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Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Host, 22. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Host (Audio CD)
Mit dem 1999er Album "Host" schufen Paradise Lost eines ihrer umstrittensten Alben ihrer Bandgeschichte. War "One Second", trotz seiner eher poppigeren Ausrichtung, insgesamt noch ein Album, welches viele als innovativ und überaus gut ansahen, wurde die Fangemeinde mit "Host" in zwei Lager gespalten. Der überwiegende Teil konnte mit dieser elektronisch orientierten Ausrichtung nichts anfangen, andere lobten dies als das gewagteste und beste Album, was Paradise Lost je herausgebracht haben.

1) So Much Is Lost:
Schon in den ersten Sekunden wird klar, dass dieses Album eindeutig ein Synthie-Pop Werk sein soll. Die Gitarren sind stark verfremdet verzerrt, Nick Holmes sing nur mehr ausschließlich klar und sanft. Auch wird sofort klar, dass dieses Album auch gar nicht den Anspruch erheben will zu rocken, sondern eher eine melancholische Atmosphäre zu schaffen, in der der geneigte Hörer verloren gehen kann. Fast schon ein wenig spacig kommen die Strophen hier rüber und vermitteln ein gewisses Gefühl von Schwerelosigkeit. Logisch folgend ist der Refrain, in welchem die Gitarren zwar seltsam verzerrt wurden, aber immerhin noch klar erkennbar bleiben. "So Much Is Lost" ist meiner Meinung ein genialer Song und der ideale Start, da er die Stärken dieses Albums gut zum Vorschein bringt. (9/10)

2) Nothing Sacred:
Fast schon Dance-ähnliche Synthesizerklänge eröffnen diesen Song. Doch schon setzen melancholische Streicher aus dem Keyboard ein und machen klar: Alles liegt im Argen und es gibt keinen Grund zu tanzen. Die Gitarren sind hier ebenfalls noch sehr gut erkennbar und Nick Holmes verwendet einen interessanten Sprechgesang, der allerdings im Refrain abbricht und melodischer wird. Die Melancholie von "So Much Is Lost" wird so gekonnt gesteigert, sodass es fast scheint, hierbei handle es sich um dessen Fortsetzung. Auch "Nothing Sacred" weiß zu überzeugen. (9/10)

3) In All Honesty:
Hier werden die Gitarren erstmals so stark verfremdet, dass sie nicht mehr wie Gitarren klingen. Wem sowas nicht gefällt, wird mit dem Song wenig anfangen können. Wer offen für derlei Experimente ist, der wird ein wahres Highlight entdecken. Vor allem Nick Holmes weiß hier sowohl stimmlich wie auch textlich voll und ganz zu überzeugen. Ich finde dies ist eine der eingängisten, aber genialsten Melodien, die er je geschrieben hat. Im Mittelteil kann man sogar wieder kurz die Gitarren erkennbar hören. Greg liefert uns eine seiner Trademark-Melodien. Einer der stärksten Songs auf dem Album. (10/10)

4) Harbour:
Nach kurzem Intro von Keyboardstreichern beginnt ein eher langsamer, aber atmosphärisch gelungener Song. Die Gitarren sind teilweise wieder erkennbar, allerdings wird der Song ohnedies mehr vom Keyboard und Nick Holmes getragen. In puncto Melancholie hat Paradise Lost selten vergleichbares abgeliefert. Eine Frauenstimme begleitet Mr. Holmes durch den Refrain und gibt dieser Melancholie somit eine zusätzliche Dimension. Das einzige Problem hier ist das meiner Meinung nach überflüssige Piano-Zwischenspiel nach dem zweiten Refrain. Da wäre es klüger gewesen noch mal Gregs Gitarre ranzulassen. (9/10)

5) Ordinary Days:
Einer der treibenderen Songs des Albums. "Ordinary Days" beginnt mit gehetztem Piano-Intro, um dann mit elektronischen Piep-Lauten eine Melodie zu formen, die dermaßen flott in's Ohr geht, dass man diesen Song einfach wieder und wieder hören will. (9/10)

6) It's Too Late:
Dieser Song beginnt diesmal mit einem Intro aus echten Streichern. Ein Song der zunächst sehr ruhig beginnt und sich langsam steigert. So kommt die erste Strophe nur mit dem Streichinstrument und ein paar minimalistischer Keyboardklänge aus. Erst in der zweiten Strophe setzt das Schlagzeug hörbar ein, davor ist es nur ein leiser Klicklaut, der den Takt angibt. Auch Nick Holmes passt sich diesem Schema an. Während er die erste Strophe beinahe flüstert, wird er langsam und kontinuierlich immer lauter. Am Ende begleitet ihn auch diesmal eine Frauenstimme, diesmal nicht dezent im Hintergrund, sondern wirklich duetthaft. Diese Steigerung gepaart mit dem Zusammenspiel von Streichern, Keyboards und Piano geben dem Song eine epische aber auch furchtbar melancholische Atmosphäre. Das ist der vermutlich traurigste Song, den diese Band je gemacht hat. Gerade das ist auch seine Stärke und gerade deshalb ist er auch der beste Song auf dem Album. (10/10)

7) Permanent Solution:
Der wohl "heavieste" Song auf dem Album. "Permanent Solution" hätte sicher auch gut auf "One Second", vielleicht sogar auf "Draconian Times" gepasst, wenn man die Verzerrung der Gitarren mehr Metal-orientiert gewählt hätte. Greg zeigt hier tatsächlich endlich, dass er seine charakteristischen Melodien nicht verlernt hat. Nick Holmes Gesang ist auch etwas "heavier", wenn auch noch immer eindeutig klar. Insgesamt ein brillanter Song. (9/10)

8) Behind The Grey:
Hier erkennt man endlich wieder mal die Gitarren als solche. Der Song schwelgt in flotterem Tempo in Melancholie und dem Wunsch auszubrechen. Und genau darum geht es textlich auch. Zugegeben, dem Text fehlt ein wenig die Raffinesse, die Mr. Holmes sonst für sich beansprucht, aber der Song macht einfach Spaß und man kann gar nicht aufhören ihn zu hören. (10/10)

9) Wreck:
Das ebenfalls spacige "Wreck" ist wohl der einzige gröbere Aussetzter auf dem Album. Obwohl, schlecht ist er nicht. Der Refrain ist rundum gelungen, die Melodie ist super, aber die Zeit bis zum Refrain zieht sich schon ein bisschen. (8/10)

10) Made The Same:
Dieser Up-Tempo-Song überzeugt durch hörbare, sogar gänzlich unverzerrte Gitarren. Die Keyboards und Synthesizer werden etwas in den Hintergrund gedrängt. Genau dadurch fällt der Song positiv ein wenig aus dem Rahmen. Untermalt wird das ganze von einem brummenden Bass, der in der Strophe zwar verzerrt wird, aber insgesamt dominieren hier doch die eher "normalen" Instrumente. Im Mittelteil darf ein Piano schließlich in den Vordergrund, während Nick eine seiner besten Melodien singt. (10/10)

11) Deep:
Hier herrschen wieder verfremdete Brummlaute. Gelegentlich ist die Gitarre zu hören, aber sie hält sich stark im Hintergrund. "Deep" wird von Schlagzeug und Bass dominiert. Im Refrain erklingt dann ein geisterhaftes Keyboard. Nick Holmes schmachtet hier in totaler Verzweiflung. Der Song sticht leider nicht sonderlich hervor, da er zwischen zwei Meisterwerken steckt, aber er ist definitiv besser als "Wreck". Vor allem der ruhige Mittelteil und eine stark verzerrte Stimme zu Beginn und am Ende, die irgendetwas sagt, machen den Song interessant und geben ihm eine fiese Düsternis. (9/10)

12) Year Of Summer:
Dieser Song ist das vollkommene Kontrastprogramm zu "Made The Same". Kaum ein Instrument tritt groß in den Vordergrund. Alle halten sich brav im Hintergrund und schaffen eine düstere Atmosphäre, während Nick Holmes über depressive und zynische Menschen singt (wahrscheinlich meint er sich selbst). Der Song lebt fast ausschließlich von der Atmosphäre, die er kreiert. Damit ist er zwar kein Unikum auf diesem Album, aber so konsequent wird das nur hier durchgezogen. Gerade dadurch weiß der Song schließlich auch zu begeistern. (10/10)

13) Host:
Der Titelsong lässt zu Beginn Schlimmes erahnen. Er beginnt fast gleich wie das etwas strauchelnde "Wreck". Doch davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Hierbei handelt es sich um einen der melancholischsten Songs des Albums. Während die Strophe noch vorwiegend wie "Year Of Summer" einzig auf Atmosphäre setzt, wird im Refrain eine geniale Gesangsmelodie ausgepackt, die einfach mitreißt. Die Gastsängerin darf hier ein weiteres Mal zur Unterstützung an's Mikro, obwohl hier wieder nur als Backgroundsängerin und nicht Duettpartnerin. Insgesamt überzeugt "Host" durch seine gekonnte Steigerung und seine brillante Melodie. (10/10)

Fazit: Dieses Album wird nicht jedem Paradise Lost Fan gefallen. Es ist einfach kein Album zum Headbangen. Es hat keinen einzigen wirklich rockenden Song (höchstens noch "Permanent Solution"). Es hat überhaupt nichts mit Metal zu tun. Aber, wer offen für etwas Neues ist, der sollte es sich unbedingt anhören. Ansonsten entgeht ein Meisterwerk. Übrigens, woher die Depeche Mode Vergleiche kommen, verstehe ich als Depeche Mode Fan nicht. Das Album mag zwar melancholischer Synthiepop sein, aber deswegen gleich zu behaupten es klinge wie Depeche Mode, ist nicht sonderlich klug. Das wäre als würde man sagen, die "Icon"-Phase von Paradise Lost klingt wie Iron Maiden, nur weil beides Metal ist.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.05.2012 14:10:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.05.2012 14:14:55 GMT+02:00
Die DM Vergleiche sind absolut nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn ich ebenfalls finde, dass die Band hier immer noch mehr nach PL klingt, kann man bei einigen Stücken DM eindeutig heraus hören. Genauso, wie man bei anderen Werken deutlich dezente Sisters und Metallica Einflüsse heraushören kann.
Solange dass auf diesem Niveau geschieht, kann ich das aber in jedem Fall noch tolerieren.
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