Kundenrezension

68 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes, grundsolides Rollenspiel, 17. April 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang - Gold Edition (Computerspiel)
Eins vorweg: ich bin Rollenspieler seit vielen Jahren und darum mag ich auch grundsätzlich das Genre. Drakensang war für mich ein Pflichtkauf, in der Gold Edition kommen einige zusätzliche Features zur Geltung, die aber auch für Besitzer der "normalen" Version als Download bereitstehen.

Drakensang nutzt die Lizen des Rollenspielsystems "Das schwarze Auge" und schafft eine herrliche Welt in dem typischen DSA-Stil, also Felder, Wälder und Städte mit Fachwerkhäusern.

Spielablauf:
Man kreiert einen Hauptcharakter und nimmt bis zu drei weitere Spieler in seine Party auf. Diese Party reist in eine große Stadt (Ferdok) und nimmt von dort Aufträge an, die den Spieler in andere Gegenden führen. Diese sind recht schön gestaltet und bieten viele Aufgaben. Dabei wird auch eine Rahmenhandlung erzählt, die quasi die Story für das Spiel liefert. Man reist also viel - leider zu Fuß und das im Schneckentempo, besucht neue Orte, redet mit den Personen und muss immer wieder kämpfen. Die Anteile sind recht ausgewogen, nur die langen Laufwege durch abwechslungsarme Landschaften nerven.

Rollenspielelemente:
Man kann entscheiden, welche Charaktere man in seine Party aufnimmt, also ob man mehr mit magiebegabten oder kampflustigen Figuren ins Feld zieht. Leider ist hier das Spiel nicht ausgewogen, denn mit den kampfstarken Figuren ist das Spiel viel einfacher und die Spezialcharaktere (z.B. Diebe) sind einfach viel zu schwach, um einem Krieger gleichwertig zu sein. Man kann aufsteigen bis Level 20 und seinem Charakter sehr viele Sprüche und Fähigkeiten beibringen. Diese Fähigkeiten können auch gesteigert werden, damit ist jede Figur individuell sehr stark konfigurierbar.

Ich fand die Rollenspielelemente gut, aber eben unausgewogen, hier hätte ein Balancing Wunder gewirkt und die Wiederspielbarkeit erhöht.

Aufgaben/Quests:
Die Aufgaben beinhalten meist mehrere Schritte, also erst mit jemandem reden, dann etwas besorgen, ein Problem lösen, weitere Infos einholen, dann kämpfen und damit sind die quests sehr viel anspruchsvoller als "töte 15 Wölfe und sammle 30 Pilze". Es gibt reichlich Aufgaben zu lösen und auf der Karte ist immer angezeigt, wo man hin muss. Für mich sind die quests eine der Stärken des Spiels.

Grafik/Sound:
Die Grafik war in etwa Durchschnitt, ist aber durch weitere Patches, die in der Gold-Version enthalten sind, nun auf hervorragendem Standard. Die Texturen sind sehr ansehnlich, die Welt sowieso stimmungsvoll und die Bewegungsabläufe passen auch. Die Musis- und Sounduntermalung ist auch sehr gelungen, hier ist Drakensang wirklich spitze.

Kämpfe:
Die Kämpfe verlaufen in Echtzeit, werden aber nach Rundensystem berechnet. Man kann jederzeit das Spiel anhalten und den einzelnen Figuren Befehle geben, die dann auch prompt umgesetzt werden. Das System funktioniert hervorragend, bei einfachen Kämpfen schaut man dem Gemetzel ein paar Sekunden zu, bei komplexen Gefechten muss man sehr strategisch vorgehen und die richtigen Vorgehensweisen anwenden, um diese siegreich zu gestalten.

Die Monster greifen meist das schwächste Gruppenmitglied an, also den Magier/Heiler und damit ist die Aufgabe der Gruppe, diesen zu schützen, indem dessen Gegner zuerst bekämpft werden. Allerdings stirbt der Magier meist schnell, so dass sich herausstellt, dass das Spiel mit einer kampfstarken Truppe sehr viel einfacher zu bewältigen ist.

Leider gibt es keinen einstellbaren Schwierigkeitsgrad und während manche Kämpfe reine Routine sind, gibt es zwischendurch fast unbesiegbare Gegner, hier fehlt mir das Balancing. Mir war es nur möglich das Spiel durchzuspielen, indem ich mir mit einem Editor zusätzliche Lebenspunkte verschafft hatte - aus meiner Sicht unbefriedigend.

Stärken und Schwächen:
Tolles Gameplay, eine wunderschöne Welt, lange Spielzeit (60-80 Stunden für einmaliges Durchspielen) und wenig bugs stehen auf der Habenseite.

Auf der anderen Seite sind die langen und langweiligen Laufwege und die langsame Geschwindigkeit der Gruppe zu bemängeln und es gibt nur einen Schwierigkeitsgrad, der oft nicht passt (entweder zu leicht oder zu schwer).

Aus meiner Sicht ein hervorragendes Spiel, das jeder Rollenspieler sich gönnen sollte, aber kein Meilenstein des Genres. Mir hat das Spiel viel Freude bereitet und das Preis-/Leistungsverhältnis ist absolut in Ordnung.
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Kommentare


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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.05.2009 17:44:07 GMT+02:00
Sageoflatnam meint:
Sehr gute Rezension..könnte das nicht besser schreiben! Hast die Stärken sowie Schwächen gut dargestellt....Da brauch ich keine eigene mehr schreiben..:))

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.05.2009 09:20:54 GMT+02:00
Schreib halt noch eine, als Leser von Rezensionen verstärken Wiederholungen den Gesamteindruck.

Mich wundert aber, dass die Entwickler einfache Verbesserungspotentiale liegen lassen, drei Schwierigkeitsgrade und eine schnelle Laufgeschwindigkeit sind einfach unterzubringen. Ich kenne Leute, die Drakensang aufgegeben haben, weil sie Kämpfe nicht geschafft haben, was natürlich schade ist.

Veröffentlicht am 09.05.2009 00:40:12 GMT+02:00
Frenni meint:
Das mit dem Schwierigkeitsgrad in Drakensang ist wirklich eine amüsante Sache - manche beklagen sich, dass es zu einfach ist (ich z.B. - außer Mama Ratte und Berg Drakensang war für mich nichts anspruchsvolles dabei), andere müssen sogar tricksen, um es zu schaffen...?

Ich glaube, dass es extrem von der Gruppe abhängt - kann man sich Gehilfen wie den Dschinn oder Elementar beschwören, nimmt man Kämpfer mit etc.
Da alle Gegner sehr ähnlich funktionieren (einfach Schaden machen, bis sie tot sind, gibt keine Resistenzen oder spezielle "Tricks") fordert das Spiel leider weniger Taktik, als ich mir erhofft hatte. :-(
Aber wie gesagt: hängt anscheinend unglaublich sehr vom Startcharakter und den Begleitern ab.

Für alle, denen das Spiel zu leicht ist, zwei Tipps:
* Mal alleine durchspielen (ist machbar! siehe Drakensang-Forum)
* den englischen Mod installieren, der das Spiel schwerer macht (ebenda)

Für alle, denen das Spiel zu schwer ist:
* Konstitution und Selbstbeherrschung steigern, dann kippen eure Helden nicht so schnell aus den Latschen
* vielleicht mal einen anderen Hauptcharakter probieren und/oder die NPCs wechseln

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.05.2009 09:10:22 GMT+02:00
Bei mir ist es einfach inkonsistent - viele Kämpfe gehen leicht von der Hand, aber zB als ich ins Gebiet der Orks kam, ging gar nichts mehr, die Gruppen haben mich einfach weggeputzt. Ich habe per Editor Selbstbeherrschung und Konstitution gesteigert und der Magier hüllt sich immer in ein Zauberschild, dazu kann er gute Heilsprüche.

Andere Spiele wie Fallout3 oder Mass Effect erlauben einfach, dass man den Schwierigkeitsgrad selber einstellt, das ist eine simple
Lösung, dass jeder individuell seinen Spaß am Spiel hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.06.2009 23:52:09 GMT+02:00
Also ich habe das Spiel relativ problemlos durchgespielt, war sogar vom Endkampf leicht enttäuscht. Wichtig ist a) eine ausgewogene Truppe und b) nicht zu viele Punkte auf die Steigerung unnützer Talente verschwenden. Unverzichtbar sind zB Selbstbeherrschung, Heilen Wunden, Heilen Gift. Dann einen Char mit Pflanzenkunde/Tierkunde. Einer der vier sollte Schmieden können, einer Bogen bauen, einer Tränke brauen. Dann noch Schlösser knacken und Fallen entschärfen. Das reicht schon fast. Dazu pro Char auf ein bis zwei Waffentalente konzentrieren. Meine Party: Forgrimm (stark mit Zweihandhiebwaffen, Schmied), Gwendala (Bogen und Magie, dazu Tierkunde und Pflanzenkunde), mein Char war Zwergenprospektor (Schwert, Schild, schmieden und Bogenbau) und Kladdis (Schlösser knacken, Fallen entschärfen, Magie und Säbel). Damit hat es gut funktioniert. Mit der richtigen Positionierung im Kampf alles kein Problem. Schwierigste Kämpfe: Mama Ratte, Untoter in der Gruft von Tallon und Ulwine Neisbeck.
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