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Kundenrezension

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisch, detailiert und unheimlich, 9. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Set Sail to Mystery (Audio CD)
The Vision Bleak sind Freunde großer Gesten und altmodischer Dramatik. Das wird auch auf "Set Sail To Mystery" einmal mehr deutlich - gern gehörte und zitierte Poeten wie Lovecraft, Poe oder Byron sind wieder dabei. Business as usual also? Nicht ganz, denn im Gegensatz zu den beiden Höhepunkten der bisherigen Diskographie ("The Deathship Has A New Captain" und "Carpathia - A Dramatic Poem") braucht das 2010er Werk einige Durchläufe mehr, zündet danach aber umso besser. Dafür wurde die epische Dramatik von "Carpathia" äußerst stimmig mit der düsteren Härte von "The Wolves Go Hunt Their Prey" verbunden.

Am Beginn des Albums steht mit "A Curse Of The Grandest Kind" ein starkes Intro (wobei man aufgrund der Länge auch von einem eigenständigen Song sprechen kann), in dem ein Gedicht des berühmt-berüchtigten Lord Byron, untermalt mit dramatischer, orchestraler Musik zum Besten gegeben wird. Danach folgt eine unheimliche musikalische Achterbahnfahrt, begleitet von Orchester, harten, bisweilen thrashigen Gitarren und charismatischem Gesang, der noch variabler als je zuvor gestaltet wurde. Die Platte klingt insgesamt wie aus einem Guss, sodass es ein wenig schwer fällt, die Höhepunkte zu benennen. Vor allem "I Dined With The Swans" (schleppend und unheilvoll, dichte und morbide Atmosphäre, erinnert gesangstechnisch ein wenig an Rammstein), das beklemmende "The Foul Within" und der starke Rausschmeißer "He Who Paints The Black Of Night" sind in meinen Ohren exzellente Stücke, die den Charakter der Band bestens einfangen und Gänsehaut-Atmosphäre pur bieten. Getoppt werden diese drei Lieder lediglich durch den einzigen Track auf der Platte, der wirklich sofort im Ohr hängenbleibt: "The Outsider" ist eingängig, bietet einen guten Refrain und ein schönes, altmodisches Gitarrensolo. Vor allem der Wechselgesang zwischen Konstanz und Schwadorf kann überzeugen, ebenso die düstere Gesamtstimmung, die durch die Keyboardbegleitung noch verstärkt wird. Ebenfalls sehr gut ist das mit einem stampfenden Rhythmus und interessanten Tempowechseln unterlegte "A Romance With The Grave", das sogar Black-Metal-Gefilde streift.

Zwei Haare habe ich aber dennoch in der Suppe gefunden: gleich beim zweiten Stück "Descend Into The Maelstrom" gefällt mir aus irgendeinem Grund der leicht verwaschen klingende Sound nicht - vermutlich wirkt gerade dadurch und durch die orchestrale Begleitung der Song ein wenig überladen. Eine andere Geschichte ist das längste Lied auf der Platte, "Mother Nothingness (The Triumph Of Ubbo Sathla)". Hier dürften sich die Geister aufgrund des extrem langsamen und doomigen Aufbaus scheiden. Ich persönlich habe gegen das Schneckentempo nichts einzuwenden, allerdings fehlt es dem Track doch ein wenig an Durchschlagskraft. Daran kann auch der lässige Übergang bei knapp über 6 Minuten nicht viel ändern, sodass wir es hier mit dem schwächsten Song des Albums zu tun haben.

Insgesamt ist "Set Sail To Mystery" eine verhältnismäßig harte Platte geworden. Die großen Hits stechen nicht sofort heraus, es gibt kein so eingängiges Stück (auch "The Outsider" nicht) wie auf jedem der Vorgängeralben noch mindestens zwei enthalten waren. Dennoch gefällt mir das Ganze wesentlich besser als "The Wolves Go Hunt Their Prey", die ersten beiden Werke werden trotz nahezu perfekter Horror-Atmosphäre aber um eine Winzigkeit verfehlt. Trotzdem die Höchstwertung für eine Platte, die man als Anhänger der dunklen Tonkunst gehört haben sollte und die erst nach mehreren Durchläufen ihr wahres Potential entfaltet.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.04.2010 21:34:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.04.2010 21:36:08 GMT+02:00
Dachte schon ich sei der Einzige, dem der etwas verwaschene Sound, besonders im 2.ten Stück, aufgefallen ist. Da klingen die Drums irgendwie ziemlich dünn.Hätte etwas mehr Wums vertragen können. Und auch ich sehe das 8min. Stück als einzigen Schwachpunkt des Albums an. Dies sind natürlich nur winzige Haare, die man auf jedem Album findet, wenn man sie sucht. Insgesamt natürlich ein Hammeralbum...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.04.2010 15:16:58 GMT+02:00
Stefan T. meint:
Kann man laut sagen, dass das ein Hammeralbum ist - vor allem nach mehreren Hördurchgängen wollen einige Songs überhaupt nicht mehr aus dem Gehörgang verschwinden.

Ich hatte das Glück bei der aktuellen Tour beim Konzert in Wien dabei zu sein. Extrem charismatische Band und sehr bodenständige und sympatische Typen.
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