Kundenrezension

292 von 330 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spotttölpel und Löwenzahn ;), 21. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tribute von Panem. Flammender Zorn (Gebundene Ausgabe)
Ich habe gestern den 3. Teil der Panem-Trilogie zu Ende gelesen und bin noch immer in seinem Bann, es hat mich derart mitgerissen und "gezeichnet", dass mir diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf will...ich wurde scheinbar "eingewebt"! ;)
VORSICHT SPOILER:
Ich möchte hauptsächlich etwas zu den negativen Rezensionen sagen, welche ich mir hauptsächlich durchgelesen habe, zumindest ein paar. Da ich nach diesem letzten Buch, wie auch den beiden Vorgängern keine einzige negative Assoziation habe.
Mir ist aufgefallen, dass viele der Negativrezensionisten das Buch scheinbar nicht richtig gelesen haben. Offene Fragen? Die genannten bleiben keineswegs offen, sie ergeben sich meist im Kontext, z.B. WARUM Katniss sich für Peeta und nicht für Gale entschieden, das kündigte sich schon im 2.Teil an, wurde stärker zu spüren als sie Peeta nach seiner Befreiung aus dem Kapitol wieder sah. (Ihr waren plötzlich Gales Gefühle "egal"), im 3.Teil gab es zwischen Gale und Katniss viel Streit und wenn Annäherung standfand, war sie wenig "wert", die Gedanken und Gefühle um Peeta wurden präziser, Katniss war sich spätestens nach dem Gespräch mit Finnick bewusst WAS genau sie für Peeta empfindet, auch als Peeta sie "hasste" und töten wollte sickerte das Gefühlsleben ans Tageslicht. In 1000 anderen Details war die Entscheidung schon recht weit am Anfang des 3.Teils für Peeta gefallen. Genauso wurde nicht offen gelassen, was mit Gale passiert ist, es wurde zwar nicht ausgeschmückt, aber erwähnt wurde er dennoch. Sicher hätte man sich gewünscht, dass man mehr über seine Gefühle und Gedanken erfährt, aber das geschah in allen 3 Teilen eher selten. Er schloss mit ihr quasi ab, als sie ihn auf die Falle ansprach (Bomben auf die Kinder), denn ab diesem Zeitpunkt war ihm klar ("....du wirst sowieso immer darüber nachdenken" - so oder so ähnlich ;)), dass er "verloren" hat. Es war ihm wohl schon klar, als er Katniss fragte, ob sie ihn für kaltherzig hält. Im Gespräch (im Keller von Tigris) mit Peeta deutete er das an, was sich auch durchaus bewahrheitet hat, dass Katniss denjenigen nehmen wird, der ihr überleben sichert (so oder so ähnlich), denn schlussendlich ist Gales Kampfeslust keine Grundlage für ein Überleben nach solchen Ereignissen. Peeta hat sie, nachdem sie Coin erschossen hatte, gerettet, sie vor dem Selbstmord bewahrt, somit ihr Überleben gesichert, schon da hätte man schalten können, dass Peeta es sein wird, der an ihre Seite gehört (auch wenn Katniss selbst es nicht so wollte, sondern lieber von Gale erschossen werden wollte).
Jmd. schrieb noch, dass unersichtlich war, warum sie Coin tötete, für mich persönlich, Glas klar, es war Rache, insgeheim glaubte sie Snow, warum auch nicht, was hätte er noch zu verlieren gehabt? Kurz bevor sie auf Coin zielte, erinnerte sie sich auch an die Worte ("Ach mein liebes Fräulein Everdeen, wir wollten doch immer ehrlich zueinander sein!"), sie suchte also Vergeltung für ihre Schwester und das sie als Marionette genutzt wurde. Coin war nicht besser als Snow und das erkannte sie und verhinderte damit eine neue "Schreckensherrschaft", Snow war ja sowieso dem Tod geweiht. Das sie den erneuten Hungerspielen zu stimmte, hatte nur einen Grund, sie wollte, dass so wenig wie möglich Leute sterben, genau das, kommt auch kurz vorher im Buch vor. Sie wollte immer den geringsten Schaden an Leib und Leben "anrichten", erreichte aber oft das Gegenteil, leider. Wieder eine Sache, die sie und Peeta gemeinsam haben und nicht Gale, er war von Anfang an (1. Buch) auf Rache, Vergeltung und Kampf/ Jagt aus.
Auch etwas, was ich nicht verstehe an den Negativstimmen, viele beschreiben, dass liebgewonnene Charaktere plötzlich unsympatisch werden. Gale war mir immer nicht sonderlich sympatisch, das einzig sympatische war die Liebe zu Katniss. Als Person an sich, war er nicht gerade ein herzensguter Mensch, das wurde auch in vielen Passagen des 1. und 2. Teils "angekündigt".
Das Peeta "durchdrehte" hatte ja auch einen "simplen" Grund, er war ja nicht mehr er selbst, dann ist ja ganz logisch, dass er als "Kapitol-Mutation" nicht gerade nett sein wird.
Haymitch wurde mir übrigens immer sympatischer.
Das Katniss IRGENDWANN resigniert und sich verändert ist, für mich, natürlich eine logische Schlussfolgerung der Ereignisse. Welches 17-jährige Mädchen wäre in dieser Situation "sie selbst" geblieben? Das wäre mir äußert merkwürdig vorgekommen, unsympatisch wurde sie mir nie, sie tat mir nur noch Leid.
Wer sonst wurde denn unsympatisch?

Die Liebesgeschichte: Wer genau gelesen hat, muss doch gemerkt haben, dass die kurzen und pregnanten Stellen keineswegs in eine "Alle-sind-happy-Lovestory" führen konnte. Unter diesen Bedingungen? NIEMALS!! Sie waren oft kurz umrissen, schnell unterbrochen, die ganze Zeit über. Das nachher nicht DAS Happy-End folgt, fand ich nur allzu passend. Es geht hier um Krieg, gebrochene JUNGE Menschen, wo soll in dieser Schrecklichkeit überhaupt Platz für Gefühle sein?
Es war ja ein Happy End vorhanden und zwar eines, was passgenau auf den Rest der Bücher abgestimmt ist. Hätte man diese Liebesduselei noch ausgebaut und eine Vereinigung aller erster Güteklasse "zelebriert" (Wie hier jmd. schreib: "Eher ein Blubb als ein Knall") wäre es mehr als nur nicht glaubhaft gewesen.
Auch der Epilog zerstört mir das Buch nicht, es ist weder eine Fortsetzung auszuschließen, noch der krönende Abschluss versaut.

Weiterhin wurde bemängelt, dass viele "liebgewonnene" Charaktere sterben und das auch nocht kurz und brutal. Was soll ich sagen? Es ist ein weiterer Bestandteil der "Glaubwürdigkeit", es haucht dem ganzen diese eiskalte Realität ein. Es verleiht den Büchern "das Leben". Unser Leben, hier und jetzt, ist gezeichnet von diesen Greueltaten. Überall auf unserer Erde spielen sich diese Dinge doch ab, da überlebt auch keiner, nur weil man ihn lieb gewonnen hat. Leider. Und ja, es passiert oft brutal und kurz. Schreckliche, blutige Beschreibungen des Kriegsgeschehens, Detailtreue, all diese Dinge machen die Trilogie doch zu dem was sie ist, sie verbindet Fakt mit der Fiktion. Das das nicht "schön" ist, ist wohl jedem klar, wer "Schön" will, muss kitschige Lovestorys lesen oder Liebeleien zwischen Vampiren (die ich übrigens auch sehr mag ;)). Nun haben wir hier aber etwas gänzlich anderes und nicht mit "Biss" und Co. zu vergleichen, dennoch herausragend oder gerade deshalb?

FAZIT: Die Bücher, vor allem auch das letzte Buch, sind ein Meisterwerk!!! Absolut zu empfehlen!! Jedoch sehe ich es überhaupt nicht als "Jugendbuch", eine Person unter 16, kann wohl kaum den Umfang des Buches begreifen.
Das einzige Nagative was, für mich, zurück bleibt ist, dass ich gern noch mehr hätte, noch ewig diese Bücher lesen würde, niemals aufhören, aber das geht mir sehr oft bei sehr guten, perfekten Büchern so. Wenigstens gibt es noch die Filme! :D Ich hoffe auch sehr, dass Suzanne Collins vielleicht in den nächsten Jahren ein weiteres, solch unfassbars Meisterwerk gelingt und wir alle daran teilhaben dürfen. Das wäre mein abschließender Wunsch.
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Kommentare

Von 7 Kunden verfolgt

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1-10 von 34 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.05.2012 09:27:32 GMT+02:00
junischlumpf meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.05.2012 14:32:28 GMT+02:00
Mhm...ich meine mit "Umfang" nicht den Inhalt oder die Wirkung der Handlung. Das ist vermutlich auch das falsche Wort für das was ich meine. Ich meine dabei eher die Gesamtheit aller gesellschaftlichen Themen, die das Buch beinhaltet, das was man eher zwischen den Zeilen liest. Dies beinhaltet die Brutalität. Den Sinn der Brutalität, warum Suzanne Collins das Buch genauso gestaltet wie es ist. DAS kann, meiner Meinung nach eine Person unter 16 nicht erfassen. Es ist so vielfältig und komplex in seiner Gesamtheit, dass man es als brutal bezeichnen würde, weil man den Sinn dahinter nicht sieht. Genau das meine ich damit, wir sind nahezu einer Meinung, nur das ich mich etwas missverständlich ausgedrückt habe! Versteht man mich? :D
"Zu brutal" im eigentlichen Sinne finde ich das Buch nicht, da es unsere Welt sehr gut zeigt und davor sind unsere Kinder und Jugendlichen auch nicht sicher. Es ist eine Assoziation zur wirklichen Welt, darüber könnte ich jetzt Romane schreiben, das spar ich mir an der Stelle und hoffe das der Grundgedanke jetzt verstanden werden kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.05.2012 18:57:04 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 01.05.2012 21:11:09 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 28.05.2012 22:56:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.05.2012 23:01:08 GMT+02:00
Ginny Riddle meint:
schön, dass endlich mal jemand dieses buch begreift! ;)
wollte auf die ganzen negativ-kritiken auch schon etwas derartiges antworten, da einige offenbar das buch nicht verstanden haben (ausgenommen diejenigen, denen das buch aus geschmacksgründen einfach nicht gefällt).
eben diese "unnötigen tode". ich bin auch tiefbetrübt über den abgang von finnick und enttäuscht, dass er nicht während einer wahren heldentat starb (sich vor jemanden warf oder so..), hoffte noch, dass er vielleicht doch überlebt, seinen tollen high-tech dreizack gebrauchen konnte (was ja gar nicht vorkam), aber das explodierende holo und die daraufhin fliegenden "menschenfetzen" machten eine rückkehr ja unmöglich... und genau das ist es doch, wie du es auch sagst.. es SOLL grausam sein, SOLL real sein. dieser kurze abgang bei prim und finnick. im realen leben wird auch nicht erstmal angekündigt "achtung, du stirbst gleich, mach etwas drauß!" gerade deswegen nimmt es den leser ja so mit. weil den charakteren die chance auf einen abschied vergönnt war.
und dass peeta und katniss am ende nicht fröhlich lachend über die weide hüpfen, ist ja wohl auch mehr als nachvollziehbar.
ich finde das buch rundum gelungen, wenn auch sehr traurig und tragisch.
und auch ich bin der meinung, dass man "die tribute von panem" nicht zu den klassischen jugendbüchern wie twilight und harry potter zählen kann. auch wenn bei hp der 7. teil auch stellenweise brutal ist...
doch da ist panem noch eine ganze stufe brutaler. zählt eher zu "young adult", ab 16 jahren. und so hätten sie auch den film einstufen sollen, die brutalität des buches im film auch mehr einbauen sollen. denn da finde ich es schade, wenn im kino nur kleine mädchen sitzen, die am ende genervt oder verstört aus dem saal gehen, eben weil irgendjemand ihnen sagte, es sei ein jugendfilm und so ähnlich wie twilight. (habe ich so erlebt. zitat: "das ist ja gar nicht so wie twilight!! ich dachte da kommt jetzt eine schöne liebesgeschichte, aber die töten sich ja alle nur!!")

Veröffentlicht am 15.06.2012 15:09:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.06.2012 15:10:41 GMT+02:00
jaaaa einer versteht die Bücher mal!!! Wer ein Buch mit Spannung aber trotzdem einem wie hier schon genanntem Happy-End mit ausführlicher Lovestory will, findet garantiert genug Bücher, die diese Erwartungen erfüllen! Die Tribute von Panem sind keine Bücher, die geschrieben wurden, damit die Leser ein spannendes Buch inkl. Happy-End bekommen. In diesen Büchern wird eine Geschichte erzählt, die so wie eine des 2. Weltkrieges sein könnte. Hier wird die bittere "Wahrheit" erzählt, anders würde es in einem Land in der Zukunft mit einem solchen Aufstand garantiert nicht ablaufen!
In diesen Büchern wird nicht einfach die Überlebensgeschichte von Katniss und co runtergerattert. Hier geht es auch darum, wie diese Menschen(meistens vorallem Katniss) sich dabei fühlen. Ohne unnötige Ausschmückungen.
Und das Menschen sterben, die nicht nur die Figuren geliebt hatten, ist nun mal... ja, eben die Wahrheit. Was will man mit einem Buch, bei dem gerade Krieg herrscht und immer nur die Bösen sterben?! Natürlich ist es bitter, aber lasst euere Wut nicht an der Autorin aus! Vonwegen sie hat wie Effie aus einer Glaskugel die Namen von denen gezogen, die als nächstes sterben sollen. Sie lässt diese Geschichte einfach wie eine wahre wirken - und das ist ihr nunmal zu 100% gelungen!

Veröffentlicht am 21.06.2012 12:17:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.06.2012 12:28:04 GMT+02:00
birdy79 meint:
Danke für deinen Beitrag Chailotta, genauso habe ich das beim Lesen nämlich auch empfunden!!
Das ist halt keine Friede-Freude-Eierkuchen-Story. Ich war bei Finnicks Tod auch total sauer ;-) ...aber so ist das nunmal im Krieg, Leute sterben, und nur wenige davon sterben einen spektakulären Heldentod, sowas passiert wohl nur in unrealistischen Hollywood Schinken. (Hoffentlich bauen sie das dann nicht in die Verfilmung ein, damit es für die Zuseher ansprechender ist...pfff)
Auch wie sich das Liebestriangel am Ende aufgelöst hat, fand ich super. Total unprätentiös und real und somit zur restlichen Story passend. Das war ja im ganzen gesehen keine Liebesgeschichte ansich (nichts gegen Liebesgeschichten, ich mag Twilight total, bis auf den letzten Band ;-)...) sondern hat sich eher mit Krieg, Armut, Ausbeutung, Vorspielung falscher Tatsachen, die Verrohung der Menschheit befasst, und das sehr sehr gut!!
Wen die Bücher nicht wenigstens zum Nachdenken anregen, hat sie wirklich nicht verstanden...

Veröffentlicht am 06.07.2012 00:03:06 GMT+02:00
V. Lanz meint:
ich stimmt in allen Punkten zu - bis auf einen! (Sorry, es folgen einige SPOILER!) Und ich finde es echt schade, dass genau DIESER Punkt von so vielen nicht verstanden wird :-( Als Katniss den Hungerspielen zustimmt, ist es ihr keineswegs daran gelegen eine schnelle Einigung mit so wenig Toten wie möglich zu erzielen. Oder ihr Rachegefühl zu befriedigen. Ich meine, sie war zwei Mal in der Arena drin. Alles, was ihr je am Herzen lag, war das Aus für die Hungerspiele. Dafür hat sie gekämpft. Deswegen wollte sie Snow töten. Dann kommen auf einmal die Bomben und sie zweifelt an den Motiven der Rebellen. Sie versteht, dass diese Bomben nur von den Rebellen kommen können, aber sie will es nicht wahrhaben. Sie sucht das Gespräch mit Snow und er bestätigt ihren Verdacht, doch selbst da redet sie sich ein, dass es ein Trick ist mit dem Snow sie hinters Licht führen will. Dann kommt das Gespräch mit Coin - und ihr Vorschlag ist: Hungerspiele. DAS ist der Moment, in dem Katniss einsehen muß, dass Coin keinen Deut besser ist als Snow. Peeta dreht durch und stimmt mit "Nein". Katniss wirft einen Blick zu Haymitch und stimmt mit "Ja". Er versteht auf Anhieb was sie vorhat und stimmt ebenfalls mit "Ja". Katniss und Haymitch: das wären (neben Peeta) die letzten, die jemals für die Hungerspiele gestimmt hätten! Sie haben ihr Leben zerstört. Und - hallo? Katniss war doch immer diejenige mit dem Helfersyndrom! Nie hätte sie unschuldige Kinder in die Arena geschickt, nie! Aber sie wusste wie sie die Sache "regeln" konnte und stimmte mit "Ja", um Coin in Sicherheit zu wiegen. Coin war bereits tot, als sie den Vorschlag mit den Hungerspielen brachte. Als sie den Pfeil abschoss war das keineswegs ein plötzlicher Einfall, oder gar der Rachefeldzug gegen Prims Tod. Es war der Kampf gegen die Hungerspiele, der Kampf, den sie von Anfang an geführt hat. Und den hat sie ja immerhin auch gewonnen, wenn auch mit schrecklichen Verlusten.
Aber ansonsten kann ich der Rezension nur zustimmen! Ein tolles Buch, wenn auch schwer verdaulich und viel zu oft missverstanden weil man wohl nach all dem Casting-Gehabe aus Teil 1 auf ein Cinderella-Ende gehofft hat. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.07.2012 16:11:09 GMT+02:00
Unglaublich, welche Tomaten ich in dieser Hinsicht wieder mal auf den Augen hatte. Mir war zwar klar, dass Katniss erkannt hat, dass Coin kein bisschen besser ist als Snow, aber das sie mit "Ja" stimmt, weil sie Coin in Sicherheit wiegen wollte, darauf bin ich echt nicht gekommen, aber jetzt leuchtet es mir total ein. :) Danke!!! So Glasklar wars dann scheinbar doch nicht. haha Rache wäre für Katniss auch irgendwie untypisch, denn unter anderem "entscheidet" sie sich nicht für Gale, weil er eben nach Vergeltung und Rache "schreit". Das es kein Spontaneinfall war Coin zu erschießen war mir eig. klar, aber die Intention hinter der Zustimmung zu erneuten Hungerspielen habe ich schlichtweg missinterpretiert. Danke nochmal für den Beitrag. :)

Veröffentlicht am 08.07.2012 13:06:34 GMT+02:00
Patrick meint:
Klasse. Genau so fand ich es auch.
Allerdings finde ich gerade beim 3. Teil, dass es von dem Inhalt her kein richtiges Jugendbuch ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 15:46:35 GMT+02:00
V. Lanz meint:
:-) ich bin immer noch total im bann des 3. buches... gerade wenn ich rezensionen lese kommt alles wieder hoch. die negativen lese ich überhaupt nicht, da könnt ich mich aufregen ohne ende *gg*
an dieser stelle übr. danke für die toll formulierte rezension :D
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