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Kundenrezension

92 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wie man ein hervorragendes Buch filmisch verwurstet., 5. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Das ist wohl der bessere Titel für diesen Film. Er mag ja dem 08/15-Sat1-Publikum gefallen, aber er ist für einen Historienfilm geradezu erschreckend falsch und jedem Freund des Buches (das hervorragend ist) kann ich nur raten:
FINGER WEG!!!!
Schon das erste Bild zeigt, wie egal es den Verantwortlichen war, was im Buch steht: Marie wird als Frau mit engelsgleichen BLONDEN Haaren beschrieben. Ich denke, das Bild sagt alles.
Sie hat zu Beginn keine Beziehung zu Michel Adler und schon gar keine - für ihre Zeit wirklich an Hurerei grenzende - wie sie der Film zeigt.
Man macht aus ihr von Anfang an nahezu eine Alice Schwarzer des Mittelalters und schiebt dafür den Charakter ihres Feindes Ruppertus etwas mehr in die "er hatte es auch nicht leicht"-Ecke. Im Film kommt er erst auf die Idee, sie zu verleumden, als sie ihn ablehnt - im Buch hat er das von vornherein vor.
Hinzu kommt - aus Zeit sparenden Gründen - dass Marie die traumatischen Erlebnisse von mehrfachen Vergewaltigungen im Kerker offenbar im Nu wegstecken und als Hure arbeiten kann.
Ich verstehe, dass man einen Romanstoff wie diesen für einen Fernsehfilm kürzen muss, aber die Charaktere und die Handlung so zu verdrehen, dass von der Vorlage wirklich nicht mehr als die Namen übrig bleiben, ist eine Frechheit.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.10.2010 00:05:49 GMT+02:00
Isolier Bond meint:
Bewerteten Sie den Film oder das Buch? Wenn man den Film anschaute, ohne vorher das Buch zu kennen, kann man sagen: Ein sehr starker Film für das Herstellungsland. In vielen Jahrzehnten in denen ich Filmumsetzungen von Büchern beurteilt habe, hatte ich ähnliches Meinungen wie Sie. Der Film ist nicht annähernd so gut wie das Buch. Das ist aber Käse! Der Film kann nicht, wie es in einem Buch möglich ist, sehr viel Gedanken und Überlegungen darstellen. Der Film kann nicht die bildliche Fantasie des Betrachters auslösen, wie es zum Beispiel ein Buch kann. Denn dort wird man ja nicht durch Bilder abgelenkt; die Fantasie hat beim Lesen freie Fahrt. Deshalb: Beurteile bitte einen Film immer so als hättest Du nie das Buch davon gelesen. Betrachte den Film alleine - ohne dieses Hintergrundwissen. Denn der Film ist halt der Film. Das Buch ist das Buch und Deine visuellen Fantasien, die daraus erwachsen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2010 18:24:44 GMT+02:00
ananymus meint:
wenn man sich das Interview von Iny Lorentz auf der DVD ansieht, merkt man doch um was es geht
sie wollen ihr Buch weiterhin verkaufen und Interessierte für ihr Buch gewinnen, was hat man als Autor davon im Film schon alles zu sehen und zu wissen, was passiert und wie es ausgeht?
ich fand den Film klasse umgesetzt, auf das Wesentliche reduziert und wer mehr möchte, liest das Buch....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.10.2010 23:54:27 GMT+02:00
LadyVanessa meint:
Der Punkt ist, dass der Film in seiner Handlung teilweise SO gravierend von der Vorlage abweicht, dass es fast keine Verfilmung des Romanstoffs mehr ist. Dass hier und da bei solchen Verfilmungen gekürzt werden muss, ist absolut klar, aber wenn die Hauptfigur einen völlig anderen Charakter verpasst bekommt, ist das wohl kaum noch zu erklären.
Wenn man eine völlig andere Handlung machen will: Bitte! Aber dann soll man es nicht mit "Verfilmung des Bestsellers" anpreisen.

Veröffentlicht am 15.11.2010 12:56:40 GMT+01:00
Nun ja, Buch und Film unterliegen völlig anderen Voraussetzungen und Erfordernissen. Im Buch ist es z. B. leicht, auch komplexe Gedankengänge des Protagonisten darzustellen. Im Film eine schiere Unmöglichkeit. Im Film muss alles visualisiert werden oder ein Mitspieler muss Gedachtes aussprechen. Allein schon deswegen kann man wohl keine 1:1 Umsetzung Buch-zu-Film erwarten. Auch sind ca. 200 Buchseiten Stoff für 90 Minuten Sendezeit. Das ist der Grund, warum viele Buchverfilmungen die Inhalte kürzen oder verändern - oft dabei verschlimmbessern.

Doch was mir überhaupt nicht gefallen hat, ist die gekünstelte Schauspielerei von A. Neldel. Sie wirkt wie eine Stadttusse aus dem 21. Jahrhundert, die sich ein MA-Kostüm angezogen hat und einen einstudierten Text herunterleiert. Mir fehlt hier einfach die Authentizität der Schauspielerin. Mit anderen Worten: Ich nehme ihr die Rolle (und nicht nur diese!) nicht ab.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2010 08:30:35 GMT+01:00
klausimausi meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2010 08:45:12 GMT+01:00
@klausimaus

Rolle verstanden oder nicht - ich halte Neldel für eine absolut miese Schauspielerin. Es handelt sich um keine überspitzte und keine moderne Darstellung, sondern um gar keine Darstellung. Miese Schauspielkunst. Um das geht's.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2010 18:52:23 GMT+01:00
Zitat:
... er ist für einen Historienfilm geradezu erschreckend falsch ...

In welcher Hinsicht genau. Was soll hier historisch falsch sein?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.02.2012 17:06:51 GMT+01:00
LadyVanessa meint:
Was hier historisch falsch ist? Entschuldigung, aber so wie sich die Film-Marie verhält, wäre sie in den Ansichten dieser Zeit nahezu zu Recht als Hure verurteilt worden! Ich kann einfach nicht einen völlig emanzipierten Charakter nach heutigen Standards in so eine Rolle pressen! DAS funktioniert nicht!

Veröffentlicht am 29.02.2012 08:02:04 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.12.2012 01:27:56 GMT+01:00
LadyVanessa meint:
@mistressfraser:
Aber die Original-Geschichte konnte so zumindest schlüssig in ihrer Zeit stattfinden. Beim Film kam ich mir einfach vor, als hätte man Schauspielern einer heutigen Telenovela Mittelalter-Kostüme angezogen. Wie gesagt: Marie hat was mit Michel - und in dieser Art wäre das in der Zeit schon als Hurerei angesehen worden. Schon damit führt der Film die Basis der Geschichte mit einer "ungerechten" (nach DAMALIGER Ansicht gesehen) Verurteilung und ihrer Rache dafür nahezu ad absurdum. Und das nach weniger als 5 Minuten. Es mag sein, dass das Autoren-Team damit den Buchverkauf ankurbeln wollte - wobei man sich dann die Frage stellen muss: Wird sich nach dem Buch nicht jeder fragen, wie sie eine solch miese Verfilmung zulassen konnten?
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