Kundenrezension

51 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen sehr schade, dass es langsam reicht, 6. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Affe trifft Wolf: Dominieren statt kooperieren? Die Mensch-Hund-Beziehung (Gebundene Ausgabe)
Sehr gern las ich bisher immer Blochbücher und erlebte Vorträge. Die Art Blochs, dabei wie ein Rohrspatz auf andere zu schimpfen hat mich früher eher immer amüsierrt, weil sie eben wie ein Rohrspatz daher kam und nicht wie ein souveränes Wesen, das er selbst immer propagiert, um einen Hund zu führen.
Es ist wirklich schade, dass dieser neue Aufguss seiner Empörungen im Gegenzug viel weniger Eigenes entgegen zu setzen hat, als früher. Es werden viele Spekulationen und Vermutungen über die Evolution ausgesprochen und es wird zitiert, wer gerade den Inhalt des Buches unterstützen kann.
Weswegen ich jedoch das Buch mit nur einem Punkt quittiere, betrifft die unsäglichen Tipps zur Hundeerziehung. Zwei Hunde mit einer kurzen Leine ANEINANDER zu binden, damit der Althund dem Jungspund das Zurückkommen zum Menschen beibringt, ist mehr als unsinnig. Zuerst einmal widerspricht es dem dem ständigen Aufruf Blochs, dass der Hundehalter selbst endlich seine Verantwortung zur Erziehung wahrnehmen soll und sie nicht dem Althund aufBINDET. Einen Althund zu zwingen, den Jungspund an sich gebunden mit herum zuschleppen und umgekehrt, ist unsäglich und behindert die Entwicklung des jungen Hundes, der die Welt nach seinen Interessen entdecken möchte und den Althund, der seinen eigenen Interessen nachgehen will ungemein. Zudem dürften so nur noch Feldspaziergänge möglich sein, denn in allen anderen Gegenden hängen die Hunde nach 2 Metern um einen Baum verwickelt.
Weiterhin sieht man auf jedem Foto, auf dem die Autoren selbst zu sehen sind, mit welch schlechten Körperhaltungen sie aufwarten. Keine Spannung, keine Haltung. An einen Leithund erinnert das in keiner Weise. Dafür sieht man Günther Bloch mit einer Flexileine und am Halsband seines Hundes (nach oben) zerrend. Das diese Bilder ausgewählt wurden, zeigt erschreckend, wie wenig Sensibilität dem Hund gegenüber tatsächlich vorhanden ist.
Mein Vorschlag wäre, doch einfach bei den Beobachtungen zu bleiben, die in der Feldforschung von den Autoren gemacht werden. Das ist interessant.
Es ist jedoch etwas völlig anderes, uns Hundehalter zu belehren, obwohl wir im Feld garnicht vorkommen und es Herrn Bloch offenbar nicht bekannt ist, dass auch die Übertragung dessen, was er an wilden Hunden und Wölfen sieht, für die Hundereziehung eine eigene Erfahrungswelt (Training mit Menschen und Hunden) bedarf und nicht nur wilde abstruse Ideen, mit denen das Buch leider zahlreich angefüllt ist.
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.05.2012 09:34:49 GMT+02:00
Cindy meint:
Leider vergessen Sie in Ihrem Kommentar völlig die Hundpsyschologie und so geht völlig verloren, dass Günther Bloch seit sehr langer zeit Hunde beobachtet und zwar den "gewöhnlichen" Haushund... Ebenso wird man in keinem ausgeglichenen Familienband ein Leittier sehen, dass sich wie o.g. verhalt. So etwas passiert wenn in Gruppen, die nicht ständig zusammen leben und selbst das könnte man jetzt Seitenlang beschreiben. Den Hund als Hund in seinem Verhalten zu sehen ist eben auch ein Unterschied zu der Tatsache den Hund als "Sportgerät" oder unter Menschenpsyschologie zu führen.
Ständig macht der eine den anderen schlecht-da lobe ich mir Menschen, die tausende von Stunden beobachten und ein extrem hohes Gefühl für Ausdrucksverhalten entwickelt haben. Dazu noch die Ausssagen, dass es eine Meinung ist und kein MUSS-den Rest kann man sich dann ja selbst denken....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2012 17:55:36 GMT+02:00
Arachne meint:
Ich finde das Buch, genau wie die vorherigen, gelungen. Einfach geschrieben, einfach zu verstehen.

Zum 1. Rezensenten

Es sollte wohl jedem klar sein, dass Althund und Junghund nicht den ganzen Tag an einer Leine durch die Botanik laufen sollen. Es geht hierbei um eine Form des Trainings. Das man so nicht "spazieren" geht sollte eigentlich jedem klar sein. In dieser Form soll die Abrufbarkeit des jüngeren Hundes geübt werden, dass sollte jeder Hundehalter wohl verstehen können.

Zudem sollen Blochs Bücher nicht als Bibel verstanden werden, sie sollen zum nachdenken und reflektieren anregen.

Veröffentlicht am 20.07.2012 23:26:42 GMT+02:00
Thf meint:
Ich bin der gleichen Meinung. Bloch hat sich sehr verändert. Was er vergisst ist das sich unsere Hunde von Wölfen und anderen freilebenden Hunden sogar genetisch unterscheiden. Man spricht von europäischen Hunden, die durch die Zucht und Selektion zu Spezialisten wurden. Es gibt sogar eine genetische Veränderung im Gehirn zwischen Hund und Wolf

Veröffentlicht am 04.10.2012 18:47:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.10.2012 18:48:28 GMT+02:00
Arthur meint:
Die erschreckend weit verbreitete und gehässige Verpönung der Flexileine durch die vermeintlich vorbildlichen Leithundeführer wie diesen Kommentator und auch noch die unsägliche Aufforderung, ja nie ruhig-gelassen zu sein, sondern stets militärisch stramm und angespannt, ist mehr als peinlich. Mehr muß man nicht wissen, um zu sehen, mit welcher aufgesetzt dogmatischen Einstellung hier Hunde angegangen werden. Das neue Bloch-Buch habe ich nicht gelesen, kommentiere es aber später vielleicht mal, aber nun lese ich es: erst recht!
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