fat32 / NTFS) werden problemlos erkannt und jegliche Formate abgespielt. (Als ob ich alle getestet hätte. Sagen wir mal: die gängigen Formate). Viel gibt es dazu nicht zu sagen.

7 - Ethernet
Die Verbindung über die LAN-Buchse ist bei beiden.. ähm… ja was für ein Wort nehm ich denn jetzt?.. problemlos, funktioniert, alles Bestens… naja..
W-Lan hat ja nur der Philips zu bieten. Ich habe zu Beginn schon geschrieben, dass ich hier eigentlich zwei unterschiedliche Modellgrößen vergleiche, daher ist das Fehlen des W-Lan beim LG kein negativer Punkt, man muss vorher entscheiden, ob man das braucht und Entsprechendes kaufen. Man kann den LG zwar mit einem WiFi Dongle nachrüsten, aber an dieser Stelle vielleicht noch mal der Wink zum größeren Modell?! Ich persönlich brauche eben W-Lan nicht, ich bin für die feste und zuverlässige Verbindung per Kabel.
Die W-Lan Funktion des Philips habe ich aber natürlich getestet und kann nur Positives berichten, funktioniert tadellos. Empfängt sehr gut und auch das Streamen, sogar von Full-HD MKVs, schafft der noch. Super.

8 - Apps / Internet Content
Das ist ein Punkt, der mich nicht so sehr interessiert. Wenn ich den Blu-Ray-Player anschmeiße, dann aber immer mit dem entschiedenen Vorhaben, einen Film zu gucken. Ich habe das Ganze natürlich etwas angetestet und wie zu erwarten war, ist für mich alles mehr eine Spielerei, die ich viel effektiver und weniger nervenaufreibend am PC machen kann. Eventuell gibt es für Einige ernstzunehmende Sachen (maxdome?), oder für bestimmte Leute sogar Dinge von besonderem Interesse (z.B. ganze Stromberg Folgen), aber dafür muss man sich bitte selber informieren. Philips bietet mehr Apps, von denen sowieso das meiste nur ungenügend funktioniert, aber prinzipiell sind der LG und der Philips in ihrem App Angebot gleich, teilweise sogar absolut identisch. Vor allem aber sind diese ganzen Apps eines: nervig. Total unausgereift. Wer surft schon mit seinem Blu-Ray-Player im Internet oder auf Facebook? Testweise habe ich mal Google aufgerufen, ich konnte nicht mal was in das Suchfeld eintragen.
Einiges scheint aber ganz gut zu funktionieren, z.B. maxdome. Habe ich nur auf dem LG gefunden, aber nicht ausgiebig getestet, weil ich keinen Account habe. Vielleicht gibt es maxdome auch auf dem Philips, aber ich sehe es nur nicht, denn zwei der Apps sind bei mir defekt bzw. "leer"; über die Suche fand ich aber auch kein maxdome. Auch wenn die Bedienung der Apps total lahm, stockend und teilweise zum Ausrasten ist und nicht richtig funktioniert (beim Philips mehr als beim LG), ist der Philips überraschenderweise hier noch nie komplett abgestürzt. Bei einigen Videos hatte der LG auch mal einen Ausfall und reagierte nicht mehr, aber so extrem wie beim Philips war es auch nicht, man konnte das Gerät noch per Fernbedienung ausmachen und nach 10 Sekunden war es wieder startklar. Von einem Absturz kann man hier nicht reden, die Apps sind einfach bei beiden meiner Meinung nach eine total unnötige Sache und hätten ganz weggelassen werden können.
Bei der App "Cinetrailer" hatte LG das Nachsehen, weil bei den Trailern zwei Drittel des Bildschirms mit einer halbdurchsichtigen grauen Fläche bedeckt war. Ich dachte kurze Zeit an eine Art "Zensur". Doch beim Philips läuft das problemlos. Noch während meiner Testphase allerdings erschien schon ein weiteres Firmware-Update beim LG (auf das ich vom Gerät selber hingewiesen wurde und diesmal übrigens ganz praktisch und problemlos direkt über das Internetkabel machen ließ, statt über USB), und darauf war dann das Problem bei den Trailern auch behoben.

Bis jetzt scheinen sich die beiden ja nichts zu schenken, ich habe aber die gravierenden Unterschiede aufgespart und die alles entscheidenden Punkte kommen nun:

9 - (Fern)Bedienung
Ich werde mich gleich in Zusammenhang mit der Bedienung an sich noch unter "Software" auslassen, hier erst mal zur Fernbedienung. Ich war etwas enttäuscht, als ich den Philips auspackte und die Fernbedienung exakt die gleiche war, wie die meines 4-5 Jahre alten Philips DVD-Players. Natürlich angepasst an Blu-Ray mit entsprechenden Tasten aber sonst genau gleich. Was soll das denn Philips? Okay, die Fernbedienung ist nicht gerade hässlich, aber kann man noch gnadenloser sparen? Zugegeben, es hat sich der Druckpunkt der Pfeiltasten etwas gebessert, ich hasse diese Fernbedienung trotzdem.
Die Fernbedienung vom LG ist neben dem vom Philips von der Optik her zwar nur als Standard zu bezeichnen. (Bild sieht man hier bei Amazon). In natura ist die Fernbedienung aber sogar schöner, vor allem aber liegt sie viel besser in der Hand, fühlt sich viel besser an, drückt sich viel besser und ist perfekt aufgebaut.
Außerdem (gehört teilweise zu "Software") gibt es gewaltige Unterschiede bei der Kommunikation mit dem Gerät. Beim Philips katastrophal, reagiert nur wenn man richtig zielt und auch dann nicht flüssig (Liegt nicht an den Batterien, hab ich ausgetauscht). Beim LG ist es ein Traum, absolut flüssig, aus jeder Richtung, in jede Richtung, so muss das sein!

10 - Software / Menü / Benutzung
Hier kommen wir nun zu einem von zwei absoluten Knackpunkten des Ganzen. Zunächst mal, ich habe viel mehr über die Software zu berichten, als nur die Abstürze des Philips.

Ich weiß, die ständigen Abstürze der Philips Geräte sollte man von vorneherein kennen. Tat ich auch. Als Philips Sympathisant habe ich versucht mit der Idee an die Sache ranzugehen, dass der "perfekte" Player hin und wieder einfach abstürzen "MUSS". Und ich dachte: "Ich bin nicht so pingelig, ich kenne das 'langsame' Manövrieren durch das Menü schon von meinem alten DVD-Player, ich schaff das, hin und wieder Abstürze sind okay". Und wisst ihr was, ich werte die Abstürze tatsächlich nicht so extrem und ziehe dafür gerade mal einen Stern ab. Und das, obwohl die Abstürze teilweise dramatischer sind, als angenommen. Also wenn man beim Philips den Film mal laufen lässt, dann läuft es auch ohne Probleme. Die Abstürze kommen aber eben im Menü. (KEINE Abstürze hatte ich beim browsen auf der Festplatte und bei der Benutzung der für mich uninteressanten Apps). Man kann den Abstürzen einigermaßen entgegenwirken, indem man sich langsam und vorsichtig durchklickt. Langsamer und vorsichtiger, als es einem die Fernbedienung bzw. Software ohnehin schon aufzwingt. Ich habe eine Theorie: Philips hat es bewusst so programmiert, dass das Gerät Befehle nicht schnell hintereinander annimmt. Wieso? Weil es sonst eben andauernd abstürzt! Und dann heißt es Stecker ziehen. Die Abstürze sind teilweise rekonstruierbar, das geht mal gar nicht. Und teilweise muss man dafür gar nichts tun, man startet den Player und der hängt sich direkt zu Beginn selbst auf. Alles in Allem ist die Bedienung des Philips eine einzige Katastrophe.
Und beim LG? Hach LG, das ist einfach nur ein Traum. Naja, eigentlich ist es so, wie man es erwarten würde, wie es eigentlich sein muss. Aber im Vergleich zum Philips fällt es natürlich viel mehr ins Gewicht. Kurze Anekdote dazu: Ich habe beim Testen der Geräte über Tage hinweg ständiges An- und Abbauen nicht gescheut. Als ich nach längerer Benutzung des Philips dann wieder mal den LG angeschlossen hatte, habe ich mich beim Durchklicken im Menü selbst dabei erwischt, wie ich am Grinsen war! (Kein Schei'ß, ehrlich passiert. Ich finde, das sagt schon alles aus). Alles läuft flüssig und direkt. Der Player ist mir noch nie abgestürzt. Selbst wenn er mal abgestürzt zu sein schien oder sehr lange etwas lud, konnte ich ihn noch durch die "Return"-Taste zurückholen. Undenkbar beim Philips, wenn der mal etwas in Angriff genommen hat, dann lässt man den lieber mal machen, sonst ist der gleich wieder irritiert und es muss der Stecker gezogen werden.

Das Menü ist übrigens bei beiden sehr hübsch und aufgeräumt. Ich finde aber, dass die Software von LG viel durchdachter und ausgereifter ist und mehr bietet. Dazu einige Beispiele.

BSP 1. "PopUp-Menü"
Also jeder kennt doch auf der Fernbedienung die Tasten, mit denen man die Ton- und Untertitelspur direkt ändern kann. Beim Philips ganz herkömmlich: bei Klick wird geändert und eine dezente Schrift oben informiert darüber. Manche Blu-Rays haben aber z.B. mal über 20 Untertitel. Möchte man also einen Untertitel zurück, so müsste man über 20 Mal die Taste drücken um wieder dort anzukommen. Viel logischer ist da natürlich das PopUp-Menü zu benutzen, in dem man diverse Einstellungen direkt während des Films vornehmen kann, darunter eben auch (in Untermenüs!) Ton- und Untertitelspuren, die sich dann auch per Pfeiltasten "rückwärts" wechseln lassen.
Beim LG ist das wesentlich intelligenter gelöst. Bei Klick auf Tonspur- oder Untertiteltaste öffnet sich stets das PopUp-Fenster. Hört sich erst blöder an, aber das PopUp-Fenster beim LG ist viel besser als beim Philips, denn hier gibt es keine Untermenüs. Hier sind wichtige aktuelle Einstellungen untereinander gelistet und lassen sich per Pfeiltaste (Rechts,Links) eben sowohl vorwärts, als auch rückwärts ändern. Klickt man nun also auf Tonspur, öffnet sich das PopUp und der Tonspurbereich ist schon ausgewählt und änderbar. Klickt man Untertitel, sind Untertitel ausgewählt. Im Endeffekt viel sinnvoller, effizienter und auch schneller als beim Philips. (Wer hier Einwenden möchte "Wer ändert denn schon während des Films ständig Tonspur oder Untertitel?" – Antwort: Ich. Bzw. Leute, die Filme und Serien gerne z.B. auf Englisch gucken und zwischendurch nur bei Verständnisproblemen eben schnell umschalten wollen. Der schnelle Zugriff auf Tonspur und Untertitel ist keineswegs abwegig und für mich persönlich SEHR wichtig.) Öffnet man das PopUp-Fenster übrigens so mit der dafür vorgesehenen Taste, dann liegt die Auswahl auf der Zeitangabe im Format "aktuelle Zeit / Gesamtzeit". Hier kann man ebenfalls mit den Pfeiltasten in Minutenschritten die Zeit ändern und per OK direkt dorthin springen (hört sich echt unspektakulär an, aber wie ich finde ein sehr nützliches Feature!). Alternativ kann man die exakte Zeit mit dem Zahlenfeld eingeben. Beim Philips gibt es so eine Zeitsuche übrigens auch, im PopUp-Fenster durch viel mehr Klicks im Untermenü erreichbar, dort aber auch nur mit Zahleneingabe.

BSP 2. "Linearität von Listen beim Philips"
Diese Linearität, also dass man wie bei den Untertiteln nur in eine Richtung laufen kann, hat der Philips auch mal woanders. Das heißt, hat man z.B. eine Liste vor sich und weiß, dass die gesuchte Auswahl ganz am Ende ist, dann muss man sich beim Philips durchklicken. Beim LG wieder intelligenter, statt auf Weiter klickt man einfach einmal auf Zurück und ist direkt am Ende der Liste. So muss das sein!
Okay, die eigenen Menülisten beim Philips, bei denen diese "Linearität" herrscht, sind nicht so lang. Okay, z.B. bei einer USB-Festplatte mit ganz vielen Ordnern kann man tatsächlich auch wie beim LG an das Ende springen. Aber das Problem gipfelt im Netzwerk. Da haben sie es vergessen. Dort weist Philips wieder diese Linearität auf und wenn man lange Ordnerlisten im Netzwerk durchbrowsen möchte, heißt es klicken klicken klicken. In eine Richtung, nach unten! Nicht einmal einen Ansichtwechsel bietet Philips an, LG hat da eine Ansicht, bei der die Elemente im Raster liegen, so kann man gleich mehrere Ordner auf einmal überspringen. Perfekt.

BSP 3. "Endlichkeit von Listen beim Philips im Netzwerk"
Jetzt kommt etwas Unglaubliches. Wieder ein Problem, das im Netzwerk auftritt. Da stöbert man mal im Netzwerk seine Festplatte durch und landet in einem Ordner, wo sehr viele Elemente (Unterordner) sind, klickt sich dann mühselig weiter (ans Ende springen geht ja nicht) und wenn man hoffentlich langsam genug gedrückt hat, sodass der Player auch ja nicht abstürzt, stellt man dann fest, dass irgendwas fehlt. Kurz mal nachgezählt, 105 Ordner. Mehr zu zeigen weigert sich der Philips einfach. Wat? Also dassessa.. dassisdoh… Hallo? Was soll man dazu sagen? Bullssshh! Ein KO-Kriterium für mich. Echt ma. Der LG zeigt sie alle, Punkt.

11 - Netzwerkstreaming / DLNA
Der zweite Knackpunkt, der mir wie erwähnt besonders wichtig war. Ich gucke so zu 20% Discs und zu 80% per USB und Netzwerk. Falls sich jemand fragt, wieso ich nicht einfach einen MediaPlayer gekauft habe, der quasi für den Zweck des Netzwerkstreamings konzipiert ist (WD Tv Live, D-Link Boxee Box… usw.). Zum einen haben diese Geräte kein Blu-Ray Laufwerk und ich will eben auch hin und wieder mal Discs einlegen können. Zum Anderen würde ich zwar sogar einen MediaPlayer als Zusatz zum Blu-Ray-Player in Erwägung ziehen, wenn der Blu-Ray-Player das Netzwerkstreaming nicht gescheit hinkriegen würde, aber das tut er nun offensichtlich doch. Somit ist ein MediaPlayer eben für mich unnötig.

Also die Idee: Ein Speicher (Festplatte) im Netzwerk, der vom PC gefüttert wird und von dem sich der Blu-Ray-Player "ernähren" kann.

Das Problem: Nur weil ein Gerät DLNA zertifiziert ist, ist man nicht gleich am Ziel. DLNA ist übrigens eine Vereinigung, die die Interoperabilität unterschiedlicher Geräte sicherstellen soll ([...] Die Geräte sollen also verbunden werden können und sich dann gegenseitig "erkennen" und miteinander funktionieren. Leider reicht die DLNA Zertifizierung des Players allein nicht aus, um eben über das Netzwerk auf einen Speicher (z.B. freigegebener Ordner auf Festplatte) zuzugreifen und Videos von dort abzuspielen (oder ich hab das zumindest nicht hingekriegt).
Es gibt unterschiedliche Lösungen. Eine davon (die gängigste?) wäre, wenn man einen Router besitzt, der einen DLNA-fähigen MedienServer integriert hat. Das heißt, dass dann der Router von einem Speicher im Netzwerk (oder gar einer per USB an den Router angeschlossenen Festplatte) die Videos auf den Blu-Ray-Player streamt. (Kostenpunkt ab 50€; für gute Geräte (Fritzboxen) teilweise bis zu 200€).
Eine andere komfortable aber mit Abstand teuerste Methode wäre ein NAS-Server. Das ist ein Gerät, das Festplatten im Netzwerk zur Verfügung stellt. Wird primär benutzt, um zentral Sicherungskopien von Computern im Netzwerk zu erstellen, streamt aber ebenfalls Videos auf den Player. (Kostenpunkt für ein gescheites System mindestens 200€).
Ich habe mich für die dritte Lösung entschieden: Ein MedienServer-Programm für den PC. Davon gibt es zahlreiche, nach einer kurzen Recherche landete ich beim "Wild Media Server", leider kostenpflichtig (15 $), die Testversion ist aber voll funktionsfähig. Klasse Programm, bietet allerlei Einstellungsmöglichkeiten. Programm installiert, Blu-Ray-Player erkannt, externe Festplatte als Archiv festgelegt, Server gestartet. Fertig. Mit dem Player kann nun direkt auf die externe Festplatte zugegriffen werden und alle Videos (auch Full-HD MKV) flüssig und ohne Probleme abgespielt werden. Sowohl der LG, als auch der Philips. Der Philips ist aber im Netzwerk besonders absturzgefährdet und hat die erwähnten Kritikpunkte, dass lange Listen nur in eine Richtung zu "scrollen" sind und dass die Anzahl der anzeigbaren Elemente auf 105 limitiert wird. Die Wiedergabe der Videos ist allerdings bei beiden Playern hervorragend und ob nun Full-HD MKVs oder AVIs, es wird alles flüssig abgespielt.
Das ist schon bemerkenswert, dass ein Video, das auf einer externen HDD liegt, durch das USB Kabel, mit Hilfe des PC über den Router, durch 40 m Netzwerkkabel, durch einen zweiten Router (Accesspoint) zum Blu-Ray-Player komplett auf der anderen Seite des Hauses gestreamt wird, "einfach so". Genial, dachte ich, die Lizenz für das Programm ist gekauft.
Dann kam die Ernüchterung. Externe Untertitel (.srt-/.sub-Dateien usw.) funktionieren nicht. Bei beiden Playern nicht! Da war ich dann bitter enttäuscht und habe tagelang versucht, das Problem zu lösen. Diese MediaServer-Programme können auch "Transcoding". Das heißt, sie übertragen die Videodatei nicht in ihrer Originalform, sondern kodieren sie, falls der Player die Datei selber so nicht abspielen kann, vorher in ein für den Player gängiges Format um. Das erfordert sehr viel Rechenleistung, die mein PC nicht bieten kann. Da aber beide Player von sich aus jedes Format abspielen, ist ein Transcoding nicht vonnöten. Weil aber Untertitel bei beiden nicht funktionierten, musste ich es mit dem Transcoding probieren und das klappte einfach gar nicht. Rückblickend bin ich froh, dass es diese Probleme gab, weil es mich davor bewahrt hat, unnötigerweise Geld für die Lizenz auszugeben. So habe ich andere MediaServer-Programme ausprobiert, der "Universal Media Server" zum Beispiel funktioniert genauso gut und ist sogar kostenlos. Das Untertitelproblem konnte aber auch dieses Programm nicht lösen.
Am Ende bin ich bei "Nero Media Home 4 Essentials" gelandet. Die Marke Nero sollte vielen ein Begriff sein. Das eigentliche Programm kostet ca. 40€, keine Ahnung was "Essentials" kostet, ist eine abgespeckte Version, die z.B. Transcoding nicht unterstützt (brauch ich ja eh nicht, wenn doch nur die Untertitel funktionieren würden). UND… Tadaaa, ja es funktioniert. 1A, genial! Das Programm ist im Vergleich zu den anderen total spartanisch und bietet keine tausend Einstellungen (die man ohne Transcoding bei den anderen eh alle nicht nutzt) aber es funktioniert eben tadellos! Und zwar mit dem LG, wie bin ich wohl auf das Programm gekommen? LG hat das Programm netterweise kostenlos mit ins Paket beigelegt! Also mal ehrlich, LG.. Respekt! Die ganze Zeit lag sie da, die Lösung.
Ich weiß nicht wieso, aber ich habe zuletzt den Philips nochmal ausgepackt, um zu gucken, ob das Programm mit dem auch klarkommt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lief das sogar auch, der Philips wird erkannt und Streaming klappt. Aber Untertitel wieder NICHT! Damit ist der Philips in Sachen Netzwerk (aller allerspätestens jetzt) durchgefallen. Zurück in die Schachtel!

Übrigens gibt es wohl in Zusammenhang mit den externen Untertiteln beim Streamen im Netzwerk keine Garantie bei der Lösung mit dem NAS und auch keine mit dem Router. Insofern ist man für ca. 95€ mit dem LG quasi schon komplett ausgerüstet. Einziger Nachteil: Der PC/MediaServer muss währenddessen laufen.

- Fazit individuell für den Philips BDP 7700
Ich bin hin und hergerissen zwischen 2 und 3 Sternen. Ich glaube 3 Sterne Rezensionen sind die unbeliebtesten, weil sie nichts Halbes und nichts Ganzes sind. Es hängt aber immer davon ab, was für Ansprüche man stellt, ich könnte auch direkt alle Sterne abziehen, weil das Gerät im Endeffekt eher nutzlos für die Netzwerkwiedergabe ist, aber dann schreien gleich alle auf, die dieses Feature gar nicht nutzen. Daher (nur) 1 Stern Abzug dafür. Die Kritikpunkte sind sowieso größtenteils auf die Software zurückzuführen und sind daher theoretisch behebbar. (Nur) 1 fetter Stern Abzug für die instabile Software und die ständigen Abstürze. Aufgrund der schlechten Bedienbarkeit, der "Undurchdachtheit" und dem Unvermögen von Philips, trotz gravierender Probleme und erzürntem Feedback eine Lösung – nicht nur für dieses Produkt, sondern praktisch für alle Modellreihen – zu bieten, entscheide ich mich doch noch einen Stern abzuziehen.
Mit einer gescheiten Software wäre der Philips tatsächlich fast der perfekte Blu-Ray-Player. Super Design, super leise, super Bild. Aber das allein füllt nicht wieder Sterne auf, wenn man bedenkt, was auch für weniger Geld möglich ist. Falls irgendwann ein Firmware-Update kommt, das alle Probleme behebt, dann möge man mich darauf hinweisen und ich korrigiere meine Bewertung. Bis dahin kann ich den Player nicht empfehlen, oder nur dann, wenn man folgende Punkte alle mit JA beantworten kann:
- Ich möchte ein schönes Gerät, das auf meinem Regal auch was hermacht und für dessen Design ich bereit bin, extra Geld auszugeben.
- Mit das allerwichtigste ist, dass der Player absolut leise sein muss.
- Ich werde den Player nur gelegentlich nutzen, und dann auf ganz konservative Art: Blu-Ray Disc rein, fertig.
- Mit diesen ganzen MKVs und AVIs und der Netzwerksache habe ich nichts am Hut.

- Fazit individuell für den LG BP420
Wenn man auf W-Lan verzichten kann und nicht überempfindlich ist, wenn das Laufwerk leise und absolut moderat summt, und wenn man keine Sorroundanlage per Koaxial anschließen möchte, dann ist dieser Player kompromisslos die erste Wahl. Ist ein Allesfresser und spielt alles ab, ob über USB oder Netzwerk. Die Bedienung ist hervorragend, die Software durchdacht. Die Bildqualität ist 1A. Steht teureren Geräten im nichts nach, ganz im Gegenteil, sogar in vielerlei Hinsicht überlegener. Vor allem wenn man damit auch übers Netzwerk auf Videos zugreifen möchte, lässt der LG keine Wünsche offen. 5 Sterne - Volle Kaufempfehlung.

- Schlusssatz (aus persönlichem Bedürfnis heraus)
Bevor irgendjemand auf die irrwitzige Idee kommt, ich sei LG Mitarbeiter oder sowas: NEIN! Ich besaß bis heute nicht ein einziges Gerät von denen, dieser Player ist mein erster LG. Dabei ist das Haus voller Philips Geräte. Wenn beide Player gleich gut gewesen wären, dann hätte ich kein Problem gehabt, die 50-60€ mehr für den Philips auszugeben, weil ich wie gesagt Philips Sympathisant bin/war. Ich gebe auch gerne Geld aus für ein gutes Gefühl. Wie oft kommt es vor, dass man etwas kauft, und das einzig ungute Gefühl ist ein schlechtes Gewissen, weil man zu wenig Geld bezahlt hat? :-D Verrückt.
An dieser Stelle nochmal Danke an Amazon und seine Rezensenten, dass ihr mich auf den LG BP420 aufmerksam gemacht habt. Sonst hätte ich wie immer einfach auf Philips vertraut und damit alles falsch gemacht. Im Zeitalter des Internets und des einfachen Rückgaberechts kann ich jeden nur anhalten, nicht einfach nur auf ein Gerät zu beharren, sondern wenn man das nötige Geld vorstrecken kann, gleich mehrere zu bestellen und sich dann erst zu entscheiden.
Ich will nicht zynisch sein, aber vielleicht sollte sich Philips mehr auf die schön designten Haushaltsgeräte konzentrieren und die komplizierte Elektronik den anderen überlassen, z.B. LG! =) Wegen einem Fall Philips gleich komplett abzuschreiben, ist natürlich totaler Quatsch, aber LG, du hast einen neuen Freund gewonnen.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.01.2013 16:19:28 GMT+01:00
Raller Reifen meint:
Boh, was für ein toller ausführlicher Bericht.
Da kann ich mir echt ne menge Infos herausziehen.

Vielen Dank

Veröffentlicht am 06.02.2013 17:11:56 GMT+01:00
Verbraucher meint:
Hallo,

für Sie wäre ein Dune das Richtige.
Alles andere ist eh Behelf.

Veröffentlicht am 17.12.2013 15:16:15 GMT+01:00
Woglo meint:
Als Kommentar zum Kommentar: Eindrucksvoll, wie penibel und sachkundig der Kommentator schreibt! Spätestens bei seiner Rezension war (mit Einbezug der übrigen Kundenurteile) meine Kaufentscheidung gefallen. Nochmals: meinen Respekt vor soviel Kompetenz!
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