Kundenrezension

80 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Thrash Metal Album aller Zeiten!, 3. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Reign in Blood (Audio CD)
Wer wagt mir zu widersprechen, dass wir es hier mit dem definitiv besten Thrash / Speed Metal Album aller Zeiten zu tun haben? Aber ich denke doch mal, dass 99 % aller waschechten Metaller mit mir da einer Meinung sind. Die restlichen 1% sollten zumindest anerkennen, wie wichtig diese Scheibe den heutigen Metal geprägt hat. Überlegt doch mal ernsthaft: Würde der moderne Death, Thrash, Black Metal oder Grindcore wirklich so klingen, wenn es "Reign in Blood" nicht gegeben hätte? Ich denke nicht! Obendrein enthält die Scheibe noch einige kontroverse Themen, die unter anderem wegen dem Opener "Angel of Death" auf einige Gemüter schlugen. Doch der Reihe nach:

Eröffnet wird das Festspiel des aggressiven Metals mit eben genanntem Song, welcher auch heute noch jedes SLAYER Konzert beendet. Waren die Metaller sich damals bei "Hell awaits" einig, dass dieses Werk das Nonplusultra darstellen würde, wurde dies mit "Angel of Death" binnen weniger Sekunden widerlegt. Dieser Song bot einfach alles, vom schnellen Geholze, treibenden Doublebass (die man von "Praise of Death" gewohnt war!), abwechslungsreichen, aggressiven und technischen Riffs, sowie dem markanten Gesang von Tom Araya, der sich mit dem Text "Angel of Death, Monarch to the Kingdom of the Dead, infamous Butcher, Angel of Death" unweigerlich ins Gehirn hämmerte. Krönender Abschluss ist hier der Schluss, wo wohl jeder dein Eindruck hat, dass das Schlagzeug von Dave Lombardo gleich unter dem Doublebass Gewitter zusammen bricht. Langsamer und treibend geht es mit "Piece by Piece" weiter, doch ist dies nur kurze Täuschung, denn nach wenigen Sekunden bricht bereits wieder die Hölle auf Erden los. Thematisch geht es hier selbstverständlich nicht weniger blutig zu, befasst man sich hier mit der Faszination, die Tom nicht mehr loslassen wollte, den Massenmördern: "Modulistic Terror, a vast sadistic Feast, the only Way to exit is going Piece by Piece". Heftig, heftig, denn nach bereits 2 Minuten ist das Massaker bereits wieder zu Ende. Doch war das bei weitem noch nicht der Mindestrekord, denn der wird erst mit den 1 Minuten und 40 Sekunden dauernden "Necrophobic" und dazu ein Text, denn manche Bands in 5 Minuten nicht unterkriegen. So viel ich weiß soll dieser Song mit 248 bpm nach "Raining Blood" (247 bpm) auch der bis dato schnellste sein den SLAYER bisher komponiert haben.
Danach folgt mit "Altar of Sacrifice" ein weiterer Hit in der Geschichte von SLAYER, der wieder mehr in die satanische Ecke tendiert und wesentlich aggressiver wirkt, als "Necrophobic", was vor allem an dem eindringlichen Riffing liegen dürfte. Untrennbar an den vorigen Song schließt sich danach gleich "Jesus saves" an (diese beiden Stücke kann man als Siamesische Zwillinge betrachte, die nicht voneinander getrennt werden sollten!). Nachdem mit einem unheilvollen Riff das Stück eröffnet wird, steigert sich die Spannung dermaßen, dass quasi wie eine Flutwelle der schnelle Part über den Hörer hereinbricht und nach kurzer Zeit schon wieder zu Ende ist. Wie viel Abwechslung man doch in nicht einmal 3 Minuten packen kann ist einfach abartig, sensationell und genial zugleich! Mit "Criminally insane" wird es auch nicht weniger abwechslungsreich. Irgendwie erinnert mich dieser Song an "Piece by Piece", wobei hier wohl für viele Death Metal Bands bereits der Weg geebnet wurde. Zumindest sind hier viele Ansätze erkennbar, was bei vielen anderen Bands später andauernd verwurstet wurde. Mit "Reborn" wird es dann wieder so richtig klassisch, hätte diese Nummer auch problemlos auf "Hell awaits" stehen können, wobei beim Hören irgendwie an "Necrophiliac" erinnert werde. Die geilste Textzeile ist hier zweifelsohne "...defy your morbid Declaration, leave you ripped and torn"! Jaja, damals hat der Hanneman auch noch schnelle Songs geschrieben, 2 Jahre später hat er uns vom Gegenteil überzeugt. Doch vorerst mal ist "Epidemic" an der Reihe, meiner Meinung nach dem schwächsten Stück auf "Reign in Blood", wobei qualitätstechnisch immer noch alles im grünen Bereich bleibt, das Stück allerdings nicht an die restlichen 9 Meisterwerke heranreichen kann. Das bessert sich mit "Postmortem" jedoch schlagartig! Ja, hoppla, das Stück dauert ja zur Abwechslung mal wieder länger als nur 3 Minuten. Das geilste ist hierbei das dämonisch, majestätische Eröffnungsriff, wobei auch die Strophe dem in nichts nachsteht. Abartig wird's erst wieder beim schnellen Part, da hier unmenschliches aus Kerry King und Jeff Hanneman herausgeholt wurde.
Nahtlos geht es auch gleich nach einem kleinen Soloduell mit der letzten Nummer "Raining Blood" weiter, dem wohl unheilvollsten, majestätischstem und einem der bekanntesten Metalsongs überhaupt. Welcher Metalfan weiß nicht, was nach den 3 Tom-Schlägen (Ta-ta-tam!) folgt! Ich kann mich noch sehr gut erinnern: Dynamo 1996 - es wurde langsam dunkel, die Bühne war in rotes Licht getaucht - überall Nebel und dazu das Feedback der Gitarren und dann begann es: Ta-ta-tam.... weiterhin Feedback, dann wieder: Ta-ta-tam... das Publikum gröhlte noch mehr als bei den ersten 3 Schlägen und es steigerte sich, als nach dem 6ten mal dann die Gitarren einsetzten. Das war Magie - das war perfekt! Disen Song umfasst eine dermaßen dämonische Aura, die ich nicht wage zu umschreiben, an die nicht mal die übelste Death oder Black Metal Band heran zu reichen vermag. Lest euch nur mal den Text durch, während der Song läuft - Kinder das ist Blasphemy: "Trapped in Purgatory, a lifeless Objects, alive. Awaiting Reprisal, Death will be their Acquisition" oder vor allem bei den Stakkato artigen Riffs unterlegt von den treibenden Doublebass von Dave Lombardo, wenn Tom ins Mikro keift: "Raining Blood from the lacerated Sky. Bleeding its Horror. Creating my Structure, now I shall reign in Blood" und danach Kerry und Jeff den Song mit einem wahren Soli-Massaker abschließen. Ausgeblendet wird das Ganze von einer Geräuschekulisse, die zumindest regnendes Blut darstellen soll und somit die Scheibe perfekt beendet.

Wer diese Scheibe zumindest nicht als Tape, Mini-Disc oder CD-R zu Hause stehen hat ist in meinen Augen kein wahrer Metalfan, den "Reign in Blood" gehört wohl zu den 10 wichtigsten Metal Scheiben, die je veröffentlicht wurden und ich glaube kaum, dass sich daran jemals was daran ändern wird! Mit "Reign in Blood" haben sich SLAYER bereits jetzt bzw. 1986 unsterblich gemacht und sich einen Platz in der ersten Reihe im Metal-Olymp gesichert.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.01.2008 20:07:01 GMT+01:00
Also ich hab mir die Cd vor ein paar Wochen geholt und finde sie richtig geil!!!!!! Nur mir ist das etwas zu unmelodisch, also dauerhaft könnte ich die Platte nicht hören, aber sonst kann ich aufjedenfall nicht meckern.

Veröffentlicht am 15.03.2008 19:01:13 GMT+01:00
... kurz und bündig erklärt ! Prima ;-)

Veröffentlicht am 10.11.2009 21:28:35 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2010 12:51:17 GMT+02:00
Frank Meine meint:
Wenn schlechten Speed Metal will ja.

Veröffentlicht am 09.10.2010 15:51:36 GMT+02:00
"Wer diese Scheibe zumindest nicht als Tape, Mini-Disc oder CD-R zu Hause stehen hat ist in meinen Augen kein wahrer Metalfan"

das man so einen bullshit immer wieder lesen muss ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2010 12:15:11 GMT+01:00
sonic_overdub meint:
das stimmt, es muss nicht unbedingt jeder metal-fan die Reign in Blood haben. dafür gibt's zu viele legendäre alben, auch im thrash metal. anerkennen sollte man die scheibe dennoch, weil sie einfach respekt verdient. ich selbst hab' sowohl die LP als auch die CD als erstpressung, weil's für mich eins der besten metal-bretter überhaupt ist.

die rezension finde ich auch sehr gut, etwas pathetisch hier und da aber das muss wohl auch manchmal sein.
aber: bei allen slayer-konzerten kommt auch heute noch raining blood am ende, nicht angel of death. ;)

Veröffentlicht am 30.03.2011 12:04:53 GMT+02:00
Peter Pursuit meint:
Ein paar Absätze wären nicht schlecht gewesen...

Veröffentlicht am 28.06.2011 09:18:51 GMT+02:00
Verdammt, jetzt hab ich die nur als Vinyl...außerdem hab ich die sowieso nur gekauft, weil DefJam drauf stand.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.03.2012 10:52:24 GMT+01:00
Rehammer on meint:
Bei etwas unmelodisch kann ich dir nur zustimmen. Ich bringe der Platte zwar den gebührenden Respekt entgegen^^, aber sie als beste Thrashplatte zu bezeichnen finde ich ehrlich gesagt zu übertrieben. Denn erstens ist sie zwar knallhart, aber dafür etwas unmelodisch und teilweise nicht sehr abwechslungsreich. Und ist sehr kurz.

Also meiner Meinung nach zwar sehr gut, aber nicht so gigantisch wie sie oft hingestellt wird. Außerdem bin ich öfters in englischsprachigen Metal oder Gittaristenforen unterwegs und da ist man sich nicht so einig darüber das Reign in Blood das beste Bayareaalbum ist. Es hat halt jeder seinen eigenen Geschmack, also gibt es nicht DIE beste Platte.

Ich zum Beispiel finde die klinische Präzesion gar nicht so toll. Unkontrollierte Aggresion und Chaos haben auch etwas für sich^^

Auf jeden Fall ist es genial, das es innerhalb des Thrashgenres schon so große Abwechslung gibt.

Veröffentlicht am 02.08.2013 22:37:45 GMT+02:00
Der Kultstatus dieser Slayer Platte mag schon irgentwo eine gewisse Berechtigung haben, aber wieso stellen so viele Leute ihre jeweiligen Lieblingsalben immer als DAS Album schlechthin dar? Warum muss es, gerade in der Kunst, die nicht mit harten Zahlen belastbar ist, immer eine Nummer eins geben? Den Silberling will ich auf keinen Fall klein reden, so ist es nicht, für mich gehört Reign in Blood definitiv zu den Alben, die ich im extremen Metal Bereich gerne anhöre. Die Einflüsse auf die Black/Death/Thrash-Szene sind auch nicht wegzureden, aber ich finde es einfach überzogen, den Ruhm immer einem Werk einer Band zuzuschreiben.

Man sollte auch mal so denken: Musiker selbst sind meist auch nur Fans, inspiriert durch ihre jeweiligen Vorbilder. Und nur dadurch können Fans aller möglichen Genres heute ihren Vorbildern lauschen, ob sie Napalm Death, Slayer, In Flames, oder sonst wie heißen. Und gerade solche Aussagen wie "Wem diese und jene Scheibe nicht gefällt, ist kein Metaller!" sind ignorant, ich meine, ist beispielsweise jemand, der nur im Melodic/Heavy Metal Bereich unterwegs ist, kein Metaller, nur weil ihm diese Platte nicht gefällt?
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