Kundenrezension

34 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der unverwüstliche Lieutenant aus dem New York der 70er Jahre: KOJAK - 2.Staffel, 20. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kojak - Einsatz in Manhattan: Die komplette zweite Staffel [5 DVDs] (DVD)
Seit dem Veröffentlichungstermin der ersten Staffel dieses US-Krimiserien-Klassikers am 20. Oktober 2005, sind nun schon fasst fünf Jahre vergangen.
Es ist zu vermuten, dass diese für den deutschsprachigen Raum gedachte DVD-Veröffentlichung der zweiten Staffel, im Zuge der gleichfalls für dieses Jahr erfolgten Neuerscheinung zweier DVD-Boxen mit Staffel 2 und 3 für den UK-Markt erfolgt.
Obwohl die zweite Staffel im "Vereinigten Königreich von England" bereits seit 2001 (allerdings von einem anderen Anbieter als dem jetzigen) erhältlich war, können die dortigen Zuschauer sich nun bereits über drei vollständige Staffel-Veröffentlichungen auf DVD freuen.
Die US-Firma "Universal", die 2005 die erste Staffel in Deutschland noch selbst vermarktete, überlässt dieses Recht diesmal der "Universum Film GmbH".
Diesen Schritt werte ich durchaus als eine Gute Wahl, denn die Firma "Universum" hat in der Vergangenheit schon andere US-Serien (u.a. "CSI") in allerbester Bild- und Tonqualität auf DVD veröffentlicht.
Leider ist dies in Bezug auf die hier zu bewertente zweite KOJAK-Serienstaffel nicht ganz so optimal, wie es durchaus wünschenswert gewesen wäre, gelungen.
Mehr zu diesem Aspekt enthalten die unteren Abschnitte zur Bild- und Tonqualität.

Kojak selbst ist, genau wie einst der Serienstart, längst TV-Geschichte geworden.
Der 148-minütige Pilotfilm "Der Mordfall Marcus-Nelson", der von den Produzenten ursprünglich nur als einzelner Fernsehfilm gedacht war, ging dem Start der eigentlichen Serie am 24. Oktober 1973 beim US-Fernsehsender CBS voraus. Insgesamt entstanden zwischen 1973 und 1978 ganze 118 in fünf Staffeln aufgeteilte Episodenfolgen.
Die ARD zeigte übrigens den Pilotfilm am 22. September 1974 in deutscher Erstausstrahlung. Danach liefen in der ARD ab dem 03. Oktober 1974 bis 1978 zunächst 62 Folgen über den Bildschirm. Mit der ersten Folge "Belagerung", begann auf dem damals obligatorischen Sendeplatz für Krimiserien am Donnerstag um 21:00 Uhr, unter dem eingedeutschten Sendetitel "Einsatz in Manhattan", fortan die Ausstrahlung der eigentlichen Serie.
1991 zeigte die ARD weitere 37 Folgen, die bis dahin noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen waren, als TV-Premiere. Die restlichen Episoden waren später im Privat-TV zu sehen.
Inzwischen sind alle 118 Folgen mehrmals ohne Werbeunterbrechung im Digital Pay-TV in der "13TH Street" und bei "AXN-Action" zur Ausstrahlung gekommen.
Zu sehen waren aber auch hier wieder nur, neben den mit einer vollständigen deutschsprachigen Synchronisation versehenen Folgen, vorwiegend jene aus den 70er Jahren stammenden jeweils um ca. 5 Minuten gekürzten Episoden.

Inhalt:

Der New Yorker Polizist Lieutenant Theodoros (Theo) Kojak (Telly Savalas) erledigt seine Fälle so, wie er es für richtig hält. Mit zynischen Humor spürt der glatzköpfige Grieche die Schlupfwinkel dunkler Elemente selbst auf Partys der High Society auf. Zu Kojaks Team gehören u.a. seine beiden Assistenten Crocker (Kevin Dobson) und Stavros (George Savalas).
Auf Grund der oftmals unkonventionellen, aber auch immer wieder erfolgreichen Ermittlungsmethoden seines Lieutenants, ist es für Kojaks direkten Vorgesetzten Capt. Frank McNeil (Dan Frazer) mitunter garnicht so einfach, Kojak gelegentlich auch mal dazu zu bewegen, genau nach Vorschrift vorzugehen.

Die 2005 erschienene Kojak-Box enthält bereits die komplette erste Staffel, mit allen 22 Folgen von "Belagerung" bis "Weg ohne Wiederkehr" aus dem Jahr 1973.
In dieser zweiten Box erscheinen nun erstmals alle 24 Folgen der zweiten Staffel von 1974, beginnend mit der Doppelfolge 23 und 24 "Rivalen der Mafia" (Teil 1 und 2) bis zu Folge 46 "Alle Träume werden wahr" in deutscher Synchronfassung auf DVD.

Nachtrag vom 10. September 2010:

Im Gegensatz zur DVD-Box mit Staffel Eins werden hier nun alle Folgen in der aus dem deutschen Fernsehen bekannten gekürzten Fassung angeboten, zumindest soweit es die Folgen der ARD-Erstausstrahlung aus den 70er Jahren betrifft.
Diese Folgen haben somit jetzt auch auf diesen DVDs den legendären deutschen Kult-Vorspann "Einsatz in Manhattan" samt deutschsprachiger Inserts behalten.
Somit gibt es bei diesen Folgen natürlich zwischendurch keinen Wechsel in die englische Original-Sprachfassung und wieder zurück, wie dass noch auf DVD-Box Nr.1 der Fall war. Alle anderen Folgen mit dem "KOJAK" Vorspann kommen jeweils selbstverständlich in der ungekürzten Länge der Originalfassung zur Ansicht.

Bildbewertung:

Die Laufzeit aller 24 Folgen der zweiten Staffel beträgt insgesamt 1125 Minuten.
Sie sind auf fünf Silberscheiben mit je fünf Folgen aufgespielt, die sich in einer durchsichtigen Hartplastik-Box befinden.
Jede DVD wurde so untergebracht, dass sie sich einfach und unkompliziert entnehmen lässt.
Das Bild im Format 1,33:1 (4:3) hat überwiegend eine relativ gute Qualität, die im großen und ganzen 1:1 der aus dem Fernsehen bekannten, aber eben mitunter auch nicht immer ganz optimalen Bildqualität entspricht.
Kleinere vereinzelt auftretende Mängel bei Bild und Ton, sind leider dem Alter des bis zu 35 Jahre alten filmischen Ausgangsmaterials geschuldet.
Bonusmaterial ist ebenfalls leider nicht vorhanden.
Statt in einem Booklett sind Titel und Inhaltsangaben der 24 Folgen auf der Innenseite des DVD-Einlegers zu finden.
Jede Folge wurde hierbei mit ihrem deutschen als auch dem Originaltitel versehen.

Tonbewertung:

Die Tonqualität kann demnach ebenfalls als ausreichend gut bezeichnet werden.
Alle Folgen können wahlweise mit deutscher Synchronisation oder englischsprachiger Originalfassung im Format Dolby Digital 2.0 angesehen werden.
Eine Anwahl von Untertiteln ist leider nicht möglich.
Während auf der von Universal herausgegebenen ersten DVD-Box, jedes noch so kleine Hinweisschild dass im Bild zu sehen war, mit einer deutschsprachigen Schrifteinblendung übersetzt wurde, verzichtet die Universum-Film als herausgeber dieser zweiten Box nun wieder gänzlich auf diesen Service, der für Zuschauer mit einer Hörschädigung sicher sehr Hilfreich gewesen wäre.

Gesamturteil:

Wer als treuer Fan von Theo Kojak noch die ausgezeichnete Bildqualität der ersten DVD-Box vor Augen hat, muss bei dieser zweiten Box leider im Vergleich dazu Abstriche machen.
Während Universal für die erste Kojak-Box offenbar wenig beanspruchtes Originales Ausgangsmaterial zur digitalen Aufbereitung verwenden konnte, musste sich die Universum-Film für diese zweite DVD-Box augenscheinlich mit Kopien zufrieden geben, die ohnehin bereits für deutsche TV-Ausstrahlungen zur Verfügung standen.

Fazit:

Diese Box ist, auch wenn Universum vielleicht Qualitätsmäßig am falschen Fleck gespart hat (oder sparen musste), eine ganz klare Kaufempfehlung für alle Fans von Theo Kojak und der Serie "Einsatz in Manhattan".
Wenn auch im wesentlichen hier leider nur die gekürzten Folgen zu sehen sind, hat dies auf jeden Fall den Vorteil, dass es beim Ansehen der Folgen nicht zum plötzlichen Wechsel in die Orginalfassung kommt.
Ich hoffe dass diese zweite Kojak-Box trotz der auftretenden Mängel ein Verkaufserfolg wird.
Denn nur dann wird es wohl eine Fortsetzung mit den restlichen beiden Serien-Staffeln in ähnlicher oder besserer Form geben.
Wer sich an der Qualität dieser DVD-Veröffentlichung stört, den kann ich wirklich nur noch einmal auf die bereits erwähnte DVD-Kollektion dieser Serie für den UK-Markt hinweisen.
Natürlich sind dafür erstens ausreichende Englisch-Kenntnisse notwendig,
zweitens werden hier eben gleich alle Folgen der Staffeln 1 bis 3, in vollständiger und ungekürzter Fassung angeboten, aber dafür eben bei Staffel 2 & 3 leider auch nicht in bester digital restaurierter Qualität. Schade dass so etwas weder auf dem UK-Markt, noch auf dem deutschen Markt, möglich zu sein scheint.
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1-10 von 19 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.09.2010 18:12:34 GMT+02:00
853OKG meint:
"Zu sehen waren aber auch hier wieder nur, neben den mit einer vollständigen deutschsprachigen Synchronisation versehenen Folgen, vorwiegend jene aus den 70er Jahren stammenden jeweils um ca. 5 Minuten gekürzten Episoden." Das stimmt so nicht. Ich habe alle 118 Folgen auf 13th Street gesehen. Es handelt sich um gekürzte Folgen der ARD und um die nicht gekürzten Folgen der Privaten, die seinerzeit synchronisiert wurden, teilweise mit einem anderen Synchronsprecher für Kojak, da der uns bekannte Edgar Ott in 1994 verstarb und danach noch ein paar Folgen von einem anderen Synchronsprecher synchronisiert wurden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.09.2010 20:55:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.02.2012 14:06:00 GMT+01:00
Lutz Zander meint:
Mit dem Absatz: "neben den mit einer vollständigen deutschsprachigen Synchronisation versehenen Folgen",
sind die ab dem 04. Januar 1991 um 17:35 Uhr von der ARD im Vorabendprogramm gezeigten 37 Folgen und die restlichen später bei den Privaten gezeigten Folgen gemeint.
Der Rest sind natürlich die 62 gekürzten Episoden-Folgen aus den 70er Jahren, die in ihrer Erstausstrahlung bis zum Jahr 1978 in der ARD gezeigt wurden sind.
Übrigens: Edgar Ott (02.07.1929 - 23.02.1994) verstarb gerade in dem Moment als er 1994 mit der Synchronisation der bis dahin noch nicht in Deutschland gezeigten Kojak-Serienfolgen für's Privat TV beschäftigt war.
Darauf hin übernahm es sein Kollege Christian Rohde diese Synchronarbeit zu Ende zu bringen.
Nur weil bei der Synchronisation für die erste ARD-Ausstrahlung in den 70er Jahren stark Selektiert wurde und die Original-Reihenfolge der Seasons nicht beachtet wurde, ging es bei der jetzigen Ausstrahlung der 118 Folgen im Pay TV bei 13 Street und AXN, natürlich zwischen den verschiedenen gekürzten und ungekürzten deutschen Synchronisationen immer hin und her.
Denn hier wurden ja jetzt alle Folgen in der richtigen Reihenfolge gezeigt, völlig unabhängig davon zu welchem Zeitpunkt die Folgen einst synchronisiert wurden.
Schöne Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2010 00:03:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2010 00:07:34 GMT+02:00
853OKG meint:
War auch nicht böse gemeint. Wobei Christian Rohde nicht wirklich überzeugte, irgendwie fremd, aber das hätte man wohl bei jedem anderen Synchronsprecher auch gesagt, wenn man was gewöhnt ist....Zum Glück waren es unter 20 Folgen. Er hat in der Serie auch schon einige andere synchronisiert. Aber deine Hintergrundinformationen find ich interessant. Nachvollziehen kann ich nicht, dass man eine solche Serie in den Vorabend abgeschoben hat....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2010 18:29:02 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.07.2012 12:44:36 GMT+02:00
Lutz Zander meint:
Ich habe deinen Kommentar keineswegs als böse oder sonst irgendwie negativ empfunden.
Wollte nur noch einmal meinen zugegeben vielleicht etwas umständlich formulierten Satz versuchen zu erklären.
Was die Stimme von Christian Rohde angeht bin ich mit Dir einer Meinung. Wenn man jahrelang Kojak mit der deutschen Stimme von Edgar Ott im Ohr hat, dann ist eine neue Stimme natürlich sehr gewöhnungsbedürftig, besonders dann wenn es bei den jetzigen TV-Ausstrahlungen in der richtigen Reihenfolge, von Folge zu Folge immer hin und her geht.
Aber dieses Thema hatten wir ja schon.
Dass die ab dem 04. Januar 1991 gezeigten 37 Folgen auf den ARD-Vorabend "abgeschoben" wurden, war glaube ich eine logische Folge der veränderten Sehgewohnheiten oder auch Programmstrukturen. Schließlich waren seit der letzten Ausstrahlung der Serie in der ARD 1978, zum damaligen Zeitpunkt immerhin schon 13 Jahre vergangen.
Die TV-Landschaft hatte sich in dieser Zeit nicht zuletzt durch das aufkommen der Privatsender stark verändert.
1991 galten eben auch schon völlig andere Prioritäten auch im TV-Serienbereich, als noch 1978 zu Zeiten der Erstausstrahlung von "Einsatz in Manhattan" in Deutschland.
Von den heutigen verrückten TV-Zeiten mal ganz zu schweigen.
Es verändert sich eben alles. Und manches nicht unbedingt immer zum Vorteil. Das gilt gerade und vor allem für den Fernsehbereich. Leider.
In diesem Sinne
Schöne Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2010 12:27:42 GMT+02:00
853OKG meint:
Was mir noch aufgefallen ist, vielleicht hast du da auch ne Info: Bei allen Folgen, die von Rohde synchronisiert wurden, hat auch Stavros eine andere Stimme, wobei die von Crocker und McNeil, wenn auch merklich älter, gleich blieben. Ich hab mir damals von 13th street alle Folgen auf DVD aufgenommen, die, wie ich finde, in guter Bildqualität waren, und bei den Folgen mit Ott den Vorspann von der ARD davorgeschnitten und bei den Folgen mit Rohde den Originalvorspann belassen. 13th street hat nur mit Originalvorspann ausgestrahlt, den finde ich nicht so gut. Nur Folge 4 hatte man mit ARD Vorspann gezeigt. So kam ich zum ARD-Vorspann. War zwar viel Arbeit, aber so kann ich immer schon am Vorspann sehen, wer da synchronisiert. Ist nur ne Macke. Ich bin auch eher der absolute Rockford-Fan. Da haben sie bei der DVD Veröffentlichung alles super hingekriegt, wobei es auch da mit der Synchronstimme von Claus Biederstädt hin- und hergeht, man merkt dann am Teaser und an der etwas älteren Stimme, ob es sich um ARD-Folgen oder eine spätere von RTL handelt. Dieses Problem besteht wohl bei allen Serien von damals. Durch die starke und nicht immer nachvollziehbare Selektion.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2010 22:07:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.09.2010 16:16:14 GMT+02:00
Lutz Zander meint:
Die Sache mit den beiden unterschiedlichen Synchronstimmen von Stavros hast Du völlig richtig erkannt.
In der ARD Synchronisation aus den 70er Jahren lieh Tellys jüngeren Bruder George Savalas, der leider schon am 20. Oktober 1985 im Alter von nur 59 Jahren an Leukämie verstorben ist, der Synchronsprecher Manfred Grote seine deutsche Stimme, während bei den spät synchronisierten Folgen dieser Part vom Berliner Theater und Filmschauspieler Andreas Mankopf übernommen wurde.
Kevin Dobson (Crocker) und Dan Frazer (Capt. McNeil) behielten auch bei den "späten" Folgen ihre deutschen Stimmen, die Hans-Werner Bussinger (Crocker) und Heinz Giese (McNeil) gehörten.
Stimmlich waren beide natürlich merklich gealtert, da zwischen beiden Synchronisationen doch schon eine nicht ganz unbeträchtliche Zeitspanne ins Land gegangen ist.
Übrigens: Den deutschen Kult-Vorspann "Einsatz in Manhattan" gibt es ursprünglich nur bei den 62 Episoden-Folgen, die vom 03. Oktober 1974 an, auf dem damaligen obligatorischen Krimi-Sendeplatz der ARD, Donnerstags um 21:00 Uhr bis 1978 gezeigt wurden.
Bei den ab 04. Januar 1991 um 17:35 Uhr im ARD-Vorabendprogramm gezeigten 37 Folgen, die ja auch alle noch von Edgar Ott vertont wurden, war dann ebenfalls der Originale "KOJAK"-Vorspann zu sehen, zu dem allerdings zusätzlich der deutsche Schriftzug "Einsatz in Manhattan" eingeblendet wurde.
Später bei den für's Privat TV synchronisierten Folgen hatte der selbe Vorspann diese Einblendung dann nicht mehr.
Die Folgen der letzten "KOJAK"-Serien-Staffel hatten übrigens darüber hinaus in ihrer Originalfassung, sowieso einen ganz anderen Vorspann mit völlig anderer instrumentaler Titelkennung.
Auf dieser nun aktuell erhältlichen DVD-Box der zweiten Staffel, kannst Du zu allen Folgen der verschiedenen Synchron-Jahrgänge, auch die "richtigen" Vorspanne finden.
Natürlich ohne die Einblendung der heute üblichen Sendelogos.
Im Prinzip kannst Du hier nun alle Folgen wie einst zur Erstausstrahlung in den 70er Jahren geniessen.
Alles weitere was zur aktuellen DVD-Veröffentlichung in obiger Rezension bisher noch fehlte und aus meiner Sicht noch erwähnenswert war, habe ich inzwischen ergänzt.
Dass Jim Rockfort aus dem Blickwinkel der Synchronisation heraus ein besseres Los gezogen hat als Ltd. Theo Kojak, liegt natürlich vorwiegend daran, dass Claus Biederstaedt bis zuletzt für die Synchronisation aller Folgen zur Verfügung stand.
Die in den 70er Jahren etwa zeitgleich im Wechsel mit Kojak und Rockfort in der ARD ausgestrahlten Serien wie "CANNON" oder "COLUMBO" erlitten ja rein Synchrontechnisch leider genau das gleiche Schicksal wie Kojak, was Kürzungen oder das weglassen ganzer Episoden-Folgen und spätere Neusynchronisationen angeht.
So jetzt habe ich wieder mal mehr geschrieben als Du eigentlich wissen wolltest. Aber am Ende passt es dann ja doch auch irgendwo wieder zum Thema.
In diesem Sinne
Schöne Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.09.2010 18:40:00 GMT+02:00
N. Klausmann meint:
Die von der ARD ausgelassenen Folgen wurde nie für Kabel 1 bearbeitet, sondern für RTL; ihre deutsche Erstausstrahlung erfolgte dann auch bei RTL II.

Wieso bekommt diese minderwertige DVD-Box überhaupt noch fünf Sterne? Das ist nun wirklich maßlos übertrieben. Drei Sterne - und selbst das ist für das Gebotene noch sehr viel.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.09.2010 18:12:00 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.09.2010 13:21:05 GMT+02:00
Lutz Zander meint:
Hallo N. Klausmann
Danke für den Hinweis mit RTL 2.
Die Serie "KOJAK-EINSATZ IN MANHATTAN" ist nach ihrer ARD-Ausstrahlung inzwischen so oft auf den verschiedensten Privat und Digital-Pay-TV-Sendern gezeigt worden, dass ich in Bezug auf die Erstsendung im Privat-TV einfach etwas durcheinander gebracht habe. Meine Rezension und meine bisherigen Kommentare zu diesem Punkt, habe ich deshalb umgehend geändert.
Diese DVD-Box bekommt von mir eine 5 Sterne-Bewertung, weil ich diese hervorragende Serie trotz allem für ein Meisterwerk des US-Krimiserien-Fernsehens der 70er Jahre halte. Schließlich können KOJAK und Co. nichts dafür, dass diese zweite Staffel in unseren Breiten, nur in dieser vorliegenden Form und Qualität ihren Weg auf DVD gefunden hat.
Natürlich ist diese DVD-Umsetzung im Vergleich zur vor 5 Jahren erschienen ersten Box nicht "das gelbe vom Ei".
Schon gar nicht vor dem Hintergrund, dass inzwischen auf dem UK-Markt bereits die zweite und dritte Staffel zwar mit ungekürzten Episodenfolgen, aber dafür anscheinend auch nicht in hervorragender 1A Qualität auf DVD zu haben sind.
Dass eine ungekürzte Veröffentlichung der Einzelepisoden für den deutschen Markt nicht möglich zu sein scheint, habe ich bereits neben anderen Unzulänglichkeiten dieser Box in meiner Rezension bemängelt und kritisiert.
Deshalb halte ich diese Box trotz allem nicht gleich für minderwertig.
Ausserdem trägt aus meiner Sicht in erster Linie die Firma Universal eine ganz erhebliche Mit-Schuld daran, dass seit 5 Jahren für Deutschland keine DVD-Fortsetzung von besserer Qualität auf den Markt gekommen ist. Auf meine Nachfrage ob den auch die restlichen Staffeln in Deutschland veröffentlicht werden, bekam ich schon vor vier Jahren als Antwort die folgende lapidare Begründung:

"Leider sind für den deutschsprachigen Raum keine weiteren DVD-Veröffentlichungen dieser Serie geplant, da die Verkaufs-Aussichten von unserer Seite als unzureichend angesehen werden.
Es tut uns leid, ihnen keine andere Antwort geben zu können."

Dass die Universum-Film jetzt versucht, den deutschen Fans der Serie wenigstens das hier vorhandene Bild-und Tonmaterial auf DVD zugänglich zu machen, ist meines erachtens zumindest anerkennenswert.
Da die Universum-Film ganz sicher im Vorfeld mit Universal die Rechte zur DVD-Veröffentlichung klären musste, hätte von Seiten der Universal bestimmt auch im eigenen Interesse die Möglichkeit bestanden, auch für Deutschland (wie schon bei der ersten Staffel geschehen), auch jetzt das digital restaurierte Bildmaterial der zweiten Staffel für eine DVD-Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen.
Warum dies nicht geschehen ist, kann ich leider nicht beurteilen.
Mir gefällt es genauso wenig, dass diese Veröffentlichung offenbar nur mit den vorhandenen Qualitätsmängeln möglich war.
Die Universum-Film konnte eben nur jenes Ausgangsmaterial für diese Box verwenden, was ihr zur Verfügung stand, bzw. zur Verfügung gestellt wurde.
Deshalb sehe ich diese DVD-Box vor allem vor diesem Hintergrund und erkenne zumindest die Bemühungen der Universum-Film an, allen deutschen KOJAK-Fans, wenigstens ein einigermaßen annehmbares Produkt anzubieten.
In diesem Sinne
Schöne Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.09.2010 22:52:24 GMT+02:00
Tomcat meint:
Du betonst die gute Bildqualität der UK-Ausgabe von Staffel 2 & 3. Hast Du Dich davon selbst überzeugen können? In den Rezensionen auf Amazon.co.uk wird nämlich die Bildqualität ausdrücklich bemängelt (anscheinend nicht remastered, ausgewaschene Farben, VHS-Niveau).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.09.2010 12:37:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.09.2010 12:39:04 GMT+02:00
Lutz Zander meint:
Hallo Tomcat
Ich habe im Bezug auf die Bildqualität der UK-Ausgabe von Staffel 2 & 3 auf die ursprüngliche Produktinfo vom Juni 2010 vertraut, die noch den Hinweis "Digital remastert" enthielt.
Inzwischen ist auch hier dieser Hinweis so nicht mehr zu finden.
Vielleicht hätte ich in diesem Fall, wie Du es getan hast, ebenfalls besser einen Blick auf die UK-Seite von Amazon werfen sollen.
Nun gut hinterher ist man immer schlauer.
Ich danke Dir sehr für Deinen Hinweis und werde diesbezüglich natürlich die entsprechende Aussage in meiner Rezension umgehend verändern.
Schöne Grüße
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Rezensentin / Rezensent

Lutz Zander
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   

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