Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen All Hope Is Gone? Noch lange nicht!, 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Audio Secrecy (Audio CD)
Es war eine Veränderung die sich bereits mit "Snuff" auf dem letzten Slipknot Album ankündigte. So klingt Audio Secrecy, das dritte Studioalbum von Stone Sour, wie eine Fortsetzung zu "All Hope Is Gone". Fortsetzung aber Bitte nur im bildlichem Sinne sehen. Denn Soundtechnisch unterscheidet sich Audio Secrecy nicht nur komplett von Slipknots bekannten, aggressiven, düsteren Stil, sondern auch von den letzten beiden Studioalben von Stone Sour.

Und doch scheinen sie alle irgendwie, genau wie eine Saga, miteinander verknüpft zu sein. Während "All Hope Is Gone" das traurige Ende Slipknots einleitet (die sich aufgrund des verstorbenen Bassisten Paul Grey mindestens bis 2012 aus der Musikwelt zurückziehen oder Solo weitermachen), leitet Audio Secrecy einen neuen Weg ein. Und während Corey Taylor anscheinend mit allen Dämonen abgerechnet hat, tut er nun endlich das, was er sich immer erträumte: Seine eigene Band, sein eigener Stil.

Bereits 1992 wurde Stone Sour gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Sänger Corey Taylor, Sänger, und James Root, Gitarrist der Band Slipknot. Doch erst 2002 veröffentlichten sie ihr erstes selbst betiteltes Studioalbum. Schon mit diesem Album war Stone Sour ein Geheimtipp. Erstmal überraschte Corey Taylor mit einer Ballade namens "Bother". Schnell machte dieser Titel die Band bekannt. Endgültig machten die Jungs jedoch 2006 mit ihrem zweiten Studioalbum Come What(ever) May auf sich Aufmerksam. Und schon da fragten sich die Fans ob dies wirklich nur ein erfreuliches Nebenprojekt zu Slipknot sei. Erst jetzt, 2010, sollte man erfahren das dies Corey Taylors ganz großes Projekt ist.

Mit Audio Secrecy gehen Stone Sour einen komplett anderen Weg als viele wahrscheinlich erwartet haben. Das Album klingt erwachsener und ruhiger. Trotz vieler grandioser Balladen gibt es aber doch einen ständigen Wechsel zwischn harten un ruhigen Songs. Dies macht dieses Album so umfangreich und komplett.

Mit dem zweiten Track (nach dem Instrumental Opener) Mission Satement gibts bereits die erste rockige Einleitung. Hier muss aber ganz klar die Betonung auf Heavy Rock liegen, denn Gröllen und Shouten tut Corey hier nur noch selten.

Wahrscheinlich ist es genau das was einige Fans völlig verwirrt hat. Viele der Hörer werden wahrscheinlich erstmal nichts mit dem Album anzufangen wissen. Man muss es erst mehrmals hören bevor man es einordnen kann. Für manche jedoch dürften die Emotionen zu viel sein. Wer hier jedoch nicht erkennt wie sehr Stone Sour musikalisch gewachsen sind, will es anschinend nicht akzeptieren oder hat keine Ahnung von verdammt guter Musik.

Mit dem Song Hesitate bewegt man sich bereits sogar in "Dream Theater" Gefilden. Alle Songs sind jedoch untermalt mit wahnsinns Riffs und dem klaren und unverwechselbaren Gesang Corey Taylors. Und das gleiche gilt für die teils melancholischen Texte. Es geht um verflossene Lieben und verpasste Chancen. Es ist das komplette Gegenteil Coreys Texte bei Slipknot. Doch trotz all der Emotionen hat man nicht einmal das Gefühl eine kitschige Ballade zu hören. Alle Songs besitzen ein eigenes Statement. Alle Songs klingen erwachsen und übermitteln eine Botschaft.

Das Jahr 2010 wird nicht jünger. Zeit allmählich Billanz zu ziehen. Und ohne besondere Übertreibungen kann man behaupten das dies bereits jetzt das vielleicht bedeutendste Rock/Metal Album 2010 ist.
Natürlich ist Stone Sour einen anderen Weg gegangen. Aber es war ganz sicher nicht der falsche, auch wenn viele mit diesem Album nicht klar kommen oder erstmal klar kommen müssen.

Während Disturbed es gar nicht erst wagt etwas neues zu probieren und Linkin Park endgültig zu einer Popgruppe geworden ist, sind es Stone Sour die mit ihrem neuen, abwechselungsreichen Album Audio Secrecy die ganz großen Gewinner sind. Genau mit solch einem Sound hat man die Chance in der ganz großen Liga mitzuspielen.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.09.2010 15:19:07 GMT+02:00
Du hast in meinen Augen den Nagel komplett auf den Kopf getroffen und mir somit erspart, eine eigene Rezension zu schreiben ;)
Ich hatte anfangs auch Probleme mit dem Album - zumindest mit den Balladen. Das lag aber nicht daran, dass sie schlecht wären, ganz im Gegenteil. Corey hat mit Songs wie Cardiff, Xxxyz Rd. oder Snuff die Messlatte aber verdammt weit hoch gelegt. Diese drei Songs sind so unvergleichbar gut, dass alles was danach kommt nur abstinken kann im Vergleich, weswegen man ihn nicht ziehen sollte. Jammern auf hohem Niveau quasi. Mittlerweile geht mir kein Song von Audio Secrecy mehr aus dem Kopf. Und selbst wenn die eben genannten Songs in einer eigenen Liga spielen ist das Album hier insgesamt doch das beste der Band - mit Abstand.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.09.2010 18:09:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.09.2010 18:10:27 GMT+02:00
Aufziehvogel meint:
Grüße dich Superbär

Wie du bereits geschrieben hast, jammern auf hohem Niveau. Bei Stone Sour hat man einfach die Qual der Wahl was den tollen Sound angeht. Mit Come What(ever) May haben sie die Messlatte sehr hoch gelegt. Das ist eine Band die tatsächlich noch bock hat Musik zu machen. Audio Secrecy klingt von allen Alben am durchdachtesten. Es ist als hätten sie es seit einer Ewigkeit geplant gehabt. Miner Meinung nach haben sie den richtigen Weg gewählt. Schade ist nur das viele einfach zu Stur sind das einzusehen. Wenn sie zumindest wie du dem Album eine weitere Chance geben würden, aber man stellt sich ignorant und möchte die Songs gar kein zweites Mal hören oder interpretieren. Aber kann man nichts machen, das Album wird so oder so Erfolg haben, auch wenn da ein paar Leutchen ihr Probleme haben. Zumindest gibt es hier einmal nicht so einen Kindergarten wie bei den Metal Hammer Komments.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.09.2010 19:49:20 GMT+02:00
Interessant finde ich immer wieder, dass AS nicht mehr so hart sein soll. Ich finde auf der Scheibe genug Bretter, die Songs wie 30/30-150 in nix nachstehen. The bitter End könnte gar von Slipknot sein. Es fehlt nur Joey.
Ich persönlich konnte garnicht anders, als dem Album eine 2. Chance zu geben. Ich verehre Corey, kann nicht aufhören ihm zuzuhören. Wobei ich immer noch finde, dass seine beste Leistung Im not Jesus ist.
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