Kundenrezension

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wenig "back to the roots", 19. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tape Deck Heart (Limited Deluxe Edition im Digipack inkl. 5 Bonustracks) (Audio CD)
4 Konzerte, alle CDs und DVDs im Schrank, teilweise als Import. Aufgrund dieser Begeisterung wollte ich die neue CD eigentlich nicht rezensieren, denn ehrliche Urteile sind in so einem Fall schwer zu fällen.

Hier möchte ich aber eine Ausnahme machen, da es für totale Begeisterung nicht reicht.

"Recovery" als Erstauskopplung und "Four Simple Words" als auf den letzten Konzerten vorgestellter Song sind nicht nur die bereits bekannten Stücke, sondern auch die Highlights der Scheibe.

"Losing Days" ist ein schöner Rückblick auf die Jugendjahre, "The Way I Tend To Be" geht um eine wesensverändernde Beziehung. Aber schon hier fällt auf das die Lieder allesamt in einem ähnlichen Tempo daherkommen und die übliche Mitsinghymne in den ersten 3 Songs fehlt. "Plain Sailing Weather" ist der erste Song der nach Franks "The First 3 Years" CD klingt - das ist mit Sicherheit nichts schlechtes, entspricht aber halt eher Musik für die Couch und einem kühlen Bier, als mitreißendem Konzert Folk-Punk.

"Good & Gone" handelt von falschen Versprechungen. Langsam, einfühlend und Frank Turner zeigt, dass er auch eine erstklassige Stimme für leicht rauchige Balladen besitzt. "Tell Tale Signs" zieht einen beim Hören dann völlig aus dem Hör-Rhythmus der CD heraus. Auch hier geht es um alte Narben und eine Frau, die den Finger darauf legt, also textlich eine Mischung aus "Losing days" and "Good & Gone".

"Polaroid Pictures" und "The Fisher King Blues" drosseln nach dem "Four Simple Words" Intermezzo wieder deutlich das Tempo. Letzteres bietet zum Ende hin einen Chor, der dem Song noch mal ein wenig mehr Druck verleiht und den Refrain etwas eingängiger macht. "Anymore" ist fast schon Sprechgesang mit nur noch hintergründiger Akkustikgitarrenbegleitung und wieder geht es um das Ende und die hinterlassenen Wunden einer gescheiterten Liebe. "O Brother" geht genau darum, "Broken Piano" klingt fast schon nach Coldplay, bei Stimme und Instrumenten Arrangement - eine Tatsache, die mich mit diesem Stück nicht wirklich warm werden lässt. "We Shall Not Overcome" ist dann ein Song, den man beim ersten Hören schon fast mit Dankbarkeit aufnimmt, klingt er doch wieder nach "England Keep My Bones" oder "Love, Ire & Song". "Wherefore Art Thou Gene Simmons" beschreibt die ersten Schritte in die Musik, das Schreiben von Songs und wie viel Wahrheit in den Textzeilen eigentlich steckt. "Tatoos" geht um eine besondere Leidenschaft Frank Turners - auf seiner Facebookseite werden Fan-Tattoos gesammelt, er selber lässt sich schon mal in einer Konzertpause neu stechen. Aber erst durch diesen Hintergrund wird aus dem Song etwas wirklich Hörenswertes. "Undeveloped Film" ist nicht nur vom Titel dem vorherigen "Polaroid Pictures" ähnlich, aber ein weiterer dieser Songs, die man mehrfach auf sich einwirken lassen muss. "Time Machine" ist mein persönlicher Lieblingssong, denn hier ist nicht nur Punk und Folk sondern auch Nerdtum enthalten. Wem die Erwähnung von "Donnie Darko" und "Zurück in die Zukunft" ein warmes Gefühl gibt wird erahnen, was ihn hier erwartet. Der Abschluss "Cowboy Cords" ist eine letzte schöne Ballade, getragen von Stimme und Akkustikgitarre.

Nach mehrmaligem Hören wird klar das man ein mehr als ordentliches Album in der Anlage hat und die erste Enttäuschung verfliegt. Die Texte sind einfach gut, sprechen aus der Seele des Künstlers wie des Zuhörers. Keine gezwungenen Reime, sondern Aussagen, Erinnerungen, Tiefgang. Was fehlt sind die großen Hymnen, die Refrains die sofort in Kopf und Herz gehen und nach dem zweiten Hören auf einem Konzert mitgesungen werden können. "Four Simple Words" ist dabei vielleicht das beste Beispiel für die gesamte CD - ein etwas rumpeliger Einstieg, dann mit "I Wanna Dance..." ein paar Zeilen zum Mitsingen, aber auch viel Text der einfach vorgetragen und vom Publikum nicht mitgetragen werden muss.
Wer mehr von "The First Three Years" und "The Second Three Years" sucht wird hier fündig, wer ein neues "Love Ire & Song" oder "Sleep Is For The Week" erhofft hat, wird beim ersten Hören vermutlich auch enttäuscht sein. Man muss "Tape Deck Heart" aber öfter auf sich wirken lassen, um es wirklich genießen zu können und man hat halt einen Frank Turner zum alleine hören, Zurückerinnern und Rekapitulieren. Wenn man diesen Frank mag, dann muss man hier zugreifen. Und dann sollte es auch die Deluxe Edition sein, denn die 5 zusätzlichen Songs gehören einfach zum Gesamtgefüge der CD dazu.
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