Kundenrezension

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein märchenhaftes Vergnügen, 18. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck: Hänsel und Gretel (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1971) (Audio CD)
Hänsel und Gretel ist die schönste Märchenoper, die es gibt und besonders zur Weihnachtszeit ist diese herrliche Musik unverzichtbar. Schon sehr viele Generationen sind mit dieser Märchenoper aufgewachsen und vor allem wurde mit dieser Oper bei vielen Kindern der Grundstein für die Liebe zur Oper gelegt. Die Besetzung ist im großen und ganzen stimmig, einzig und allein die Tontechnik ist ein Manko.
Helen Donath singt die Gretel. Sie gestaltet die Rolle des kleinen und mutigen Mädchens wunderbar. Ihre Stimme ist leicht in der Höhe und klingt jugendlich. Auch die Dramatik kommt nicht zu kurz. Besonders schön gelungen ist der Abendsegen und auch der Anfang der Oper, wo viele der bekanntesten Kinderlieder ihren Ursprung finden, ist sehr schön und kindgerecht gelungen. Donath klingt nicht nach großer Diva, sondern nach einem kleinen Mädchen, welches ihr eigenes Leben riskiert, um das ihres Bruders zu retten. Wirklich eine ganz tolle Besetzung für diese Rolle und ich persönlich finde, dass selbst Elisabeth Schwarzkopf hier nicht mithalten kann.
Anna Moffo, die große Koloratursopranistin, singt hier die Partie des Hänsel. Ich hätte ihr die Rolle anfangs gar nicht zugetraut, denn wenn man ihre Aufnahmen von "La Traviata" oder "Lucia di Lammermoor" kennt, kann man sich nicht vorstellen, dass die selbe Stimme in der Lage ist eine Mezzorolle glaubhaft und vor allem stimmlich überzeugend zu gestalten. Die Stimme klingt in der Tiefe sicher und kräftig und die Mittellage klingt zeitweise betörend schön. Auch als Darstellerin überzeugt sie mich völlig. Ihre Stimme hat, ähnlich wie bei Helen Donath, auch nach zahlreichen Karrierejahren etwas jugendliches behalten und besonders wenn Moffo singt "Ich bin der stolze Hans" dann glaubt man ihr das einfach.
Der Vater wird vom wunderbaren Dietrich Fischer Dieskau gesungen. Er ist sowohl als Sänger als auch als Darsteller völlig überzeugend. Besonders wenn er seiner Frau erzählt, dass im Wald die böse Knusperhexe wohnt. Er ist ein ganz großer Sänger und für mich gibt es keinen anderen Interpreten dieser Rolle! Charlotte Berthold ist eine sehr laute und vor allem keifende Mutter. Auch ihr nimmt man die Wut über die Ungehorsamkeit ihrer Sprösslinge vollkommen ab. Christa Ludwig ist als Hexe großartig und auch wirklich furchteinflößend. Wenn sie ihren Hexenritt singt, können einem schon mal die Haare zu Berge stehen. Sie ist eine wirklich brilliante Darstellerin dieser Rolle, denn sie ist wirklich eine furchteinflößende und abgrundtiefböse Knusperhexe. Sandmännchen und Taumännchen werden von Lucia Popp und Arleen Auger gesungen. Beide machen ihre Sache sehr gut.
Das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Kurt Eichhorn ist sehr gut. Alles ist stimmig und besonders die Ouvertüre entführt den Hörer sofort ins Märchenland und macht Lust auf mehr! Auch der Tölzer-Knabenchor ist hervorragend. Machen sie sich, oder ihren Kindern eine Freude und bestellen sie diese wunderbare Einspielung der herrlichen Märchenoper. Einzig und Allein die Technik ist ein wenig übertreiben, denn das richtige Maß an Hall wurde nicht gefunden. Aber auch das ist wieder Geschmackssache.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.11.2013 23:43:53 GMT+01:00
Andreas meint:
Sie schreiben, dass in der Oper viele der bekanntesten Kinderlieder ihren Ursprung finden - das ist falsch. Lieder wie "Suse, liebe Suse" oder "Ein Männlein steht im Walde", sowie "Brüderchen, komm tanz mit mir" gab es bereits vorher, Humperdinck hat sie nur für seine Oper verwendet.
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