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Kundenrezension

46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme aller Zeiten, 4. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Croods (DVD)
... und damit meine ich nicht "Animationsfilme" oder "Kinderfilme", sondern einfach "Filme".

Ich hätte mir die "Croods" nie im Kino angesehen, tatsächlich hatte ich den Film überhaupt nicht auf dem Schirm. Wieder mal Urzeit-Animations-Klamauk. Und dann auch noch wenig attraktive Charaktere. Die Feuersteins ohne die Feuersteins. Nee.

Mehr durch Zufall bin ich jetzt über die DVD gestolpert und ein verregneter Nachmittag trug den Rest bei.
Nach fünf Minuten war mir klar, dass dieser Film anders ist, als alles, was ich bisher gesehen habe.
Dass er so erfolgreich war, freut mich, ich hätte es nicht gedacht, weil ich bis jetzt nicht sagen kann, wer seine Zielgruppe ist. Es gibt eigentlich keine Kinder in dem Film - die Hauptfigur Eep ist ein Teenager-Mädchen, Guy ein Teenager-Junge. Die anderen Figuren sind Babys und Erwachsene und jede Menge Tiere. Also für wen ist dieser Film gedacht?
Meine Antwort wäre: für jeden, der Herz und Hirn verlangt, wenn es um Unterhaltung geht. Für jeden, der gut erzählte Geschichten mit jeder Menge Humor und Emotion mag. Für jeden, der sich nicht Disney-gemäß vorkauen lassen möchte, was er aus einer Geschichte mitnehmen muss und wie die "Message" zu lauten hat, um der größtmöglichen Zielgruppe marktwirksam und marketingtechnisch gerecht zu werden.

Zum Inhalt: Die Croods, das sind: giftige Oma, superstarker Papa, verständnisvolle Mama, aufmüpfiges Teenie-Tochter, dumpfer Sohn und bissiges Baby. Sie sind Höhlenmenschen und leben dementsprechend in einer Höhle. Tatsächlich ist das Wort "Leben" zu weit gegriffen. Sie "überleben" - anhand der Regeln, die Papa Crood an die Felswand gemalt hat und anhand der Geschichten, die er dazu erzählt. "Nobody said survival was fun", erklärt Papa dann auch sehr richtig. Keiner hat behauptet, Überleben würde Spaß machen.
Das weiß vor allem das Teenagermädchen und die Hauptfigur Eep, deren Voice Over Erzählung wunderschön und glücklicherweise bescheiden nur am Anfang und am Schluss des Filmes zu hören ist. Eep liebt das Licht und hasst es, ständig in der finsteren Höhle eingesperrt zu sein.
Neues ist schlecht. Ideen sind schlecht. Neugier ist schlecht. Lernen ist schlecht. Experimentieren ist schlecht. Erkunden ist schlecht. Also alles, was den geistigen und tatsächlichen Horizont erweitern könnte - ist schlicht verboten.
Doch gerade hinter der Felswand mit der Croods-Höhle darin hört Eep immer merkwürdige Laute. Zu gerne möchte sie sehen, was sich dahinter verbirgt. Doch Papa verbietet es.
Seine Regeln haben natürlich einen Grund: der Säbelzahn-Eulenkopf-Tiger versucht ständig, die Croods zu fressen und alle anderen Wesen in der steinigen Wüstenlandschaft sind den superstarken Höhlenmenschen kräftemäßig noch überlegen. Hin und wieder ein Riesenei zu ergattern, bedarf bereits eines strategischen Familien-Angriffs. Satt wird trotzdem keiner wirklich.
Als eines Abends wieder mal die von Eep so geliebte Sonne verschwindet, sieht sie durch die verschlossene Höhle trotzdem Licht. (Eine bezaubernde Szene, in der das Höhlenmädchen ihre erste Begegnung mit dem Feuer fast tanzt - komisch und berührend wie der ganze Film!) Sie folgt seinem Schein bis auf die Felsen über der Höhle und begegnet einem Jungen - Guy.
Der ist nicht nur schlau, sondern auch in der Lage Feuer zu machen. Doch Guy bringt nicht nur gute Neuigkeiten: Die Welt endet, erklärt er Eep und zwar so richtig.
Die Erde zittert erst, dann reißt sie auf, dann brennt der Stein, wird flüssig - und dann ist alles weg, was vorher da war. Guy selbst ist auf dem Weg zu den beiden höchsten Bergen, dort, wo die Sonne wohnt, dort, wo das Morgen liegt. Er würde Eep mitnehmen, aber sie kann ihre Familie nicht verlassen.
Die Entscheidung fällt für die Croods, denn am nächsten Tag zittert die Erde und begräbt die Höhle und die gesamte Felswand unter sich. Jetzt können die Höhlenmenschen sehen, was dahinter liegt und schon die ganze Zeit dort lag: ein Dschungel aus Grün und Blüten und fabelhaften Zauberwesen, die halb Dinosaurier, halb pure Fantasie sind.
Vorsichtig und misstrauisch machen sich die 6 Croods (Papa zählt immer wieder nach) auf den Weg und suchen nach einer neuen Höhle.
Eep hatte eigentlich eine Muschel-Pfeife, mit der sie Guy um Hilfe rufen konnte, doch die Familie hat sie zerstört, weil sie neu und damit gefährlich war. Als jetzt tatsächlich tödliche Gefahr droht, improvisiert Eep und Guy kommt tatsächlich, um sie zu retten.
Was er sich wohl noch mal überlegt hätte, denn jetzt ist er Gefangener der Croods. Einen Kerl, der Feuer machen und tödliche Gefahren abwenden kann, den steckt Papa Crood in einen Baumstamm und wirft ihn sich über die Schulter wie die Waffe, die der Junge nun mal ist. Und weil die Welt hinter ihnen wieder zittert und einstürzt, laufen sie alle in die Richtung, in die Guy eigentlich ohnehin wollte (wenn auch allein): auf die Berge zu.
Papa Crood will eine neue Höhle finden, um sich zu verstecken. Guy will eine neue Welt, das Morgen, entdecken.
Und wie die Höhlenmenschen auf dem Weg zu den Bergen herausfindet, wo das Überleben ins Leben übergeht, was "Leftovers" sind (übrig gebliebenes Essen) und wie man Feuer macht, das ist die eigentliche Geschichte des Films.
Während am Anfang noch Eep im Mittelpunkt steht und ihre zaghafte Liebe zu Guy (und seine zu ihr), so dreht der Film unmerklich und betont den Wandel von Papa Crood, der auch innerlich aus dem Dunkel seiner Höhle ans Licht treten muss, um seine Familie zu retten und seinen Platz in einer sich ändernden Welt zu finden. Eine Aussagen, wie sie zeitgemäßer und zeitloser nicht sein könnte.
Der Film verliert diesen Handlungsbogen nie aus den Augen und doch schafft er es, ihn mit einem Feuerwerk an zauberhaften Ideen, mit ausuferndem Humor und liebevollen Details zu schmücken, als wären hier ganz nebenbei kleine Einfälle für Dutzende andere Filme sorglos verpulvert worden. Das spürt der Zuseher.
Bei keiner Szene, bei keinem Satz, bei keiner Idee hat man jedoch das Gefühl, sie wäre unnötig. Alles wird dramaturgisch verwendet, alles hat seinen Platz und sitzt perfekt. Jedes Zahnrädchen greift so gekonnt ins andere, dass man nicht mal darüber nachdenkt, weil es einfach funktioniert. Man lacht laut auf, man freut sich, man staunt über die üppigen Zauberwelten, man schüttelt den Kopf über die Echtheit, mit der die Haare der Figuren im Wind flattern und mit der das Wasser animiert ist, in das sie springen (in dieser Perfektion gab es das noch nie - nicht in Shrek, nicht in Ice Age, nicht in Nemo!).
Eine kleine Erklärung erwartet uns beim Abspann: Im Gegensatz zu Pixar und Disney (ja, jetzt ohnehin ein und dasselbe) laufen hier erstaunlich wenige Namen über die Leinwand bzw. den Bildschirm. Hier haben keine Legionen von Köchen den Einheitsbrei für jeden Geschmack gerührt. Es gibt nur zwei Namen beim Drehbuch, zwei bei der Regie und bloß eine Handvoll Animateure. Hier hat sich ein Studio tatsächlich getraut, herausragenden Künstlern zu vertrauen und ihnen ein Projekt zu ermöglichen, das garantiert keine Marktforschungsagentur abgenickt hat. Darum die Individualität. Darum der deutliche Unterschied zu den Massenproduktionen mit Plastikfiguren in jedem Happy Meal ...

Die letzten zehn Minuten des Films habe ich vor Rührung ununterbrochen geweint.
Aber keine Angst: es gibt ein Happy End.
Einer der ganz, ganz, ganz wenigen Filme, bei dem man kein Detail ändern möchte und den man einfach noch mal sehen will. Und dann noch mal. Wunderbar! Für mich schon ein jetzt ein Klassiker.
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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.09.2014 22:51:00 GMT+02:00
jetzt habe ich doch alles noch einmal gelesen, stimmt das wirklich, hast Du in den letzten Minuten geweint vor Rührung?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.09.2014 22:34:42 GMT+02:00
Bookie meint:
Äh ... räusper ... jaaah.
Kann mich nicht erinnern, wann mir das zuletzt bei einem Film passiert ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.10.2014 14:05:22 GMT+02:00
... bei Tristan weinte ......?... warum?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.10.2014 00:07:28 GMT+02:00
Bookie meint:
Entschuldigung, aber das verstehe ich nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.10.2014 08:11:25 GMT+02:00
weiß nicht so gans genau mehr, dachte, dass mir da wahrscheinlich so zu Mute gewesen wäre, aber wo ich hab ich alles nochmal angesehn möcht ich sagen super schön und kann mir auch nicht vorstellen über irgendetwas zu weinen (außer vielleicht da wo Die Erde zittert , dann aufreißt, dann brennt der Stein, wird flüssig - und dann ... sie würde gerettet?) Liebe Grüße !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2014 15:29:07 GMT+01:00
ach wie komisch, wenn etwas so lange her ist und les es grad wieder, ist alles anders, natürlich weiß ich, warum Du (sag einfach mal Du, ist ja so in den Jahren) geweint hast -würde selbst wenn die Erde aufreißt nicht mehr weinen und versteh auch jetzt Dein "Entschuldigung, das verstehe ich nicht", zum Glück, dass ich mich erinnert hab, eine ganzz wunderbare Rezension "wenn die Haare der Figuren im Wind flattern und mit der das Wasser animiert ist, in das sie springen (in dieser Perfektion gab es das noch nie - nicht in Shrek, nicht in Ice Age, nicht in Nemo!)!"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.12.2014 17:36:48 GMT+01:00
Bookie meint:
Danke schön und lieben Gruß!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2014 14:14:37 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.12.2014 14:15:35 GMT+01:00
Dr. No meint:
Ich habe immer geweint, wenn der Tom vom Jerry eine drüber bekommen hat....
Das hält ja auch keiner aus, ach du meine Güte!, hach Gottogottogott!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2014 14:23:45 GMT+01:00
hab gerade eben versucht (im nachmittagsschlaf) die Szene noch einmal im Traum wiederzu sehen, ging nicht, heut nacht hatte ich sie in einer schönsten Erinnerung, nichts hach gottogottchen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.02.2015 16:05:34 GMT+01:00
God of War meint:
Heulsuse = Lusche !
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