Kundenrezension

37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Qualität ist das beste Rezept, 15. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Reflections (Audio CD)
Als ich „Reflections" zum ersten Mal hörte geriet ich zunächst in Wallungen, aber nach dem ersten Hören stellte sich doch ein wenig Ernüchterung bei mir ein. Diese Ernüchterung ist dann nach zehnmaligem, intensivem Hören - wie immer bei Paul van Dyk Veröffentlichungen - in grenzenlose Begeisterung umgeschlagen. Erst habe ich von dieser CD mehr erwartet, um hinterher festzustellen, dass Paul wieder neue Maßstäbe in Sachen elektronischer Tanzmusik setzt, und das, obwohl er mit seinem letzten, regulären Album „Out There and Back" die Meßlatte unerreichbar hoch gelegt hat. Irgendwann springt halt auch bei „Reflections" der Funke über, obwohl es meines Erachtens nicht so perfekt durchgestylt und so reich an Höhepunkten ist wie sein Vorgänger. Während „Out There and Back" wie ein trancelastiger DJ-Set daherkommt, ist „Reflections" für mich eine sehr gute Zusammenstellung wunderschöner, tanzbarer Musikstücke. Die Songs sind für sich alleine betrachtet sehr gut, aber Anfangs war das Gesamtbild des Albums durch die vielen Tempowechsel und die gerade bei den ersten Tracks des Albums nicht fließenden Übergänge zu Unrecht ein wenig enttäuschend.
Das Album beginnt mit dem Opener „Crush" vielversprechend. Der Track geht nach 4 Minuten ab wie „Schmitz' Katze" und macht Lust auf mehr. Er lebt von den spärlichen Vocals („I know you want me" natürlich wollen wir mehr von dir Paul) und einer eingängigen, hammergeilen Melodie.
Danach folgt die zweite Singleauskopplung „Time of our Lives" mit Vega 4. Wunderschöne Vocals eingebettet in einen Breakbeat. Ein toller Track, der mich ein wenig an die Simple Minds der 80er erinnert, die dann allerdings eine Frischzellenkur hinter sich haben müssten. Eine würdige Singleauskopplung.
Beim dritten Track „Like a Friend" fällt das Album leider etwas ab. Paul im Chillout oder Trip-Hop Gewand. Ich weiß nicht wozu ich eher tendieren soll. Die weiblichen Vocals wissen allerdings zu Gefallen.
Der vierte Track „Reflections" ist eine Mixtur aus „Tell Me Why" und Zurdo's „The Game". Zumindest erinnern die Vocals, sofern man das Gefiepse überhaupt als Vocals bezeichnen kann, stark an „The Game". Geiles Teil.
Danach folgt „Nothing but You". Zu der Trancehymne des Jahres 2003 braucht man nicht viel zu sagen.
Der 6. Track „Buenaventura" ist Kennern des Soundtracks „Zurdo" bereits ein Begriff. Besitzer dieses nur in Mexiko veröffentlichten Soundtracks hätten sicher darauf verzichten können. Dennoch: Der Track ist im typischen PvD-Stil. (Kleiner Tipp am Rande: Der schwer erhältliche, von Paul komponierte Soundtrack kann übrigens im Shop der PvD Homepage käuflich erworben werden. Es lohnt sich.)
Danach folgt „Homage". Ein sehr poppiger Vocal-Trance Track allererster Güte, wie man ihn von PvD kennt. Eigentlich eine potentielle Singleauskopplung.
Bei „Never Forget" wird die ganze Angelegenheit wieder etwas ruhiger. „Never Forget" könnte auch aus der Feder von Michael Cretu stammen. Würde auf der CD nicht PvD stehen, könnte man glauben, Enigma zu deren Glanzzeit zu hören.
Ab dem 9. Track geht das Album bis zum letzten Track wieder ab. Mit „Knowledge" wird Paule durch Breakbeat und Rapeinlagen, die aber nicht so 0815-mässig daherkommen, wie die eines Marc Arcadipane, progressiv. Jetzt bekommt das Album endlich DJ-Set-Charakter. Die restlichen 5 Tracks des Albums gehen anders als ihre Vorgänger ausnahmslos perfekt ineinander über, um dem Höhepunkt entgegenzusteuern. Man fliegt endlich auf Wolke 7.
Stück Nummer 10 „That's Life" mit männlichen Vocals ist auch eher progressiver Stoff.
Ab „Connected" kommen dann Tranceliebhaber wieder voll auf ihre Kosten. Ein Instrumentaltrack, der in Richtung „Avenue" geht. Mit „Spellbound" und „Kaleidoscope" wird dann der Höhepunkt erreicht. Zwei schweinegeile Vocal-Trance-Stücke, wovon beide das Potential erfolgreicher Singleauskopplungen haben. Wenn zumindest „Kaleidoscope" nicht ausgekoppelt wird, würde ich mich schon schwer wundern.
Nach ca. 72:30 Minuten ist leider das Album zu Ende und dem Hörer bleibt nur ein nochmaliger Druck auf die Play-Taste, sofern nicht schon die Repeat-Funktion eingeschaltet ist.
Fazit:
Ich habe ein Album erwartet, das ich einlege, um in andere Sphären zu fliegen. Trancejünger wie ich werden daher evtl. beim ersten Hören ein wenig enttäuscht sein, da das Album sehr massenkompatibel ist und sich nicht sofort in die Gehörgänge einbohrt. Da Paul sich ungern in die Tranceschublade stecken lässt, ist die Songauswahl durchaus nachvollziehbar. Er stellt mit „Reflections" seine Vielseitigkeit exzellent unter Beweis.
Wieder einmal hebt sich Paul deutlich vom Kirmes-Techno und der Cover-Mania diverser anderer Interpreten ab. Für mich ist „Reflections" das Album des Jahres 2003.
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