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Kundenrezension

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Long as I can see the Light, 28. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Cosmo's Factory (40th Ann.Edition) (Audio CD)
Der Stern von Creedence Clearwater Revival leuchtete kurz, aber hell, und am hellsten strahlte er auf ihrem 5. und mit über 42 Minuten Spielzeit längsten Album, "Cosmo's Factory" mit seinem Mix aus Country, Rock'n'Roll, Rockabilly, Blues und Motown, was umso erstaunlicher ist, als es das Creedence-Album mit dem höchsten Anteil an Fremdkompositionen ist, die sich allesamt nahtlos in Fogertys Originale einreihen. Mit Before you accuse me covern sie Bo Diddley, mit Ooby Dooby Roy Orbison, mit einer ziemlich notengetreuen Kopie von My Baby left me zollen sie Elvis Tribut, und dieser sumpfige Groove, mit dem sie sich Marvin Gayes Version von I heard it through the Grapevine zu eigen machen, fasziniert ungebrochen.

Die Beatles hatten mit Long tall Sally einen Little Richard-Klassiker im Programm und schrieben mit I'm down ihren "eigenen" Little Richard-Song; CCR taten dasselbe mit Good Golly Miss Molly (auf "Bayou Country") und brachten mit der Single Travelin' Band einen Song, den Little Richard genauso hätte aufgenommen haben können, inklusive Sax und Honky-Tonk-Piano.

John Fogerty mag später bedauert haben, dass die überwiegend instrumentale Eröffnungsnummer Ramble Tamble zu lang geraten sei; das Ding hat Feuer und wird mir nicht langweilig.

Es zeugte von einer Mischung aus Selbstbewußtsein und Größenwahn, die 11-minütige Version von Grapevine an die vorletzte Stelle auf Seite 2 zu pressen, lange bevor man einen Song per Fernbedienung einfach weiterskippen konnte! Ich finde das Lied klasse; leider aber frönten CCR mit langen Versionen wie dieser einer Tradition, der Ende der Sechziger bis in die 70er hinein viele Bands folgten, nämlich ihre Studioimprovisationen nicht nur ausufern zu lassen, sondern ihre Albumkäufer auch noch daran teilhaben zu lassen... Etwas weniger hätte es im Falle von Grapevine auch getan. Auf älteren Ausgaben von "Chronicle" und auf der neuen "Best of"-CD gibt es einen kompakten vierminütigen Edit, bei dem man das erste Solo rausgeschnitten und dann nach dem zweiten Solo langsam ausgeblendet hat... diese Version tut's für mich meistens auch!

Ich staune immer, wie großzügig Creedence mit ihren Hits umgingen: die B-Seite von Travelin' Band, Who'll stop the Rain, hätte selber eine astreine A-Seite abgegeben, Run through the Jungle, die B-Seite von Up around the Bend, war ebenfalls ein Klassiker, so wie Long as I can see the Light, die B-Seite von Lookin' out my Back Door.

Überhaupt die Hitdichte: kein einziger Ausfall auf ganzer Länge; es spricht für sich, dass von den 11 Songs allein 7 (!) bzw. 2 auf den beiden essenziellen Samplern "Chronicle Vol. 1" resp. "Vol. 2" erschienen - ich empfand "Cosmo's Factory" immer schon als eines der wenigen regulären Alben, die für sich allein genommen als Greatest Hits-Album funktionieren, so wie z.B. Simon & Garfunkels "Bridge over troubled Water".

John Fogerty spielte die Rhythmusspuren oft mit der Band ein, um sie dann in aller Ruhe mit Gesangs-, Gitarren-, Piano-, Orgel- und Sax-Overdubs abzurunden. Das mag keine demokratische Arbeitsweise sein - aber genau sie scheint der Qualitätsgarant gewesen zu sein, wie die beiden folgenden Alben "Pendulum" und vor allem "Mardi Gras" zeigten, mit deren zunehmender Banddemokratie eben auch ihr Aus einherging.

Kompositorisch ist Fogerty ebenso auf der Höhe wie die Band als eingespielte Einheit: was er immer wieder aus den üblichen 4, 5 Akkorden für Melodien rausholt - die sich zudem auch nach 40 Jahren nicht verbraucht haben wohlgemerkt!-, ist einfach der Hammer, besonders wenn man sich vor Augen hält, dass er als einziger mir bekannter Songwriter über alles mögliche schrieb - aber, anders als alle anderen, KEINE Liebeslieder! (Soweit ich weiß, war Joy of my Life auf "Blue Moon Swamp" 1997 sein erstes Liebeslied überhaupt.)

Der Sound der 2008er Remasters ist der beste bisher regulär erhältliche (teure Gold- oder SACD-Versionen etc. mal ausgenommen). Von den drei Bonustracks des 2008er Remasters fügt die Mono-Version von Born on the Bayou, zusammen mit Booker T & The MGs, dem Original keinen nennenswerten Aspekte hinzu, Spaß wird's den Beteiligten aber gemacht haben, ebenso wie bei der ausgelassenen Live-Version von Up around the Bend, aufgenommen auf der letzten CCR-Tournee am 10.9.'71 in Amsterdam. Vielleicht als Ausgleich für die fehlende Rhythmusgitarre von Tom Fogerty hat John seine Gitarre für meinen Geschmack etwas zu stark verzerrt. Das Studioremake von Travelin' Band ohne Overdubs, vermutlich als Playbackband für TV-Auftritte aufgenommen, zeigt die Band mit ungewohntem Mut zum Nicht-Perfektionismus.

"Cosmo's Factory" ist nicht nur mein Lieblingsalbum von CCR, sondern eins meiner Lieblingsalben überhaupt. Fogertys erklärtes Ziel war es, Songs zu schreiben, die auch in zehn Jahren noch gespielt werden würden - diese hier schaffen auch locker noch die nächsten 40!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.06.2009 21:57:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.06.2009 21:58:19 GMT+02:00
AMM meint:
Ich habe John Fogerty letztes Jahr in München erlebt, da hat er "Ramble Tamble" wieder ausgegraben und fast notengetreu gespielt, für mich vielleicht der höchste von zahlreichen Höhepunkten seines Konzertes, vor allem, weil ich mit diesem Song überhaupt nicht gerechnet hatte! Hoffentlich erscheinen bald endlich die schon im letzten Jahr angekündigten Live-Mitschnitte auf CD oder DVD!

Mein Lieblingsalbum von CCR ist und bleibt aber für alle Zeiten "Bayou Country"! SF
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Details

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Rezensentin / Rezensent

Toby Tambourine
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

Ort: Gießen

Top-Rezensenten Rang: 714