Kundenrezension

46 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progressive Klangwelten, 7. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tago Mago (Audio CD)
Die Kölner Band Can (gegründet 1968) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Krautrocks, jener Musikrichtung die sich zu Beginn der 1970er Jahre in Deutschland etablierte. Das Besondere an dieser neu aufkommenden Stilrichtung war die Unabhängigkeit und die Autonomie gegenüber der britischen und amerikanischen Musikhegemonie. Viele Bands begnügten sich bis dato Imitate des angloamerikanischen Vorbildes zu sein; dieser Zustand wurde nun aber durch die avantgardistische Krautrockbewegung durchbrochen. Erstmals reifte eine deutsche Klangwelt selbständig heran und erreichte weltweite Beachtung.
Can zeigen mit ihrem Album „Tago Mago“, welches ursprünglich als Doppel-LP erschien, in digitalisierter Form allerdings auf einem Tonträger zusammengefasst ist, eindrucksvoll zu welcher unglaublichen Schöpfung die „Krauts“, wie die entsprechenden Musiker im englischen Sprachraum scherzhaft bezeichnet wurden, befähigt waren.
Das Album durchbricht das konventionelle Rockschema und errichtet eine tosende Geräuschkulisse, deren Essenz aus frei assoziierten Klangbildern, Echo-Sequenzen und den Lauten herkömmlicher Instrumente geformt ist. Das Resultat dieser experimentellen Kreation ist ein beeindruckendes, psychedelisches Meisterwerk, welches die Definition des Wortes Krautrocks akustisch vermittelt: Der Hörer findet sich während des Konsums des Tonträgers in einer bizarren Welt aus Soundcollagen und grotesken Lyriken wieder.
„Tago Mago“ ist ein durchaus empfehlenswertes Stück deutscher Musikgeschichte, das auch Krautrockfremde in berauschende Klangwelten entführen kann.
Einziger Kritikpunkt: Das Album ist nicht „Digitally Remasterd“, wie man es von vergleichbaren Pink Floyd- oder Tangerine Dream CDs behaupten kann. Der Klang erinnert also im Vergleich zur heutigen digitalen Musiktechnik im wahrsten Sinne des Wortes an Dosensound; aber wahrscheinlich ist dieser Effekt notwendig um die exakte Authentizität des Krautrocks zu erreichen, indem man sich so in das akkustische Reich der guten, alten, analog-dominierten 70er zurückversetzt.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.03.2012 23:57:25 GMT+01:00
Was hat Miles Davis mit The Can zu tun???Und Miles Davis mit Free jazz??Ich habe alle Platten von Miles Davis und fast alle von The Can, kenne aber kein Album vom Meister Davis, das irgendwie nach The Can klingt. The Can haben ihre Musik improvisiert, ich finde ihr Zusammenspiel unübertroffen und fast schon telepatisch! Und die oft monotone Rhytmusführung ist doch Absicht. Ich kann verstehen, daß nicht jedem dies gefällt. Wenn man ber schaut, wieviele Bands sich auf The Can beziehen, besonders im Ausland, kann man nicht verhehlen, daß Can eine der wichtigsten deutschen Bands waren und sind.
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