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Ein Traum wird endlich wahr: Ein Besuch in London von der Autorin aus Amerika!, 7. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin der Bloomsbury Street (Gebundene Ausgabe)
Wenn man es so sehen will, ist dieses Buch der Nachfolger von "84, Charing Cross Road", welches den charmanten Briefwechsel zwischen einer amerikanischen Drehbuchautorin, Helene Hanff, und den Mitarbeitern eines Londoner Antiquariats, besonders mit dem Antiquar Frank Doel, enthält. Nachdem die Brieffreundschaft über 20 Jahre gehalten hat, wurde sie durch den plötzlichen Tod von Frank beendet. Im Andenken an ihren guten Freund lässt Helene die Korrespondenz im Jahre 1970 erstmals verlegen. Die Anerkennung des Werkes ist für die bescheidene New Yorkerin eine Überraschung. Als sie von einem Verleger aus England dann auch noch nach London eingeladen wird, geht für sie ein großer Traum in Erfüllung. Die Stadt kennenzulernen, die sie bisher nur aus Büchern oder Briefen lieben gelernt hat, ist das große Abenteuer ihres Lebens. Und es ist ein besonderes Glück für die Leser, dass sie ihre Eindrücke in einem besonders liebenswerten Tagebuch niedergelegt und dann auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Im Juni 1971 kommt Helene tatsächlich in London an. Sorgfältig führt sie Buch über ihre ersten Erfahrungen mit englischen Sanitäranlagen, beschreibt ihr Entzücken über die himmlischen Straßen und kommentiert die britische Lebensweise. Auch das Aufeinandertreffen von amerikanischen Sichtweisen auf die englische Kultur, wird mit einem charmanten Augenzwinkern skizziert. Wie eine fremde Herzogin fühlt sie sich, als sie durch ihre offene und herzliche Art schnell neue Bekanntschaften schließt und zu vielen Abendessen gebeten wird, was ihren Geldbeutel entlastet und ihr Konto an Londoner Tagen aufstockt. Im Nu erobert Helene die englische Metropole und wandelt mit Begeisterung auf den Spuren der großen Lyriker. Kleine Stolpersteine, wie die verflixte britische Kleidungsordnung oder gewisse gesellschaftliche Absonderlichkeiten, nehmen ihr nicht den Humor, mit der sie jedes Problem meistert. Es ist ein besonderes Vergnügen Helene auf ihren Erkundungstouren zu begleiten. In dem Land in dem Shakespeare bewundert, aber Dickens geliebt wird, möchte man wie die Autorin so gerne den Aufenthalt ewig ausdehnen. Doch die pragmatische Helene bleibt sich treu und so sind nach sechs unterhaltsamen Wochen die Koffer gepackt und als die Amerikanerin nach Hause fliegt, wird London bereits zu einem unwirklichen Traum. Als Leser hat man gerne mit Helene geträumt. Vielen Dank für dieses kleine, aber feine Tagebuch!
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Die Herzogin der Bloomsbury Street 3455026516
Helene Hanff
Hoffmann und Campe Verlag
Die Herzogin der Bloomsbury Street
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Ein Traum wird endlich wahr: Ein Besuch in London von der Autorin aus Amerika!
Wenn man es so sehen will, ist dieses Buch der Nachfolger von "84, Charing Cross Road", welches den charmanten Briefwechsel zwischen einer amerikanischen Drehbuchautorin, Helene Hanff, und den Mitarbeitern eines Londoner Antiquariats, besonders mit dem Antiquar Frank Doel, enthält. Nachdem die Brieffreundschaft über 20 Jahre gehalten hat, wurde sie durch den plötzlichen Tod von Frank beendet. Im Andenken an ihren guten Freund lässt Helene die Korrespondenz im Jahre 1970 erstmals verlegen. Die Anerkennung des Werkes ist für die bescheidene New Yorkerin eine Überraschung. Als sie von einem Verleger aus England dann auch noch nach London eingeladen wird, geht für sie ein großer Traum in Erfüllung. Die Stadt kennenzulernen, die sie bisher nur aus Büchern oder Briefen lieben gelernt hat, ist das große Abenteuer ihres Lebens. Und es ist ein besonderes Glück für die Leser, dass sie ihre Eindrücke in einem besonders liebenswerten Tagebuch niedergelegt und dann auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat.
Im Juni 1971 kommt Helene tatsächlich in London an. Sorgfältig führt sie Buch über ihre ersten Erfahrungen mit englischen Sanitäranlagen, beschreibt ihr Entzücken über die himmlischen Straßen und kommentiert die britische Lebensweise. Auch das Aufeinandertreffen von amerikanischen Sichtweisen auf die englische Kultur, wird mit einem charmanten Augenzwinkern skizziert. Wie eine fremde Herzogin fühlt sie sich, als sie durch ihre offene und herzliche Art schnell neue Bekanntschaften schließt und zu vielen Abendessen gebeten wird, was ihren Geldbeutel entlastet und ihr Konto an Londoner Tagen aufstockt. Im Nu erobert Helene die englische Metropole und wandelt mit Begeisterung auf den Spuren der großen Lyriker. Kleine Stolpersteine, wie die verflixte britische Kleidungsordnung oder gewisse gesellschaftliche Absonderlichkeiten, nehmen ihr nicht den Humor, mit der sie jedes Problem meistert. Es ist ein besonderes Vergnügen Helene auf ihren Erkundungstouren zu begleiten. In dem Land in dem Shakespeare bewundert, aber Dickens geliebt wird, möchte man wie die Autorin so gerne den Aufenthalt ewig ausdehnen. Doch die pragmatische Helene bleibt sich treu und so sind nach sechs unterhaltsamen Wochen die Koffer gepackt und als die Amerikanerin nach Hause fliegt, wird London bereits zu einem unwirklichen Traum.
Als Leser hat man gerne mit Helene geträumt. Vielen Dank für dieses kleine, aber feine Tagebuch!
Tanja Heckendorn "heckendorn"
7. Oktober 2009
- Insgesamt:
5

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Details
Ort: Lörrach
Top-Rezensenten Rang: 222
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