Kundenrezension

12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Quo Vadis PP?, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Sorry Pitchies, ich kann Euch irgendwie nicht mehr folgen.

Meint Ihr das alles ernst?

Was sollen diese albernen, gestellten Posen? Beeindruckt man damit heutzutage die Gothic-Girlies?

Und plump noch mit einem hochgestochenen, aber im Zusammenhang nichtssagenden Albumtitel und Cover bei den Cyberpunks und EBM`lern anbiedern (Hammer und Schraubenschlüssel im Atom = Symbol für Quantenmechanik?....och nö)?!

Genauso platt und kalkuliert wirkt manchmal die Musik. Trotz einiger guter Ansätze ist irgendwie keine klare Linie zu erkennen. Ansprechende Melodien/Harmonien und atmosphärische Parts stehen im Kontrast zu höhepunktlosen, vorhersehbaren (und oftmals zu langen) Songs aus dem PP-Standard-Baukasten, wie sie Spilles offensichtlich noch zu genüge in der Schublade hat.

Bei Text/Gesang/Aussprache klappen sich schon mir als nicht unbedingt Anglophilen teilweise die Fußnägel hoch. Das wurde schonmal besser kaschiert... (fehlte hier die Zeit für eine Überarbeitung?). Bei "The Queen of Time and Space" wirkt das Versmaß irgendwie ungelenk. Mit "spoken words" wär das gegangen, aber mit diesem "Halbgesang" wirkt das seltsam schief. Erinnert mich irgendwie an alte "Aurora Sutra" Zeiten mit Patricia Nigiani (obwohl ich die Musik damals sehr mochte).

Fällt das denn eigentlich keinem auf, dass man mit etwas mehr Geschick ganz andere Resultate erzielen könnte? Sollte man sich nicht doch vielleicht einmal einen Produzenten leisten? Hätte man die besten Ideen der letzten 3 Alben auf einem gut produzierten Output zusammengefasst, wäre daraus vielleicht wirklich ein neuer Klassiker geworden. So wirkt die Lobhudelei in der Amazon-Produktbeschreibung leider fast ein bißchen lächerlich (wer schreibt eigentlich solchen Schwachsinn???).

Schade, schade.
"Sie haben sich ein Denkmal gebaut und den Vorschlaghammer selber rausgeholt...."

P.S. Die Bonus-Songs der Ltd. Edt. sind nicht in meine Bewertung eingeflossen.
Diese zunehmende Unsitte, die vielleicht besten Songs "extra zu vermarkten", halte ich für fragwürdig.

Edit 04.10.2011:
Ich habe meine Bewertung der Fairness halber nachträglich um einen Stern erhöht, denn mit "Lament", "Quantum Mechanics" und "The Queen of Time and Space" befinden sich neben verzichtbaren Nummern doch auch einige gute bis sehr gute Stücke auf dem Album. Letzteres setzt sich trotz der eigenwilligen Interpretation hartnäckig im Gehör fest. Vielleicht das schönste Pitchfork-Stück seit "Fear" (2001). Trotzdem halte ich meine Kritik aufrecht, dass Pitchfork sowohl vom Image her, als auch musikalisch an Glaubwürdigkeit verloren haben.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.08.2011 13:49:11 GMT+02:00
Otin meint:
"... und den Vorschlaghammer selber raus geholt...." :D
Amen.

Nun ja, ein in Relation schlechtes Album dürfen sich die Pitchies leisten, keine Frage. Unentschuldbar bleibt allerdings der Vorwurf (eine Hypothese darf erlaubt sein, vielleicht gar zutreffend), Peter musste diesen Schnellschuss hinsichtlich des 20. Bestehensjahres durchdrücken, um den "Versprechungen" gerecht zu werden. Vielleicht hat er sich gar selbst "verkommerzialisiert", denn wie Th. Meyer schon sagt, hier wurde auf recht plumpes und in totalen Kitsch gehülltes Design zurückgegriffen. Dieses "Posieren", schon ab Dream Tiresias, ist klare Vermarkungssache, das hat nix mit Kunst zu tun, auch nicht im mindesten mit Ästhetik (man vergleiche dazu mal das geniale Booklet zu "Chakra Red", oder auch schlichte Booklets wie bei "IO"!) - qualitativer Wechsel. Dieser findet ebenso mit Musik und Lyrics statt. Ich bezweifle nicht, dass es Pitchfork noch drauf hat, keine Frage, es gibt Songs der neueren Schaffensphase mit beeindruckenden Strukturen. Sind aber quantitativ unterlegen... Etwas mehr Zeit, etwas weniger ökonomisch produzieren, das wäre nen Anfang. Aber mit dieser Forderung wird sogleich die Integrität der Jungs untergraben. Der Idealismus ist scheinbar tot, nun ist die Welt wieder traurig und schlecht und wir alle "will descent" - selbst das früher postulierte "Erwache!" atrophierte zu einen schlichten "Wir machen dich fertig, böses Individuum"(If I Could, Freeze in Silence). Radikale Zeigefingermentalität statt Denkanstöße. Jetzt wird den Wünschen der Fans nachgegangen - "back to the Roots!" und möglichst schnell. Die vermeintlichen Fans sind scheinbar an der Qualität der Musik und der Lyriks beteiligt, die Rezensionen zur persönlichen NUN-Trilogie waren ruinös, plamabel und sehr perfide, der Rezipient kam mit solcherlei schöngeistigen Texten nich klar, die Musik - adäquat dazu - war nicht kräftig genug, nicht mobilisierend (wie auch, bei einem solchen neuen, intelligenten Konzept der Selbstfindung). Manch einer bekommt mit dem neuen Material genau das, was er verdient.
Möglicherweise kann Peter gar nicht anders, wenn man vom eigenen Publikum derartig enttäuscht wird... nach 12 Jahren anspruchsvoller und wirklich guter Musik ist schlecht nen Austritt aus gewohnten Konventionen erlaubt, klar.

Ich hoffe nur, Peter schafft es sich die Maske runterzureissen, wieder Gesicht zu zeigen, Identität. Elendes "zurück zu den Wurzeln!", dass ist nun wirklich der Tod eines jeden Künstlers, sich den Wünschen der Konsumenten anzupassen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2011 12:37:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.08.2011 12:41:56 GMT+02:00
Thomas Meyer meint:
Ich glaube ebenfalls , dass sie es viel besser könnten. Das ist ja gerade das traurige...

Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es heutzutage nicht leicht für eine Band ist, überhaupt noch bestehen zu können. Alte Fans nicht enttäuschen, neue dazugewinnen und dabei irgendwie noch den eigenen künstlerischen Anspruch verwirklichen.

Ich habe den Verdacht, dass sich Pitchfork an das -meinem Eindruck nach- gesunkene Niveau der "Szene" angepasst haben. Wohl auch eine Art "Überlebensstrategie".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2011 15:01:08 GMT+02:00
Was will man auch nach so vielen Jahren erwarten? Die Mittel elektronischer Musik sind sehr wohl begrenzt und Rock/Metalbands bringen auch ein Album tausendmal raus und keinen stört es. Klar war IO oder Eon:Eon besser, gegenüber Dream T. & Continium Ride ist es aber wieder wesentlich besser und kraftvoller. Ich finde generell ist das Niveau in der Szene gesunken (wie du schon sagst), aber durch das gebashe, gemecker und alles schlecht machen (wobei ich dabei nicht euch beide meine) ist auch sehr viel "Magie" verloren gegangen. Alle regen sich immer über die achso einfallslosen Düsterelektroniker auf. Schaut man sich dann die Gothic Rockbands an, die auch nur immer das selbe langweilige Gepose bringen, sollte man auch lieber ruhig sein. Aber wenn interessiert es noch? Die meisten "Gothics" kaufen sowieso keine Musik mehr, sondern nur noch Klamotten. Musik, Poesie, Architektur, Theater, Gedanken zum Leben usw. sind schon lange unwichtig. Es geht nur noch um Mode und Gepose. Schade eigentlich.

Veröffentlicht am 24.08.2011 09:02:31 GMT+02:00
Tom Heinze meint:
also ich weiss nicht, diese Rezension wirkt mit zu negativ und unsachlich. Man muss ja nicht jeden Schritt eines Künstlers gut finden , ok.. dann trennen sich eben die Wege .. Herr Spilles ist nun seit 20 jahren im Geschäft und sicher nicht mehr der kleine idealistische Junge von früher.

Diew Musik ist trotzdem gut und passt meiner Meinung nach in die heutige Zeit. Es geht einfach nicht klar ein Album wie in dne 90ern zu veröffentlichen weil es einfach nicht mehr genug Mitte-Dreiziger gibt welche sich solche Musik kaufen. Es hat sich einigen verändert und einige wollen das nicht wahrhaben.. man MUSS mit der zeit gehen ohne sich komplett zu verrennen.. das schafft Pitchfork sehr gut meiner Meinung nach. Mit diesem Album gewinnt man sicher einige jüngere Fans dazu.. viell mehr als man ältere verliert und NUR darum geht es. Mich überzeugt QM übrigends voll und ganz ..fett produziert, gute schlichte Songstrukturen.. klasse ... ein Album wie IO damals wäre in der heutigen zeit ein Langweiler hoch 3 ..also i kanns nich mehr hören mittlerweile

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2011 12:43:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.08.2011 12:53:56 GMT+02:00
Otin meint:
Wieso sind denn die Mittel elektronischer Musik begrenzt? gerade hier sind die Mittel doch schier unerschöpflich. Vll. determiniert die Hingabe an die Geschlossenheit der Szene die Qualität der Musik. PP klingen heute, gerade mit dem neuen Album "schwärzer" als vor 10 Jahren. Seit 96 wurde auch das Konzept verfolgt, soviel Rezipienten wie möglich zu bekommen, ein großes, freies Publikum (Rock am Ring, u.a.). Ein allen zugänglicher Idealismus prägte Band und Musik, kein (Szene-)Oportunismus wie heute (wird ja auch ständig von Peter betont, dass er sich heute "in der Szene zu hause" fühlt, im Gegensatz zu besagten früheren Zeiten - da hat man nämlich erkannt, dass diese ideologische Barriere einfach schwachsinnig ist, und man machte Musik, um der Musik willen). Lament scheint mir da irgendwie bittere Ironie zu sein, ein bekenntnis zu den Hörern. Klar sind die Rezipienten heute weit weg, Pitchfork zu verstehen, wenn sich PP selbst isoloiert und in jenen unsinnig-pubertären Moloch hineinbegibt. Möglich, unter diesen Umständen, dass irgendwann mit Blutengel getourt wird

@Thomas Meyer
http://www.project-pitchfork.eu/index.php?option=com_phocagallery&view=category&id=5&Itemid=72

das muss Provokation sein, sonst bin ich mit meinem Latein am Ende. Was soll damit bezweckt werden? Selbst mit einem essentiellen Kunstverständnis hat das jedenfalls nix zu tun XD

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2011 17:53:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.08.2011 17:55:04 GMT+02:00
Thomas Meyer meint:
@ Otin
Der Peter hat ja tatsächlich den Vorschlaghammer rausgeholt...
Die sehen aber bächtig Möse aus, aber sowas von bächtig Möse ;-)
Danke für den Link.

@ Tom Heinze
"Herr Spilles ist nun seit 20 jahren im Geschäft und sicher nicht mehr der kleine idealistische Junge von früher."
Nee, leider wohl nicht. Der war mir aber lieber.
Idealismus wurde durch Opportunismus ersetzt.
Früher haben PP den Geschmack der Szene mit dominiert. Heute lassen sie sich vom Geschmack der Szene dominieren.

Ich glaube, ich bin langsam zu alt für solche Sachen.
I C H MUSS zum Glück nicht mit der Zeit gehen...

Veröffentlicht am 20.10.2011 15:02:48 GMT+02:00
Diese Rezension spricht mir aus der Seele!

Ich muss sagen, dass ich (mal wieder!) sehr ernüchtert bin. Wie in den letzten 2 Alben peitscht den Hörer ein fast schon schlagerhafter Beat durch die Lieder die alle wie ein Einheitsbrei klingen.

Der einzigartige Pitchfork-Sound mit schönen Tempowechseln innerhalb der Lieder (God Wrote, The Island, Mine Beast Of Prey, The Seeker) scheint verloren :-(

Veröffentlicht am 29.11.2011 20:51:43 GMT+01:00
Ein Sternchen mehr, aber trotzdem ... ! Wie süß.
Hör mal schön deine Helden, und lass die Finger von Dingen die Du nicht verstehst.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2011 13:17:21 GMT+01:00
Thomas Meyer meint:
Ui, der Enrico hat`s erkannt (aber nicht verstanden). Pitchfork waren durchaus mal meine Helden. Die anderen Helden gehören eher nicht zu meinen musikalischen Präferenzen. Den Status, den PP bei mir mal hatten, haben sie aber ein wenig verspielt. Wahrscheinlich bin ich nur etwas reifer geworden und bin ein wenig enttäuscht, dass PP sich niveaumäßig eher gegenteilig entwickelt haben.
Im Übrigen muss man nicht gleich persönlich werden, nur weil man anderer Meinung ist. Nur mal so als Hinweis...

Veröffentlicht am 08.08.2012 19:32:59 GMT+02:00
"Sagt man im Englischen wirklich "throw a question into space" für "eine Frage in den Raum werfen"???"

LOL
Im Text steht übersetzt "Ich werfe eine Frage ins All", "Meine Frage ist im Universum/All" und "Dort ist eine Frage über das All/Universum".

Wer "space" mit "room" verwechselt ist klar im Nachteil.

Ein fantastisches Album!!!
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