Kundenrezension

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3.0 von 5 Sternen Etwas überambitoniert, 16. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Hitze: Abenteuer eines Amateurs als Küchensklave, Sous-Chef, Pastamacher und Metzgerlehrling (Gebundene Ausgabe)
Ein etwas kompliziertes Buch für den etwas komplizierten Gourmet. Dieses Urteil gründet erstens auf dem nicht ganz einfachen Aufbau des Buches und zweitens auf der Ansicht, dass man's in punkto Feinschmeckerei und Küchenbegeisterung auch übertreiben kann. Wer braucht schon wirklich Tortellini, die so fein sind, dass sie durch die Gabel flutschen, von denen man Unmengen braucht, bis man satt wird, nachdem man vorher schweißtreibende Stunden damit verbracht hat, den Teig dünn, dünner, hauchdünnst auszurollen?
Buford fällt in seinem Buch mit der Tür ins Haus, erwähnt gleich x Namen von Restaurants, Köchen, Hilfsköchen und Küchenpersonal, die auseinanderzuhalten mir zumindest fast bist zum Ende des Buches schwer gefallen ist, vor allem, da es auch nicht unbedingt chronologisch angelegt ist.
Ja, man erfährt, dass Buford vorher Redakteur war und seinen Job kündigte, um Küchensklave zu werden. Dennoch bleiben die genaueren Hintergründe dieser doch sehr extremen Entscheidung im Hintergrund und sind für relativ "normale" Kochfans nicht nachzuvollziehen.
Zwar lobt auch Anthony Bourdain Bufords Buch, aber ganz ehrlich: Bourdains Bericht aus der durchgeknallten Welt der gehobenen Profi-Gastronomie hat mir besser gefallen, auch wenn er nicht mit der ungewöhnlichen Koch-Biografie des Amateurs Buford auftrumpfen kann.
Dennoch sind Bufords Schilderungen farbig, lebendig und teilweise auch witzig. Bei mir wird vor allem die
Tatsache hängen bleiben, dass Italiens angeblich bester Metzger sein Fleisch aus Spanien bezieht, weil die Viecher in Italien nicht mehr artgerecht gefüttert werden. Verständlich, wenn's so sein sollte. Es bleiben aber dennoch leise Zweifel, was an einem Metzger so 100 Prozent toll sein soll, der abgelaufenes, bereits müffelndes Fleisch zu obskuren Terrinen verarbeitet.
Klar, Italien und seine Küche sind toll. Doch es ist gut, wenn man das schon vor der Lektüre weiß. Denn obwohl Bufords Buch eine Hommage an die italienische (und italoamerikanische) Küche sein soll, könnte das beim Leser nicht immer so ankommen. Und was zum diabolo ist so schrecklich an Nudelmaschinen, wenn Teig und Füllung selbst gemacht sind??? Man zeige mir den, der den Unterschied zu handgerollter Pasta wirklich heraus schmeckt. Wie gesagt, man kann's auch übertreiben und das dürfte dann den durchaus ambitonierten aber auf dem Küchenboden gebliebenen Hausmann oder die Hausfrau doch ab und zu etwas nerven.
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