Kundenrezension

322 von 343 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Canon L-Qualität zu fairem Tamron-Preis, 20. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD digitales Objektiv für Canon (Zubehör)
Als Fotograf, der mit seinen Bilder lediglich im Nebengewerbe Geld verdient, bin ich einerseits auf erstklassige Leistung angewiesen, andererseits muss man natürlich auch auf das Geld achten. Somit ist für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend, ob ich entsprechendes Fotozubehör kaufe oder nicht.
Da ich auch gerne mal Brennweiten über 70mm für Portraits verwende, aber sowieso ein universelles Telezoom für Unterwegs (Reisen, etc.) benötigte, suchte ich nach einem Objektiv, welches mir sowohl für die professionellen Arbeiten, als auch im privaten Bereich treue Dienste leisten könnte. Genutzt werden die Objektive dabei hauptsächlich auf einer EOS 60D von Canon. Testkandidaten waren dabei das Canon EF 70-300 L IS USM und das neue Tamron SP 70-300 VC USD. Warum ich mich letzten Endes für das Tamron entschieden habe, folgt in dieser Rezension.

1. Optik / Haptik / Verarbeitung

Qualitätsmäßig machen sowohl das Canon-Original, als auch die Tamron Linse einen sehr hochwertigen Eindruck. Die gewählten Materialien, aber auch die Verarbeitung ist dabei auf nahezu identischem Niveau. Die angenehm gummierten Zoom- bzw. Fokusringe laufen geschmeidig und ohne Ruckeln. Auch der Widerstand ist angenehm, nicht zu fest und auch nicht zu leichtgängig. Dennoch macht das Canon-Zoom auf den ersten Blick einfach mehr her. Die weiße Farbe und der rote Ring stehen noch immer hoch im Kurs der Fotografen, denen Prestige und Leistung wichtig sind. Doch mal ganz vom Prestige abgesehen, zählen für mich harte Fakten und da gehören für mich neidische Blicke anderer Canonisten nicht dazu. Beide Objektive werden mit einem stabilen Metallbajonett und einer Gegenlichtblende ausgeliefert. Etwas Eingewöhnung bedarf es für eingefleischte Canon-User bei der Verwendung des Tamron, denn zum Einen verläuft die Zoom-Skala genau seitenverkehrt zu Canon-Objektiven und zum anderen sind Zoom und Fokusring vertauscht, wenn man sonstige L-Linsen in Betracht zieht. Da ich aber aus dem ehemaligen Konica-Minolta-Lager stamme, stellte dies keinerlei Hürde oder Entscheidungskriterium dar. Beim Gewicht hat Tamron die Nase vorne, ist es doch um ein paar Gramm leichter, als das Canon L. Probleme mit, von selbst ausfahrenden Tubussen existieren nicht, dazu sind beide Zooms zu straff ausgeführt (wie es nach ein paar Jahren Nutzung aussieht lässt sich natürlich nicht sagen).

2. Ausstattung

Wie bereits erwähnt, bieten beide Objektive Metallanschluss und Gegenlichtblende (Canon: Standardblende, Tamron: blütenförmige Gegenlichtblende), wobei die Blende des Tamron sehr üppig ausfällt, was schon oft zu interessierten Blicken und Fragen geführt hat. Des Weiteren verfügen beide Kontrahenten über einen Ulraschall-Autofokus (bei Canon Ring-USM genannt, bei Tamron USD) welcher zum Einen sehr schnell und präzise arbeitet und zum Anderen sehr leise seinen Dienst verrichtet. Unterschiede sind nur sehr marginal festzustellen. Das Canon ist vielleicht einen Tick schneller, dafür trifft das Tamron auch bei schlechterem Licht häufiger den anvisierten Punkt. Zudem haben Canon und Tamron ihre professionellen Optiken (L bzw. SP Serie) mit hinreichend Spezialgläsern bestückt, die Bildfehler vermeiden oder abmildern sollen. Doch dazu mehr im Abschnitt "Bildqualität". Wichtiger im Bereich der Telezooms ist der Bildstabilisator. Hier leistet sich keiner der Beiden eine echte Schwäche. Dennoch muss man klar das Tamron favorisieren. Zwar ist der Stabi etwas lauter, als der des Canon, doch er nagelt das Bild regelrecht im Sucher (und damit auch auf dem Sensor) fest. Es ist schon beeindruckend, wie die Tamron-Ingenieure dahingehend ihre Hausaufgaben gemacht haben. Mit ruhiger Hand gelingen einem verwacklungsfreie Aufnahmen bis hin zu 1/40 Sekunde ... und das bei wohlgemerkt 300mm Brennweite (äqv. 480mm KB)! Für Videoaufnahmen hingegen sind beide Stabilisatoren weniger geeignet, da sie doch den einen oder anderen Ruckler produzieren, wenn der Stabi "nachzieht". Den größten Pluspunkt hinsichtlich Ausstattung erzielt das Canon bei der Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Staub, da es wie alle L-Linsen komplett Wettergeschützt daherkommt. Nichts desto trotz finden sich nach mehreren Monaten Nutzung auch auf dem Tamron keine Staubeinschlüsse und auch Nieselregen hat dem Objektiv bisher nicht geschadet auch wenn es nicht offiziell als wetterfest bezeichnet wird.

3. Bildqualität

Der wohl wichtigste Punkt. Im Gegensatz zu Einsteiger-Zooms, wie dem Canon 55-200, dem Canon 70-300 IS (ohne L), dem Sigma 70-300 APO oder dem alten Tamron 70-300, kann man bei beiden Objektiven einen deutlichen Gewinn an Bildqualität verbuchen. Die Schärfe der beiden Linsen ist auf extrem hohen Niveau und erreicht bei allen Blenden (ja, auch bei Offenblende 4 - 5,6!) fast Festbrennweitenniveau; Abblenden bringt somit keine wirkliche Verbesserung mehr. Einen Gewinner kann man hier nicht ausmachen, da beide Objektive gleiche hervorragende Leistungen zeigen. Bildfehler sind ebenfalls sehr gut korrigiert. Hier hat das Canon einen kleinen Vorsprung. Auch bei größten Kontrastkanten konnten keine Chromatischen Abberationen (Farbfehler - Farbränder) erzwungen werden. Doch auch das Tamron ist hier nicht schlecht. Nur wirklich extreme Hell-Dunkelgrenzen zeigen einen leichten Farbsaum. Dieser ist aber nur in 100% Ansicht zu erahnen und auch in 1min in Photoshop korrigiert. Aber auch Abblenden um 1 EV löst jegliche CA-Probleme (welche man nicht mal so nennen kann). Im Normalfall treten CAs aber nicht auf. Die Verzeichnung ist bei beiden Objektiven kaum wahrzunehmen. Eine leichte Tonnenform ist am kurzen Ende bei 70mm zu erahnen ... mehr aber auch nicht. Da beide Objektive für Vollformat geeignet sind, aber am Crop (APS-C Sensor) getestet wurden, spielt auch die Vignettierung keine Rolle. Sie ist schlicht und einfach nicht sichtbar. Weder am langen, noch am kurzen Ende; weder bei Offenblende, noch abgeblendet. Flares und Ghostings halten sich ebenfalls sehr gut in Grenzen. Bei aufgesetzter Sonnenblende stellen diese Reflektionsfehler keinerlei Problem dar. Bei abgesetzter Blende neigt dann ehr das Canon zu den Blendenflecken, wenn auch nur in sehr geringem Maße. Ebenfalls für viele Fotografen entscheidend ist das Bokeh. Auch wenn Blende 4 bis 5,6 nicht gerade Lichtstark sind und damit nicht perfekt für eine gute Unschärfe, so verhilft einem dennoch die große Brennweite und die Offenblendtauglichkeit der Objektive zu schönen unscharfen Hintergründen. Auch wenn die Unterschiede nur marginal und damit "Meckern auf hohem Niveau" sind, so setzt sich im Bereich Bokeh das Tamron etwas besser durch. Ob es an den 9 abgerundeten Blendenlamellen liegt (Canon: 8), kann ich nicht sagen. Jedenfalls wirkt es einen Tick weicher und angenehmer, als das des Canon. Hinsichtlich der Farbgebung, bildet das Tamron etwas wärmer als das Canon ab. Das Canon wirkt hier neutraler, aber auch kühler. Die Farbgebung bleibt aber dann doch ehr Geschmackssache und mir gefällt der wärmere Ton des Tamron.

4. Fazit

Das Tamron ist ein wirklich beachtliches Objektiv, welches sich in keinster Weise hinter dem mehrfach teureren Canon verstecken muss. Bildfehler halten sich in Grenzen oder um es besser auszudrücken; im normalen Fotoalltag treten keine Fehler auf. Die Verarbeitung ist auf ähnlich hohem Niveau, wie bei Canons L-Serie, selbst wenn hier nur Kunststoff verarbeitet wird. Die Schärfe ist extrem gut in allen Brennweitenbereichen. Und auch Kontraste und Farben stellt das Objektiv bis hin zu 300mm sehr gut dar, was für Zooms in diesem Brennweitenbereich nicht unbedingt üblich ist. Auch wenn das Canon in einigen Bereichen einen kleinen Hauch Vorsprung für sich verbucht und sicher prestigeträchtiger ist, als ein Tamron "Made in China", so finde ich den Aufpreis nicht gerechtfertigt. Tamron beweißt mit dem SP 70-300 USD, dass man auch in einem sehr fairen Preisrahmen qualitativ hochwertige Objektive bauen kann.
Empfehlen kann man diese Optik jedem ambitionierten Hobbyfotografen und Semiprofi. Auch Aufsteiger, die mit der Bildqualität der Kit-Zooms nicht mehr zufrieden sind, kann man dieses Objektiv bedenkenlos ans Herz legen. Die Bilder werden sicher davon profitieren, zumal man wirklich erkennbare Unterschiede zu günstigen Kitlinsen sehen kann und nicht nur von theoretischen Verbesserungen sprechen muss. Vollprofis und hauptberufliche Fotografen werden aus Prestigegründen, Canon-Treue und Wetterschutz wohl doch ehr zum roten L-Ring greifen.
Die einzige Schwachstelle, sowohl bei Canon, als auch Tamron, bleibt die Lichtstärke. Sie ist mit Blenden zwischen 4 und 5,6 nicht besonders hoch und macht die Objektive bei dunklen Lichtverhältnissen nur bedingt empfehlenswert (mit höherer ISO funktioniert aber auch das ... der AF hatte jedenfalls trotz schwacher Lichtstärke kaum Probleme).
Warum ist es nun das Tamron geworden? Es bietet annähernd gleiche Leistung wie das Canon, ist in wenigen Punkten sogar besser. Es ist ein deutlicher und vor allem spür- und sichtbarer Aufstieg aus der günstigen Einstiegsliga (Canon 55-200 / 70-300 IS, Sigma 50-200 / 70-300, Tamron 70-300 alt) mit dem man durchaus professionell arbeiten kann. Zudem kostet es nur den Bruchteil des L-Objektivs. Und Tamron legt mit der Garantie über 5 Jahre (!) noch einen Hammer drauf, selbst wenn man sich dafür zwangsweise registrieren muss. Es ist einfach ein unschlagbares Angebot zu einem Klasse Preis-Leistungs-Verhältnis.

MFG Oliver
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.04.2012 17:25:25 GMT+02:00
Pete meint:
Vielen Dank für diese hervorragende Rezension! Kompetent und aussagekräftig ist hier das Objektiv eines Fremdherstellers gewürdigt worden. Das Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD ist nicht schöngeredet worden, sondern aufgrund der praktischen Erfahrungen ganz objektiv beurteilt worden. Ich gebrauche das Objektiv ebenfalls an einer Canon EOS 40D und kann Ihrer Rezension nur zustimmen. Z.B. kann ich manche Rezensenten nicht verstehen, die das Bokeh des Tamron bemängeln und als "häßlich" bezeichen. Oder sie monieren, das das Bokeh nicht weich genug wäre und gewisse Doppelkanten abbilden würde. Kann ich leider nicht nachvollziehen!
Meines Erachtens nach ist Tamron hier ein beeindruckendes Objektiv gelungen. So bin ich ebenfalls mit meiner Entscheidung glücklich, kein L-Canon gewählt zu haben, sondern das Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD. Die richtige Entscheidung, will man im Telebereich auf hohem Niveau fotografieren, aber auch den Geldbeutel schonen.

MFG Peter Ahrend

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2012 14:29:56 GMT+02:00
schorschi meint:
Sehr gute aussagekräftige Rezension. So etwas liest man hier nicht oft. Danke!

Veröffentlicht am 06.06.2012 21:33:43 GMT+02:00
Oliver meint:
Nach solch großartigen Rezensionen will man das Objektiv gleich kaufen, und genau das werde ich wohl auch die nächsten Tage, denn die Rezension spricht für sich, dass man das Tamron 70-300 mm als Hobby- und Partyfotograf unbedingt braucht.

Veröffentlicht am 20.06.2012 22:20:31 GMT+02:00
Martin Stone meint:
Auch von mir vielen Dank für diese informative Rezension. Ich habe viel darüber gelernt, worauf es bei einem solchen Objektiv generell ankommt. Das Fazit überzeugt mich und ich werde mir das Objektiv jetzt mal in natura anschauen.

Veröffentlicht am 11.08.2012 15:44:09 GMT+02:00
Martin meint:
Hallo, danke für die eigentlich recht gute Rezension, für den Preis und die Bauart ist dieses Tamron echt super und braucht sich hinter Canon Objektiven gleicher Art nicht zu verstecken. Etwas übertrieben finde ich die Rezension aber doch, im Vergleich zu den teuren besonders 70-200mm L-Objektiven von Canon ist das Bokeh und auch das Kontrastverhalten, gerade gegen helles Licht nicht ganz so gut, trotzdem setze ich dieses Tamron auch gerne mal auf meiner EOS 5D Mk III ein weil es schön handlich ist, viel Spielraum bei der Brennweite bietet und Schärfe und Farben recht gut sind. Vielen Dank und freundliche Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.08.2012 21:26:00 GMT+02:00
Hallo Martin,

Danke für Dein Kommentar. Das Canon 70-200 L habe ich nicht mit dem Tamron verglichen!!! Ich selbst habe es auch noch nicht auf der Kamera gehabt. Ich weiß nur, dass es wohl oft als Referenz-Tele genommen wird hinsichtlich Abbildungsgüte, Verarbeitung und Bokeh. In meinem Test habe ich das Tamron direkt mit einem 70-300 L verglichen. Und in dem Falle konnte ich keine so großen Unterschiede zwischen dem Tamron und dem Canon ausmachen, dass ein Aufpreis von 300% gerechtfertigt wäre! Sicher gibt es einige Bereiche (AF-Geschwindigkeit, Haptik, Wetterschutz) wo das Canon noch einen Tick besser ist, was ich aber auch schon in der Rezension angemerkt habe. Hinsichtlich des Kontrastes, sowie der Farbdarstellung konnte ich aber keinerlei sichtbare unterschiede feststellen außer, dass das Tamron etwas wärmer abbildet. Und beim Bokeh hat mein Tamron gegen das Canon-Pendant die Nase vorne gehabt, weil bei gleichen Aufnahmen, das Canon-Bokeh etwas unruhiger war. Aber auch hier ist alles "Meckern auf hohem Niveau" ... ohne direkten Vergleich würde es nicht auffallen. Vielleicht habe ich auch ein besonders gutes Tamron erwischt, denn ich hatte bisher keinerlei Probleme, die in negativen Rezensionen angesprochen wurden. Keine Doppelkanten im Bokeh, keinen Front- oder Backfokus, wie er sonst leider häufig anzutreffen ist und auch keine flauen Bilder/Kontrastschwäche. Bei mir zeigt sich an der 60D und an einer 7D über den gesamten Brennweitenbereich ein, bis in die Bildecken, scharfes und ausgesprochen Kontrastreiches Bild, dass sich definitiv nicht hinter dem getesteten Canon verstecken muss. Und da ich mit den Bildern auch Geld verdiene, lege ich selbst viel Wert auf die Bildqualität, da man den Kunden ein Maximum an Bildqualität bieten will. Und mit fast zwanzig Jahren Fotoerfahrung (zu DDR Zeiten mit Praktica SLR, div. Zeiss und Pentacon Linsen, dann Minolta analog und Dynax 7D und seit knapp zwei Jahren mit Canon), denke ich, dass ich die Unterschiede zwischen den Linsen fachlich einschätzen kann ... zumindest mit den mir vorliegenden Modellen. Wie sich die Objektive an Vollformat verhalten kann ich nicht sagen, da ich generell nicht mit Canon-Vollformat arbeite. Sollte Vollformat nötig sein, nutze ich die Kamera eines Geschäftspartners (Nikon D800).
Wie gesagt, vielleicht habe ich ein gutes Tamron erwischt und ein schlechtes Canon und Dein Tamron ist vielleicht nicht perfekt justiert (was aber nix mit Kontrastschwäche zu tun hätte). Jedenfalls bin ich auch noch Monate nach dem Kauf genauso zufrieden, wie zum Zeitpunkt des Vergleichs. Ich würde jederzeit wieder das Tamron bevorzugen, da es bei annähernd gleicher Leistung einfach nur 1/3 kostet. Und in der Bildergalerie kannst Du auch ein Foto sehen, wo das Bokeh des Tamron zu sehen ist. Und das kommt schon bald an mein 50 1.4er ran (bei gleicher Blende). Gruß Oliver

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2012 00:00:45 GMT+01:00
Rolf meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 26.04.2013 14:41:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.04.2013 14:42:32 GMT+02:00
Bikejet meint:
Hätte ich doch diese Rezension vorher gelesen :-) Nun habe ich mir das Canon gekauft, jedoch nach dem Lesen dieses Erfahrungsberichtes nicht wirklich bereut, da der Autofokus (auch laut Traumflieger) ja besser sein soll und wegen des Wetterschutzes. Da ich den "Status" des semiprofessionellen Fotografen anstrebe, ist meine Entscheidung nun doch nicht ganz so falsch, zumal dieses Objektiv "CPS-tauglich" ist (es gehört, bezüglich einer Bewerbung für eine CPS-Mitgliedschaft, zu den zugelassenen Produkten - https://cps.canon-europe.com/Public/QualifyingProducts).

Traumflieger beispielsweise sagt dazu:

Canon: "Die Autofokusleistung liegt mit durchschnittlich 98% auf sehr hohem Niveau (97% Phasen-AF, 99% Kontrast-AF)."

Tamron: "Beim Autofokustest kann das Tamron ebenfalls durchaus überzeugen und erreicht im Phasenkontrast noch 85% und im Kontrast-AF 89%, keine Spitzenleistung aber immerhin besser als an den vergleichbaren Canon-Telezooms, das L-Objektiv ausgenommen."

Veröffentlicht am 15.08.2013 07:15:57 GMT+02:00
Spawnie meint:
Hallo,

ich habe eine kurze Frage an alle Käufer bei Amazon:

Hier ist im Lieferumfang keine Rede von der Sonnenblende. Zudem wird sie beim Setvorschlag angeboten.
Auf anderen Seiten hingegen steht, sie wäre im Lieferumfang.

Was stimmt denn nun?

PS: Bei den Bildern ist ein Userbild mit recht großer Sonnenblende. ISt diese Original oder Zubehör?

Danke

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2013 12:56:03 GMT+02:00
schorschi meint:
Die ist immer dabei
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